Warum nicht gleich ganz Athen?

 in Politik (Inland), Spiritualität
Wird Santorin nun in "Warren Buffett Island" umbenannt? Und wem gehören die Menschen auf der Insel - auch ihm?

Wird Santorin nun in „Warren Buffett Island“ umbenannt? Und wem gehören die Menschen auf der Insel – auch ihm?

Auf Ihrem Privatbesitz – z.B. im Garten oder im Wohnzimmer – möchten Sie doch sicher, dass sich Gäste an Ihre Regeln halten!? Sie werden nicht dulden, dass Leute, die sich dort aufhalten, demokratisch darüber abstimmen, was zu geschehen hat. Schließlich ist es IHR Eigentum. Genauso geht es natürlich den neuen Besitzern Griechenlands – zumindest von Teilen davon: Inseln und Häfen z.B. „Starinvestoren“ fallen nun über das gebeutelte Griechenland her – was für eine Berufsbezeichnung übrigens. Und sie entdecken: nicht etwa bezaubernde Schönheit, überwältigende Naturwunder, beeindruckende Kulturschätze – nein: „Investitionsobjekte“. Nun wird auch klar, worauf das ganze griechische Theater eigentlich hinausläuft. Konstantin Wecker wird da recht bitter – und er erinnert daran, dass Deutschland vor Jahrzehnten wesentlich gnädiger behandelt wurde.

Liebe Freunde,

„Günstige Inseln: Warren Buffett kauft sich in Griechenland ein. Warren Buffett hat ein Gespür für gute Geschäfte. Nun hat der US-Starinvestor Griechenland als Investitionsobjekt entdeckt und sich eine Insel in der Ägäis gekauft.“ (SPIEGEL online)
Wie wärs mit der Akropolis, Herr Buffett. Oder warum nicht gleich ganz Athen, dann kann man Eintritt verlangen und die Menschen wie im Zoo ausstellen. Am besten bei der Fütterung.

Frau Merkel, Herr Schäuble – ist es das was Sie wollten? Hatte dieses demütigende, mit gekaufter Propaganda veranstaltete Affentheater ausschließlich diesen Zweck: Ein ganzes Land zu verscherbeln an ein paar superreiche Zocker und Konzerne?
Weil ja, wie Sie immer predigen, der freie Markt von alleine alles regelt. Fragt sich nur für wen:

Im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums von Davos prangerte die Hilfsorganisation Oxfam die wachsende Ungleichheit in der Welt an. Ihrer Auswertung zufolge besitzen die 85 reichsten Menschen auf diesem Globus ebenso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Das war 2014. Jetzt sind es nur noch knapp über 60 MilliardärInnen.

Beamte aus den drei Institutionen IWF, EZB und Europäischer Kommission – der Troika – agieren ohne parlamentarische Kontrolle. Sie zwingen Staaten zu Sparmaßnahmen, die das soziale Gefüge gefährden und tief in das Leben von Millionen Menschen eingreifen.

Ihnen geht es ausschließlich darum, den Warren Buffetts den Weg zu ebnen. Wir bräuchten Politiker, die das verhindern. Keine Lobbyisten der Milliardäre.

P.S:
„Deutschland ist Schuldenkaiser: Nach der Schadenshöhe im Vergleich zur Wirtschaftsleistung gerechnet ist Deutschland der größte Schuldensünder des 20. Jahrhunderts – wenn nicht überhaupt der jüngeren Finanzgeschichte.“ Sagt der Wirtschaftshistoriker Albrecht Ritschl im Interview mit dem Spiegel am 21.06.2011. Am 27. Februar 1953 unterzeichneten zahlreiche Länder das Londoner Schuldenabkommen – darunter auch Griechenland. Damals hat man Deutschland geholfen, das müssten unsere Medien den Menschen immer wieder ins Gedächtnis rufen.

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