Heute hier, morgen dort – Warum unsere digitale Dauer-Erregung kontraproduktiv ist

 In Medien, Politik

In Zeiten der Hashtags, Shitstorms und Online-Petitionen hat sich auch die Art und Weise unserer politischen Teilhabe beschleunigt. Nahezu täglich wird in den sozialen Netzwerken die nächste Sau durchs virtuelle Dorf getrieben. Doch im gleichen Maße wie unsere Erregung steigt, sinkt auch unsere Aufmerksamkeitsspanne. Twitter, Facebook und Co. geben den Takt vor – die Debatte wird schneller, oberflächlicher, undifferenzierter und löst sich genauso schnell wieder im digitalen Nirwana auf, wie sie entstanden ist. Nicht trotz, sondern wohl eher wegen unseres politischen Hyperaktivismus ändert sich nichts. Wenn wir wirklich etwas ändern wollen, muss unsere politische Kommunikation nachhaltiger werden und sich entschleunigen. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=51034

Kommentare
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    minimax
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    Der Artikel paßt gut zu dieser Internetseite. Hier gehen die Informationen durch wie am Fließband. Eine Auseinandersetzung bzw. Gedankengänge und Erkenntnisse über die Ursachen der Inhalte ist auf diese Art unmöglich.

    Friedrich Engels schrieb in „Die deutsche Ideologie“ folgendes:

    Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken, d. h. die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht. Die Klasse, die die Mittel zur materiellen Produktion zu ihrer Verfügung hat, disponiert damit zugleich über die Mittel zur geistigen Produktion, so daß ihr damit zugleich im Durchschnitt die Gedanken derer, denen die Mittel zur geistigen Produktion abgehen, unterworfen sind. Die herrschenden Gedanken sind weiter Nichts als der ideelle Ausdruck der herrschenden materiellen Verhältnisse, die als Gedanken gefaßten herrschenden materiellen Verhältnisse; also der Verhältnisse, die eben die eine Klasse zur herrschenden machen, also die Gedanken ihrer Herrschaft.

    Die Kurzform davon lautet: Die herrschende Moral ist immer die Moral der Herrschenden. Somit weiß man auch was man von der Akademiker-Elite zuhalten hat.

    Anstatt Nachzudenken und aufzuklären möchte man bei HDS sich lieber Empören und Protestieren. Der Protest richtet sich kurioserweise immer an diejenigen welche die herrschenden Verhältnisse vertreten. Als ob diese nicht wüßten was ihre wahren Ziele sind. Demnächst kommt hier bestimmt wieder ein Artikel über die Wohlfühlökonomie(Kapitalismus mit menschlichen Antlitz).

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