Der besondere Hinweis:

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Europa – das höllische «Gelobte Land»

Foto: Majestic/zero one film / Peter Indergand

Der Dokumentarfilm-Regisseur Markus Imhoof („More than honey“) nimmt sich in seinem neuen Werk des Flüchtlingsthemas an. Schonungslos realistisch, in verstörenden, meist unkommentierten Bildern analysiert er subtil die Mechanismen globaler Ausbeutung. Bilder einer Welt, die selbst politisch interessierte Menschen sonst nur erahnen können, in die aber normalerweise niemand so schmerzhaft deutlich hineinleuchtet. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Unser schauriges Abendland

Prof. Jürgen Wertheimer

Friedenspolitik, die gelingen soll, bedarf vor allem einer realistischen Selbsteinschätzung. Der Tübinger Literaturprofessor Jürgen Wertheimer ist kein Mann der Elfenbeintürmelei und der um sich selbst kreisenden interpretatorischen Zergliederungsbemühungen. Mit ihm und seinen flammenden, teilweise zornigen, dabei immer von tiefer Humanität getragenen Reden wird Literatur zu einem emotional aufwühlenden und auch politisch stets relevanten Ereignis. Manchmal greift er auch direkt ins politische Geschehen ein, wie bei einer Veranstaltung zum 30. Bestehen der Gesellschaft Kultur des Friedens, u.a. mit Konstantin Wecker und Mikis Theodorakis. In seiner Rede in der Tübinger Stiftskirche am 8. Mai 2018 wendet sich Wertheimer gegen weich zeichnende Friedens-Flausen der Art „Der Friede beginnt in dir“ und konfrontiert seine Zuhörerschaft mit der bitteren Realität – nicht ohne Vorschläge zu machen, was wir alle jetzt und hier besser machen können. (Jürgen Wertheimer) (mehr …)

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AufRuhr

Kinderzeichnung anlässlich des „AufRuhrs“

Der Arbeitskampf gegen die Schließung von Krupp in Rheinhausen 1987-88. „Wenn’s an der Ruhr brennt, reicht das Wasser im Rhein nicht zum Löschen!“ Der wahrscheinlich bedeutendste Arbeitskampf in der deutschen Nachkriegsgeschichte ist ein Lehrbeispiel dafür, was Solidarität bewirken kann. Ein Jahrzehnte andauernder sozialer Frieden und relativer Wohlstand in der Region wurde im Zuge von Globalisierung und „Umstrukturierung“ von den Arbeitgebern kaputt gemacht. Aber der Widerstand, der sich formierte, reichte weit über den Kreis der unmittelbar Betroffenen hinaus. Frauen, Schüler, Kulturschaffende und Menschen aus allen Gesellschaftsschichten setzten sich für den Erhalt der Arbeitsplätze an der Ruhr ein. Die Autorin verknüpft die Geschichten um den großen sozialen Aufruhr mit einem Überblick über die wechselhafte Historie der Firma Krupp. Ihr kenntnisreicher, mit Herzblut geschriebener Artikel ist zugleich an Appell an uns heutige, uns von ökonomischen „Machthabern“ nicht immer alles gefallen zu lassen. (Ellen Diederich) (mehr …)

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Wider den Gehorsam!

Ergriffen „ja“ rufendes Publikum bei Goebbels Sportpalastrede, 1943

Das Wort „antiautoritärer Charakter“ ist aus der Mode gekommen, das Phänomen selbst keineswegs. Vor über 100 Jahren begannen einzelne Psychoanalytiker, sich für die Ursachen von Macht und Unterwerfung zu interessieren. Sie erforschten Entstehungsbedingungen und Auswirkungen dessen, was später „autoritärer Charakter“ genannt werden sollte. Wenn heute in der Sozialwissenschaft nach den Ursachen des europäischen „Rechtsrucks“ gefragt wird, spielt dieses Konzept kaum noch eine Rolle. Dies jedoch keinesfalls, weil es „veraltet“ wäre. Kapitalismus, Entdemokratisierung und Kriegstreiberei sind nach wie vor undenkbar ohne die Massen von Menschen, die nach oben buckeln und nach unten treten wollen.Nur die Methoden, wie dies herbeisozialisiert wird, haben sich zu Teilen verändert. (Andreas Peglau) (mehr …)

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Die CSU-Arroganz, die eine starke Polizei braucht

In Bayern demonstrierten letzte Woche 30.000 Menschen gegen das Vorhaben der CSU, die Polizei mit überzogenen Kompetenzen auszustatten. Der bayerische Innenminister fragt sich indes, wieso so viele Menschen zu Opfern von Lügenpropaganda werden können. Die Gefahr von rechts hat drei Buchstaben: Und die buchstabieren sich nicht mit A-f-D. (Quelle: Neulandrebellen)
https://www.neulandrebellen.de/2018/05/die-csu-arroganz-die-eine-starke-polizei-braucht/

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Franz Josef Degenhardt: Befragung Eines Kriegsdienstverweigerers


Eine launige Satire des Großmeisters mit durchaus ernstem Hintergrund. Kriegsdienstverweigerung, das eigentlich selbstverständliche Recht, nicht töten oder sterben zu wollen, wurde damals nämlich als bürokratisches Spießrutenlaufen inszeniert und war staatlicherweise nicht wohl gelitten. Es brauchte gute Nerven und Vorbereitung, um Ersatzdienst machen zu „dürfen“.

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Stellt sich der DGB nunmehr auf die Seite Griechenlands?

113. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Die gute Nachricht ist, dass über Wolfgang Schäuble in puncto Griechenland schon länger nichts Negatives mehr zu berichten war; die schlechte ist: es liegt nur daran, dass er nicht mehr deutscher Finanzminister ist. Ob mit dem SPD-Nachfolger Olaf Scholz Besserung in Sicht ist, müssen wir erst sehen. Positiv ist auf jeden Fall die Stellungnahme des DGB-Vorstands vom 13. April zum Thema Griechenland, weshalb Holdger Platta dieser in seinem Bericht auch breiten Raum gibt. Die Gewerkschaftsgenossen, die sich früher im Fanblock des Menschenverelendungsprogramms Hartz IV wohlfühlten, geben sich hier moderat kritisch und fordern eine Abkehr vom tödlichen „Reform“-Zwang gegenüber Griechenland. (Holdger Platta) (mehr …)

Nur wer sich öffnet, kann sich spüren.
(Konstantin Wecker)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

Frohe Weihnachten in unfroher Zeit

Dickens-Figur Scrooge

Wie in drei Festtagsfilmen das Böse des Kapitalismus überwunden wird. Alle Jahre wieder rühren drei Filme, die bevorzugt zur Weihnachtszeit ausgestrahlt werden, die Fernsehzuschauer zu Tränen. Es handelt sich um „Ein Weihnachtslied“ (in verschiedenen Versionen verfilmt nach der gleichnamigen Großerzählung von Charles Dickens), um „Ist das Leben nicht schön?“ (einen Film von Frank Capra, gedreht im Jahre 1946) und um „Der kleine Lord“ (einen Film der britischen BBC aus dem Jahre 1980, nach einem Kinderroman der Autorin Frances Hodgson Burnett). Und der Autor dieses Beitrags nimmt sich von dieser Rührung keineswegs aus. alle diese Filme erzählen uns auch – in verschiedenen Varianten – die Geschichte von einem glückhaften Sieg über den Kapitalismus. Ein Anlaß also, über all diese Filme zu spotten? (Holdger Platta) (mehr …)

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