Konstantin Wecker: Ich habe Angst

 In MUSIKVIDEO/PODCAST


„Erst wollten wir uns vereinen, und jetzt eint uns nur noch der Hass.“ Bald nach der Wiedervereinigung und den ersten Neonazi-Anschlägen auf ostdeutsche Asyleinrichtungen nahm Konstantin Wecker – zusammen mit „Sage nein!“ – dieses bedrückend-visionäre Lied zum ersten Mal auf. Natürlich ziert es auch die neue CD „Antifaschistische Lieder“. Dort mit kleiner Textvariante: „… geflüchteten Kinder und Frauen“.

Kommentare
  • Hirschberg
    Antworten
    Meisterliches Arrangement, fast schon synästhetisch wirksam, als säße man in einem südlich dunkelnden Garten, der ohne Zaun bis ans Meer reicht. Leidenschaftlich und doch sehr fein gesungen, das Cello mit dem Klavier wie ein banges Paar, das sich an den Händen hält im Sinne von Schutz vor dem zu Erwartenden. Das Lied macht dennoch merkwürdig wach und aufmerksam; mag sein, durch die sehr persönliche Textzeile, die von der Angst um „dich und mich“ handelt. Auch diese Zeile wundersam schlicht gesungen, ergreifend wie ein Olivenbaum im Winter, von dem man weiß, dass er viel Kälte erträgt, aber langen, harten Frösten nicht gewachsen ist. Dank an die Redaktion fürs Einstellen!

Hinterlasse einen Kommentar

Start typing and press Enter to search

Do NOT follow this link or you will be banned from the site!