Warum «Hinter den Schlagzeilen»?

 in DER BESONDERE HINWEIS

Es gibt wichtige Anliegen, die das gesamte eher links angesiedelte Spektrum der „alternativen“ Medien vereinen: den Widerstand gegen die alt-neue Kriegspolitik der NATO z.B., die Ablehnung von Rassismus, von Sozial- und Bürgerrechtsabbau. Diese Themen werden von vielen befreundeten Magazinen ausgezeichnet „bespielt“. Darüber hinaus hat HdS aber auch seine Besonderheiten, die wir nicht verstecken, sondern eher pflegen wollen. Und das ist gut so, denn als komplett „austauschbare“ Seite wären wir nicht so wichtig wie wir es sind. Roland Rottenfußer beschreibt das Profil von „Hinter den Schlagzeilen in 9 Thesen und bittet um Ihre Mithilfe.

Nicht konkurrieren, kooperieren. Seit seiner Gründung durch Konstantin und Annik Wecker verlinken wir Beiträge anderer guter Webseiten – neidlos, in Sinne unserer gemeinsamen Anliegen. Dadurch bieten wir einen guten Überblick, was in der „Szene“ geschrieben und gedacht wird.

Menschen sind nicht nur politische „Köpfe“, auch ihr Herz will angesprochen werden. Konstantin Wecker ist der emotionale und emotionalisierende Künstler schlechthin. In seinem Sinn darf auch Politik bei uns mit Herz und Leidenschaft gestaltet werden. „Trockenes“ Herbeten noch so richtiger Ideologien genügt uns nicht.

Kultur und Musik sind nicht nur „schöne Nebensachen“. Unsere Musik- und Kabarettvideos sowie die Kulturredaktion sind integraler Teil von „Hinter den Schlagzeilen“. Nicht nur unser Herausgeber inspiriert uns dazu, sondern auch die Überzeugung, dass Melodie und Vers wichtig sind, damit politische und humane Botschaften wirklich den ganzen Menschen ergreifen können. Darüber hinaus ist auch unpolitische Kultur „erlaubt“, weil sie das Herz öffnet und dabei hilft, unser Menschsein ganz zur Blüte zu bringen.

Es muss nicht immer alles bitter ernst sein. Humor kennzeichnet den Schreibstil vieler unserer AutorInnen, ebenso wie die Bild- und Musikredaktion. Kabarett und Satire haben bei uns einen größeren Stellenwert als in manchen anderen linken Medien. Damit es – in Anlehnung an einen alten Wahlslogan der Union – nicht heißen muss: „Freude oder Sozialismus“. Bei manchen recht grimmigen Witzen bleibt den LeserInnen jedoch vielleicht das Lachen im Halse stecken. Hinter guter Satire steckt oft die Trauer über den Abfall der Epoche vom Humanen, verbirgt sich die fast verzweifelte Bitte um eine menschlichere Welt.

Von Frieden sprechen alle, gerade heute braucht jedoch Pazifismus eine Stimme. Gewalt geht überwiegend von staatlichen Organen aus; wir folgen unseren Gegnern darin nicht und bekennen uns zu konsequenter Gewaltfreiheit. Das Ziel (Frieden) muss auch in den Mitteln gegenwärtig bleiben. Selbst auf die Gefahr hin, dass schnelle „revolutionäre“ Erfolge ausbleiben – wir bewahren unsere Menschlichkeit, und schon dies ist Widerstand.

Ein Magazin der Freiheit in freiheitsvergessener Zeit. Grundgesetzwidrig haben Politiker das „Supergrundrecht“ Sicherheit ausgerufen, schleifen Freiheits- und Bürgerrechte, wann immer sich eine Gelegenheit dazu bietet. Wir stellen uns dem entgegen, emanzipatorisch, libertär – ja: auch anarchisch. Diese bleierne Zeit braucht eine Rückbesinnung auf jene Werte, deren Fehlen die dunkle Zeit des Nationalsozialismus uns so dringend vor Augen geführt hat. Im Zweifel für die Freiheit!

Spiritualität: muss nicht, kann aber. Keiner unserer AutorInnen und LeserInnen ist verpflichtet, religiös zu sein. Viele sind es auch nicht. Wir leugnen aber, dass eine antispirituelle Einstellung zur weltanschaulichen Grundausstattung jedes wachen politischen Geistes gehören muss. Mystik, undogmatische Spiritualität, die das Innerste im Menschen berührt, macht die Verbundenheit allen Lebens erfahrbar. Sie erinnert an nicht-materielle Werte und hilft dem Einzelnen, sich durch Selbst-Besinnung destruktiven Zwängen und Manipulationen zu entziehen.

Der Kampf gegen das „Infame“ wurzelt in der Liebe zum Lebendigen. Der Schutz „der Umwelt“, darf nicht Abstraktion bleiben. Er erhält Nahrung durch die Sympathie mit konkreten Landschaften, Tieren und Pflanzen, mit Erde Wasser und Luft. Tierschutz ist die Ausweitung von Sozialismus und Humanität auf andere Spezies. Im Sinne der überaus vitalen Ausstrahlung der Lieder Konstantin Weckers bejahen wir nicht zuletzt das Leben selbst, lehnen alles ab, was unsere Lebendigkeit einschnürt, unterdrückt oder für destruktive Zwecke funktionalisiert.

„Es fruchtet kein Denken ohne die Tat.“  HdS belässt es nicht bei Analyse und Kritik – so wichtig diese sind. Wir informieren über Demonstrationen, Unterschriften- und Widerstandsaktionen und ermutigen zur Teilnahme. Auch konkrete Beispiele tätiger Solidarität werden von uns dokumentiert. Aufforderungen zu spenden, vor allem auch für unsere Aktion „GriechInnenhilfe“, sind der praktische „Arm“ unserer sonst notwendigerweise auf ihre diskursive Funktion beschränkten Webseite.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Vor einigen Monaten haben wir erstmals in diesem Forum dazu aufgerufen, für „Hinter den Schlagzeilen“ Geld zu spenden. Die Strukturen, um dies seriös abzuwickeln (einschließlich der Möglichkeit, Spenden von der Steuer abzusetzen) sind gegeben, es gab auch einen ersten Spendenschub. Und ich weise nochmals darauf hin: genau betrachtet handelt es sich nicht um „Spenden“, sondern um einen freiwillig bezahlten Preis für gelesene Artikel. Wir danken selbstverständlich allen bisherigen SpenderInnen ganz herzlich.

Festzustellen ist dennoch bis heute eine gewisse Scheu, für „Hinter den Schlagzeilen“ Geld zu spenden. Ein Grund dafür könnte z.B. sein, dass andere, karitative Zwecke wichtiger erscheinen. Ich verstehe das sehr gut. Ich gebe hier aber zu bedenken: Um für sehr bedürftige Menschen zu spenden, braucht es Plattformen, die ihrerseits Geld kosten (z.B. für die Schaffung und Aufrechterhaltung der technischen Voraussetzungen). Ebenso braucht es Menschen, die sich von der Arbeit für diese Plattformen, aber auch für die Organisation von Spendenaktionen, einigermaßen materiell erhalten können. Auch Helfer brauchen (ein bisschen) Hilfe, um weiter helfen zu können. Dasselbe gilt für idealistische Journalisten, die sich der Schaffung von Gegenöffentlichkeit aus Verantwortungsgefühl widmen.

Ein weiterer Grund für Spendenenthaltung könnte sein, dass unsere Leserinnen und Leser vielleicht zu große Geldsummen im Kopf haben. Man denke etwa an ein „Spiegel“-Abo, momentan für ca. 250 Euro im Jahr zu haben. „So viel“, könnten LeserInnen argumentieren, „kann ich für HdS nicht ausgeben, schließlich lese ich auch noch die Nachdenkseiten,  die Junge Welt usw., und alle betteln mittlerweile um Geld.“ Ich mache in diesem Zusammenhang einmal eine einfache Rechnung auf:

Wenn wir die LeserInnen abziehen, die wirklich kein Geld haben, jene, die schon gespendet haben und deshalb verständlicherweise sagen: „Es reicht“ und jene, die uns so selten besuchen, dass unser Weiterbestehen ihnen natürlich nicht besonders wichtig sind, dann bleiben geschätzt 4000 Leser. Es ist eine Schätzung, die nach oben oder unten abweichen kann – aus praktischen Gründen sind solche Zahlen nur schwer zu ermitteln. Wenn von diesen 4000 nur jede/r Vierte für HdS die Summe von 12,- Euro spenden würde (jährlich, nicht monatlich), kämen 12.000 Euro zusammen, ausreichend für den Fortbestand der Seite im Normalbetrieb.

Diese Summe wäre für die meisten verkraftbar, sie würde es sogar noch erlauben, zusätzlich für die Nachdenkseiten und die Junge Welt zu spenden. Und so manche/r könnte vielleicht auch etwas mehr Geld für HdS aufbringen, so dass wir daran denken könnten, endlich auch Autorenhonorare zu bezahlen.

Unsere Seite bietet monatlich derzeit etwa 40 große, von der Redaktion selbst erstellte Artikel an. Dazu Verlinkungen und Musikvideos, die einen Überblick über „alternative“ Kultur und politische Analyse im Netz bieten. Das ist rund das Doppelte des „Ausstoßes“ eines durchschnittlichen Special Interest-Monatsmagazins, das jedoch nicht 1 Euro monatlich kostet, sondern z.B. 5 oder 9 Euro, je nach Preiskalkulation. Wir sind nicht teuer, das heißt wir kosten, was Ihr bezahlen könnt und wollt. Und wer uns fördert, hilft nicht nur den „Machern“ dieser Seite, er ermöglicht auch den nicht so wohlhabenden Mitleserinnen und Mitlesern, sich weiter auf nicht stromlinienförmige Weise politische zu informieren.

Unser Vorschlag berechnet also durchaus schon mit ein, dass sich das Leseverhalten der meisten Menschen heutzutage stark „diversifiziert“ hat. D.h. LeserInnen halten nicht mehr z.B. der „Süddeutschen Zeitung“ lebenslang die Treue, sondern schnuppern mal in diesem, mal in jenem Magazin, surfen im Netz munter zwischen den Blogs hin und her. Dieses Verhalten verstehen wir, wir machen es ja selbst ähnlich. Dennoch gibt es da Seiten und Medien, die wir besonders schätzen, zu denen wir immer wieder zurückkehren, die quasi zum „Rückgrat“ unserer Meinungsbildung gehören. Wir hoffen, Für Euch gehört HdS dazu.

Daher rufen wir Euch heute dazu auf, in möglichst großer Zahl kleine Summen zu spenden (wobei größere nach wie vor nicht verboten sind ;-). Es hilft dieser Seite (und damit uns allen), ohne Euch über Gebühr zu belasten.

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, uns per Spende zu helfen:
1. durch Einmalspende in beliebiger Höhe, die wiederholt werden kann, jedoch nicht muss;
2. durch Dauerspende, die von Euch als Dauerauftrag eingerichtet werden kann. Das entspricht dem Abonnement einer Zeitschrift.

Hier zum Abschluss noch einmal unsere Spendenkontonummer:
Inhaber: IHW

IBAN DE 09 2605 0001 0056 0608 74
BIC: NOLADE 21GOE
Stichwort: HdS

Sparkasse Göttingen

Spendenbescheinigungen auf Wunsch bei:
Peter Latuska
Theodor Heuss Str. 14
37075 Göttingen
Email: latuskalatuska@web.de

 

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