Poesie und Widerstand: Konstantin Wecker zu Gast in „Westart“

 In Konstantin Wecker, Kultur, MULTIMEDIA

„Poeten müssen politisch sein!“ Davon ist Konstantin Wecker überzeugt. Warum das heute noch genauso gilt wie in der Vergangenheit, das erzählt er bei Westart (Erstausstrahlung 5.11.2018).

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westart/video-poesie-und-widerstand-konstantin-wecker-zu-gast-100.html

Anzeige von 2 kommentaren
  • Gerold Flock
    Antworten

    Novemberrain? … Or the normal everyday life of a dream catcher?

    “Ein neoliberales, narzistisches, sexistisches Gedicht?”
    …oder der ganz normale Alltag eines Traumfängers?

    Hat Sie das gerade geträumt? – Oder hab ich das geträumt?

    Das coole am Verliebtsein ist ja, daß es auch

    irgendwie unreal sein kann.

     

    Also real wüßte ich ja gar nicht, wo ich die

     

    Geliebte eigentlich hintun soll?

     

    Ins Bett?  – Ja. Schon klar. – Aber danach?

     

    Ich bin doch gewohnt, mir meine Zeit selber

     

    einzuteilen.  Also wohin mit der Frau nach

     

    dem Bett? – Du kannst jetzt wieder gehen.

     

    Zum Glück hab ich das alles so hinbekommen,

     

    daß ich weiter meine Ruhe habe.

     

    …und die leidenschaftliche Liebe?

     

    Die Leidenschaft tut weh.

     

    Schmerz tut weh, aber er tötet nicht.

     

    Ohne Schmerz durchs Leben zu kommen

     

    bedeutet nicht gelebt zu haben.

     

    Trotzdem Sie muß wieder gehen nach der

     

    sinnlichen leidenschaftlichen Liebe.

     

    Ich brauch meine Autonomie und Autarkie.

     

    G.F.

    http://www.geroldflock-photography.de/novemberrain-or-the-normal-everyday-life-of-a-dream-catcher/

  • eulenfeder
    Antworten
    Poeten MÜSSEN politisch sein !?

    Nein – müssen sie nicht !

    KÖNNEN sie, SOLLTEN sie, wenn das poetische Wort helfen kann, Widerstand zu leisten und Poesie auch blanker Widerstand sein KANN.

    Nur – Politik kann auch Poesie zerstören, unterwerfen, missbrauchen, infiltrieren, zur Waffe werden sogar.

    ‚ its a thin line ‚ – wie so oft.

    Eigentlich MÜSSTE sie ja unschuldig bleiben, die Poesie, so wie die Freiheit, das Menschenrecht, – Kreativität gedeiht auf dem Nährboden der Freiheit…

    aber, mehr und mehr wird deutlich ( nicht wahr ? ), dass der Widerstand ohne Kampf (bereitschaft) für Freiheit, Menschenrecht keinen Erfolg haben wird, weil die Freiheitlichen und Humanen mehr und mehr in die Verteidigung gezwungen werden. Die oft als ‚einzige erlaubte Art des Widerstandes gepriesene blanke Friedlichkeit ‚ wäre schon die Resignation, die „Kapitulation“, inzwischen.

    Poesie als ‚Waffe‘ zur Verteidigung der Freiheit und des Menschenrechts müsste dann politisch sein – da hätte er recht, der Konstantin Wecker.

    Mich selbst sehr erfreuend ist ein anderer Satz in diesem Interview:

    “ Ich bin heute radikaler als früher ! “ –

    Das zeigt doch die Einsicht, dass der Widerstand radikaler werden muss, will man überhaupt etwas erreichen – DARF aber dann nicht zurückgepfiffen werden, wenn er eben radikaler wird.

    Es wird letztlich ein Kampf werden, unausweichlich inzwischen, uns Freiheitlichen und Menschenrechtlern aufgezwungen.

    Solange das noch möglich ist. Mit Polizei-Allmacht-Gesetzen und Unterwerfung einer Justiz hat dieses System ja schon längst begonnen, möglichen radikaleren Widerstand von vorne herein zu brechen – die Faschisten sind schon wieder einen gewaltigen Schritt voraus.

    Eine Minute vor zwölf, nur noch…. wenn jetzt der radikale Widerstand nicht beginnt, ist alles verloren.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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