Der besondere Hinweis:

Sage Nein!

Konstantin Wecker schreibt zu seiner neuen CD: Liebe Freundinnen und Freunde, in den letzten Monaten ging es mir wie Heinrich Heine, der in seinen „Nachtgedanken“ im Exil dichtete: „Wenn ich an Deutschland denke in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ Die unmenschliche Barbarei der neuen und alten Nazis auf der Straße wie in Chemnitz, aber auch der deutschen Regierung und der EU im Umgang mit Flüchtlingen macht mich extrem wütend: Es ist eine Bankrotterklärung für unsere Gesellschaft, wenn allein in den letzten Monaten tausende Kinder, Frauen und Männer auf der Flucht vor Hunger, Krieg, Folter und Umweltzerstörung im Mittelmeer ertrinken oder in den Wüsten Afrikas verdursten mussten. Anstatt Leben zu retten, kriminalisieren die Regierenden die Seenotretter. (mehr …)

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Was bedeutet es, wenn zwei Geldautomaten verschwunden sind?

142. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Not leidende Banken“ – dieser Begriff ist während der Finanzkrise in Deutschland zum eher ironisch gebrauchten geflügelten Wort geworden. Banken setzen knallhart ihre Interessen durch, geben sich aber gern wehleidig, wenn es mal nicht so klappt mit dem Profitieren. Dann soll der Steuerzahler ran. In Griechenland scheint es den Banken aber infolge der desaströsen EU-Verarmungspolitik tatsächlich schlecht zu gehen. Geldautomaten werden abgebaut, und das kann bedeuten: Menschen haben zwar theoretisch Anspruch auf ihr Erspartes, müssen aber weit reisen, um der Gnade teilhaftig zu werden, es auch tatsächlich ausgezahlt zu bekommen. Zum Glück haben viele unserer Leserinnen und Leser begriffen: Not leidend sind vor allem Menschen – und zur Hilfe sind wir alle aufgerufen. (Holdger Platta) (mehr …)

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«Es ist ja sowieso zu spät»

Warum wir nicht in Pessimismus versinken sollten. Die Situation unseres Ökosystems ist desaströs. Es erscheint nicht sicher, ob die Katastrophe überhaupt noch aufzuhalten ist. Ganz gewiss hilft es aber nichts, wenn diejenigen, die die Gefahr erkannt haben, nicht einmal das tun, was sie tun könnten, um sie abzuwenden. Wir brauchen wieder mehr Mut und sollten ihn uns gegenseitig machen. (Imago) (mehr …)

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Herbert Grönemeyer: Fall der Fälle


„Es bräunt die Wut“ singt das Deutschrock-Urgestein. Und: „Keinen Millimeter nach rechts“. Er singt aber auch von Widerstand, der damit beginnt, dass jemand sich selbst bewahrt, quasi die Grenzen seiner Seele bewacht. Grönemeyer, der bei der #Unteilbar-Demo dabei war, ist ein verlässlicher Antifaschist. Als nach der Wende die ersten Asylantenheime brannten, hielt er mit „Die Härte“ dagegen.

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Ist Vertrauen ein gefährliches Gefühl?

Nicht vertrauenswürdig: In Shakespeares Stück trickst Jago Othello aus.

Vertrauen erodiert – nicht erst seit dem Fall „Maaßen“. So gut wie alle Institutionen – Parteien, Unternehmen, Banken, Kirchen – haben in jüngerer Zeit an Vertrauen eingebüßt, und auch im privaten Bereich sind Verlässlichkeit und längerfristige Bindungen Mangelware. Umso häufiger wird das schmerzlich Fehlende in Sonntagsreden beschworen.  Verlangen wir einfach zu viel, und wäre eine Kultur des Misstrauens gesünder, weil weniger mit dem Risiko von Enttäuschungen behaftet? Der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer findet: Die Dichter kommen der Wahrheit über Vertrauen meist näher als die schwankenden Gestalten der so genannten Realität. (Heute spricht Prof Wertheimer in München zum Thema „Anatomie des Vertrauens – Ist Vertrauen ein gefährliches Gefühl?“ Nähere Angaben unter dem Artikel.)

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Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

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Was bedeutet es, wenn zwei Geldautomaten verschwunden sind?

142. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ „Not leidende Banken“ – dieser Begriff ist während der Finanzkrise in Deutschland zum eher ironisch gebrauchten geflügelten Wort geworden. Banken setzen knallhart ihre Interessen durch, geben sich aber gern wehleidig, wenn es mal nicht so klappt mit dem Profitieren. Dann soll der Steuerzahler ran. In Griechenland scheint es den Banken aber infolge der desaströsen EU-Verarmungspolitik tatsächlich schlecht zu gehen. Geldautomaten werden abgebaut, und das kann bedeuten: Menschen haben zwar theoretisch Anspruch auf ihr Erspartes, müssen aber weit reisen, um der Gnade teilhaftig zu werden, es auch tatsächlich ausgezahlt zu bekommen. Zum Glück haben viele unserer Leserinnen und Leser begriffen: Not leidend sind vor allem Menschen – und zur Hilfe sind wir alle aufgerufen. (Holdger Platta) (mehr …)

Es ist eine grenzenlose Welt
in der ich leben will.
(Konstantin Wecker)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

Auf dem Weg in einen „kalten Faschismus“?

Obdachlose, Frankfurt

Erinnern zwischen Abwehr und Alarmismus. Oder: Schwierigkeiten bei der vergangenheitsbezogenen Analyse der Gegenwart. Darf man heutige politisches Missstände mit dem Nationalsozialismus vergleichen oder beleidigt dies die damaligen Opfer? Muss man es sogar, um aufzuklären, zu warnen und die Lehren aus der Geschichte richtig zu ziehen? Wenn ja, welches sind die deutlichsten Anzeichen für einen wieder heraufdämmernden Faschismus? Ist es übertrieben, auch das Menschenverelendungsprogramm Hartz IV in diesem Zusammhang zu erwähnen? Der Autor zeigt mit seinem Aufsatz, dass sich Geschichte durchaus wiederholen kann, nur in veränderter Form. Und nur, wenn wir es zulassen. (Holdger Platta) (mehr …)

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