«Ich kann diese Verlogenheit nicht mehr ertragen»

 In FEATURED

Putin kritisieren ist in Ordnung – wenn sich unsere Politiker nur mit halb so viel Inbrunst auch gegen die Kriegsverbrechen der USA und der NATO-Allianz aussprechen würden. Die deutsche Russland-Politik ist zutiefst verlogen und dient am Ende nur einem Zweck: die Kriegsindustrie anzukurbeln. Wenn unsere Weltenlenker wirklich mutig sein wollen, mögen sie bitte selbst in den Krieg ziehen und nicht – auf weichen Kissen sitzend – junge Menschen in völlig unnötige und mörderische Schlachten schicken. Dieser Text ist ein Auszug aus dem Buch „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen“, das im Westend Verlag erschienen ist. (Konstantin Wecker)

 

Vor vier Jahren hat sich endgültig ein Phänomen etabliert, das man als »zweiten Kalten Krieg« bezeichnen könnte. Kanzlerin Angela Merkel hat Präsident Wladimir Putin damals vorgeworfen, mit der »unakzeptablen russischen Intervention auf der Krim gegen das Völkerrecht verstoßen zu haben«. Der US-Präsident Barack Obama unterstrich in einem Telefonat mit der Kanzlerin, dass die russische Intervention in der Ukraine »absolut unrechtmäßig« sei. Zuvor hatte bereits US-Außenminister John Kerry Russland vorgeworfen, gegen das Völkerrecht zu verstoßen.

Teilweise musste ich – obwohl kein Freund der NATO-Politik – den Kritikern recht geben. Mir schnürte es das Herz zu, als ich sah, wie die wenigen mutigen Pazifisten in Russland bei ihrer Demonstration für den Frieden verhaftet und vermutlich für lange weggesperrt wurden. Was ich allerdings unerträglich fand, war, dass die Kanzlerin alle Verstöße der USA oder der NATO gegen das Völkerrecht anscheinend völlig in Ordnung fand. Bis heute habe ich zumindest keinen auch nur irgendwie ähnlich gearteten Vorwurf in dieser Richtung von ihr gehört.

Mit ihrem Krieg gegen Jugoslawien ohne UN-Mandat haben die NATO-Staaten das Völkerrecht gebrochen und dabei die Öffentlichkeit manipuliert. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Der Militärschlag der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten gegen das Regime von Saddam Hussein gilt bei vielen deutschen Völkerrechtsexperten für unzulässig. Ich kann mich nicht erinnern, dass Merkel George W. Bush für diesen ungeheuerlichen Krieg jemals gemaßregelt hätte. Für Barack Obama empfand ich ja lange gewisse Sympathien. Wer aber mit Drohnen Tausende von Verdächtigen und Zivilisten als Kollateralschaden ohne Gerichtsverhandlung ermordet, hat meiner Ansicht nach jede Berechtigung verloren, anderen Staatspräsidenten Belehrungen über internationales Recht zu erteilen.

Es ist wahr, es müssen alle diplomatischen Versuche unternommen werden, einen Krieg zu verhindern. Ich bin und bleibe Pazifist, und keiner soll mir je unterstellen, ich hätte Sympathien für das System Putin. Aber ich kann diese Verlogenheit nicht mehr ertragen. Glauben Sie, Frau Merkel hätte sich nur eine Sekunde aus dem Fenster gelehnt, wenn die Vereinigten Staaten sich das Recht herausgenommen hätten, in welchem Land auch immer das Militär zum Schutz amerikanischer Bürger einzusetzen? Genauso lautet die Rechtfertigung Putins für seinen Aufmarsch.

Viele meiner Freundinnen und Freunde sind bei ihren Versuchen, gegen die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO und der USA zu demonstrieren, ähnlich martialisch verhaftet worden wie die Friedensfreunde in Russland. Das moralische Aufheulen unserer Politiker gegen Russland ist Heuchelei. Ich empfinde Solidarität mit den Pazifistinnen und Pazifisten in der Ukraine, in Russland, in den USA und in Europa. Solidarisch mit unseren politischen Führern kann ich nicht sein.

Man schimpft mich »Putin-Versteher«? Ja, gerne, das bin ich. Aber wer so gern mit Schimpfworten um sich schlägt, sollte sich halt auch in der Semantik etwas auskennen. Ein Versteher ist kein Liebhaber, kein Bewunderer, kein Fan, kein Verehrer. Es kann auch ein Volltrottel sein, den man versteht. Ein Versteher versucht zu verstehen. Nicht mehr, nicht weniger. Wie kann so ein Wort ein Schimpfwort werden? Ich bin genauso wenig »Putin-Freund«, wie ich im Irakkrieg »Hussein-Freund« war. Ich bin ein Freund des Friedens und ein Verfechter der Gewaltlosigkeit.

Mein leidenschaftliches Bekenntnis zum Pazifismus wird gerne als »naiv« oder »unrealistisch« verspottet. Aber was sei naiv an solchen Wünschen, schrieb Arno Gruen in seinem Buch Ich will eine Welt ohne Kriege. Was bitte sei lächerlich daran, sich eine Welt ohne Gewalt vorzustellen? »Warum wird ein von Liebe bestimmtes menschliches Zusammenleben verächtlich als naiver Traum abgetan?«

»Der Pazifismus hat Auschwitz erst möglich gemacht«, behauptete Heiner Geißler vor über 30 Jahren im Bundestag. »Wir Deutsche«, verkünden seit dem rot-grünen Antrittsbesuch in Washington die ideologisch führenden Köpfe in den Reihen sogar der Grünen, »haben gelernt, dass wir von Hitler nur durch Krieg befreit werden konnten.« »Nie wieder Ausschwitz«, fügte Joschka Fischer hinzu, als sei der Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg je mit dem Ziel erfolgt, den Genozid der Nazis an der jüdischen Bevölkerung zu verhindern.

Man ist gut beraten, den großen Denker und Pazifisten Eugen Drewermann zu diesem Thema zu befragen: »Fragen wir, um Hitler zu widerlegen, nur einmal so: ›Was wäre passiert, wenn man 1918, am Ende des Ersten Weltkrieges, gesagt hätte: Nach dem Zersprengen, Zerfetzen, Zerstechen, Zerschießen und Vergasen von mehr als zehn Millionen Menschen kann es diesseits und jenseits der Front keine Sieger mehr geben. Wir alle haben unsere Menschlichkeit in den Schützengräben und unter dem Stahlhelm verloren, als wir glaubten, in den Fabriken des Todes Menschlichkeit, Freiheit und Kultur verteidigen und durchsetzen zu können. Wir alle sind im Krieg zu Verbrechern geworden.‹ Hätte man so gesprochen, der Mann aus Braunau wäre nie etwas anderes geworden als Postkartenmaler in Wien. Der Pazifismus hätte Hitler verhindert; einzig der Pazifismus. So aber wollten die einen gesiegt und die anderen nicht verloren haben. So begann der Weg in das blutigste Jahrhundert, das die Menschheit je gesehen hat. Hat die Menschheit das unsägliche Leid der beiden Weltkriege schon wieder vergessen?«

Albert Einsteins Aufruf An die Europäer ist das erste politische Dokument, das von ihm mitverfasst und -unterschrieben wurde. Es verdeutlicht, dass Einstein auch in politischen Fragen gegen den Strom schwamm, anstatt sich, wie viele seiner Kollegen, vom Strudel militaristischer und chauvinistischer Gefühle mitreißen zu lassen. Und es ist kein Wunder, dass Krieg und Militär Gegenstand seiner ersten politischen Äußerung sind; sie verachtet er mit mindestens ebenso großer Emotionalität, wie sie von anderen verherrlicht werden:

»… komme ich auf die schlimmste Ausgeburt des Herdenwesens zu reden: auf das mir verhasste Militär: Wenn einer mit Vergnügen in Reih und Glied zu einer Musik marschieren kann, dann verachte ich ihn schon; er hat sein großes Gehirn nur aus Irrtum bekommen, da für ihn das Rückenmark schon völlig genügen würde. Diesen Schandfleck der Zivilisation sollte man so schnell wie möglich zum Verschwinden bringen. Heldentum auf Kommando, sinnlose Gewalttat und leidige Vaterländerei, wie glühend hasse ich sie, wie gemein und verächtlich erscheint mir der Krieg; ich möchte mich lieber in Stücke schlagen lassen, als mich an einem so elenden Tun zu beteiligen …«

Ich bleibe dabei – zum Pazifismus gibt es keine Alternative!

Martin Luther King schrieb einmal: »Kriege sind schlechte Werkzeuge, um ein friedvolles Morgen zu beginnen.« Und wenn ich mich so quer durch die gängigen Medien informiere, beschleicht mich das dumpfe Gefühl, als würden einige der ach so klugen Köpfe der hohen Politik und in den hoch angesehenen Redaktionen mit dem Gedanken spielen, sich eventuell wieder dieser schlechten Werkzeuge zu bedienen.

Ich kann mich des schrecklichen Verdachts nicht erwehren, dass manchen der Gedanke an einen möglichen Krieg insgeheim vielleicht näherliegt als die Bereitschaft zur Versöhnung. Die Medien tun ja auch viel dazu, diese Haltung zu unterstützen. Und unsere mitgefühlfreie und sinnentleerte Leistungsgesellschaft hat das in unseren Herzen schon lange vorbereitet.

Es wird auf allen Seiten gelogen, keine Frage. Und nein, die Friedensbewegung himmelt Herrn Putin nicht als aufrichtigen Heilsbringer an. Es gibt viele Gründe, ihm zu misstrauen. Nur bitte, was wollen die Bellizisten mit ihrem »Jetzt zeigen wir’s dem Putin aber mal kräftig!« eigentlich erreichen?

Wer von diesen Kriegstreibern zieht denn schon persönlich in den Krieg? Wirtschaftsbosse, Politiker, wild gewordene Rentner, Frau Merkel, Frau von der Leyen, Herr Steinmeier – wo werden sie sein, wenn es kracht? Ja, natürlich, sie sind ja zu wichtig, um sich selbst in Gefahr zu bringen. Da gefährden sie schon lieber ihre Bürgerinnen und Bürger.

Am Ende geht es doch wieder darum, wie zu allen Zeiten, »unsere Jungs und Mädels« in die Schlacht zu schicken, denn verrichten sollen das blutige Geschäfte stets die anderen. Ich verachte all jene zutiefst, die immer so gerne andere für ihr einseitiges Weltbild opfern, eher habe ich dann schon Respekt vor denen, die bereit sind, selbst den Kopf hinzuhalten. Auch wenn ich es nicht für richtig halte. Meistens sind die größten Kriegstreiber alte Männer, und der Verdacht liegt nahe, dass sie sich an der Jugend rächen wollen. Rächen für die Lebendigkeit, die ihnen verloren gegangen ist.

Milliarden haben die Westmächte investiert in die sogenannte »Demokratisierung« der Ukraine. Gemeint ist natürlich die Öffnung des Marktes für Kapitalinteressen und die Sicherung der NATO-Ostgrenzen. Und ebenso hat natürlich Putin die Hand im Spiel, wenn es um die Sicherung seiner Märkte und Grenzen geht. Glaubt denn wirklich noch irgendein aufgeklärter Mensch, dass es um Demokratie geht, für die wir streiten, kämpfen und bomben?

Der Ukraine-Konflikt lässt in Deutschland die Angst von einem neuen Krieg hochkommen: Nach einer Umfrage der ARD fürchten 72 Prozent der Befragten eine Eskalation der Situation. War es nicht immer schon so? Die Menschen wollen keinen Krieg, man muss ihn mit gezielten Lügen und einer beispiellosen PR-Maschinerie vorbereiten. Denn bevor das Wirtschaftssystem restlos zusammenbricht und eine Revolution droht, wollen die Machthaber lieber weiter Geld verdienen. Mit Kriegen. Und Lügen. »Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hineingehen müssen«, sagte Erich Maria Remarque einmal.

»Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.« Karl Kraus, der die Manipulation der Massen in den Kriegszeiten des Ersten Weltkrieges durchschaute und wie kein anderer messerscharf analysierte, verachtete die meisten Journalisten. Er verabscheute den »Journalismus und die intellektuelle Korruption, die von ihm ausgeht, mit ganzer Seelenkraft«. Ich hielt das lange für übertrieben, zumal ich hervorragende und unbestechliche Journalistinnen und Journalisten kenne und schätze. Mittlerweile befallen mich Zweifel an meiner Loyalität.

Klar, es gibt sie noch, diese aufrechten Vertreter ihres Fachs. Aber wo dürfen sie noch schreiben? Die Propagandamaschine läuft bereits, und es ist erschreckend, wie ein Großteil der Zunft einem Plan zu folgen scheint, der trotz des Widerspruchs der meisten Leser die Wirklichkeit im Sinne einflussreicher Geldgeber gestaltet.

»Als einer der Pioniere der Medienkritik hatte Karl Kraus erkannt, dass die Medien die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern erzeugen, dass Meinungen und Stimmungen nicht einfach entstehen, sondern gemacht werden«, schreiben Matthias Bröckers und Paul Schreyer in ihrem lesenswerten Buch Wir sind die Guten.

Ich habe in den letzten sechs Jahrzehnten, in denen ich mich bewusst mit Nachrichten und Zeitungen beschäftige, nicht annähernd eine derartige Propagandaschlacht erlebt wie heute. Es erschreckt mich, wenn ich sehe, wie manche Leitmedien mit zum Teil sehr klugen Leserkommentaren überschüttet werden und sich penetrant weigern, ihre Leser ernst zu nehmen. Was ist da passiert? Es ist sicher auch dem Internet zu verdanken, dass die Leser zu einem Großteil gebildeter sind als die Reporter. Aber in diesem Fall ist es einfach auch nur der gesunde Menschenverstand, der uns, wie es zum Teil aussieht, aberzogen werden soll.

Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? Durch Propaganda, durch Erfindungen, Lügen, durch die Erschaffung eines Feindes.

Wenn es nun zum Krieg kommt, dann werden sich in erster Linie die Hersteller der Waffen freuen, die diese nun endlich ausprobieren, vernichten und neu produzieren können. Und da sind viel mehr Industriezweige dran beteiligt, als es den Anschein hat. Man braucht doch nur mal versuchen, Aktien zu erwerben, die nicht in irgendeiner versteckten Form am Waffenhandel beteiligt sind.

Wir, wir alle, müssen unseren Regierungen eindeutig klarmachen, dass wir keinen Krieg wollen. Und wir sollten unsere Journalisten auffordern, nicht mehr so einseitig zu berichten.

Wenn zwei Weltmächte aufeinanderprallen, ist nicht der eine gut und der andere böse. Es geht um handfeste wirtschaftliche und territoriale Interessen, um Eitelkeit, Missgunst, Paranoia, mangelnde Empathie, krude sture Weltbilder mächtiger Menschen, die ihre Lebendigkeit eingetauscht haben gegen erstarrte Ideologien.

Lasst uns diesen Krieg verhindern. Es könnte schrecklich werden.

 

Adelheid Bahr (Hg.): „Warum wir Frieden und Freundschaft mit Russland brauchen. Ein Aufruf an alle von Matthias Platzeck, Peter Gauweiler, Antje Vollmer, Oskar Lafontaine, Gabriele Krone-Schmalz, Peter Brandt, Daniela Dahn und vielen anderen“, 208 Seiten, Westend Verlag, Oktober 2018

 

 

Buchinfo:

94 Prozent der Deutschen halten gute Beziehungen zu Russland für wichtig. So das Ergebnis einer umfangreichen Studie des forsa-Institutes für Politik und Sozialforschung aus diesem Jahr. Die aktuelle Politik der deutschen Regierung missachtet diese überwältigende Mehrheit jedoch sträflich. Mehr noch: Seit dem Konflikt in der Ukraine eskaliert die Konfrontation zwischen Ost und West zunehmend. Dabei waren wir schon so viel weiter: Die Entspannungspolitik von Willy Brandt und Egon Bahr machte einen Dialog mit Russland möglich, der den Frieden und gute partnerschaftliche Beziehungen mit Russland sicherte. Ganz im Sinne Ihres verstorbenen Ehemanns setzt sich Adelheid Bahr für eine neue Entspannungspolitik ein und mit ihr eine Vielzahl von Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Kunst.

Mit Beiträgen von Adelheid Bahr, Egon Bahr, Wolfgang Bittner, Peter Brandt, Mathias Bröckers, Daniela Dahn, Friedrich Dieckmann, Frank Elbe, Justus Frantz, Sigmar Gabriel, Peter Gauweiler, Richard Kiessler, Gabriele Krone-Schmalz, Wolfgang Kubicki, Harald Kujat, Oskar Lafontaine, Albrecht Müller, Matthias Platzeck, Detlef Prinz, Herwig Roggemann, Florian Rötzer, Evgeniya Sayko, André Schmitz-Schwarzkopf, Hans-Joachim Spanger, Antje Vollmer, Konstantin Wecker und Willy Wimmer.

 

Anzeige von 6 kommentaren
  • Löwenzahn
    Antworten

    Freiheit

    Zu sagen
    hier herrscht Freiheit
    ist immer ein Irrtum
    oder eine Lüge:
    Freiheit
    herrscht nicht

    Erich Fried

  • Dr. nat Hsarald Wenk.
    Antworten
    nun, zum unveständnis & jourenalistenscvhelte.BEIM ERSRTEN MAL TUT ES NOCH WEH; der weg zuur hölle ist mit guten vorsätzen gepflastert.., cosi fan tutte..

    & die  bevorzugung des schnellen geldes auch in den medien allGEMEIN.

    der gesichtspunkt der ewigkeit ist da dominant dr konkret empirische friedhof..

     

    das mit der zynischen vernunft wegen „gott ist tot“ und die monpolherschaft der ko  2phiosophie des geldes“ ids gerade bei den OPRIENTIERUNGSWISSENGEBERN

    doch groß.

  • heike
    Antworten
    Stimmt, Freiheit herrscht nicht. Und der Weg zum Frieden kann kein Zwang und kein Massaker sein. „Der Weg ist Gewaltlosigkeit“ hat der Dalai Lama gesagt. Oder umgedreht: „Gewaltlosigkeit ist der Weg.“ Beides dasselbe.

     

  • Gabriele Weis
    Antworten
    Wer eine Politik will, die u.a. FRIEDEN HÄLT und FRIEDEN GEWÄHRT trotz aller möglichen Irrwege auf Gegenseite X, muss nach neuen Einflussnahme-Hebeln suchen als denen des Wortes und der Straße allein:

    Wir brauchen eine doppelte Ergänzung unserer demokratischen Systeme, die es nicht aufzugeben und wiederzubeleben  gilt, durch:

    a) eine Monetative

    und b) eine Bürger/innenplattform mit Autorität gegenüber den übrigen Staatsgewalten  –  man könnte sie ´Auditative´ nennen …

    Näheres dazu unter:

    http://buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/LBK/INDEX.html

     

    (Mehr oder minder schweifendes Klagen, Schimpfen, Verurteilen ohne ein Spähen nach Veränderungstools ist selber in Verlogenheits-Gefahr…)

  • Imago
    Antworten

    Krieg und Frieden können nicht, ja – KÖNNEN NIEMALS MITEINANDER

    I.

    Wenn es immer wieder heißt, daß „der Krieg der Vater aller Dinge“ sei,

    ist die Friedenszeit dann womöglich – deren Mutter?

    Doch – wie konnten diese beiden jemals zusammenkommen

    und dabei angeblich „all die Dinge erzeugen“,

    wenn zwischen diesen beiden

    STETS NUR EIN ENTWEDER – ODER,

    aber – NIEMALS EIN GLEICHZEITIGES MITEINANDER herrscht? *

    II.

    Da die meisten Menschen auf der Welt

    von Natur aus EIGENTLICH NICHT KRIEGSLÜSTERN sind,

    sondern dies nur dann immer wieder werden,

    wenn die Kriegsbereitschaft und die Kriegslüsternheit

    von einigen wenigen Kriegstreibern künstlich erzeugt wird

    und viele ahnungslose Menschen bereit,

    auf diesen mörderischen Schwachsinn hereinzufallen,

    sollten wir den Krieg, diesen

    – stets nur Tobsucht, Leid und Zerstörung mit sich bringenden „Vater“

    endlich dahin schicken, woher er kommt

    und wohin er eigentlich auch schon lange gehört,

    nämlich – zum Teufel!

    III.

    Stehen wir also ENDLICH EINMAL ALLE ZUSAMMEN GEMEINSAM auf

    und sagen wir

    GANZ BEWUSST UND KLAR ENTSCHIEDEN

    NEIN

    ZU ALL DEM KRIEG UND DER ZERSTÖRUNG,

    und – frei nach einem Lied von Konstantin Wecker – dazu aber auch noch:

    ZUM TEUFEL, ZUM TEUFEL

    MIT DER (bisher oft so kurzsichtig weitverbreiteten) DUCKEREI!

    – – – – – – – –

    * Die Wahrheit über den Krieg lautet meines Erachtens doch wohl viel eher:

    Die Vergänglichkeit bzw. das Vergehen sowie das Vergangene bilden zusammen mit dem Werden immer wieder auf‘ s Neue die Grundlagen alles Seins; der menschengemachte Krieg hingegen ist das häßliche Zerrbild des in der Natur ansonsten oftmals – doch eher friedlichen Vergehens. – Entsteht die Bestie namens (BÜRGER)-KRIEG aber nicht gerade dadurch, daß immer mehr Bürger „einfach nicht genug KRIEGEN können“ (und dabei die zugegeben in der Natur oftmals auch vorkommende bestialische Grausamkeit dann als „demzufolge einleuchtendes Vorbild“ für ihr eigenes Handeln wählen)?!!? – Sollten wir uns alle daher – bei allem was wir je erreichen wollen – nicht auch immer wieder fragen, ob wir nun Menschen sind, oder uns mehr und mehr in Bestien verwandeln (lassen) wollen, um unsere jeweiligen Ziele „auch sicher zu erreichen“? – Und noch eine letzte, noch etwas genauere Frage hierzu: Wieviele tatsächliche „Sicherheiten“ und auch wieviel wirkliche Lebensfreude und echten Genuß bietet uns eigentlich der Krieg bzw. unser fortwährendes (DIES-ODER-DAS)-MUSS-ICH-JETZT-UNBEDINGT-KRIEGEN?

  • ert_ertrus
    Antworten

    Diesem Rabenvater Krieg sollten wir für alle Zeiten das Sorgerecht für seine Kinder entziehen und sie der Obhut von Adoptivvater Frieden anvertrauen! Und seine Spießgesellen Hab- und Machtgier in unbefristete Sicherheitsverwahrung nehmen.

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