Die Bundesregierung: aktiv im Widerstand gegen die Abschaffung von Atomwaffen

 in FEATURED, Politik

Nachdem die EU und Obama Nobelpreisträger sind, musste man schon befürchten, dass das Nobel-Komitee dieses Jahr Donald Trump oder die NATO auszeichnen würde. Zum Glück fiel die Wahl auf die ICAN – eine Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen. Der deutsche Sektion von ICAN rüffelte denn auch gleich die deutsche Politik. Bis heute leugnen und verdrängen Politiker die Tatsache, dass wir alle noch immer in einer entsetzlichen Gefahr schweben  – und, nein, Konstantin meint damit nicht „Flüchtlingsfluten“ oder ein Hinterherhinken Deutschlands in der Digitalisierungsfrage. Die deutsche Regierung sollte sich schämen und endlich umlenken! (Konstantin Wecker)

Der Friedensnobelpreis 2017 geht an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN).
Mit der Bekanntgabe dieser Entscheidung hat das Komitee am Freitag in Oslo in diesem Jahr mal eine seriöse Kandidatin gekürt, schreibt zu Recht die „junge welt“.

Die ICAN wurde 2007 von der internationalen Friedensorganisation „Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW) gegründet, die 1985 selbst mit dem Nobelpreis ausgezeichnet worden war.
„Wir fordern von der Bundesregierung, dass sie dem Verbotsvertrag von Atomwaffen beitritt“, formulierte ICAN-Vertreter Sascha Hach am Freitag in Berlin bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz das wichtigste aktuelle Anliegen seiner Organisation.

Die Bundesregierung habe „die politische Bedeutung des Verbotsvertrages völlig verkannt. Sie sollte die heutige Würdigung dieses Vertrages durch das Nobelkomitee zum Anlass nehmen, dem Verbot beizutreten“.
Die Bundesrepublik Deutschland habe sich dabei zuletzt von einem „Motor für militärische Zurückhaltung“ zu einem weiteren „Akteur“ entwickelt. Die BRD sei erwiesenermaßen „nicht nur passiver Teil der nuklearen Teilhabe“, sondern „aktiv am Boykott internationaler Verträge zur Eindämmung und Abschaffung der nuklearen Bewaffnung beteiligt“, kritisierte der ICAN-Aktivist.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: aktiv am Boykott der Verträge zur Eindämmung der nuklearen Bewaffnung beteiligt!

Unsere Regierenden.

Wer von den Damen und Herren hat davon im Wahlkampf geredet?

Es war ja viel wichtiger über Überfremdungsgefahren und die „Reinheit der deutschen Kultur“ zu faseln.

Wie wahnsinnig sind wir eigentlich?

Nicht nur die beiden Psychopathen Trump und Kim Jong Un – nein, wir alle, die wir die Gefahr anscheinend systematisch verdrängen.

Wir müssen uns wieder wehren.

Empört Euch und widersteht!

Wir brauchen eine neue, starke und pazifistische Friedensbewegung.

Es ist an der Zeit!

https://www.youtube.com/watch?v=2YkNKh6XqhE

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