Prinz Chaos II: Faustdicke Überraschung!

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Wenn man gar nichts sagt, kann einem niemand vorwerfen, das Falsche zu sagen. Das gilt insbesondere für die emotional enorm aufgeladene Corona-Frage. Der Liedermacher Prinz Chaos II. zeigt auch in diesem Sprechvideo großes schauspielerisches Talent – von der visuell betörenden Frisur ganz abgesehen. Gekonnt karikiert er die Zauderer und „Unbestimmten“, outet sich selbst dabei aber als jemand, der zweifelt, der – im Gegensatz zu fast allen anderen – nicht immer genau sagen kann, was bei Corona die Wahrheit ist. Ist das einfach ehrlich oder doch nur der Versuch, bei niemandem anzuecken, indem man sich alle Ecken und Kanten abschleift? Jedenfalls ist der Beitrag wie alles von diesem Künstler: ein Farbtupfer in einer vielfach sonst grauen Geisteslandschaft. Auch die Art, wie Prinz Chaos mit den Erwartungen und Befürchtungen der Zuschauer spielt – ist er geimpft oder nicht? – bringt die Spannung dem Siedepunkt nahe.

Showing 3 comments
  • Friederike Knust76
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    „Es wird nach wie vor nicht konsequent getestet“ Au weija, irgendwas stimmt da nicht, mit diesem „Prinzen“, und ich meine jetzt nicht die Frisur.
    • Freiherr
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      Da hast du recht, Friederike !

      …der jämmerlich in seinen Ängsten vor einer normalen Grippe gefangene inzwischen Null-chaotische Prinz,

      veranstaltet ein Kasperltheater um für sich noch was rauszuholen aus seiner Untertätigkeit unter dem Pandemieregime –

      auch letztlich nur eine traurige Figur in diesem Spektakel der Unterwefung, wie so viele schon, man spielt allerhöchstens noch den Hofnarren…

       

       

  • Charlene Forster_97
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    Florian Kirner alias Prinz Chaos ist ein Unikum, ein Schriftsteller, der sich dem normalen Erzählstil bewusst verweigert. In seiner Beharrlichkeit und charmanten Provokation gleicht er zuweilen dem Kinde bzw. einem wachen Geist, der uns zeigt: nichts ist wie es scheint. Wer denkt bei seiner Burg, nicht an jene magischen Dreh- und  Angelpunkte der Kulturgeschichte wie etwa den „Zauberberg“ Thomas Manns oder gar den legendären Monte Verità im Tessin? Die mahnenden Worte Kirners, vor dem Hintergrund des aktuellen Infektionsgeschehens gerade in Großstädten, sind überaus berechtigt,  auch mir reicht es inzwischen, schon wieder kam ich mit der S-Bahn heim, ohne dass mein Covid-Zertifikat kontrolliert wurde. Auch die Lüftungsanlage in der Schule meiner Kinder ist noch immer nicht installiert, und die Kleinen müssen nun bei Dauerlüftung unter ihren FFP-2-Masken frieren. Gegensteuern kann ich nur, in dem ich z.B. auf  den vorweihnachtlichen Feiern mit meinen Lieben stets die Hände desinfiziere und nur noch Kekse verzehre, wenn ich mir zuvor die negativen Testbescheinigungen meiner Freundinnen habe vorlegen lassen. Zum Glück haben alle Verständnis dafür, denn wir müssen in dieser Pandemie eben kollegial zusammenstehen und dürfen uns nicht verrückt machen lassen. Sehr zu begrüßen ist es dahe, wenn, so wie in der farbenfrohen Videobotschaft von Herrn Kirner, die Spannung bis zum Siedepunkt steigt. Ein echtes Kunsterlebnis, großartig! Ich hoffe dass diese „faustdicke Überraschung“ in der digitalen Welt erhalten bleibt, für nachfolgende Generationen von Kulturwissenschaftlerm, Soziologen und Athropologen, denn dieses Exempel ist so überaus aufschlussreich und lehrreich! Gern sähe ich auch  ein Gespräch mit so unterschiedlichen Denkern wie Florian, Ken und Diether, auf der nächsten Buchmesse in Frankfurt, einen offenen Gedankenaustausch, wäre das möglich? Bestimmt ist die Pandemie bis dahin ja  besiegt. Mein Vertrauen in Wissenschaft und  Forschung, aber auch in die emanzipatorische und stärkende Kraft wahrhaftiger Literatur und Kunst war noch nie größer!

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