Beiträge von Konstantin Wecker

„Anschwellender Bocksgesang“ − Zur Rechtsentwicklung in der Kultur


In Deutschland wird eine »rechtsintellektuelle Wende« beschworen. Ihr Vorschein und Elemente einer Programmatik fanden sich bereits in Botho Strauß’ 1993 veröffentlichtem »anschwellenden Bocksgesang«. Heute normalisiert sich die Rechtsentwicklung in allen möglichen Strömungen (ob als konservativ, neu-rechts, neonazistisch, neokonservativ oder prowestlich faschistisch), hat längst ihren festen Ankerplatz in der »bürgerlichen Mitte« erobert und findet auch großen Niederschlag in der Kulturindustrie-Produktion. Was durch Sloterdijk, Tellkamp & Co, in Vulgärform durch Sarrazin und Broder, zunehmend Raum in den Feuilletons greift im Unterhaltungssegment als »Volks-Rock’n’Roll«, »Nuhr mal so« als »Kabarett« gegen »den Islam«, die Friedens-, Mieten- und Klimabewegung daherkommt, wird immer seltener als sozialdarwinistische Propaganda, antiaufklärerisch und menschenfeindlich erkannt − und als Problem ausschließlich der Pegida-»Pöbel« ausgemacht. Diskussionsrunde mit Konstantin Wecker (mehr …)

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Konstantin Wecker: Der Schatten des Kriegers

Der Liedermacher und Begründer dieser Seite gibt in einem Kapitel aus seiner Buchveröffentlichung „Mönch und Krieger“ sehr viele Fehler zu. Er stellt auch die irritierende Frage, ob er angesichts seiner Veranlagung – „ich werde leicht aggressiv“ – überhaupt zum Pazifisten taugt. Dieser ehrliche Enthüllungen sind nicht nur erfrischend, sie führen auch zu einer konstruktiven Schlussfolgerung: „Indem ich fast alles, was ich anderen hätte vorwerfen können, schon selbst durchlebt habe, bin ich toleranter geworden.“ Gekürzter Auszug aus „Mönch und Krieger“, erschienen im Gütersloher Verlagshaus, erhältlich im Sturm-und-Klang-Shop.  Konstantin Wecker (mehr …)

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Höchste Priorität: Krieg

Die alte und die neue Verteidigungsministerin stehen für einen neuen Militarisierungsschub in Europa. Jeder, der sich dem Leben, nicht dem Tod, verpflichtet fühlt, muss gegen diesen gefährlichen Wahnsinn jetzt aufstehen. Grußbotschaft Konstantin Weckers anlässlich der heutigen Demonstration in Tübingen (Friedensstadtwoche Tübingen/Stuttgart 19.-21. Juli 2019, Infos zu den Veranstaltungen hier).  Konstantin Wecker (mehr …)

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Warum brauchen wir Spiritualität für das neue Jahrhundert?

Foto: Thomas Karsten

So mancher wunderte sich – und wundert sich noch immer –, dass sich der scharfzüngige politische Künstler Konstantin Wecker als spiritueller Mensch versteht. „Neu“ ist diese Seite an ihm ohnehin nicht. In diesem Artikel berichtet er von einem Erlebnis des Erwachens im Gefängnis. Und er erklärt, wofür Spiritualität auch in einem weltlichen Kontext „nütze“ ist. Vor allem schafft sie ein Verbundenheitsbewusstsein, das es unmöglich macht, sich gegenüber vermeintlich Fremden abgrenzend und diskriminierend zu verhalten. Spiritualität erleichtert „Inklusion“, wo Politik oft ausschließt und Fronten bildet. Dies meint auch den Frieden mit den eigenen Schattenanteilen. Konstantin Wecker (mehr …)

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Das Widerstehen wieder lernen!

Parallel zur „Wiederbelebung“ der Straßen durch rechte Parolen, machte sich Ende 2015 die zur Partei geronnene Fremdenfeindlichkeit, genannt AfD, breit. Diese hatte nicht nur in Umfragen zugelegt, sie radikalisierte sich auch mit dem Wechsel von Lucke zu Petry an der Spitze. In diesem Beitrag ging Konstantin Wecker stärker auf das Wie des revolutionären Handelns ein. Klar ist, dass sich die Umstürzler nicht – wie die Schweine in George Orwells Parabel „Farm der Tiere“ – den Umzustürzenden angleichen dürfen. Widerstand umfasst auch ein deutliches Nein zu deren Denkkategorien der Gewalt und der emotionalen Verhärtung. Die nicht-hierarchische, vernetzte Hilfe vieler Menschen in der Flüchtlingskrise könnte die Keimzelle zu etwas Neuem werden.   Konstantin Wecker (mehr …)

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Mensch unter Menschen sein

Mitgefühl verbindet, wo Rechte stets Unterschiede betonen und Grenzen ziehen. Wir leben in Zeiten, in denen sich immer gerade die Verhärteten – diejenigen, die Not Leidenden Hilfe und Freundlichkeit verweigern – selbst als „Realisten“ zu positionieren versuchen. Dabei ist das nur ihre düstere Realität. Es wird Zeit, eine andere, eine neue Wirklichkeit zu etablieren, in der wir füreinander da sind und in der vor allem das Herz unser Wegweiser ist. Die Willkommenskultur des Jahres 2015 war ein Leuchtfeuer der Menschlichkeit. Heute hat dieser Impuls an Kraft verloren, die „Realpolitiker“ haben ihn unter Phrasen und Auswüchsen der Flüchtlingsabwehr-Politik begraben. Lassen wir ihnen das nicht durchgehen! Bleiben wir unter allen Umständen Menschen!  Konstantin Wecker, Auszug aus dem Vorwort zu „Dann denkt mit dem Herzen“, erhältlich im Sturm-und-Klang-Shop. (mehr …)

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Konstantin Wecker: Weltenbrand

„Würdest gern Brandung sein…“ – Heute, am seinem 72. Geburtstag, startet Konstantin Wecker in Baiersbronn seine Weltenbrand Konzerttournee 2019 zusammen mit dem von Mark Mast dirigierten Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie. Die Orchesterarrangements hat Konstantins langjähriger Pianist Johannes Barnikel angefertigt, der neben Fany Kammerlander (Cello) und Severin Trogbacher (Gitarre), beide unter anderem bekannt aus anderen Konstantin Wecker Tourneen, auch mit dabei sein wird. Hier das Titellied der Tournee in der Ochesterfassung, aufgenommen am 1.6.2017 im Circus Krone in München. Und hier der komplette Tourneeplan: https://www.wecker.de/de/weltbrand-tour-2019.html (Alexander Kinsky)

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Der Frieden braucht eine Revolution

„Wozu sind Kriege da?“, ist ein Lied, das nicht von Konstantin Wecker stammt, sondern von seinem Kollegen Udo Lindenberg. Konstantin hat diese Frage jedoch glaubwürdig beantwortet: Kriege entstehen durch „geopolitische Pläne, Geldgier, Machthunger und die Interessen der Waffenindustrie.“ USA-hörige Politiker und eine Presse, die den eigentlichen Auftrag des politischen Journalismus verrät, spielen das böse Spiel mit. Es befehlen immer Herren und Damen von ihren weichen Sesseln aus; es bluten und sterben dumme, missbrauchte Soldaten. Die Wiedergeburt einer mächtigen Friedensbewegung ist überfällig. Nach wie vor aktuelles Vorwort Konstantin Weckers aus seinem gemeinsamen Buch mit Margot Käßmann: „Entrüstet euch!“, zu bestellen im Sturm-und-Klang-Shop. (mehr …)

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Konstantin Wecker: Was mich am Mönchsein fasziniert

Der Begriff scheint nicht so recht zu Konstantin Wecker zu passen. Und doch hat der Liedermacher vor einigen Jahren ein Buch – „Mönch und Krieger“ – verfasst. Und beide Gestalten sind quasi Teilaspekte des als pazifistischer „Lebemann“ bekannten Künstlers. Schon lange hat sich Konstantin auch nach dem Stillwerden, dem Nach-innen-Gehen und dem Ende eines scheinbar unstillbaren Wunscherfüllungsdrangs gesehnt. Auszug aus „Mönch und Krieger“, erschienen im Gütersloher Verlagshaus, erhältlich im Sturm und Klang-Shop.  Konstantin Wecker (mehr …)

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