«Lasst uns der Alptraum der Kriegsprofiteure sein!»

 In Konstantin Wecker, Prinz Chaos II.

Konstantin Wecker und Prinz Chaos II. im Gespräch – über Verachtung, Wut und Pazifismus und die heillose Verrücktheit der sogenannten Elite, über Markus Lanz und Donald Trump, den Ausstieg aus dem kapitalistischen Gewaltapparat, das Scheitern an eigenen Ansprüchen und über einen millionenfachen Aufstand der Leisen. (Dieses Interview erscheint heute zeitgleich auf „Hinter den Schlagzeilen“ und im neuen politischen Webmagazin „Rubikon“, www.rubikon.news)

Konstantin, lass uns mit der Frage beginnen, was das Internet – im Negativen wie im Positiven – ermöglicht. Du hast als einer der wenigen Deiner Generation den Sprung ins Netz geschafft.

Gewagt, eher. Dass ich ihn auch geschafft habe, liegt in meinem Fall, auch wenn das weit hergeholt ist, daran, dass ich mich durch die Musikprogramme sehr früh mit Computern beschäftigt habe. Die allerersten Musikprogramme haben einen quasi verpflichtet, sich einen PC anzuschaffen. Dadurch bin ich dem Computer immer näher gewesen als andere Leute meiner Generation.
Ich hatte schon in den 80er Jahren den berühmten „Fairlight“. Damit konnte man die ersten Sample-Aufnahmen in die Musik einbringen. Diesen „Fairlight“ wenn ich übrigens heute noch hätte, wäre der extrem viel wert, als Antiquität.
Mit diesem Gerät hatten wir damals zum Beispiel erstmalig Hundegebell auf einer Keyboardtaste. Das fanden wir unheimlich toll. Dadurch war ich früh dabei, meine Schreibmaschine zu entsorgen und mich an einen Computer zu setzen.
Meine Söhne, die mich natürlich schon gerne belächeln würden in digitaler Hinsicht, merken auch, dass ich mich durchaus auskenne.

Prinz Chaos II.

Es gibt ja inzwischen förmlich zwei voneinander getrennte Öffentlichkeiten, die digitale und die klassisch mediale. Es gibt Leute, die sind im Netz Riesen und kommen in den klassischen Medien nicht vor. Während jemand wie Claus Kleber, der im Fernsehen ein Riese ist, im Netz eigentlich nur als Negativbeispiel vorkommt und selber keine nennenswerten Klickzahlen generieren kann.
Eines der beeindruckendsten Beispiele von jemandem, der den Sprung von der einen in die andere Öffentlichkeit geschafft hat, ist für mich Albrecht Müller, der als alter Haudegen aus der Willy-Brandt-Ära mit den NachDenkSeiten ein Nachrichtenportal aufgebaut hat, das im Netz echte Relevanz hat.

Und vor allem: er war auch einer der Ersten mit so einem Portal! Ich kann mich noch erinnern an den Anfang der NachDenkSeiten. Sowas gab es zu der Zeit eigentlich überhaupt noch nicht im Netz. Das war sehr spannend und ist es bis heute.

Du hast ja auch ein Portal begründet: www.hinter-den-schlagzeilen.de Es hat die Besonderheit, dass es einen sehr ganzheitlichen Ansatz fährt.

Das war von Anfang an das Ziel. Die Seite wird auch in diesen Tagen relauncht und wird ein neues Gesicht erhalten.
Der Versuch, Rebellion und Spiritualität zusammenzubringen, war bei der Gründung der Seite – zu Zeiten des Irakkriegs, 2003! – der Tatsache geschuldet, dass ich diese unsäglichen Kriegslügen in der Presse einfach nicht mehr ausgehalten habe.
Heute scheint es mir wesentlich akzeptierter, Politik und Spiritualität zusammen zu denken.
Damals waren die Angriffe unglaublich.
Den rein materialistischen Marxisten hat es bei dem Wort „Spiritualität“ schon die Zehennägel aufgedreht.
Und die „Spiris“ waren zum Großteil auf dem Trip: „Lass mich mit Politik in Ruhe. Wir regeln das alles ausschließlich im Inneren!“
Da hat sich viel gewandelt. Es gibt auch ganz viele Wissenschaftler, die keine Berührungsängste mehr mit der Mystik haben. Hans-Peter Dürr war da natürlich ein leuchtendes Beispiel und gerade bei den Physikern liegt es ja nahe, die Mystik mitzudenken. Aber auch bei anderen Wissenschaftler bemerkt man, dass die Berührungsängste weniger geworden sind.

Und zwar von beiden Seiten. Das rein rationale, mathematisch-naturwissenschaftliche Weltbild des 20. Jahrhunderts gerät zunehmend unter Druck, auch durch Erkenntnisse in den Naturwissenschaften, die die Trennung zwischen Geist und Materie infrage stellen.
Auf der spirituellen Seite bemerken mehr und mehr Leute, dass der reine Bewusstseinswandel, der nicht praktisch wird, also: der die Welt nicht ergreift und hier Dinge verhindert oder ermöglicht, nicht ausreicht.
Das ist aber auch eine Quelle der Frustration. Wenn ich überlege, mit welcher Begeisterung in dem Münchner S-Bahn-Vorort meiner Kindheit Müll getrennt wurde, und alle waren Greenpeace-Fördermitglieder. Und dann schaust Du 30 Jahre später hin und gehst einkaufen und bringst einen Plastikberg sondergleichen nach Hause.
Dieser Wachstumswahn, wie er sich auch gerade um München herum abspielt, ist ja nicht zu fassen. Wie sich dieser Moloch des Konsumkapitalismus immer weiter ins Land frisst, ist schrecklich mitzuerleben. Zumal wir die Zeit nicht mehr haben, ewig zu warten, bis sich mal grundsätzlich etwas ändert.

Das ist ein sehr schöner Einhakpunkt. Und vielleicht hat das ja auch viele Leute zum Nachdenken gebracht, die sehr an die Herrschaft der Ratio geglaubt haben. Denn was uns an diesen Punkt gebracht hat, war nun definitiv nicht das Mitgefühl oder die mystische Erkenntnis, dass alles mit allem zusammengehört.
Sondern es war die reine Ratio, die uns in diesen katastrophalen Zustand versetzt hat. Die Ratio gepaart mit materieller Gier, aber eben nicht angebunden ans Mitgefühl und ans Menschsein.
Und nun hören wir bis heute von allen Seiten diesen typisch neoliberalen Satz: „Wer zuviel Mitgefühl hat, hat keinen Verstand.“
Dabei haben wir in der Geschichte immer wieder erlebt, dass ein Verstand, der nicht angebunden ist ans Mitgefühl, in den Wahnsinn führt. Das erleben wir, wie Du es beschrieben hast, sehr deutlich in Form eines Wahnsinns, der in der Lage ist, uns selbst zu zerstören.

Wir haben aktuell das Phänomen, dass echte Verrücktheit, echte, pathologische Verrücktheit, sehr deutlich hervortritt. Wir haben eine Ära hinter uns, in der es vor allem die Heuchelei war, die einem entgegengekrochen ist. Aber im Moment ist es echte Verrücktheit, schon auf der Ebene des Führungspersonals.

Das sind Soziopathen! Man muss diese Leute zunächst einmal krank nennen.
Soziopathie bedeutet recht eigentlich, dass Leute keine Chance mehr haben, an ihr eigenes Ich heranzukommen. Soziopathen sind unfähig, mit anderen zu empfinden.
Es gibt da die kalte und die warme Empathie. Die warme Empathie ist die eigentliche Empathie – und die kalte wäre, dass Soziopathen, die ja meistens durchaus sehr intelligent sind, Empathie vortäuschen und auch sehr geschickt darin sind, Empathie vorzutäuschen, aber im tiefen Inneren kein Mitempfinden kennen.
Donald Trump wird völlig zurecht als Psychopath bezeichnet. Aber das ist etwas, was in der kapitalistischen Elite gefragt ist. Psychopathen haben in der sogenannten Elite unglaubliche Aufstiegschancen. Sie sind charmant. Sie sind intelligent. Sie können zum Großteil auch ganz gut reden. Sie haben nur keine Anbindung an Andere und ans Ganze.

Sie haben auch durch ihre vollständige Skrupellosigkeit und ihre Amoralität in diesem Wolfssystem immer wieder einen strategischen Vorteil. Ihnen ist eine Entgrenztheit möglich, die für den normalen Menschen nicht machbar ist. Und das fällt immer wieder auf, wenn man beispielsweise über die Machenschaften des Tiefenstaates redet oder über den Einsatz von uranummantelter Munition oder sich die Frage stellt: ist es überhaupt denkbar, dass Geheimdienste 3.000 „ihrer eigenen Bürger opfern“ – da sagen Leute immer wieder: das kann ich mir nicht vorstellen!
Sie halten es aus ihrer eigenen Emotionalität heraus gar nicht für möglich, dass Menschen so sind.

Moment, da muss ich noch mal einhaken. Denn das hat doch auch mit ungeheuerlicher Geschichtsvergessenheit zu tun! Ich meine: es gibt Aufnahmen von Adolf Eichmann, noch in Südamerika, da hat er bedauert, dass er nicht noch mehr Juden umgebracht hat! Wir müssen doch an unserer eigenen Geschichte erkennen, dass das alles möglich ist.
Auch deshalb halte ich die fortgesetzte Auseinandersetzung mit dem Holocaust für so wichtig. Der Holocaust zeigt uns doch, was alles menschenmöglich ist. Da braucht man sich über uranummantelte Munition nicht zu wundern! Wir sind ja nicht plötzlich die besseren oder empathischeren Menschen geworden. Wir haben die Chance, das aufzuarbeiten und können uns dadurch besinnen. Das ist die große Möglichkeit. Deshalb darf das Gedenken an den Holocaust nie aufhören. Aber es muss lebendig bleiben und darf nicht zu einem Ritual verkommen.

Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust und mit dem Dritten Reich war ein Grundantrieb der 1968er Revolte in Westdeutschland.
Da wurde auch eine durchaus sehr moralische Attacke geritten gegen eine Mehrheitsgesellschaft, die sich in den 50er Jahren darauf geeinigt hatte, dass man sich jetzt lieber mit dem Wirtschaftswunder und mit der neuen Waschmaschine beschäftigt – als damit, was da zwischen 1933 und 1945 passiert sein könnte.
Das ist für mich eine sehr aktuelle Frage.
Man muss realistischerweise sagen, dass gerade in Deutschland, in einem Industrieland erster Ordnung, die Bevölkerung von dem katastrophalen Wachstumsmodell des Spätkapitalismus immer noch zu profitieren glaubt. Von daher haben wir es mit einer Mehrheit zu tun, die sich derzeit der Realität lieber nicht stellen möchte. Diese Mehrheit konsumiert über den Abgrund hinweg, verdrängt den Abgrund. Wie erreicht man diese Mehrheit? Hast Du da eine praktische Vorstellung? Durch Gut-Zureden? Ich habe dann doch das Gefühl, dass das nicht ausreicht.

Naja, Du hast vorher nach den Vorteilen und Nachteilen des Netzes gefragt. Die Nachteile sind bekannt, angefangen mit FakeNews, wobei ich sagen muss: FakeNews gab es immer schon.

Irakkrieg.

Der Irakkrieg. Der Erste Weltkrieg. Alle Kriege wurden mit FakeNews begonnen. Nur eben von den damals herrschenden Medien. Dazu kommt heutzutage, was sich im Internet an ungezügelter Rohheit und blankem Hass austobt – das ist manchmal eine geistige Diarrhö, das ist unsäglich.
Aber unabhängig davon, glaube ich an den Aufstand der Leisen. Wir können mit unseren Konzerten Leuten Mut machen, die sowieso schon auf dem Weg sind. Mein Publikum und ich, wir haben nicht immer die gleiche Meinung, aber wir haben die gleiche Sehnsucht. In spiritueller Hinsicht, und auch in der Sehnsucht nach einer gerechteren Gesellschaft.
Sehsucht ist, glaube ich, ein sehr wichtiges Wort.
Und wenn ich von einem Aufstand der Leisen spreche, dann spreche ich auch davon, dass in dieser Bundesrepublik Deutschland Millionen Menschen in der Flüchtlingssolidarität aktiv sind. Das sind Millionen. Die kommen aber natürlich nicht vor, denn es ist scheinbar interessanter, über Björn Höcke zu berichten.
Über den soll man auch berichten. Nur wäre es doch schön, wenn auch einmal die vorkämen, die emsig, still und jeden Tag etwas bewirken und damit Notwendiges und Wichtiges tun.
Und da müssten auch Rubikon, HDS, NDS, KenFM und Co. noch mehr ansetzen. Dass wir mal die zu Wort kommen lassen, die irgendwo in Hinterdupfing ein ganzes Dorf davon überzeugt haben, dass es toll ist, mit Flüchtlingen zusammen zu leben und zu arbeiten.
Das ist der Aufstand der Leisen.
Übrigens fand ich aber, die Medien hatten sich nach der Trump-Wahl zwischenzeitlich etwas gebessert und mehr Meinungen zugelassen haben. Hast Du das auch so erlebt?

Ich würde sagen, es gab eine strategische Orientierungskrise, in der gerade die transatlantisch orientierten Medien nicht mehr recht gewusst haben, wie sollen sie jetzt mit Trump umgehen, nachdem sie sich sehr eindeutig auf Clinton festgelegt hatten – und auch auf die Konfrontation mit Russland. Aber das war schon recht unelegant, wie der Mainstream da agiert hat.
Erst war alles heilig, was aus Amerika kam. Dann gehörte es plötzlich zum guten Ton, Trump zu kritisieren und Amerika für ganz gefährlich zu halten. Und 59 Raketen auf Syrien später, hat man Trump plötzlich wieder lieb.

Das war wirklich unglaublich! Und extrem plump.

Ich stelle mir das eben vor aus der Sicht eines unbedarften Medienkonsumenten. Der wird das schon kurios gefunden haben, wie es wild hin und her geht. Das zeigt aber auch eine echte strategische Spaltung der Herrschenden. Ich glaube, dass es wirkliche Battles gibt. Ich nenne das: die Mafiakriege!
Dabei geht es natürlich auch darum, wer an welchem Futtertrog sitzt und wer sich wo mit welcher Schamlosigkeit bedienen kann. Diese Verwirrtheit und dieses ZickZack in den Medien ist aber auch eine Chance für … naja: der Begriff „Alternative Medien“ ist im Grunde schon diskriminierend. Was wir hier machen, sind Medien.

So ist es. Man kann von Neuen Medien reden. Das trifft es. Eine neue Art von Medien.

Alternativ, das klingt so nach Schülerzeitung und: „Die probieren es halt auch mal…“ Wenn man dann aber schaut, was auch gerade qualitativ auf der einen und auf der anderen Seite der Medienwelt passiert, braucht sich unsere Seite nicht verstecken … vor einem Herrn Lanz.

Wobei Lanz erstaunlicherweise den Michael Lüders sprechen hat lassen. Ich habe es mir angeschaut und es war gar nicht so lanzig. Ich hatte erwartet, er würde wie damals bei Sahra Wagenknecht, permanent dazwischenfahren und müsste sich hinterher entschuldigen. Aber das war diesmal nicht so.

Ich habe das als sehr absichtlich vom Lanz empfunden. Als ob ihm eine neue Rolle verschrieben worden wäre. Als hätte er etwas erlaubt bekommen oder als sei er zur Darstellung einer kritischen Form des Journalismus verpflichtet worden – wobei man ja weiß, dass er seinen „Journalismus“ ganz anders eigentlich viel besser kann.
Ich buche das darunter ab, dass der Mainstream nicht mehr so einheitlich ist, weil im deutschen und europäischen Kapital durch Trump viele Fragezeichen entstanden sind. Die überlegen sich teilweise schon, wo bleiben wir selber, als Deutschland oder Europa.

Wobei wir medial auf einen Dritten Weltkrieg zusteuern. Die mediale Konfrontation mit Russland ist ungeheuer.
Nur, mit allen Lügen und allem, was von irgendwelchen Think Tanks übernommen und meistens auch nur übersetzt wird, frage ich mich: wie geht es einem einzelnen Journalisten, der diese Konfrontation ständig noch befeuert? Haben die nicht irgendwann einmal auch Angst? Könnte man nicht erwarten, dass manche Leute aus einer ganz privaten Sorge vor einem Dritten Weltkrieg endlich aufhören mit ihrer Hetzerei? Ich verstehe das nicht.
Man muss doch selbst auch einmal Angst haben. Ich muss sagen: ich persönlich habe Angst!
Denn wo findet er denn statt, der Dritte Weltkrieg? Der findet doch nicht in Moskau oder in New York statt. Wenn er stattfindet, dann findet er stellvertretend natürlich irgendwo bei uns in der Nähe statt.

Ich hatte diese Angst zum ersten Mal greifbar, als dieser Begriff „Ostflanke der NATO“ aufkam. Es ist wirklich auffällig, dass dieser Begriff: „Ostflanke der NATO“ neuerdings pausenlos in allen möglichen Gazetten vorkommt. Da sollte man sich keine Illusionen machen, dass so etwas „Zufall“ wäre. Das ist ein Wording, das wird irgendwo so entschieden und dann kommt der Begriff rein in den Diskurs.
Die CIA beschäftigt unzählige PR-Berater. Die Eigentümerstruktur der Hauptmedien ist extrem übersichtlich. In Frankreich gehört eine der größten Mediengruppen direkt einem Rüstungskonzern.
Am Ende ist es dann unerheblich, ob der einzelne Journalist, der diese Kriegshetze betreibt, Nachts gut schläft oder schlecht schläft. Ich persönlich wünsche ihm natürlich von Herzen, dass er schlecht schläft.

Das wünsche ich ihm auch.

Ich befürchte allerdings, dass er mit dem Einkommen, dass er für seine Kriegshetze bekommt, ganz gut schläft, vielleicht auch tagsüber. Du kennst das Zitat von Karl Kraus.

Dass er sich wünscht, dass die Kriegsliteraten nach Kriegsende eingefangen und von den Kriegsinvaliden öffentlich ausgepeitscht werden?

Genau das. Insofern gebe ich Dir einerseits recht mit dem Aufstand der Leisen. Es gibt dieses asiatische Sprichwort: Jeder hört den fallenden Baum – aber der Wald wächst leise. Wir sollten unseren Blick schärfen für das, was jetzt schon positiv passiert.
Aber wie gehen wir mit Leuten um, die auf Nahrungsmittel spekulieren, mit Uranmunition rumballern, NSU-Akten schreddern – das ist ja ein weites Feld. Ich bemerke bei mir, dass ich eine unbändige Verachtung und Wut entwickle.

Tja. Die Verachtung… Also: Wut habe ich, das ist gar keine Frage. Die Verachtung hält sich bei mir, je älter ich werde, in Grenzen. Ich weiß, aus welchem Unglück heraus die so sind, aus welcher Unfähigkeit, das Eigentliche des Menschseins zu erkennen, sich selbst zu erkennen.
Sie sind unfähig, bei sich selbst in die Tiefe zu gehen, denn nur dort können wir den Frieden finden, den man ab und zu erahnen kann.
Es gibt ja durchaus viele Menschen, die früher in diesen Bereichen tätig waren und dann ihr inneres Selbst entdeckt haben. Diese Leute sind sehr wichtig für uns. Die können uns erzählen, wie es da zugeht in diesen Kreisen.
Es gibt diese Aussteiger, was ich sehr toll finde. Der Ausstieg aus diesem kapitalistischen Gewaltapparat kommt meistens durch ein Leid, das ihnen widerfahren ist oder durch eine Erkenntnis, die ihnen in der Stille passiert ist. Da bin ich wieder bei der Spiritualität und bin deshalb sehr vorsichtig mit der Verachtung.
Denn ich kann dieses Unglück nachvollziehen, so schrecklich es sich auch auswirkt auf andere. Die können nicht anders, weil sie das Andere noch nicht gesehen haben und es nicht gespürt haben.
In den Fällen der Soziopathen gibt es auch hervorragende Studien: man kann Soziopathie heilen! Aber man muss halt erst einmal erkennen, dass man ein Soziopath ist.
Übrigens gibt es im Internet einen Test, ob man selbst Soziopath ist. Schau Dir das mal an, das ist ganz lustig und man ist teilweise selber nahe dran…

Das ist leider so. Auch wenn man einen ehrlichen Anlauf macht, anders zu leben, anders mit sich selbst und anderen umzugehen, stößt man immer wieder an Grenzen.
Mitunter ist es beschämend, wie wenig es einem als Privatperson gelingt, dieses Verständnis, diesen liebevollen Umgang, die Abwesenheit von Streit hinzukriegen – die man im Großen in seiner katastrophalen Auswirkung wahrnimmt und zum Friedlichen hin wenden möchte.

Du hast Recht. Das geht mir ganz genauso. Es ist immer wieder beschämend und immer wieder stößt man an eigene Grenzen und scheitert an den eigenen Ansprüchen. Von daher bin ich mit moralischen Be- und Verurteilungen sehr vorsichtig.
Ich nenne es lieber eine Krankheit. Auch diese unermeßliche Gier muss doch eine Krankheit sein.
In dieser Hinsicht laufen Dinge, die können wir beide uns nicht vorstellen. Wir können uns sicherlich einiges vorstellen, weil wir keine perfekten Menschen sind. Aber wie man so geil drauf sein kann, seinen Milliarden noch weitere Milliarden hinzuzufügen und das noch bis kurz vor dem Tod, das ist mir unverständlich. Da fehlt mir jeder Ansatzpunkt? Ist es die Macht?

Ich wollte zurück zu dem Thema des Streits. Ich habe meinen eigenen Fernseher abgeschafft – und zwar genau vierzehn Tage nach dem 11. September 2001.
Wenn ich jetzt mal wieder dazu komme, Leuten beim Fernsehen zuzuschauen, bin ich entsetzt, was für ein Schulungsmaterial in Niedertracht und zwischenmenschlicher Gemeinheit da gesendet und in die Gehirne gedrückt wird. In diesen Nachmittagsseifenopern gehen die Protagonisten in ihrem Beziehungsleben mit einer Hinterfotzigkeit und krimineller Virtuosität gegeneinander vor, das ist Wahnsinn.

Und das wird noch gepriesen! Der Niederträchtigste steht als Sieger da!

Die Friedensbewegung hat nun in den letzten Jahren sehr viel Streit erlebt. Der Streit hätte uns fast zerrissen. Ist das nur auf der persönlichen Ebene passiert, weil Leute etwa unreif miteinander umgehen? Oder wurde der Streit von interessierten Stellen hineingetragen und gezüchtet?

Das ist selbstverständlich denkbar.
Wir müssen von den Think Tanks sprechen, die ausschließlich von der Waffenindustrie gesponsort werden. Die Umsätze der Waffenindustrie steigen, weltweit. Der Jubel hinter verschlossenen Türen muss gewaltig sein.
Eine vereinigte Friedensbewegung wie in den 80er Jahren ist für diese Kriegsprofiteure der reine Albtraum.
Dass es gezielte Versuche gibt, so etwas zu verhindern und die Friedensbewegung zu zerstören, ist doch gar keine Frage! Dazu kommen die Versuche, Pazifisten lächerlich zu machen, Pazifisten fast als gefährlich hinzustellen. Das sind, wenigstens zum Teil, ganz gezielte Versuche.
Es gibt auch Menschen, die können sich eine Welt ohne Kriege gar nicht vorstellen, weil sie nicht glücklich sein könnten, in einer friedlichen Welt, von ihren persönlichen Traumata her. Wir dürfen nicht unterschätzen, dass wir alle geprägt sind von unseren Traumata.
Deshalb blicke ich milder auf diejenigen, die sich von den Rattenfängern einfangen lassen, als auf die Rattenfänger selber. Letztere sind bösartig und skrupellos darauf aus, sich um welchen Preis auch immer, an die Spitze stellen zu lassen.
Die, die sich einfangen lassen, die können wir vielleicht noch erreichen.

Gegen manche Dinge muss man sich aber auch sehr wirkungsvoll verwahren – wenn man es kann. Du hast auch schon erlebt, dass Du Zielscheibe von Rufmordkampagnen geworden bist. Als Du 2003 mit einer Friedensmission in den Irak gefahren bist, hieß es auch: „Ach ja, der Herr Wecker! Jetzt glaubt er, er könne im Alleingang den Weltfrieden retten…“

Es ging noch zynischer zu, mein Lieber!
Ich wurde als Saddam-Hussein-Freund hingestellt, was die größte Frechheit war. Wir haben niemanden von der Regierung getroffen. Aber eine Woche vorher war der Flughafen gesperrt, weil Vertreter von Daimler Benz und VW Regierungsmitglieder getroffen haben. Das wurde aber nicht berichtet.

Wenn man selber eine gewisse Öffentlichkeit hat, kann man sich gegen solche Kampagnen noch einigermaßen wehren. Vor allem, wenn man Verbündete hat, die auch über Artikulationsplattformen verfügen.
Wenn man das alles nicht hat, steht man dem schutzlos gegenüber. Dann erscheint man als eine Person, die man gar nicht ist und Leute scheuen den Kontakt mit Dir.
Das ist an dem Rubikon-Projekt so spannend. Hier kommen Daniela Dahn und Daniele Ganser zusammen, Wecker und Wernicke, Broeckers, Leukefeld, Wolf Wetzel, Gaby Weber und Conrad Schuler. Also Leute aus verschiedenen Ecken durchaus, die sich diesem Kontaktverbot entziehen.

Deswegen bin ich in den Beirat von Rubikon gegangen und bin sehr für eine engere Zusammenarbeit der neuen Medien. Wir sollten auch ein Vernetzungstreffen machen.
Wir brauchen nicht immer einer Meinung zu sein. Aber es ist wichtig, dass wir uns verknüpfen und einen Dialog führen.
Wir stehen dabei natürlich eindeutig gegen Nationalismus und alles Völkische. Dass Du nie verhindern kannst, dass sich irgendwer kurzfristig einschleicht, ist logisch.

Die Friedensbewegung der 80er wurde getragen von einer eher unwahrscheinlichen Koalition, die gereicht hat von der Deutschen Kommunistischen Partei bis hin zu Konservativen, die einfach gegen Atomkrieg waren.
Offensichtlich sind Arbeitsbeziehungen dennoch möglich gewesen und es ist ein Vertrauen zueinander gewachsen, so dass man an diesem Punkt – gegen Krieg! – zusammenarbeiten konnte.

Genau das sollte die letzten Jahre verhindert werden. Warum sollte ich nicht mit einem CDU-Mann gegen Krieg zusammenarbeiten?
Mit Rassisten und Nazis kann eine Zusammenarbeit nicht gut gehen, aber ansonsten leben wir in einer Demokratie. Also: wollen wir zumindest…

In Form der Grünen sehen wir auch Leute, die in vielen gesellschaftlichen Fragen sehr fortschrittlich daherkommen, aber die schrecklichsten Kriegstreiber sind. Das ist ein Phänomen.

Das ist bitter. Deswegen sage ich: mein Pazifismus ist eine Entscheidung! Da geht keine Zusammenarbeit mit Militaristen. Ich habe nicht die Lösung für die Weltprobleme in der Hosentasche. Aber ich habe mich für den Pazifismus entschieden und dazu stehe ich.

Konstantin Wecker, geboren und wohnhaft in München, ist Liedermacher, Komponist und Autor. Seit jeher aktiv gegen Neofaschismus und Krieg, gründete er bereits 2003 das Online-Magazin „Hinter den Schlagzeilen“, dessen Chefredakteur und Herausgeber er ist. Wecker steht im deutschsprachigen Raum wie kaum ein Zweiter für die Verbindung von Spiritualität und Rebellion. Seine neue CD „Poesie & Widerstand“ erscheint im Mai 2017. Mit Prinz Chaos II. veröffentlichte er das Buch „Aufruf zur Revolte. Eine Polemik von Konstantin Wecker und Prinz Chaos II.“.

Florian Ernst Kirner alias Prinz Chaos II. arbeitet als Kabarettist, Liedermacher und Blogger. Er ist seit seiner frühen Jugend politisch aktiv, vor allem in den Bereichen Antifaschismus, Friedensbewegung und internationale Solidarität. 2013 verfasste er mit Konstantin Wecker den „Aufruf zur Revolte“. Er lebt in Südthüringen, wo er auf Schloss Weitersroda ein Kultur- und Gemeinschaftsprojekt entwickelt.

Anzeige von 5 kommentaren
  • Bettina Beckröge
    Antworten
    Ein sehr aufschlussreiches und gutes Gespräch zwischen zwei würdigen Größen der Liedermacherszene, zwei engagierten Aktivisten die unterschiedlicher in ihrer Lebensform nicht sein können. Und doch sprechen sie eine gemeinsame Sprache, die Sprache der Ratio, die angebunden ist an das Mensch sein, an die Empathie. Soweit ich es aus Büchern, öffentlichen Stellungnahmen und Konzertbesuchen (man muss u.s. einmal das Paradiesvogelfest in Weitersroda und Songs an einem Sommerabend erlebt haben), weiß, sind beide Künstler in ihrer Haltung gleichermaßen aus dem kapitalistischen System ausgetreten. Die Gründe, sich dahingehend zu entwickeln, sind sicherlich persönliche Erfahrungen.
    .
    Die in die Tiefe gehenden Erfahrungen sind die spirituellen. Ich weiß es aus Konstantin Weckers Büchern, „Mönch und Krieger“, sowie “ Die Kunst des Scheiterns“, dass er diese spirituellen Erfahrungen gemacht hat. Die Bücher sind nicht nur gut geschrieben, sie erklären auch den Weg der spirituellen Erfahrungen.
    .
    Das besondere an diesen höchst eigenen Erfahrungen ist, dass uns die niemand wegnehmen kann. Sie bleiben Teil unserer selbst. Ich betrachte meine spirituellen Erfahrungen, die wichtigsten habe ich 2014 auf dem Camino Frances gemacht, als das Fundament meines Seins. Sie sind mir mehr wert, als alle Ideologien zusammengenommen. Ideologien sind aus Büchern angelesen. Allein der Name einer Ideologie beruht auf einem „Ismus“. Ein „Ismus“ birgt ein Dogma in sich, und sei er noch so fundiert. Es ist das Dogma, das sich gerne über eine gleichwertige Ideologie stellt.
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    Eine spirituelle Erfahrung hingegen kann und will sich nie zum Dogma erheben. Es ist eine Erfahrung, aus der Stille heraus geboren. Diese Erfahrung ist für uns stärker und kraftvoller, als jegliche Ideologie, die von der Kanzel gepredigt wird.
    Sie ist gefüllt mit Inhalten der Sekbstreflektion, der mitunter bitteren Selbsterkenntnis, des eigenen Seins, des Ich’s. Diese Erkenntnis macht uns unerschütterlich, sie lässt uns den Wert des Lebens erkennen, sie lehrt uns, das Leben zu lieben.
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    „Das Leben lieben“ ist der unbeirrbare Ausgangspunkt, sich für Leben einzusetzen. Es ist für mich Ausgangspunkt für Widerstand gegen den Unsinn in unserer Politik. Dieser Weg kann nur ein Weg gegen Militarisierung, gegen Gewalt und sämtliche Unterdrückungsformen sein. Dieser Weg kann nur Freiheit bedeuten.
    Die Freiheit des Einzelnen ist nur solange richtig, wie sie die Freiheit des anderen nicht einschränkt.
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    Mein Fundament für meinen Widerstand ist ein altes chilenisches Lied: Gracias a la Vida.
  • Margit Geilenbrügge
    Antworten
    K.W. schlägt vor, dass die Akteure der „neuen Medien“ zusammenarbeiten: „Wir brauchen nicht immer einer Meinung zu sein. Aber es ist wichtig, dass wir uns verknüpfen und einen Dialog führen.“
    Dass scheint mir ein wichtiger Gedanke zu sein. Statt Konkurrenz wie im Kapitalismus üblich: Verbundenheit. In der Gemeinsamkeit liegt nicht nur Stärke, Zusammengehörigkeit hilft ja auch, die eigene jeweilige Besonderheit besser zu erkennen und zu entwickeln.
    Ich würde mich freuen, wenn Ihr so ein Bündnis hinbekämet.
  • Werner Niedermeier
    Antworten
    Interessantes Gespräch. Auf ein Problem möchte ich genauer eingehen, dem Unterschied zwischen den Menschen in den 80ern und den Menschen heute. Wir sind nach Wackersdorf gefahren, weil wir dort keine Wiederaufbereitungsanlage wollten. Weil wir uns einig waren, dass Atomkraft durch die ungeklärte Endlagerung eine Sache war, die ein Mensch mit klarem Verstand nicht verantworten konnte. Es war uns aber egal was und wer der Mensch neben uns war. Wir haben uns an den Händen gefasst und wir haben gemeinsam auch viel erreicht.

    Heute gibt es dieses Miteinander kaum noch. Ich werde als „Nazi“ beschimpft, weil ich das Gendern und den Netzfeminismus kritisiere. Meine Familie und ich mussten deshalb wochenlang jede Nacht Telefonterror ertragen. Ähnliches passiert auch, wenn ich sage, dass Meinungsfreiheit für alle gelten muss und nicht nur für diejenigen, die meine Meinung teilen.

    Ähnlich erging es mir, als ich nachgefragt hatte, warum man sich über Trumps Mauerpläne nach Mexiko aufregt, aber niemand etwas gesagt hat als Bush und Obama dort einen unüberwindlichen Zaun gebaut bzw. ständig erweitert hatten. Man beschimpfte mich als „Trumist“, weil ich die Kriegslust von Hillary Clinton angesprochen habe.

    Bevor wir große Dinge auf den Weg bringen, müssen wir erst wieder lernen, dass unser größter Gegner nicht irgendwelche Politiker sind, sondern wir mit dieser Unfähigkeit, auch mal andere Meinungen stehen zu lassen, wenn man schon zu keiner Einigung kommt. Ein Diskurs findet heute nicht mehr statt. Filterblasen sowohl im wirklichen Leben als auch im Internet sorgen dafür, dass wir uns nur noch mit Leuten umgeben, die so denken (und natürlich kaufen) wie wir, die die selben Feinde und Freund haben und die selben Vorurteile.

    Wenn wir endlich wieder dieses Schubladendenken im Kleinen überwinden, dann werden wir auch wieder Erfolg im Großen haben.

  • Bettina Beckröge
    Antworten
    Ich gebe dir vollkommen recht, Werner. Schubladendenken ist das letzte, was wir in derzeit benötigen.
    Wir leben in einer vernetzen Welt, und genau das können wir uns zu eigen machen. Nie zuvor war es so einfach, unses Ideen nach draußen zu tragen. Die Vernetzung besteht nicht allein im Digitalen. Das ist nur der Anfang. Insofern betrachte ich den HdS und vergleichbare Online Foren nur als Anfang eines großen Netzes, ein wertvolles Informationsnetz. Was wir hier über unterschiedlichste Artikel an Informationen erhalten, gilt es zu streuen, digital und Mund zu Mund. Jeder, der hier reinschaut hat einen online fähigen PC oder Smartephone. All die Informationen dürfen nicht versteckt HINTER den Schlagzeilen bleiben. Sie müssen raus, VOR die Schlagzeilen, auf die Schlagzeilen der Öffentlichkeit. Warum tun wir es nicht und schicken die Artikel raus in die Öffentlichkeit, da, wo sie hingehören? Ich mache es, seit geraumer Zeit. Es gibt oben in der Menüleiste einen wichtigen Button zum Teilen. es ist ganz schnell gemacht, ein Mausklick und ab in die Öffentlichkeit. ich scheue mich nicht, gewisse Artikel direkt in große politische Foren, auf Medien und Journalismus, einzlnen Parteien und Parteiabgeordneten, sowie den großen Medienträgern zu posten, wie der ARD, dem ZDF, der Zeit, der Süddeutschen und der TAZ. Sollen sie doch alle lesen, was hinter den Schlagzeilen diskutiert wird.
    Ich begebe mich inzwischen viel auf Demos, dort treffe ich Gleichgesinnte. Mit denen spreche ich und tausche mich aus. Dadurch erweitert sich das Netz. Ein gutes altes Fischernetz besteht aus Verknüpfungen. So ist es auch mit dem digitalen bzw. dem Mund zu Mund Netz. Ein geeigneter Verknüpfungsort könnten die Friedensinitiativen Deutschlands sein. Es gibt zahlreiche Friedensinitiativen.
    Austragungsorte könnten die Familie, Freunde, Schulen, Universitäten, alle öffentlichen Stellen etc. sein. Wer ganz mutig ist, ich bin es (noch) nicht, bewerbe sich doch mal in einer Talk-Show und breite seine Ideen aus. Wir und kein anderer sind die Stimme des Volkes. Genau dafür haben wir unsere Stimme einer Demokratie gegeben. Viele MitbürgerInnen machen es sich nicht bewusst, welche Macht ein Fußvolk auf der Straße haben kann. Davon gilt es, viele zu überzeugen. Dann werden künftig die Demonstrationen auch voller werden.
    .
    Die Stimme der Demokratie nicht die Politiker, die ganz oben in voller Abschirmung von der Öffentlichkeit tun, was sie wollen.
    Die Stimme der Demokratie sind wir, das einfache Fußvolk.
  • Marion Seidel
    Antworten
    Lieber Konstantin Wecker,dieser Artikel mit Ihrem Interview über die Weltsituattion und der Bewegung Aufstand der Leisen spricht mich sehr an und ich würde mich gerne mit Ihnen vernetzen und austauschen.Ich selber bin Opern und Konzertsängerin,dramatischer Sopran,bin auch sehr soirituell interessiert und lebe im Chiemgau.Ich würde mich über einen Kontakt zu Ihnen sehr freuen.Herzliche Grüße,Marion Seidel

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