Beiträge von Konstantin Wecker

#SocialDistancingMitHerz – Der Livestream vom 27.03.2020

Konstantin Wecker:

„Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

die Sängerin, Pianistin und Liedermacherin Sarah Straub hat auf meinem Label „Sturm und Klang“ eine CD veröffentlicht mit meinen Liedern. Und das ist wunderschön geworden! Die Künstlerin Sarah Straub, die auch an der Uni Landau meinen Songwriting-Kurs besucht hat, singt, weil sie ein Lied hat. Sie ist 40 Jahre jünger als ich und interpretiert meine Gedichte auch deshalb mit ihrer tollen Stimme und ihrem wirklich guten Klavierspiel auf ihre sehr eigene, unvergleichliche Weise. Ich finde es großartig, wenn meine Lieder so in anderen Generationen weiterleben können.

Sarah war schon oft bei meinen Konzerten als Gastsängerin dabei und nun freue ich mich, bei diesem Konzert ihr Gast zu sein.“

 

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Konstantin Wecker: Singen, weil man ein Lied hat

Poesie ist anarchisch. Poesie ist mit Hilflosigkeit zu beschreiben. Und sie ist Wegweiser für das Sprachlose. Der Liedermacher hat für sein Buch „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ lyrische Prosa von großer Dichte geschrieben. Jede Zeile ist ein Aphorismus und sollte nicht flüchtig konsumiert werden. Vielmehr geben sie Anlass innezuhalten und zu reflektieren, sich tiefer führen zu lassen, dorthin, wo die Seele des Lesenden mit dem Gelesenen in Resonanz geht. Dabei schließen – typisch für Wecker – das Philosophische, das Künstlerische und das Politische einander nicht aus. Auszug aus „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“, erhältlich im Sturm-und-Klang-ShopKonstantin Wecker (mehr …)

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Konstantin Wecker: Utopisch ist die Versöhnung der Gegensätze

Der Liedermacher erklärt, warum das Begriffspaar „Mönch und Krieger“ zu ihm passt, obwohl man meinen könnte, er sei von beidem das Gegenteil. „Zwei gegensätzliche Kräfte sind in uns wirksam. Es kommt nun nicht darauf an, sich für einen der beiden Pole zu entscheiden – auch nicht darauf, zur Mitte zu gelangen, also ‚durchschnittlich‘ zu werden –, vielmehr geht es darum, beide Seiten zuzulassen und zu leben.“ Konstantin Wecker hat seine „Zerissenheiten“ und sein „Schwanken“ oft in Verse gepackt. Wer sich selbst gut kennt, auch in den so genannten Schattenaspekten, der gelangt zu einer umfassenden Toleranz und Lebensweisheit. Er projiziert diesen Schatten nicht mehr so leicht auf andere. Und er ist auch nicht mehr so leicht angreifbar, weil ihm alles, was ihm andere vorwerfen könnten, bewusst ist. „Sei ein Heiliger, eine Sünder, gib dir alles, werde ganz!“ Auszug aus dem Buch „Mönch und Krieger“, bestellbar im Sturm-und-Klang-Shop. Konstantin Wecker
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Ist es das was Sie wollten, Herr Seehofer?

Foto: Annik Wecker

Auch wenn rechte Rechthaber derzeit die Debatte beherrschen – Menschen mit Seehofer- und Gauland-Mentalität bilden (noch) nicht die Mehrheit in Deutschland. Das Problem ist nur:  Die selbstbewusste Arroganz, mit der xenophobe Scharfmacher in Deutschland und anderswo auftreten, ist umgekehrt proportional zu ihrer geistigen und menschlichen Substanz. Stimmen der Menschlichkeit, die ein eigentlich selbstverständliches Mitgefühl mit Verfolgten, Verarmten und Entwurzelten hoch halten, sind weitgehend verstummt – so als schämten sie sich vor den herzlosen Scharfmachern wegen ihres offenbar anachronistisch gewordenen Festhaltens an der Güte. Konstantin Wecker ruft weltoffenen und mitfühlende Menschen auf, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen. (Konstantin Wecker) (mehr …)

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Schämt euch!

Fast am Ziel: Thüringens Königsmacher Björn Höcke. Foto: Olaf Kosinsky, Lizenz Creative Commons.

Thüringen „wagt“ den ersten Schritt in eine schwarz-braune Republik. Nicht zum ersten Mal in der Geschichte geht das „Bürgertum“ mit dem Faschismus schwanger. Um an der Macht teilzuhaben, ist den Biedermännern von FDP und CDU kein Mittel zu schäbig. Ein Tabu- und Dammbruch mit unabsehbaren Folgen. Höchste Zeit, aufzustehen… Konstantin Wecker und Roland Rottenfußer (mehr …)

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Ein kleines gallisches Dorf der Weltpolitik

Konstantin Wecker gratuliert dem linken deutschsprachigen Lateinamerika-Magazin „Cuba Libre“ zum 40. Jahrestag. Er knüpft daran tief gehende politische Betrachtungen an. Ist die kubanische Revolution ein Vorbild für uns – trotz Gewalt und Menschenrechtsverletzungen? Wenn nicht, welche andere Form der Revolution wäre möglich und wünschenswert? Kann man der Machtausübung – welcher Couleur auch  immer – vertrauen? Brauchen wir nicht gerade heute eine kraftvolle sozialistische Alternative? Und infern kann Lateinamerika uns hierzu Anregungen geben? Erstveröffentlichung dieses Essays im Jubiläumsheft „40 Jahre Cuba Libre“Link zur Hompage. Konstantin Wecker (mehr …)

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Konstantin Wecker am Mikrofon bei Deutschlandfunk

„Weil wir in höchst gefährlichen Zeiten leben“, beginnt Konstantin Wecker seine musikalische Reise mit einem Friedenslied. In seinen Texten protestiert der Sänger am Klavier gegen Geschichtsvergessenheit und plädiert für mehr Frieden auf der Welt. Konstantin Wecker besorgte in dieser Radio-Sendung die Musikauswahl, die sowohl Chanson als auch Klassik umfasst und – was ungewohnt ist – er moderiert auch. Hörenswert. Um die Sendung zu starten, bitte den Pfeil links unten beim Wecker-Foto drücken!
https://www.deutschlandfunk.de/am-mikrofon-der-liedermacher-konstantin-wecker.827.de.html?dram:article_id=465145 (mehr …)

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Wohlklang und Widerstand

Maria Farantouri

Die große griechische Sängerin Maria Farantouri gibt mit dem israelischen Tenor Assaf Kacholi Konzerte in Deutschland. Anlass für die Tournee ist der 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager. Konstantin Wecker würdigt die Künstlerin und ihren Mentor Mikis Theodorakis und erklärt, warum es gerade heute so wichtig ist, der Menschlichkeit auch im kulturellen Leben ein Forum zu geben.  Konstantin Wecker
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Konstantin Wecker: Lasst uns eben weiter irren!

Konstantin Wecker, München 2019

„Es irrt der Mensch, so lang er strebt“, heißt es in Goethes „Faust“. Und Konstantin Wecker ist Autor einer partiellen Autobiografie mit dem irritierenden Titel „Die Kunst des Scheiterns“. In diesem Kapitel seiner großen Biografie „Das ganze schrecklich schöne Leben“ (mit Günter Bauch und Roland Rottenfußer) widmet er sich wieder einmal ehrlich den Irrtümern in seinem bewegten Leben. Er interpretiert das Leben als ein beständiges Fließen von einer fehlerbehafteten Vorläufigkeit zur nächsten. Der Wecker von gestern würde den Wecker von heute schon kaum mehr verstehen können. Es gibt so etwas wie ein Recht auf Fehler, so schmerzhaft sie für uns und andere auch immer wieder sein mögen. Und einen Vorteil hat selbst die schlimmste Lebenskatastrophe: Sie macht uns im guten Sinne demütig und hilft uns, von der moralischen Verurteilung anderer Abstand zu nehmen. „Die Schönheit des Miteinander ohne Ehrgeiz und Wahn, die Schönheit zu erkennen, dass wir in keinem Punkt besser sind als andere, nur anders, und in diesem Anderssein auch geliebt werden wollen.“  Konstantin Wecker (mehr …)

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