Bei David einkaufen, nicht bei Goliath

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Wer gute Musik und Bücher bei Konstantins Sturm- und Klang-Shop erwirbt, unterstützt damit zusätzlich „Hinter den Schlagzeilen“. Und er setzt ein Zeichen gegen die Marktmacht der „Großen“, deren Kleingeist den Handel mit Kultur zunehmend kontrolliert.   Roland Rottenfußer

 https://sturm-und-klang.de/shop

„Sturm und Drang“ nannte sich eine literarische Bewegung der Vorklassik. Heute sind uns daraus überwiegend noch Schillers „Räuber“ und Goethes „Götz von Berlichingen“ bekannt. Die Bewegung pries den schöpferischen Genius und scheute sich auch politisch nicht, anzuecken. „Sturm und Klang“ ist quasi klingender Sturm und Drang. Die Künstlerinnen und Künstler, die dort verlegt werden, stehen vielleicht ebenfalls auf der Schwelle zum Status von Chanson-Klassikern. In welchem Ausmaß, wird die Zukunft zeigen.

Einer der großen deutschsprachigen Liedermacher-Klassiker, Konstantin Wecker, nahm die jüngeren Kolleginnen und Kollegen unter seine Fittiche und erwarb sich schon jetzt Verdienste um die Nachwuchspflege – ohne zum Glück daran zu denken, sich selbst zur Ruhe zu setzen. Großartige Entdeckungen wie Roger Stein, Dominik Plangger, Tamara Banez, Vivek, Pablo Miró und demnächst Miriam Green stürmten und drängten zwar noch nicht in die Hitparaden, wohl aber in die Herzen vieler qualitätsbewusster Hörer.

Ziel des Labels ist ja gerade, Werken eine Chance auf Veröffentlichung zu geben, die nicht von so viel Rückenwind gelenkter Massenbegeisterung getragen sind wie „Weihnachten mit Helene Fischer“. Sperrige, kritische und feinnervige Künstlerinnen und Künstler brauchen eben manchmal besonders liebevolle Unterstützung, um die Wahrnehmungsschwelle eines anspruchsvollen Publikums zu überschreiten. Und wer da sagt, das sei alles nicht im engeren Sinn marktfähig, dem sei ganz stürmerisch und drängerisch das Götz-Zitat entgegengehalten.

„Was keiner wagt, das sollt ihr wagen“ – dieses von Wecker vertonte Zenetti-Zitat haben sich die Macher des Labels auf ihre Fahnen geschrieben. Und nicht nur auf künstlerischem Gebiet wird den (kommerziell) Großen die Stirn geboten. Auch den Großhandel versuchen Konstantin Wecker und seine Mitstreiter mit ihrem neu eingerichteten Shop zu umgehen. Denn was man in der Theorie politisch kritisiert, muss man nicht unbedingt noch in der Praxis kommerziell unterstützen.

Wir alle kennen die Klagen über die monsters of Onlinehandel, die ihre Mitarbeiter schlecht bezahlen, die Preise diktieren, die kleinen Händler kaputt machen und ihre Kunden bespitzeln, um ihnen maßgeschneiderte Angebote aufdrängen zu können. Ebenso erdrücken Großhandelsketten auf den Buch- und Musikmarkt auch „offline“ alle, die als sympathische „Läden an der Ecke“ mit ihren zu konkurrieren wagen. Warum nicht gleich dort einkaufen, wo nicht nur die Produkte sympathisch sind, sondern auch der Händler es ist?

Der „Wecker-Shop“ ist eine Möglichkeit, bei David statt bei Goliath einzukaufen, Qualität zu erwerben und damit zugleich ein politisches Statement abzugeben. Und noch ein großer Vorteil für Leser dieser Seite: Von jedem erworbenen Produkt aus dem „Sturm-und-Klang“-Shop geht ein Euro an unser Webmagazin „Hinter den Schlagzeilen“. Es fließt unmittelbar in journalistische Qualität und Unabhängigkeit. Stöbern Sie einmal auf dieser Seite:

https://sturm-und-klang.de/shop

Angeboten werden:

  • Die neueren CD-Veröffentlichungen Konstantin Weckes wie unlängst „Antifaschistische Lieder“
  • Einige besondere Raritäten wie Aufnahmen der Kindermusicals Konstantins
  • Buchveröffentlichungen Konstantins wie zuletzt „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“
  • „Konstantins Empfehlungen“ – Bücher aus anderen Verlagen, denen Konstantin besonders nahestehe und die er deshalb wärmstens empfehlen kann wie „Zwischen Anarchismus und Populismus“ von Götz Eisenberg, „Weltsprache Literatur“ von Jürgen Wertheimer und „Ja! Anarchismus!“ von Bernd Drücke (Herausgeber).

Demnächst wird als Neuzugang im Shop der großartige Gedichtband von Peter Fahr, „Selten nur“ herauskommen, über den Konstantin Wecker schrieb: „Endlich wieder ein Poet, der sich der Sprache hingibt. Dem bewusst ist, dass Worte Symbole sind, die man nur in der Tiefe des eigenen Wesens ergründen kann. Ein leiser Dichter, stets auf der Suche nach dem unspektakulären Wesentlichen, nach den letzten Fragen die auch immer die ersten sind.“

Ein Grund mehr, mal im Shop vorbeizuschauen.

Kommentare
  • Avatar
    Rüdiger
    Antworten
    So, mein erster Einkauf ist abgeschickt; das tut doppelt gut: David und die Schlagzeilen werden gefördert. Und es gibt einen echten Mehrwert über die Produkte in meinem Leben.!

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