Konstantin Wecker: Widerstand ist Menschenrecht

 in Buchtipp, FEATURED, Konstantin Wecker, Poesie

„Widerstand ist Menschenrecht“ und Gehorsam „eines der Grundübel“. In seinem Buch „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ bezog der Liedermacher klar Stellung. Seine kleine lyrische Abhandlung ist aber nicht nur politischer Natur.  Es geht auch darum, dass bei der Deutung von Texten und Gedichten nicht auf Autoritäten Rücksicht genommen werden darf. Wecker besteht darauf, „dass man die Interpretationshoheit nicht den Herrschenden überlassen darf.“ Konstantin Wecker

Also heut: zum Ersten, Zweiten, Letzten:

Allen Durchgedrehten, Umgehetzten,

was ich, kaum erhoben, wanken seh,

gestern an und morgen abgeschaltet:

Eh dein Kopf zum Totenkopf erkaltet:

Bleib erschütterbar – doch widersteh!

 

Peter Rühmkorf

 

 

 

Widerstand ist ein Menschenrecht

und wir werden ohne Widerstand

dem Gehorsam

keine geeignete Antwort

entgegensetzen können.

Und je älter ich werde

desto sicherer bin ich mir

dass der Gehorsam

dieser bedingungslose Gehorsam

einem anderen Menschen gegenüber –

welche Rangordnung auch immer

er in der jeweilig anerkannten
Gesellschaftsordnung einnimmt –

ja, dass dieses Eichmann’sche Kopfeinziehen

diese »Banalität des Bösen«

dieses geduckte und stramme
Gehorchen wohl eines der Grundübel

unseres ausschließlich auf Macht basierenden

menschlichen Zusammenlebens ist.

Oh ja,

es gibt auch andere

anarchische

herrschaftsfreie Modelle

und sie werden auch immer noch gelebt.

Aber in unserem Universum

der ach so freien Welt

werden sie boykottiert

und systematisch schlecht gemacht.

Und was hat das nun alles
mit Poesie zu tun?

Mehr, als man anfänglich zu glauben
bereit wäre.

Poesie lehrt uns,

dass Worte nur Symbole sind.

Keine Wahrheit,

kein Dogma,

nichts Endgültiges, Unzerstörbares:

nur Symbole.

Das wollen uns auch die Buddhisten erklären,

wenn sie sagen:

»Der Finger, der auf den Mond zeigt,
ist nicht der Mond.«

Und das Wort Mond

ist natürlich genauso wenig der Mond.

Es ist ein Symbol

für ein scheinbar am Himmel sich bewegendes,

nachts manchmal bedrohlich,

manchmal beglückend scheinendes Licht.

Und jeder Mensch auf der Welt

assoziiert mit diesem Wort

eine eigene Geschichte,

eigenes Erleben,

eigene Sehnsüchte.

Wir können uns im Gespräch
mit Gleichgesinnten

schon nur vage einigen
auf eine Interpretation,

die allen gerecht wird.

Wie erst in einer Gesellschaft mit kulturell

und auch ideologisch völlig anders
geschulten, anders erzogenen,

anders gebildeten Menschen?

Die Poesie lehrt uns,

dass nichts zu Ende interpretierbar ist

und dass man die Interpretationshoheit

nicht den Herrschenden überlassen darf.

Ein Rilke-Gedicht,

das du mit 17 gelesen und geliebt hast,

wird dir auch noch nach Jahrzehnten

vertraut und lieb sein.

Dennoch liest es sich jetzt anders,

versteht man es anders,

je nachdem,

was man in diesen Jahren erlebt,

gelebt und erfahren hat.

Die gleichen Worte.

Und oft ein neuer Sinn.

Die Worte leben in dir weiter,

entwickeln sich, gestalten sich um.

Was für dich in der Jugend Liebe bedeutete,

wird sich im Alter

erhöhen und erweitern

und aus dem engen Kontext des persönlichen Begehrens befreien.

Und so geht es uns mit allen Worten:

Sie wandeln sich, wenn wir uns wandeln.

Sie erstarren zu Parolen,

wenn wir erstarren.

 

Konstantin Wecker:

Auf der Suche nach dem Wunderbaren. Poesie ist Widerstand

Gütersloher Verlagshaus

144 Seiten, € 15,-

Showing 24 comments
  • Avatar
    heike
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    Wandlungen laufen manchmal sehr schnell ab, in der Regel aber sind sie das Resultat kontinuierlicher und beharrlicher Arbeit – jedenfalls ist das meine Erfahrung. Man muss das wissen. Schade wäre nur, wenn die unternommenen Anstrengungen der letzten Jahre umsonst gewesen wären und sich das kapitalistische System noch stärker als bisher über einfache menschliche Werte des Zusammenlebens stellt. Wie kann man das verhindern? Ich habe keine Ahnung. Wir haben ein System, in dem letztendlich Geld der ausschlagende Faktor ist. Wer das Geld hat, kann über gesellschaftliche Entwicklungen bestimmen.

    Und wie in einem Ameisenstaat gibt es auch im menschlichen Zusammenleben Hierarchien. Das wird einem immer wieder deutlich gemacht. Und ja, staatliche Institutionen sind darauf bedacht, die Macht (und damit die Kontrolle) in ihrer Gewalt zu behalten.

    Das war wohl in noch keiner Gesellschaftsordnung in der Geschichte der Menschheit anders. Und doch hat man das Gefühl, dass die Freiräume, die einem gewährt werden, sich verkleinern. Wenn sich gleichzeitig auch die Freiräume für Ausbeuter von Menschen und Natur verkleinern, dann wäre ich damit ja einverstanden. Aber kann man sich darauf verlassen? Ich glaube nicht.

    Im Fernsehen kann man inzwischen fast täglich aufklärende Reportagen, z.B. über die Plastikverschmutzung unseres Planeten, lesen. Und trotzdem ist jeder Supermarkt mit unzähligen plastikverpackten Produkten bestückt. Es ändert sich nicht wirklich etwas. Die Leute sagen mal kurz: „Ja,ja, das ist schlimm.“, machen dann aber im westenlichen ihren althergebrachten Stiefel weiter.  Der Plastiktütenverbrauch wurde in meiner Umgebeung tatsächlich reduziert , würde ich mal sagen – aber die Supermarktketten bieten einfach fast keine lose Ware an. Man könnte ja in jedem Supermarkt ein Regal loser Produkte zum Selbstabfüllen anbieten.

    Auf den Dörfern ist es schwierig, auf das Auto zu verzichten. Also braucht man dringend und möglichst sehr bald Autos, die ohne CO2-Emissionen fahren können. Oder einen besseren Personennahverkehr – aber auch den möglichst bald CO2-frei.

    Gut finde ich, dass viele Gemeinden und Städte damit begonnen haben, auf ihren Grünflächen keine Pestizide mehr einzusetzen. Aber eben noch zu wenig.

    Das wichtigste was wir brauchen, ist eine Atmosphäre, in der wieder Vertrauen untereinander entstehen kann und in der Ehrlichkeit, und nicht Lügen, belohnt wird.

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    c.g.
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    spontan fällt mir dazu ein, dass die sprache der bürokraten

    der absolute gegensatz zur poesie ist.

     

    jedes mal wenn ich diese bürokratischen ergüsse zu lesen bekomme, mich durch die sinnleeren wortwüsten quälen muss,

    werde ich ungehalten und wütend,

    jetzt weiß ich auch warum:

     

    da ist keine zärtlichkeit, da ist kein platz für phantasie, da wird jede lebendigkeit mit buchstabenflächen erstickt

     

    da gibt es keine wärme

    da entfaltet sich nichts

    da breitet sich nichts aus

    kein mäandern

     

    zugerichtet

    zerhackt

    unfrei

    grau

     

    tot

     

     

     

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      Die A N N A loge
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      Ich stimme dir zu und ergãnze:

      Die Sprache der Bürokratie beruht meist auf Gesetzesgrundlagen und verfolgt ein Ziel, das auf Paragrafen basiert.

      Die Sprache der Poesie hingegen ist frei, so, wie ein Bild oder ein Musikstück. Sie resultiert nicht aus einem Paragraphen und verfolgt kein „Verwaltungsziel“. So gesehen ist Poesie der Ausdruck einer Essenz vieler Gedanken und Gefühle, geformt in einer individuellen Sprache, fern von der Ausführung sachdienliche gerichteter Paragraphen. Das verleiht der Poesie ihre Weite und den Spielraum der Erkenntnis.

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    Freiherr von Anarch
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    ‚Lasst uns unsere Freiheit schützen, unsere Demokratie ! ‚

    Ist ja gut wenn dieser Satz nun als Forderung auch zunehmend zu hören ist, eigentlich, wäre Die FORDERUNG, wenn wir Freiheit und Demokratie hätten !

    Es macht einen ganz entscheidenden Unterschied ob ich etwas fordere was gegeben ist oder etwas das nicht gegeben ist – einfach zu verstehen, oder nicht ?

    Wenn ich fordere oder zu schützen fordere was nicht existent ist, dann fordere ich was ?

    Man muss inzwischen, weil wir Freiheit und Demokratie nicht mehr haben, anders formulieren:

    ‚Lasst und Freiheit und Demokratie ( und Rechtgerechtigkeit ) wiederherstellen ! ‚ – z.B. – dann fordert man richtig und geht dabei auch von der richtigen Vorraussetzung aus – eben von der Nichtexistenz von all dem was man fordert.

    Versteht ihr diesen sehr wichtigen Unterschied ?

    Zu erreichen ist das freilich nur, wenn wir es schaffen die Bürgerschaft zu einem ganz wesentlich grossen Teil für diese Forderung zu mobolisieren – und weil es ja eigentlich von Anfang an keine wirkliche Demokratie war ( repräsentative, institutionelle ) gleich die Radikaldemokratie, einen Umbau hin zu wirklicher Demokratie also. ‚Verfassungswirklichkeit‘ ! oder sogar eine Verfassungsänderung dahingehend, dass es der Politik nicht mehr möglich ist einen Artikel mittels Zusatzartikel wieder aufzuheben – genau das macht man in der Politik schon lange und hat zur heutigen Verfassungsuntreue durch die Politik geführt. Anarchie wäre mir lieber, aber wenn eine solche schon nicht zu erreichen ist, dann muss man wohl die Radikaldemokratie fordern und auch verfassungsmäßig festnageln.

    Ungehorsam, Befehlsverweigerung – Generalstreik , als Mittel zur Durchsetzung der dann richtigen und richtig formulierten Forderung: ‚Wir wollen Demokratie, Freiheit, Gerechtigkeit ! ‚ –  eben weil das nicht gegeben ist ! Das ist dann die unmissverständliche und klar definierte und von den richtigen Vorraussertzungen ausgehende Forderung.

    Tja – wie schafft man es einen leider überwiegenden Teil der Bürgerschaft darüber aufzuklären zu müssen, dass Demokratie nicht mehr gegeben ist – sie wachzurütteln, dass es überhaupt keinen Sinn hat Nicht-Gegebenes schützen zu wollen, sondern Nicht-Gegebens fordern zu müssen.

    Mit der richtigen Formulierung kann man das schaffen .

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Bettina
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    Der Text-Das Wort-Der Widerstand

    Ich bin ein Text, der leise spricht, nicht laut.
    Ich bin ein Text, der selten wütend um sich haut,
    Ich bin ein Text, der nicht im Rampenlicht will steh’n,
    Ich bin als Text nur da, um meine Worte zu versteh’n.

    Ich bin ein Text, der sich gelobt, das Schweigen aufzugeben,
    Ich bin ein Text, der aufrecht steht für Mut und Leben.
    Ich bin ein Text, der deutlich mit dem Finger weist,
    auf hohle Phrasen, Eitelkeiten dieser Zeit.

    Ich bin ein Text, der sich des Wort‘s nicht lässt verwehren,
    Ich bin ein Text, der jedem rät, vor eig‘ner Tür zu kehren.
    Ich bin ein Text, der aufrichtig zu seinem Worte steht,
    Ich bin ein Text, der aus dem Wort den Widerstand belebt.
    (BB / 03-18)

     

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      Volker
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      Es textet Text

      jahraus, jahrein,

      vertextet sich

      am Stolperbein,

      ein Zeichen hier,

      ein Zeichen dort,

      zu finden sind

      an jedem Ort.

       

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    A.K.
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    Es geht jetzt wirklich um Wichtigeres als al um die Befindlichkeiten im home office: Eine der diffamierten Stimmen: Italien (dort waren die Regelungen noch drastischer als hier)

    Weil ich es selbst nicht besser ausdrücken könnte:

    https://www.quodlibet.it/giorgio-agamben-biosicurezza

    Biosicherheit und Politik

    Auffallend an den Reaktionen auf die Ausnahmebestimmungen, die in unserem Land (und nicht nur in diesem) eingeführt wurden, ist die Unfähigkeit, sie über den unmittelbaren Kontext hinaus zu beobachten, in dem sie zu funktionieren scheinen. Selten sind diejenigen, die stattdessen, wie es eine ernsthafte politische Analyse erfordern würde, versuchen, sie als Symptome und Anzeichen eines umfassenderen Experiments zu interpretieren, bei dem es um ein neues Paradigma des Regierens von Menschen und Dingen geht. Bereits in einem vor sieben Jahren erschienenen Buch, das es jetzt wert ist, noch einmal sorgfältig gelesen zu werden (Tempêtes microbiennes, Gallimard 2013), beschrieb Patrick Zylberman den Prozess, durch den die Gesundheitssicherheit, die bisher am Rande des politischen Kalküls stand, zu einem wesentlichen Bestandteil staatlicher und internationaler politischer Strategien wurde. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Schaffung einer Art „Gesundheitsterror“ als Instrument zur Steuerung dessen, was als Worst-Case-Szenario definiert wurde. Nach dieser Logik des Worst-Case-Szenarios hatte die Weltgesundheitsorganisation bereits 2005 „zwei bis 150 Millionen Todesfälle durch die kommende Vogelgrippe“ angekündigt und damit eine politische Strategie vorgeschlagen, die die Staaten zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu akzeptieren bereit waren. Zylberman zeigt, dass das empfohlene Instrument sich aus drei Punkten zusammensetzte: 1) die Konstruktion, ausgehend von einem möglichen Risiko, eines fiktiven Szenarios, in dem die Daten so präsentiert werden, dass Verhaltensweisen begünstigt werden, die es ermöglichen, eine Extremsituation zu regieren; 2) die Annahme der Logik des Schlimmsten als Regime der politischen Rationalität; 3) die integrale Organisation der Gesamtheit der Bürger in der Weise, dass die Zugehörigkeit zu den Regierungsinstitutionen so weit wie möglich gestärkt wird, wodurch eine Art Zivilismus der Superlative entsteht, in dem die auferlegten Verpflichtungen als Beweis des Altruismus dargestellt werden, und der Bürger nicht mehr das Recht auf Gesundheit (Gesundheitssicherheit) hat, sondern gesetzlich zur Gesundheit verpflichtet wird (Biosicherheit).

    Was Zylberman im Jahr 2013 beschrieben hat, ist nun pünktlich eingetreten. Es liegt auf der Hand, dass es über die Notsituation im Zusammenhang mit einem bestimmten Virus hinaus, der in Zukunft einem anderen weichen könnte, um den Entwurf eines Regierungsparadigmas geht, dessen Wirksamkeit weit über die aller Regierungsformen hinausgeht, die die politische Geschichte des Westens bisher gekannt hat. Hätten bereits im fortschreitenden Niedergang von Ideologien und politischen Überzeugungen Sicherheitsgründe es den Bürgern erlaubt, Einschränkungen von Freiheiten zu akzeptieren, die sie zuvor nicht akzeptieren wollten, so hat sich die Biosicherheit als fähig erwiesen, die absolute Einstellung aller politischen Aktivitäten und aller sozialen Beziehungen als die höchste Form der Bürgerbeteiligung darzustellen. Auf diese Weise wurde man Zeuge des Paradoxons, dass linke Organisationen, die traditionell dazu benutzt werden, Rechte einzufordern und Verfassungsverletzungen anzuprangern, vorbehaltlos Einschränkungen von Freiheiten akzeptieren, die durch Ministerialdekrete ohne jede Legalität beschlossen wurden und von deren Durchsetzung nicht einmal der Faschismus je zu träumen gewagt hätte.

    Es ist klar – und die Regierungsbehörden selbst hören nie auf, uns daran zu erinnern -, dass die so genannte „soziale Distanzierung“ zum Modell der Politik werden wird, die uns erwartet, und dass sie (wie die Vertreter einer so genannten Task Force, deren Mitglieder in einem eklatanten Interessenkonflikt mit der Funktion stehen, die sie ausüben sollen, angekündigt haben) diese Distanzierung nutzen werden, um überall digitale technologische Geräte durch menschliche Beziehungen in ihrer Körperlichkeit zu ersetzen, die als solche zum Verdacht der Ansteckung wurden (zu verstehen als eine politische). Die Vorlesungen an der Universität werden, wie das MIUR bereits empfohlen hat, ab nächstem Jahr permanent online stattfinden, man wird sich nicht mehr durch den Blick auf das Gesicht erkennen, das durch eine Gesundheitsmaske verdeckt werden kann, sondern durch digitale Geräte, die biologische Daten erkennen, die genommen werden müssen, und jedes „Versammeln“, ob es nun aus politischen Gründen oder einfach aus Freundschaft geschieht, wird weiterhin verboten sein.

    Es handelt sich um eine Gesamtkonzeption der Schicksale der menschlichen Gesellschaft in einer Perspektive, die in vielerlei Hinsicht die apokalyptische Idee eines Weltuntergangs von den Religionen in ihrem ausklingenden Stadium übernommen zu haben scheint. Nachdem die Politik durch die Wirtschaft ersetzt worden war, muss nun auch diese in das neue Paradigma der Biosicherheit integriert werden, dem alle anderen Anforderungen geopfert werden müssen, um regieren zu können. Die Frage ist berechtigt, ob eine solche Gesellschaft noch als menschlich definiert werden kann oder ob der Verlust von sensiblen Beziehungen, von Gesicht, von Freundschaft, von Liebe wirklich durch eine abstrakte und vermutlich völlig fiktive Gesundheitssicherheit kompensiert werden kann.

     

    1. Mai 2020

    George Agamben

     

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    Freigabe am

     

    • Avatar
      Bettina
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      Hallo A.K,

      meine Frage an Sie: hätten Sie Lust, an einem kleinen Experiment? Was empfinden Sie, wenn Sie an die Corona-Krise denken, mit all den Begleiterscheinungen? Wir haben so viel geschrieben, kommentiert, uns gedanklich mit unserem Verstand und Argumenten über Tage und Wochen zu dem Thema auseinandergesetzt. Doch was ist mit unseren Empfindungen, unserer Intuition? Sie führt uns möglicherweise näher an die Wahrheit, als unser Verstand es uns zugestehen vermag.
      Können Sie Ihre Empfindungen zur Corona-Krise und ihren inneren Bildern zur Zukunft zum Ausdruck bringen über eine spontane Assoziation zu einer Musik, einem Bild, einer Skulptur, einem Gedicht, einer Farbe, einem Gedicht…?
      .
      Ich gehe in Vorlauf und freue mich auf Ihren Beitrag. Meine Assoziationen:

      .

      PROLOG

      .

      Oh, Du Angst verschloss’ne Brust,

      zu Leben hattest Dir geschworen,

      doch bist du nun in einem Sumpf verloren.

      Fern der Gefühle, dumpf und taub,

      lastet die Erde in geschwärztem Staub.

      Aus der Tiefe, einem dunklen Loch,

      vernahmst du fern vertraute Stimmen noch,

      doch nun war nichts mehr, was dich noch erreichte,

      und deinem einst’gen Lebensglücke gleichte.

      .

      Oh Götter Stimmen, hört ihr mich?

      Haben wir Menschen eure Gunst verloren

      ist unser Dasein ewig nun verloren?

      Ihr geht gar teuflisch mit uns ins Gericht!

      Lasst uns doch bitte unser eigenes Gesicht!

      (BB/17-05-20)

      .

      reaper weltfremd

      https://youtu.be/UrdaSqhKNas

      Herzliche Grüße, Bettina

      • Avatar
        A.K.
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        Schweigen, das Schweigen wird lauter, …

        keine Vision, die verstellte Sicht auf die Gegenwart,

        die zukunft ist jetzt. zuviel Traurigkeit,

        parallelwelten, geistige Welten ungelebt.

        Die Blaumeisenküken im Nistkasten bei meinem Vater waren tot.

        In meinem Nistkasten waren zuerst Blaumeisen, aber die sind nicht mehr zu sehen, jetzt sind Kohlmeisen da. Die Stimmchen werden tiefer. Und die Eltern sind sehr beschäftigt.

        Viele Bäume werden hier gerodet, Wege präpariert für die 35 Schwertransporter die die teile für das nächste Windrad hier am dorf quer von Norddeuschtschland bringen. Protest zwecklos. Hilflos. das einzige was hier toll war (landschaft und oft auch ruhe, weg…nur noch wenn der wind nicht weht … aber gut kröten müssen geschluckt werden so sagt man, und so fährt dann der Beteiber mit einem Grinsen ,mit dem neuen bmw durch das dorf, spazieren gehen dafür haben die meisten hier eh keine zeit…das letzte unkraut muss noch weg…round up hat sich da bewährt.

        morgen ist montag, dann fangen auch die Tornados (bald werden es wohl frische F18 werden. Es wird wieder noch mehr kriege geben,

        und über deutschland ergießt sich vielleicht wieder eine braune Sauce…ist da nicht doch noch irgendwas Positives, Ermutigendes, ….

        irgendwas ist da noch , ein kleines flämmchen

        und jetzt hör ich Musik und geh schlafen…

        Aufgeben geht auch nicht!

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          Die A N N A loge
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          Ich danke Ihnen für Ihren Beitrag. Er klingt sehr traurig, das Schweigen, die Visionen, die ausbleiben, die Blaumeisen, die gestorben sind, die vertrauten Bäume, die gefällt werden, die Aussicht auf Montag mit den Tornados, die wieder den Kampf üben, die Vorstellung, dass der Krieg weiter trainiert wird…

          Wie gerne würde ich Sie trösten. Digital ist es so schwer. Sie schreiben, „doch da ist noch ein Flämmchen“. Das Flämmchen, das Licht und Wärme spendet, der Strohhalm der Hoffnung. Bitte halten Sie an diesem Flämmchen fest!

          Seien Sie gedanklich umarmt.

          Herzlichen Gruß

           

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          A.K.
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          Zwei Tage später: Am frühen Morgen höre ich in meiner Küche ein aufgeregtes Gezirpe und Gerasche. Ich dachte an eine Maus.. doch nein es war eine junge Kohlmeise die wohl versehentlich beim ersten Flug sich dorthinein verirrt hatte und nun nicht mehr hinausfand. Ich hielt meine Hand, das Vögelchen wurde ruhig, kletterte auf meine Hand und ich hob es an das geöffnete Fenster und sagte leise: Nun kannst du losfliegen. Es flog los bis zum nächsten Landeplatz. Draußen wurde es wohl schon erwartet. Die aufgeregten Vogelstimmen beruhigten sich. Wie wunderbar…

          Die Natur ist mir Trost und Antrieb zugleich.

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      Die A N N A loge
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      Teil 2

      Visionen der Zukunft

      aus der Intuition heraus.

      Der Widerstand

       

      Das Gesetz ändert sich,

      das Gewissen nicht.

      (Sophie Scholl)

       

      Ouverture „Egmont“

      Beethoven

      https://youtu.be/n4IhCSMkADc

       

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      Freiherr von Anarch
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      So ist das ! Dank fürs Einstellen !

      Die hypermoderne Form von Herrschaft in einer neuen Form der Totalität, ein weltumspannender Probelauf, durchaus.

      Der Mensch in seiner Gesamtheit als ‚Kranker‘ ( künstlich als krank erklärt ) , Jeder ist vor Jedem zu ’schützen‘, Gesellschaftskultur des Abstandhaltens, Jeder ein Isolierter für sich, Angst vor Ansteckung als nie dagewesenes starkes Mittel zur Durchsetzung allmächtiger Herrschaft. Zugleich wird eine Solidarisierung für Widerstand unterbunden, ‚analog‘ und im Netz ( Netzkontrolle wird ausgeweitet werden ).

      Der infizierte Mensch, der vor seiner eigenen Ausbreitung zu schützen wäre – deshalb unter völlige Kontrolle zu stellen ist. Die dann gegebene sogar ‚rechtliche‘ Möglichkeit der Reduzierung einer Weltbevölkerung gleich mitgeliefert.

      Der geimpfte Mensch ( gegen was auch immer ) gleich nach der Geburt dann als ‚Universalimpfung‘ verabreicht, ‚erforderlich‘ werdende Nachimpfungen dann als Zwangsimpfung.

      Ein neues gigantisches Feld der Unterdrückungsmöglichkeiten.

      Bürgerrechte werden komplett verschwinden, durch Pflichten ersetzt und diese werden durch die Institutionen der Herrschaftsgewalten radikal durchgesetzt.

      Step by step ging es ja schon vor dieser machtherrschaftlich inszenierten Bedrohungslage in diese Richtung, ein Virus nun zum Feind der Menschheit erklärt, löst das lästige Problem der Bürgerrechte vortrefflich.

      Was nun an Einschränkungen bis hin zu völligen Aushebelungen von Rechten der Bevölkerungen vorgenommen wird – wird bleiben, die nächsten ebenso. ‚Vorrübergehend‘ zu einem gewissen Teil aufgehoben zwar, jedoch sofort wieder angewandt bei nächster ‚Bedrohungslage‘ und weiter ausgebaut.

      Das Menschenrecht als solches – ein Auslaufmodell.

      Teuflisch genial ausgeheckt, isn’t it !

      Und freilich stecken jene Reichsten und damit auch Mächtigsten dahinter, wer denn sonst ?

      Gegenwehr? – unbedingt, notwendiger denn je zuvor !

       

       

       

       

       

       

       

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    A.K.
    Antworten
    Nachtrag,

    vielen Dank, für diesen wunderbaren Text.

     

    Mir geht gerade ein Liedzeile durch den Kopf: „Und weil ein Mensch ein Mensch ist….“

     

  • Avatar
    Volker
    Antworten
    Experiment, eher klein? Ich weiß nicht, gibt doch Gefühl-Apps von den Kassen, außerdem ist das BfV überlastet, weil’s Volk fühlt Prügel und sich verschwört. Auf Theorie folgt Praxis. Hier droht der Aufstand Massen, kein Abstand, kein Verdecken, da oben kann uns lecken. Des Volkes Arsch straft den Monarch (Popolismus)
    Aber bitte. Kein Spielverderber möcht ich sein, im Spiel mit Macht-Dukaten, Monopoly der Bürokraten (Zufallsreimung).

    Verflixt und zugenäht, mir fällt nichts ein, außer…psssst … fühle mich in letzter Zeit wie eine … psssst… Laborratte, gefangen in einem … pssssst … Experimentierkasten für …. pssssst… Psychos im Endstadium.
    Aber nicht weitererzählen, möchte mich nicht auf einer Schwarzen Liste ominöser Verfassungsschützer wiederfinden, mein Name mit einem Kreuz markiert. Was nichts anderes bedeutet, als einsperren oder gleich abmurksen.
    Sonstige Befindlichkeiten meiner sind nicht erwünscht ++gähn++, die Ratte hat genug gefressen, nun soll sie blechen, wieder mal. Nix Neues im Staat christlich-sozialer Zuwendungsbeteuerungen – satt und frei, du bist dabei. Mahlzeit. Amen.

    Momentan prügeln sich Experten*innen um Wahrnehmungstermine in Sachen Verschwörungsdeutung, man staune darüber, wo die alle plötzlich herkommen, freudig erregt darüber, das gemeine Volk als irgendwie doch zu blöde, ohne Vertrauen und Gläubigkeit, Tagesschau und Co. missachtend.
    Nebenbei verteufelt ein hochrangiger Theologe im Staatsdienst das – pfui – Internet, und dies an einem Sonntag auf hr1, frühmorgens und mit Engelszungen, damit’s mal ein Ende hat mit Zweifel, man wende sich dem Glauben zu und sonst nix. Der Mann hat gut reden, als Experte über Staat und Gott.

    Beifall aus der Redaktion, ja ja und danke schön. Nun Musik …

  • Avatar
    A.K.
    Antworten
    Nachtrag: das mit dem homeoffice befindlichkeiten kam nur deshalb durch die tastatur, weil ich zu dem zeitpunkt nun zum xten mal über aspekte des homeoffice im deutschlandfunk gehört hatte und hat nichts mit euch allen hier zu tun…nur um das klarzustellen.
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    heike
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    Man wird nie alle Menschen dazu bringen, einer Meinung zu sein. Das ist ja auch nicht notwendig. Aber es ist eben ein Unterschied, ob man einfach anderer Meinung ist und dafür Gründe hat oder ob man sich in Opposition begibt, um einen Machtzuwachs zu bekommen.

    Zu den drei Themen, die in den letzten fünf Jahren die Meinung der Bevölkerung so stark polarisiert haben:

    Man kann in der Flüchtlingsdebatte die Meinung haben, dass man nicht unendlich viele Flüchtlinge aufnehmen kann und nicht die ganze Welt auffordern muss nach Deutschland zu kommen. Aber man kann auch differenzierend erkennen, dass 2015 keine nationale Katastrophe war, sondern eine Katastrophe für viele Menschen in Not verhindert hat. Viele Menschen in Deutschland haben gern diese Menschen in Not empfangen, sie Willkommen geheißen. So etwas ehrt die Bevölkerung eines Landes – und Menschen, die anderen hinterherlaufen und meinen vor Asylunterkünften Flüchtlingen die Unterbringung verweigern zu müssen, haben irgndwie nur Stroh im Kopf … Wie kann man so sein und wie kann man so werden? Jedenfalls geht es in der Flüchtlingsdebatte vor allem darum zu begreifen, welchen Situationen die Menschen in anderen Ländern ausgesetzt sind und welchen Anteil an diesen Situationen die Länder der Industrienationen (und auch ganz konkret Deutschland) daran haben. Welche Kriegs- und Krisengebiete werden geschürt und unterhalten durch den Einfluss amerikanischer Geheimienste? Mit Waffen aus welchen Ländern wird dort geschossen?

    Warum herrschen in afrikanischen Ländern noch immer Hungersnöte und große Armut? Was kann man dagegen tun?

    Das sind die Fragen, die geklärt werden müssen, und dort müssen auch die Lösungen stattfinden.

    Die nächte große Debatte wurde ausgelöst über den Klimawandel, seine Ursache und die Notwendigkeit, darauf zu reagieren, indem man die Art und Weise unserer Energiegewinnung von der Nutzung fossiler Rohstoffe zu löst.

    Das ist nicht von heute auf morgen möglich, aber es sollte so schnell und ernsthaft wie möglich angegeangen werden. Es sei denn, es ist einem egal, ob viele Inseln und Küstenstädte in ein paar Jahen unter Wasser stehen, die Dürrekatasrophen weltweit zunehmen usw. Dann hat es auch keinen Sinn, darüber zu diskutieren …  Jedenfalls ist der menschgemachte Klimawandel durch den vermehrten CO2-Ausstoß der industrialisierten Welt ein Faktum – keine Hypothse, keine Meinung, keine Idee. Und man hat die Wahl, auf diesen Fakt zu reagieren oder eben nicht. Dass Menschen anfangen andere Menschen, die diesen Fakt in der Öffentlichkeit bekannt gemacht haben und sich eindeutig für den Erhalt einer Erde mit niedrigeren Temperaturen und damit lebensfreundlicheren Bedingungen für Menschen und Tieren aussprechen, von anderen Menschen derart beschimpft und beleidigt werden, wie es Greta und den Fridays for Futures ergangen ist, ist für mich auch absolut nicht nachvollziehbar. Wer oder was bringt Menschen dazu? Woher kommt dieser Hass?

    Und drittens: Corona. In diese Diskussion fühle ich mich selbst nicht allzu stark involviert, obwohl auch ich, wie eigentlich fast jeder andere, finanzielle Einbußen (meine waren nicht allzu groß. da ich sowieso so gut wie keine habe) dadurch hatte. Aber selbst Corona soll wieder Menschen in unterschiedlicher Meinung gegeneinander hetzen. Über manche Dinge habe ich, da sie mich selbst nicht unmittelbar betreffen, erst nachgedacht, nachdem ich sie von anderen venommen habe, wie z.B. die Unmöglichkeit von Angehörigen von ihren sterbenden Liebsten Abschied zu nehmen. Das darf man nicht machen und man kann für solche Situationen Auswege finden (eigentlich sehr einfach, indem man die abschiednehmenden Angehörigen danach in Quarantäne schickt ….. ihnen zuvor also diese Abschiednahme ermöglicht). Grundsätzlich empfand ich die Maßnahmen der Regierung zur Eindämmung des Corona-Virus als sinnvoll (und auch erfolgreich). Aber die Fragen, denen man sich infolge dieser Pandemie stellen muss, sind doch v.a. auch folgende: Ist es möglich, den Übergang von Viren von Tieren zu Menschen einzuschränken und wodurch? Zum einen wäre das die Abschaffung der industriellen Massentierhaltung und zum anderen (wie im Falle von Corona erstmalig), die Einstellung der Wilderei und der Verzehr dieser gewilderten Tiere. Beide Maßnahmen kommen den Tieren zugute und auch den Mernschen.

    Weiter darf man sich Gedanken machen über das menschliche Immunsystem, seine Fähigkeiten und die Voraussetzungen, die es braucht, um möglichst gut funktionieren zu können: Natürliche, unvergiftete Nahrung (kein mit Antibiotika vollgestopftes Fleisch, keine pestizidverseuchten Nahrungsmittel, keine Nahrungsmittel, die voller Geschmacksverstärker, künstlicher Emulgatoren usw. sind …

     

    „Uns hat die liebe Erde doch so viel mitgegeben …..“

    Ich hoffe auch sehr, dass die Menschen wieder damit aufhören, sich gegenseitig zu bekriegen, sondern  einfach wieder nett zueinander sind und einander zuhören.

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    heike
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    Es ist ein Unterschied, ob man versucht Bedingungen zu schaffen, innerhalb derer möglichst viele gut leben können oder ob man Bedingungen schafft, die Menschen nur noch reglementieren und unterdrücken.

     

     

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    Sigwart Zeidler
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    Nur durch eigenverantwortliches Denken, Fühlen und Handeln können wir eine Welt schaffen, in der Frieden, Freiheit und allgemeiner Wohlstand selbstverständlich sind. Das heißt, wir müssen uns innerlich von allen Autoritäten und Herrschern lösen. Und wir müssen bereit sein, so intensiv aus unserem Inneren heraus zu leben, dass wir ganz ohne Geld bereit sind, aus innerem Antrieb heraus der Welt, der Menschheit, ja allem Leben das zu geben, was wir geben können. Denn ohne Geld hat automatisch alle Herrschaft ein Ende. Du glaubst nicht an die Möglichkeit dieser Vision oder Utopie? Ich halte sie für umsetzbar und habe sie detailliert in meinem Buch „Befreiendes – Visionen für das Jahr 2040“ beschrieben.

    Herzlichst Sigwart

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      heike
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      Hallo Sigwart, danke für dein Gedicht.

      Und ich finde toll, dass du dir Gedanken gemacht hast und ein ganzes Buch über die Utopie der Geldlosigkeit geschrieben hast. Leider kann ich mir dieses Buch nicht kaufen, weil ich deine Utopie gelebt habe. Vielleicht sendest du es mir ja kostenlos zu und ich bin dann gerne bereit, es zu lesen und meine eigenen Erfahrungen und Gedanken in die Diskussion einzubringen.

      Ohne Idealismus gibt es keine gute Entwicklung der Menschheit.

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        heike
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        Aber völlig kostenfrei teile ich hier gern meine Quintessenz anderen zur Verfügung: würde man das Geld abschaffen wollen, dann geht das nur, wenn genug Leute dich unterstützen. Man könnte einen Kreislauf der Geldlosen aufbauen, der sich aber trotzdem in Abhängigkeit vom Geldsystem befände. Es gibt ja jetzt schon Dinge, die Menschen austauschen, das gab es immer, in der DDR war man das gewohnt. Für Westler ist das jetzt anscheinend eine neue Erfahrung, wie wohltuend sich das anfühlt, wenn mal jemand etwas für d i c h tut, und nicht für Geld oder den eigenen Vorteil.

        Wenn man Geld vollständig als Zahlungsmittel abschaffen würde, dann würde man die technische und technologische Weiterentwicklung der Menschheit so nicht fortsetzen können. Ich glaube, die Mittel für Raumfahrt und auch für Genforschung wird zu einem nicht unerheblichen Teil aus den durch Kriege und Kriegsvorbereitungen „erwirtschafteten“ Einnahmen finanziert.

        In einem gewissen Ausmaß entscheidet jeder selbst, was er für Geld tut oder eben nicht tut. Soviel Freiheit gibt es.

         

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          heike
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          Zur generellen Weichenstellung, vor der die Menschheit steht:

          Man kann sich vom Neoliberalismus  versklaven lassen, der z.B. auch in Afrika mit Coca Cola, genmanipulierten Nahrungsmitteln und Landraub einfällt, oder man bindet sich in Kreisläufe ein, die einem davon unabhängig machen und in denen die eigene Arbeit einem selbst zugute kommt.

          Es gibt z.B. Frauen, die Früchte anbauen auf Feldern, die sie ins Grundbuch als ihr Eigentum eintragen haben lassen (um sie vor Landraub zu schützen), diese Früchte dann an einheimische Entsaftungsanlagen liefern, so das  vor Ort Limonade und Säfte aus regionalen Produkten hergestellt werden können. Bei uns dasselbe. Da braucht kein Mensch mehr an sich nur vollkommen ungesundes Zuckerwasser von Coca Cola.

          Menschen, die nicht mehr arbeiten können, soll geholfen werden. Aber ich finde es immer noch nicht gut, Hartz IV als eine Lebensalternative zu sehen (für junge Menschen, die sich damit aus der Gesellschaft davonstehlen, finde ich das für sie selbst und ihre eigene Entwicklung sehr schlecht). Es gibt Möglichkeiten, sich einzubringen, und die sollte man suchen und nutzen.

          Der Dalai Lama hat gesagt : „Geld kann unsere wesentlichen Bedürfnisse nicht stillen. Am wichtigsten ist ein positiv eingestellter Geist, der unser Herz Frieden empfinden lässt.“

          Und den Ort muss/darf man suchen und finden, an dem das eintreten kann. Manche nennen diesen Ort „Zuhause“. Ich auch.

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    Sigwart Zeidler
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    Heute endlich derVersuch, meine Regungen, Gedanken, Gefühle und Emotionen zum C-Thema in Reime zu bringen.
    Herzlichen Dank für die Anregung dazu an Bettina!

     

    Meine Lehre aus Corona

    Meinen Ohren trau ich kaum und kann nur staunen,
    von Killerviren hör ich’s im Blätterwald jetzt raunen.
    Mir deucht, es ist schon wieder mal so weit,
    für eine neue Pandemie jetzt Zeit.
    Erneut wird eine Sau durch’s Land getrieben,
    auf der „Gefahr“, „Tod“, „ansteckend“ geschrieben.

    Einst Schweine- und dann Vogelgrippe,
    zwischendurch auch andere Gerippe,
    wurden präsentiert schon prächtig,
    scheinbar gefährlich und sehr mächtig.
    Aber wie der Kaiser nackt bleibt ohne Kleider
    sind’s die Gespenster der medialen Schreiber.

    Nur fünf, sechs Wochen hielt der Spuk,
    dann hatten die Schreiber selbst genug.
    Und niemand hörte mehr ein Wort.
    Die Gefahr war einfach fort.

    Wo sind die Sinne der Menschen jetzt geblieben,
    dass sie alles glauben, was geschrieben,
    dass Panik und Furcht sie schnell ergreift,
    als wären sie inzwischen nicht gereift?

    Viele horten Klopapier,
    ich fühle Frieden tief in mir.
    Nichts kann mich jetzt erschüttern,
    nichts eine Angst vor Viren füttern.
    Ich spür nur Liebe und Vertrauen,
    auf die ich immer noch kann bauen.

    Vertrauen habe ich ins Leben,
    dass es zwar mag Viren geben,
    doch diese meine Freunde sind,
    wie Sonne, Regen und der Wind.
    Die mir dann nur helfen wollen,
    wenn Gifte aus dem Körper sollen.
    Dass niemals Bakterien, Viren und Bazillen
    können Menschen wirklich killen,
    wenn sonst sie angstfrei und gesund
    leben auf dem Erdenrund.

    Nichts kann das Leben so bedrohen
    wie nur Gedanken, die verrohen,
    weil abgespalten von den Sinnen,
    und fern der Liebe, die im Herzen drinnen.
    Die uns dann auch noch verhöhnen,
    weil sie das Leben nicht verstehen.

    Drum schreckt mich nicht der Medien Lärm,
    dass Viren hochgefährlich wär‘n.
    Dagegen schockt mich wirklich sehr,
    das riesengroße Medienheer,
    das ständig neue Ängste schürt,
    die viele Kehlen bald zuschnürt.
    Ich fühle Zorn und bin gereizt,
    weil mit Schreckensbildern man nicht geizt.

    Und gegen Kritiker zu hetzen,
    erfüllt mich mit Entsetzen.
    Wo ist die Meinungsvielfalt nur geblieben.
    die früher wurde groß geschrieben?
    In dem medialen Einerlei
    ist die Presse doch nicht frei.

    Zensur sind auch die Faktenchecks,
    die schlechter als ein Tintenklecks,
    der, über einen Satz geschmiert,
    diesen verdeckt ganz ungeniert,
    sollen die Wahrheit nur verstecken,
    damit sie niemand kann entdecken.

    Ausgangssperren und Kontaktverbote,
    mit denen man schon lange drohte,
    empfehlen plötzlich Viro-logen.
    So werden Menschen jetzt betrogen
    um  Rechte, dass sie deutlich spüren,
    man will am Nasenring sie führen.

    Am meisten aber schockt der Fakt,
    dass C die ganze Menschheit packt.
    An den Polen, in den Tropen,
    soll das Virus zeitgleich toben.
    Was sagen da die Viro-logen,
    dass sich die Balken kräftig bogen?

    Ich mein, es ist jetzt bald genug.
    So groß ist jetzt schon der Betrug,
    dass jeder ihn erkennen sollte,
    wenn er dies nur wirklich wollte.
    Wir brauchen keine zweite Welle,
    wenn wir erwachen auf der Stelle.

    Ich wünsche niemandem auf Erden,
    jetzt auch noch geimpft zu werden,
    um endlich dadurch zu begreifen,
    dass er hier ist, um zu reifen
    und seine Gaben zu entfalten,
    nicht, dass ihn and’re verwalten.

     

    Sigwart Zeidler, 28.05.2020

    • Avatar
      Bettina
      Antworten
      Es freut mich, lieber Herr Ziedler, dass Sie meine Zeilen als Anregung genommen haben, Ihr Corona Gedicht zu schreiben. Danke dafür, dass wir es hier lesen dürfen.

      Herzlichen Gruß,

      Bettina

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