Ein Krisenjahr? – Ja, aber ein Krisenjahr der Ermutigungen!

 in FEATURED, GRIECHENLAND, Holdger Platta, Über diese Seite

298. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Ein weiteres Jahr unserer GriechInnenhilfe neigt sich dem Ende zu (nach ihrem Beginn im Sommer 2015). Noch steht eine finanzielle Endabrechnung aus. Aber die letzten Wochen konnten uns wieder Hoffnung schöpfen lassen. Mögen sie ein guter Vorbote sein für das kommende Jahr 2022. Holdger Platta

 

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

erst Mal eine Bemerkung vorweg: daß es mit unserer GriechInnenhilfe nicht so überwältigend gut weitergehen konnte, wie es in den ersten beiden Jahren ihrer Existenz zu verzeichnen war, das war wohl abzusehen. Über 84.000,- Euro durften wir im ersten – knappen! – Halbjahr 2015 an Spendengeldern für unsere Hilfsaktion verbuchen, in gerademal gut fünf Monaten seit dem Aktionsbeginn Ende Juli desselben Jahres. Bereits im Folgejahr 2016 kamen „nur“ noch um die 40.000,- Euro für unsere Hilfsaktionen zusammen. Und im Vorjahr 2020 mussten wir uns zufrieden geben mit einem Gesamtbetrag von 21.400,- Euro.

Im Blick darauf stellt das jetzt fast zu Ende gegangene Jahr 2021 leider einen weiteren deutlichen Einbruch dar. Grob gerechnet – die präzise Zahl haben wir noch nicht ermitteln können –, dürften in diesem Jahr maximal 15.000,- Euro auf dem Konto für die GriechInnenhilfe eingegangen sein. 2021 ein Krisenjahr also? Bei dieser Betrachtungsweise ganz gewiss! Aber:

Die letzten fünf Wochen dieses Krisenjahres 2021 ließen uns auch wieder Hoffnung schöpfen. Fast 3.000,- Euro – um genau zu sein: 2.840,- Euro – habt Ihr SpenderInnen allein während der letzten fünf Wochen an uns überwiesen. Mit der wunderbaren Folge, dass wir – begünstigt durch einige Umstände, die sich glücklicherweise zusätzlich ergaben – doch noch die Restbeträge für die neuen Fußprothesen der elfjährigen Laura überweisen konnten. An dieser Stelle: was uns jetzt an Geldmitteln wieder zur Verfügung steht, darüber wollen wir im gesamten HelferInnenteam Anfang 2022 entscheiden. Ihr hört dann von uns!

Schuldig bin ich Euch aber noch das Spendenergebnis aus der letzten Woche (bis heute, Donnerstag, den 23. Dezember). Nun, zwei SpenderInnen überwiesen 200,- Euro an uns. Zugegeben: kein strahlender Abschluss dieser überaus positiven Spendenphase während der vier Wochen davor, aber vielleicht wiederholt sich ja die positive Erfahrung aus der jeweils letzten Woche der Jahre davor, und bis zum eigentlichen Monatsende des Dezember 2021 geht noch einmal ein deutlich höherer Betrag auf unserem Hilfskonto ein. Dank auf jeden Fall, von ganzem Herzen, den beiden SpenderInnen, die während der letzten sieben Tage an die notleidenden Menschen in Griechenland gedacht haben!

Und was sonst noch zum Abschluss dieses Jahres zu berichten ist? – Nun, Evi und Tassos Chatzatoglou baten mich ganz ausdrücklich, Euch das Folgende mitzuteilen:

Sie sind beide mehrfach gegen Corona geimpft, sie sind keineswegs einverstanden mit unseren kritischen HdS-Positionen in puncto Corona-Politik, aber sie bleiben, bildlich gesprochen, an Bord. Präziser gesagt: Evi und Tassos Chatzatoglou werden auch im folgenden Jahr dafür sorgen, dass unsere Gelder nach Griechenland gelangen und dass die von uns betreuten Menschen – soweit es in deren beider Macht steht (dafür, dass genügend Hilfsgelder reinkommen, werde ja auch weiterhin vor allem ich verantwortlich sein) – auch im neuen Jahr von uns unterstützt werden können, sehr oft sogar in der Gestalt persönlicher Besuche von Evi und Tassos bei den hilfsbedürftigen Menschen. Also:

Egal, ob es Panagiota K. mit deren drei Töchtern ist, der wir – seit nunmehr einigen Jahren schon – das Leben in einer Wohnung ermöglichen; egal, ob es Dionysis ist, der Junge, der ohne unsere Übernahme der Diätkosten eigentlich keine reale Chance auf ein Weiterleben mehr hätte; egal, ob es Alexander S. ist, der Schauspieler aus Athen, dem der griechische Staat imer noch die Auszahlung seiner Rente vorenthält, seit unendlich vielen Monaten schon: ihnen und den vielen anderen, die hier ungenannt bleiben, wollen wir vom Team auch weiterhin zuverlässige und beharrliche HelferInnen bleiben, ganz ausdrücklich und von ganzem Herzen unterstützt auch von Volker Töbel, dem Neuen in unserem Team, der seit einigen Monaten auf unermüdliche Weise und mit großem Engagement die Arbeit des Kassenwarts übernommen hat. Wir wollen das bleiben und können das bleiben, beharrliche und zuverlässige HelferInnen, wenn auch Ihr dabei bleiben wollt, wenn Ihr auch uns, die Unterstützer, weiterhin unterstützt.

Lasst mich deswegen noch einmal mit einem Dank schließen! Mit einem Dank, der alle Spenderinnen und Spender des Jahres 2021 miteinschließt! Ohne Euch wären wir gar nichts, ohne Euch würden viele der genannten und ungenannten Hilfsbedürftigen in Griechenland zugrundegehen. Und das stellen wir uns lieber nicht vor! In diesem Sinne also:

Spendet weiter an uns – und damit für die oft auf furchtbarste Weise verelendeten und gedemütigten Menschen in Griechenland! Womit ich, zum letzten Mal in diesem Jahr, meinen Spendenappell aussprechen möchte an Euch. Am 7. Januar 2022 hört Ihr dann wieder von uns! Verbringt wunderschöne Feiertage, kommt gut ins neue Jahr! Und bleibt Euch in Eurer Mitmenschlichkeit auch selber treu! Deshalb:

Wer von Euch uns Gelder für unsere Hilfe für Menschen in Griechenland zukommen lassen will, der überweise uns diese bitte unter dem Stichwort „GriechInnenhilfe“ auf das Konto:

IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21 GOE
Inhaber: IHW

Wer eine Spendenbescheinigung benötigt – ab 201,- Euro erforderlich –, wende sich bitte an mich, entweder unter der Postanschrift Füllegraben 3, 37176 Sudershausen, oder unter der Mailadresse marggraf-platta@web.de.

Mit herzlichen Grüßen
Euer Holdger Platta

Showing 8 comments
  • Heike
    Antworten
    Die griechische Regierung hat mutig und alleine gegen die Flüchtlingswelle 2020 gekämpft und ein neues 2015 verhindert, danke!
    • Ulrike Spurgat
      Antworten
      Man sollte diesen undiffrenzierten Kommentar einfach ignorieren……

      Nur soviel: Ihr dümmlicher Kommentar ist eine Beleidigung und ein Schlag ins Gesicht all derer die mutig und entschlossen seit vielen Jahren den Menschen in Griechenland mit der „GriechInnenhilfe“ zur Seite stehen nämlich genau da wo der griechische Staat komplett versagt hat und versagt.

      Menschen erhalten durch konkrete Hilfen die Möglichkeit zu überleben und vielleicht ein bisschen mehr. Ich denke an Laura der mit tatkräftiger Unterstützung geholfen werden konnte.

      Und spielen sie nicht ein gesellschaftliches Problem gegen ein globales Problem aus wo sich die Frage stellen sollte wer denn die Verursacher für Flucht, Krieg und für eine Umweltzerstörung verantwortlich sind die ihresgleichen sucht,  und da ist meine Überzeugung, dass das Militär der größte Umweltzerstörer und Menschenmörder aller Zeiten ist.

      Und zum Schluß: man kann nicht das Eine tun und ein Anderes unterlassen !

      • heike (Heike Preißler)
        Antworten
        Hallo Ulrike,

        gut dass du diesen Kommentar geschrieben hast, man schluckt sonst sehr schnell Pillen, die man gar nicht schlucken will.

        In dem Kommentar von Heike wurden zwei Dinge in einen Topf geworfen, die gar nicht zusammen gehören. Es ist sicher nicht „mutig“ von einer Regierung, wenn sie Flüchtlinge in einem Flüchtlingscamp auf Lesbos festhält und an der Weiterreise nach Europa hindert. Was soll daran mutig sein?

        Außerdem war die sogenannte „Flüchtlingskrise“ 2015 keine Krise, sondern ein Akt der Mensclichkeit und wurde erst durch rechte Propaganda zu einer Krise verzerrt.

        Deutschland war durch die Aufnahme der Flüchtlinge damals nicht überlastet oder am Rande seiner Kapazitäten. Im Gegenteil, bei einer wohlwollender Aufnahme dieser Flüchtlinge, hätten viele Menschen davon profitieren können, und zwar in Sachen Menschlichkeit.

        Aber die Rechten setzen immer wieder auf niedrigste Instinkte des Menschen: Angst (vor Verlust), Futterneid und auch auf Drill und ein Abhängigmachen. Auch wenn dieser Drill sehr subtil und für andere wenig sichtbar geschieht, die Betroffenen wissen, wovon ich spreche.

        Die Hilfe, die die GriechInnnhilfe von Hds gewährte, ist eine Hilfe, die den Vergessenen, den Unter-den-Tisch-Gefallenen des desolaten griechischen Sozialsystems zum Opfer gefallen sind.

        Die hatten nichts davon, dass die Flüchtlinge auf Lesbos festgesetzt worden sind, die haben trotzdem nichts zu essen, keine Medikamente usw. gehabt, auch wenn die Flüchtlinge an der Weiterreise gehindert wurden, hat sich nichts an ihrer Situation verbessert.

        Armut im eigenen Land kann verhindert werden durch ein funktionierenes Sozialsystem, welches etabliert werden muss. Flüchtlinge schröpfen dieses Sozialsystem nicht in dem Ausmaß, wie es von den Rechten propagiert wird.

        Sowohl Flüchtlinge als auch die Verarmten der eigenen Bevölkerung sind die Opfer kapitalistischer hierarchischer Herrschaftssysteme.

        Das muss man einfach erkennen. Rechten geht es nicht um Gerechtigkeit und auch nicht um arme Menschen. Rechten geht es um Machterlangung (und wer ihnen nicht passt, der wird aufgehängt, gejagt usw. – da wird nicht zimperlich mit umgegangen.)

        Und natürlich: Haltet den Dieb! ruft der Dieb… Eine sehr beliebte Methode der Rechten ist die Verkehrung der Wahrheit in ihr Gegenteil.

         

        Viele Weihnachtsgrüße von mir, Ulrike,

        Heike Preißler

         

         

         

         

  • heike
    Antworten
    🙂 hallo Heike!

     

    Da habe ich jetzt also eine Namensvetterin hier als Schreiberin auf HdS.

    Nur für die Mitlesenden, und falls es von Interesse für die Zuordnung der Kommentare sein sollte: ich, Heike Preißler, schreibe hier als heike oder heike (Heike Preißler) oder, ich glaube, das ist auch schon mal vorgekommen, als Heike Preißler.

    Also: Heike ist nicht heike.

     

    • Volker
      Antworten
      Weia, Heike…. Du auch betroffen?

      Ich wundere mich schon länger, welcher Trottel, der sich nennt wie ich, also Volker, der zu allem, was irgendwie aus Bilder, Buchstaben und Sätzen besteht, stets eine Ladung Senf aus der Hirntube zu drücken meint – immer und immer wieder.

      Wahrscheinlich einer, der im stillen Kämmerlein sonst nix zu sagen hat, von Weib, Kind, Hund und Katz nicht beachtet wird, auf seinem Grundsicherungssofa sitzt und Existenzkuchen in sich hinein stopft, einer, der schnarchend in der Hängematte liegt, seiner römischen Dekadenz ergeben, ja, einer, der für einen Euro Masken näht, durch Nachbars Fenster guckt, und dann meint, er wolle ja nicht schon wieder …

      Oder Schlafwandel ich am Tage, meldet sich mein Schatten-Ich etwa?

      ++ Humor aus ++

      Es zeugt nicht einmal von 5 Gramm Intelligenz-Minimum, seine Gülle hier zu verbreiten und dazu Namen anderer zu benutzen. Wer dies nötig hat, na ja…. eh isch misch widder uffresch…..

      • ak
        Antworten
        Ich fürchte, da hast Du die falsche angegegriffen…lies mal in Ruhe nach.
        • ak
          Antworten
          oder doch nicht, ups. muss wohl auch langsamer lesen. Weia.
  • Es wird weiter gemacht, bis zum...
    Antworten
    Regierungen, die von ihren Festungen aus befehligen, zu ihren eigenen Schutz sich in Panzerwagen chauffierend und sich von schwer bewaffneten Speichelleckern (Bodyguards) beschützten lassen, auf ihren Befehl hin Menschen, die fast nichts außer ihr Leben haben, durch ihre Befehlsempfänger bekämpfen zu lassen…, wenn das Mut ist, dann ist es auch Mutig, in einer übel riechenden Kanalisation seinen Blähungen freien Lauf zu lassen.

    Vielleicht ist unser Heike-Double ja das journalistische Regierungs-Sprachrohr Steffen Seibert.

     

    In Zeiten, wo die Fangemeinde für Konflikte (früher auch bekannt als Kriege) und für nicht alle zu erkennende diktatorische Macht immer mehr Anhänger bekommen…

    In Zeiten, wo Landgrabbing, Raubbau, Sklaverei, die parasitäre Dekadenz ungezügelte Ausmaße annehmen…

    In Zeiten, wo Umweltzerstörung, ob durch Verschmutzung, Artensterben oder immer weniger zu beherrschende Erfindungen der intelligenten, sogenannten Elite das Leben der Völker einengen, sogar in akute Gefahr…
    In Zeiten, wo…

    .

    Was hat am Ende die Menschheit, ja ihre ganze irdische Welt von ihrer Intelligenz, wenn sie damit nicht intelligent umgehen kann?

    .

    .

    „Intelligenz mag gut sein, doch nicht wenn die Dummheit sie hat!“

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