Bücher neu gelesen: Frankenstein in Bagdad – Teil 2

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Das Cover des Romans „Frankenstein in Bagdad“. Foto: Verlag Assoziation A

Dieses Buch ist von brennender Aktualität: Ahmed Saadawis neuer Roman Frankenstein in Bagdad ist eine moderne Adaption und Politisierung des Frankenstein-Stoffes . Heute veröffentlichen wir Teil 2 des 10 Kapitels. (Teil 1 mit Einführung zum Roman, Autor und Hintergrund: https://hinter-den-schlagzeilen.de/buecher-neu-gelesen-frankenstein-in-bagdad). Der Roman ist eine intelligente und literarisch brillante Parabel über einen Gesellschaftszustand, in dem eskalierende Gewalt ständig neue Gewalt gebiert und die Grenzen zwischen schuldig und unschuldig verschwimmen. Voll schwarzem Humor, grotesk und satirisch, doch voller Liebe zu den Menschen und frei von Zynismus. Wer das alltägliche Elend der irakischen Gesellschaft seit dem »Krieg gegen den Terror« und die Hintergründe für die aktuelle Protestbewegung im Irak besser verstehen will und wer vor allem hervorragende Literatur schätzt, kann sich einen ersten Eindruck selbst verschaffen: Mit freundlicher Erlaubnis von Assoziation A, die den Roman verdienstvoller Weise in einer hervorragenden Übersetzung von Hartmut Fähndrich auf Deutsch herausgebracht hat, können die Leser*innen von HdS die dritte Folge des  10. Kapitels von Frankenstein in Bagdad am kommenden Freitag lesen. Michael Backmund

„Ich breitete meinen Umhang auf dem Boden aus und legte mich nackt in die Sonne. Helle, klebrige Flüssigkeit sickerte durch Risse und Löcher aus meinem Körper. Ich benötigte eine Generalüberholung. Tatsächlich brauchte ich auch – und das war eine Einsicht, die mich überraschte – Ersatzteile.

Ich hörte den Lärm des erwarteten Zusammenstoßes. Ohrenbetäubende Gewehrsalven, schreiende Menschen. In der Sonne kam ich mir vor wie auf einem Grill. Ich stand auf, wickelte mich wieder in den verdreckten Umhang und trat an die Balustrade und beobachtete den heftigen Zusammenstoß zweier Gruppen, von denen die eine sich rasch auflöste und die Flucht ergriff. Der anderen gelang es, zwei ihrer fliehenden Gegner zu schnappen. Sie schubsten sie mit den Gewehrschäften zu einer von Kalaschnikow-MGs durchlöcherten Wand. Einer der beiden Gefangenen war schwer verwundet und stöhnte. Vielleicht flehentliche Hilferufe. Der andere blieb stumm und stand aufrecht, wie ein echter Märtyrer, jemand, der weiß, dass es Zuschauer gibt, die den Vorgang verfolgen und anderen, ergriffen von seinem Martyrium, weitererzählen. Es dauerte nicht lange. Sie stießen die beiden gegen die Mauer, riefen zwei oder drei Mal ›Allahu Akbar!‹ und füsilierten sie. Die beiden fielen zu Boden. Die Bewaffneten schulterten ihre Gewehre wie Bauern ihre Hacke und verließen rasch den Ort des Geschehens.

Ich schaute zu meinen Gefährten und Gefolgsleuten. Ihnen allen stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben, nur nicht dem Zauberer.

›Hübsche Jungs!‹, sagte er. ›Was für eine Vergeudung!‹ Er warf mir einen vielsagenden Blick zu und sinnierte: ›Das sind doch wohl auch Opfer?‹

›Ich weiß nicht. Frag den Sophisten.‹

›Es sind alles Opfer. So sehe ich das.‹

In den folgenden drei Stunden fielen mir der Daumen meiner rechten und drei Finger meiner linken Hand ab. Meine Nase löste sich auf und überall an meinem Körper bildeten sich große Löcher, weil das Fleisch welkte. Ich wurde immer schwächer und fühlte nur noch den Wunsch zu schlafen. Meine sechs Helfer saßen im Salon, in dem Möbel aus den verlassenen Häusern der Umgebung standen. Sie unterhielten sich intensiv und schienen besorgt.

Nach meinen Plänen sollte meine Mission eigentlich in dieser Nacht enden. Ich wollte mir in einem Hotel in Karrada noch den venezolanischen Söldneroffizier vornehmen. Bevor ich ihm an die Gurgel ginge, würden mich zahlreiche Schüsse durchlöchern. Danach wollte ich mich ins Auto eines Sicherheitsdienstes setzen, das mir der Feind beschafft hatte, und Richtung Abu Ghraib fahren. Dort sollte meine Mission ihren endgültigen Abschluss finden: Nach der Rache an dem schon erwähnten al-Qaida-Führer würde ich eure furchtbare Welt verlassen.

Gegen Abend döste ich ein wenig ein. Als ich die Augen wieder öffnete, sah ich die Verrückten über mich gebeugt. Sie waren blutverschmiert und damit beschäftigt, mich zu waschen. Wir befanden uns im Bad der Wohnung im dritten Stock des Gebäudes. Sie hatten irgendetwas unternommen.

Nach einer hitzigen Debatte hatten sie einen Entschluss gefasst: Die drei Verrückten verließen das Haus, überquerten die Straße und gingen auf den Hof, auf dem die beiden jungen Männer hingerichtet worden waren. Sie zogen den Leichnam des aufrecht Getöteten, des ›Heiligen‹, beiseite und ließen denjenigen des kleinmütig Flennenden liegen. Sie trugen den Toten ins Gebäude. In einem Zimmer im Erdgeschoss vollzogen sie die Operation. Der Leichnam sollte bestimmte Stücke als Ersatzteile für mich liefern. Diese schnitten sie heraus und verwahrten sie in einer schwarzen Plastiktüte, während sie den Leichnam des ›Heiligen‹ wieder forttrugen und weit weg auf die Trümmer eines Hauses warfen, das von amerikanischen Geschossen zerstört worden war.

Der älteste Verrückte entfernte die verfaulten Teile meines Körpers. Danach machten sich sein kleiner und älterer Kollege daran, die neuen Teile festzunähen. Gemeinsam trugen sie mich ins Bad im obersten Stock, wuschen das Blut und die klebrigen Plasmaflüssigkeiten von mir ab und rieben mich trocken. Der Feind gab mir die Uniform eines Offiziers einer amerikanischen Spezialeinheit und eine dazu passende Identitätskarte. Schließlich nahm sich der ›Sophist‹ noch meines Makeups an. Er legte mir eine dicke Schicht Creme auf und reichte mir einen Spiegel – in dem ich mich jedoch nicht wiedererkannte. Ich verzog die Lippen und stellte fest, dass es sich doch um mein Gesicht handelte.

›Was ist passiert?‹

›Wir haben dich dem Leben zurückgegeben‹, erwiderte der Zauberer. Er hielt eine Zigarette im Mund und rauchte entspannt, die Arme auf die Lehne des Sofas ausgebreitet. Er war der Kopf der ganzen Aktion. Er hatte die anderen davon überzeugt, dass der tote ›Heilige‹ auch ein Opfer war und dass seine Seele nach Rache verlangte. Und so sprach nichts dagegen, sich seines Körpers als Lieferant für Einzelteile zu bedienen, um die schadhaft gewordenen Stücke aus den Körpern anderer Opfer, für die die Rache schon erfolgt war, zu ersetzen.

Ich stand auf. Ich fühlte mich voller Lebenskraft und überschäumendem Elan, als wäre ich aus einem tiefen Schlaf erwacht. Die Gesichter um mich herum schienen fremd, und ich hatte meine Entschlüsse vom Morgen vergessen. Ich setzte eine Mütze der Marines auf und stürmte aus dem Gebäude nach Osten. Dorthin war die Bande verschwunden, die am Mittag die Exekution vollzogen hatte. Die Finger des ›Heiligen‹ öffneten mir die Tür und wiesen mir den Weg. Ich fand sie. Sie saßen im Kreis auf der Erde und tranken Tee. Die Wache, die auf einem Gebäude in der Nähe Posten bezogen hatte, sah mich nicht, und so konnte ich die Männer überraschen. Als ich in ihren Kreis trat, griffen sie nach ihren Gewehren, doch ich war schon so dicht bei ihnen, dass ich sie ihnen aus der Hand reißen oder beiseite stoßen konnte. Es kam zu einer hitzigen mit Händen und Füßen geführten Rauferei. Schüsse lösten sich und aus den umliegenden Räumen kamen weitere Personen gestürmt. Das Getümmel wurde immer wilder, das Geschrei immer lauter. Das Ganze verlief für sie nicht nach Wunsch. Obwohl mein Rücken von mehreren Kugeln durchlöchert wurde, kriegte ich sie alle zu fassen und konnte einem nach dem anderen den Hals umdrehen. Nach einer halben Stunde war von der ganzen Horde nur noch ein einziger übrig, der völlig verängstigt in einer Zimmerecke kauerte. Im matten Licht der Batteriefunzeln konnte ich seine Gesichtszüge nur undeutlich erkennen, aber es war klar, dass er heulte. Ich trat ruhig zu ihm. Er zitterte wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geführt wird.  Er wusste genau, dass ihm und seiner Bande in dieser Nacht kein normaler Feind gegenüberstand, sondern der Zorn Gottes. Schließlich erhaschte ich einen Blick seiner angstgeweiteten Augen. Er war sich seiner Schuld bewusst, wodurch er mir gegen sich selbst half: Er wurde sich selbst Feind, noch bevor ich Hand an ihn legte.

4.

Ich tötete auch den venezolanischen Söldneroffizier, Chef der Sicherheitsfirma, die Selbstmordattentäter rekrutierte, die schon viele Opfer unter den Zivilisten verursacht haben, einschließlich des Wächters beim Sadeer-Novotel, Hassib Muhammad Dschaafar. Auch am al-Qaida-Führer in Abu Ghraib nahm ich Rache, der für die Detonation der schrecklichen Autobombe am Tajaran-Platz verantwortlich war, der zahlreiche Personen zum Opfer fielen, so auch der ursprüngliche Eigentümer der Nase, die Hadi auf dem Gehsteig auflas und mir ins Gesicht pflanzte. Das Ganze nahm mehrere Wochen in Anspruch: alles musste vorbereitet, die Personen ausfindig gemacht und feindliche Gruppen infiltriert werden. Letzteres war zeitraubend, aber mit einem starken Argument lässt sich das Vertrauen einer Gruppe gewinnen, die der Zielperson feindlich gesonnen ist.

Die Liste der von mir ins Visier genommenen Personen wurde mit jedem neuen Teil eines Opfers, das man meinem Körper hinzufügte, länger. Wenn alte Teile abfielen, wurden sie von meinen Mitarbeitern durch neue ersetzt. Und eines Nachts wurde mir klar, dass ich mit diesem Arbeitsmodell die Liste niemals abarbeiten könnte.

Die Zeit arbeitete gegen mich. Sie reichte nicht, meine Mission zu erfüllen. Ich hoffte, das Töten auf den Straßen würde aufhören, der Vorrat an Opfern würde abreißen und ich könnte meinerseits dahinschmelzen.

Doch das Morden schien gerade erst begonnen zu haben. Diesen Eindruck gewann man jedenfalls von den Balkonen des Gebäudes aus, in dem ich wohnte, von wo aus man die Leichen wie Abfall verstreut in den Gassen herumliegen sah.

Mit zunehmendem Morden erweiterte sich auch die Palette unserer Vorgehensweisen. Die drei Verrückten schleppten von da und dort leichte und mittelschwere Waffen heran und richteten auf dem Dach eine Stellung mit Kalaschnikow-MGs ein, die in alle vier Himmelsrichtungen wirkte. Sie versperrten den Eingang zum Gebäude mit Trümmerstücken, Zementblöcken und Säcken voller Erde. Woher sie das alles hatten, ist mir nicht klar. Einige Tage lang schufteten sie unermüdlich. Ich beobachtete, dass sie von zahlreichen jungen Burschen unterstützt wurden. Übernacht war das Gebäude zu einer richtigen Kaserne geworden. Neben verschiedenartigen Waffen gab es jetzt auch freiwillige Helfer für den Schutz dieser Miniaturgarnison.

Jeder meiner drei Verrückten verbreitete bei seiner Anhängerschar seine je eigne Vorstellung von mir. Sie scharten Jünger um sich. Leute die, tief enttäuscht von dem, was sie um sich herum beobachteten, nach einem Ausweg suchten.

Der kleine Verrückte besetzte den ersten Stock mit Gefolgsleuten aus verschiedenen Gegenden der Hauptstadt. Sie teilten seine Ansicht, dass es sich bei mir um den irakischen Staatsbürger Nummer eins handelte. Erst später fand ich heraus, dass er ihnen Nummern statt Namen gab: Er selbst war Nummer zwei, die anderen folgten von Nummer drei an aufwärts in offener Folge, Tag für Tag mehr.

Der ältere Verrückte bezog mit seinen Jüngern einige Wohnungen im zweiten Stock. Seine Anhänger folgten ihm auch in seiner Überzeugung, dass ich ein schwarzes Loch oder der Große Asraël sei, der Todesengel, gekommen, um unter dem Schutz göttlichen Segens diese ganze Welt zu verschlingen.

Der älteste Verrückte schließlich nahm sich die beiden verbleibenden Wohnungen im zweiten Stock. Er trichterte seinen Anhängern, die weniger zahlreich waren als die anderen beiden Gruppen, sein eigenes Heiliges Buch ein, in dem er mich als Ebenbild Gottes, als Seine Verkörperung auf Erden darstellte, sich selbst als Tor zu diesem Ebenbild. Mich zu schauen war ihnen untersagt. Deshalb warfen sie sich zu Boden und bedeckten voller Ehrfurcht das Gesicht mit der Hand, wenn ich vom dritten Stock herabkam und sie mir auf der Treppe oder in den Korridoren über den Weg liefen.

Dem Magier waren diese Entwicklungen unheimlich. Er sah darin nichts Gutes, da uns das sichtbarer machte.

›Du überlebst vielleicht, wenn das Gebäude bombardiert wird. Wir dagegen werden zu Hackfleisch verarbeitet.‹

So formuliert er das und schaute in Erwartung einer Bestätigung zum Sophisten hinüber. Doch dieser blieb stumm und finster. Erst ein paar Minuten später, als der Zauberer aufs Klo gegangen war, kam er zu mir und flüsterte, als ob er ein Geheimnis mit mir teilen wollte:

›Er ist eifersüchtig. Er will dich ganz unter seine Kontrolle bringen. Kümmere dich nicht um das, was er sagt.‹

Der Sophist hegte keinerlei Sympathie für den Zauberer. Für mich waren seine Worte ein Versuch, sich bei mir einzuschmeicheln, um die Stelle des Zauberers einzunehmen. Ihm waren diese unumstößlichen Gewissheiten, die der Zauberer von sich gab, unheimlich, besonders im Hinblick auf meine Bewegungen und die Wege, denen ich folgte und die im Allgemeinen präzise und sicher waren.

Der Feind war nicht immer da. Er verschwand wiederholt für längere Zeit. Bei seinem letzten Besuch brachte er allerhand Apparaturen und Funkgeräte mit, außerdem einige Handys und ein Überwachungssystem mit Kameras, die er auf den Balkonen der verschiedenen Stockwerke montierte.

Das waren die letzten Dienstleistungen, die er für mich und meine Mission erbrachte. Danach sah ich ihn nie wieder. Ein paar Tage später rief er mich an. Er klang verstört. Sie hätten ihn enttarnt. Es werde eine interne Untersuchung geben, um seine Bewegungen in letzter Zeit nachzuvollziehen. Auch die Amerikaner hätten seine Auslieferung verlangt. Höchstwahrscheinlich werde er wegen Kollaboration mit terroristischen Gruppen oder Ähnlichem angeklagt.

Er verschwand von der Bildfläche, und als wir die Nummer anriefen, von der aus er mit uns telefoniert hatte, war die Leitung tot.“

Teil 3 des Romans Frankenstein in Bagdad veröffentlichen wir am kommenden Freitag. Wer nicht mehr solange warten will, kann es auch direkt beim Verlag bestellen: 

Infos & Rezensionen zum Buch

Frankenstein in Bagdad
von Ahmed Saadawi
aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich
Roman
Verlag Assoziation A
Hardcover, 2019
296 Seiten, 22,00 €

bestellbar direkt beim Verlag
http://www.assoziation-a.de/buch/Frankenstein_in_Bagdad

Die Proteste gegen Korruption, Armut und Repression im Irak dauern seit Monaten an. Foto: anfdeutsch.com

„Frankenstein in Bagdad“ von Ahmed Saadawi wurde mittlerweile  auf Platz 4 der Krimibestenliste im Februar gewählt. Tobias Gohlis, Sprecher der Krimibestenlist, ist von der Qualität und Vielschichtigkeit des preisgekrönten Buches überzeugt:  „Die abgedroschene Floskel, Frankenstein in Bagdad sei ‚mehr als ein Krimi‘, trifft diesmal zu: Die Geschichte vom Monster ‚Soundso‘, das vom Trödler und bekannten (Lügen-) Erzähler Hadi aus den versprengten Köperteilen von namenlosen Anschlagsopfern zusammengebastelt und von den Seelen der Vergeltung Fordernden belebt wurde, ist eine Parabel auf die soziale, politische, religiöse und menschliche Situation des Irak nach dem Krieg von 2003, ein Essay über die Entstehung und die Vergeblichkeit von Rachegelüsten und Vergeltungswünschen, eine Karikatur der politischen und medialen Hanswursterei und auch ein Kriminalroman. Vor allem aber ist es eine große Satire, vergleichbar den ‚Satanischen Versen‘ eines Salman Rushdie und ein Appell zu Versöhnung über den Massengräbern und den Ideologien.“

Und Thekla Dannenberg, Mitglied der Jury der Krimibestenliste im Perlentaucher, lobt auch den Verlag für Übersetzung und Herausgabe: „Die Assoziation A ist eine verlässliche Adresse für antikapitalistische Literatur aller Gattungen. Mit Ahmed Saadawis ‚Frankenstein in Bagdad‘ legt sie einen fantastischen Roman vor, einen Schauerroman, der mit Witz und Fantasie erzählt, wie der Irak seine unmenschliche Gestalt bekam. Ein großer Wurf.“ Ihre Buchbesprechung kann man hier lesen:
https://www.perlentaucher.de/mord-und-ratschlag/buchkritiken-zu-dem-voodoo-thriller-der-engel-des-patriarchen-von-kettly-mars-und-dem-schauerroman-frankenstein-in-bagdad-von-ahmed-saadawis.html

Und Gunter Blank, Mitglied der Jury der Krimibestenliste im Rolling Stone, schreibt: „Frankenstein in Bagdad (ist) mehr als eine mit allen Wassern der Postmoderne gewaschene Allegorie auf die Selbstzerstörung eines „Failed State“, denn am Ende ist Saadawi weniger Zyniker als Humanist, auch wenn er sein Prinzip Hoffnung in bitterböser Ironie in die Gestalt einer alten und verwirrten assyrischen Christin einpflanzt, die im Soundso ihren im ersten Golfkrieg verschollenen und nun nach zwanzig Jahren heimkehrenden Sohn erkennt.“

Weitere Buchrezensionen:
www.deutschlandfunkkultur.de/krimibestenliste
und
www.faz.net/krimibestenliste

 

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