Der besondere Hinweis:

3

Land unter

Unser Magazin „Hinter den Schlagzeilen“ hat Steherqualitäten bewiesen: angesichts des starken politischen Gegenwinds wie auch der immer noch finanziell prekären Lage. Die sich häufenden Krisen der Gegenwart bedürfen der unabhängigen Analyse und eines geistigen Gegengewichts, damit sich die jetzt schon beobachtbaren totalitären Tendenzen nicht verfestigen. Aus dem freien Wort kann auch der gewaltfreie Widerstand der Tat hervorgehen. Leider hat sich die finanzielle Lage unseres Magazins in den letzten Monaten nochmals verschlechtert, sodass wir in naher Zukunft weiter kleine Brötchen backen müssen. Ja mehr noch: Es ist zu befürchten, dass nur noch Brotkrumen für diejenigen übrigbleiben, die diese anspruchsvolle Arbeit Tag für Tag leisten. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser deshalb um Spenden, die den Fortbestand dieses Projekts sichern können. Roland Rottenfußer (mehr …)

0

Die Beerdigung der Menschenrechte

… und ein Völkermord mit Ansage. Vor 75 Jahren, am 10. Dezember 1948 verabschiedete die UN-Vollversammlung die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR), „eines der großen Dokumente der Weltgeschichte“, so die ehemalige UN-Menschenrechtskommissarin Mary Robinson. Die AEMR definiert die Rechte, die allen Menschen von Geburt an uneingeschränkt zustehen, unabhängig von Faktoren wie Herkunft, Geschlecht, Religion oder politischer Überzeugung.  In den 30 Artikeln werden u.a. das Recht auf Leben, das Recht auf die Abwesenheit von Sklaverei und Folter, die Versammlungsfreiheit sowie die Gleichheit vor dem Gesetz festgeschrieben. Einige Rechte wie z.B. das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit werden bei uns zunehmend eingeschränkt. Das verankerte Recht auf Leben scheint derzeit überhaupt nicht mehr zu gelten. UN-Generalsekretär Antonio Guterrez sagte kürzlich, dass es nicht mehr um Menschenrechte geht, sondern um Menschlichkeit! Mit anderen Worten, die Menschenrechte sind außer Kraft gesetzt. Was für eine furchtbare Bankrotterklärung im 75. Jahr der Erklärung! Annette Groth
(mehr …)

0

Armes Deutschland

Die Einkommensschere geht immer weiter auf — den einfachen Leuten geht es immer schlechter. Wir hören es eigentlich schon seit Jahrzehnten: Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Und — Überraschung! — zwischen beiden Faktoren besteht ein Zusammenhang. Viel Zeit ist vergangen, und die Dinge haben sich geändert: zum Schlechteren. Das Abwürgen der Wirtschaft durch die Corona-Maßnahmen, der Energiepreisschock, das Abwandern ganzer Wirtschaftszweige in Länder, wo bessere Bedingungen herrschen … Diese und andere Faktoren kommen einer bewussten, zumindest fahrlässigen Sabotage an einer einst blühenden Volkswirtschaft gleich. Und wo es uns nicht schlecht genug geht, werden Tausende Menschen ins Land geholt, denen es noch schlechter geht. Neue Schichten von Verelendeten entstehen. Wie kann das geschehen, wo gleichzeitig Stress und Arbeitsverdichtung herrschen und die Automatisierung der Produktionsabläufe die Menschen eigentlich entlasten müsste? Eine Erklärung dafür lautet: Zu viel Arbeitszeit und Geld versanden in nutzlosen bis eher schädlichen Projekten. Christian Kreiß (mehr …)

0

So überwinden wir Spaltung – Punkt.PRERADOVIC mit Jürgen Fliege


Corona, Klima, Ukraine und jetzt Nahost. Mit jedem großen Thema vertieft sich die Spaltung in Deutschlands Gesellschaft, selbst verbundene Corona-Kritiker bekämpfen sich inzwischen mit den Mitteln, unter denen sie selbst gelitten haben. Und es herrscht der Druck, sich zu positionieren, ob Ahnung oder nicht. Warum ist das so und wie kommen wir da raus? Ich habe eine andere Perspektive als die politische gesucht und den Pfarrer Jürgen Fliege gefragt. Er ist überzeugt, mangelnde Spiritualität und Angst nimmt uns Vertrauen und Selbstvertrauen, macht aggressiv und zerstört das Miteinander. „Wir vertrauen nicht mehr auf unser eigenes Urteil, wenn uns andere sagen: Das ist falsch. Deine Erfahrungen interessieren niemanden mehr“. Ein Gespräch über Wege aus der Spaltung abseits der Politik…

0

Die Bürgergeld-Armutsspirale: Dispo gekündigt, Handy kaputt, Hungertage

Sie überlegen, ob Sie mit dem Bürgergeld ganz gut hinkommen würden? Unsere Kolumnistin Janina Lütt erklärt, wie das Geld erst ausreicht – aber dann ein kaputtes Handy und ein übersehenes Abo langsam, aber sicher in die Armut ziehen. (Quelle: Freitag)
https://www.freitag.de/autoren/janina-luett/die-buergergeld-armutsspirale-dispo-gekuendigt-handy-kaputt-hungertage

0

Klare Fronten

Doch kein grünes Licht für Pressesubventionen: Die Ampel setzt nach dem Schuldenbremse-Urteil des Bundesverfassungsgerichts beim Haushalt 2024 andere Prioritäten, wie am Freitag bekannt wurde. Dass die Zustellung von Zeitungen im ländlichen Raum bald mit Steuergeldern unterstützt wird, steht trotzdem außer Zweifel. Alles andere würde gegen den Koalitionsvertrag verstoßen. Wenn das Subventions-Tabu gefallen ist, dürfte es dem Journalismus der Leitmedien noch schwerer fallen, von Unabhängigkeit zu sprechen und sich als vierte Gewalt zu inszenieren. (Quelle: Multipolar)
https://multipolar-magazin.de/artikel/klare-fronten

3

Der weinende Dritte

Deutschlands Verhalten im Nahost-Konflikt ist auch der Versuch, die Schuld am Holocaust zu „bewältigen“ – allerdings werden aus dieser oft die falschen Schlussfolgerungen gezogen. Netanjahu? Biden? Chamenei? Hamas-Führer Ismail Haniyya? Nein, der für Deutschland wichtigste Politiker, an den im Zusammenhang mit dem israelisch-palästinensischen Dauerkonflikt zu denken ist, ist seit fast 80 Jahren tot: Adolf Hitler. Einerseits wirkten die grauenhaften Erfahrungen des Holocaust beschleunigend auf die Staatsgründung Israels im Jahr 1948 und auf den Zuzug vieler Schutz suchender Juden; andererseits bestimmt der Schatten Hitlers bis heute das Verhalten aller Deutschen zu Israel. Sei es, dass argumentiert wird, „gerade wir Deutschen“ müssten uns angesichts des blutigen Überfalls der Hamas am 7. Oktober 2023 bedingungslos an die Seite Israels stellen; sei es, dass die besondere Verpflichtung der Deutschen zum Schutz aller unterdrückten Minderheiten, also auch der Palästinenser, beschworen wird. Deutsche tun nie etwas „einfach so“; sie tun es immer auch „angesichts der Geschichte“. Teils wirkt das achtsam, teils verkrampft, oft schießt es deutlich über das sicher ehrbare Ziel hinaus. Mittlerweile ist ein Dilemma entstanden, das unlösbar scheint, weil die zwei wichtigsten Aufarbeitungsstrategien der Nachkriegszeit einander fundamental widersprechen. „Gerade wir Deutschen“ mussten ja in den letzten Jahren viele Flüchtlinge aus muslimischen Ländern hereinlassen, die sich dann als Antisemiten erwiesen haben. Dies führte zu Übergriffen auf Juden, zu deren Schutz „gerade wir Deutschen“ in besonderem Maß verpflichtet sind. Ähnlich widersprüchlich die deutsche Haltung im Konflikt zwischen Israel und der Hamas. Es scheint fast, als würde sich Deutschland in seinem Bemühen, diesmal ganz besonders korrekt zu handeln, in immer neue Schuld hineinbüßen. Mit jedem Versuch, uns strampelnd aus dem Treibsand der Schuldverstrickung zu befreien, zieht es uns tiefer hinab. Helfen kann hier nur ein Bewusstsein für die kollektivpsychologischen Hintergründe des Geschehens. Helfen kann auch das entschlossene Bekenntnis zu universeller Menschlichkeit, was bedeutet: bedingungsloses Eintreten für die Opfer, egal welcher Herkunft. Helfen können konsequenter Gewaltverzicht und die Erkenntnis, dass immer einzelne Menschen, nie ganze Völker „böse“ oder „schuldig“ sein können. Roland Rottenfußer

(mehr …)

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

0

Aufatmen heute, wenn auch etwas verspätet

46. Bericht zu „Patenschaft für Panagiota“. Manches sah während der letzten zehn Tage etwas besser aus als in den Wochen davor. Dank dafür allen, die zu einer gewissen Erleichterung beigetragen haben. Konkretes dazu erfahrt Ihr in meinem neuesten Bericht. Freilich ist auch dieses wahr: Wirkliche Problemlösung, gerade auch für die Notleidenden, um die wir uns kümmern, zeichnet sich immer noch nicht ab. Holdger Platta (mehr …)

Die Kunst ist eine

Tochter der Freiheit

(Friedrich Schiller)

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

3

Faschismus in der Bundesrepublik?

Fenster, Lager Auschwitz Birkenau

Einige Überlegungen zum Thema „Vergleichen/Gleichsetzen“ von Drittem Reich und Bundesrepublik sowie zu den Konsequenzen daraus. Nicht ohne Grund veröffentlichen wir heute noch einmal einen Artikel von Holdger Platta aus dem Jahre 2015. Unser Eindruck ist, dass wieder einmal einigen Rechtsschützern der Bundesrepublik Deutschland die Nerven durchgehen und von diesen wackeren Streitern für unsere Demokratie wieder einmal nicht unterschieden wird zwischen legitimer (und erforderlicher!) Kritik am Abbau von Menschenrechten in diesem Land und vermeintlich überzogenen Vergleichen der Geschehnisse und Prozesse bei uns – seit Jahren schon – mit der Endphase der Weimarer Republik, mit einem Staatswesen, das schon längst Republik nicht mehr war und nur noch von sogenannten Präsidialkabinetten regiert wurde, von rechtsbürgerlichen Politikern, die jeweils vom Alt-Monarchisten Paul von Hindenburg an die Schalthebel der Macht bugsiert wurden und dort, an der Staatsspitze ihr Unwesen treiben durften. Selbstverständlich ist der Strafbefehl gegen Professor Rudolph Bauer Anlass für diese Wiederveröffentlichung, gegen einen radikaldemokratisch-engagierten Publizisten, der auch bei uns schon zahlreiche Artikel veröffentlicht hat. Aber lest selbst, was von solch staatsfrommen Überreaktionen gegenüber besorgten und mahnenden Kämpfern für die Aufrechterhaltung der Grundrechte in unserem Land zu halten ist. Holdger Platta hat in einer sehr differenziert argumentierenden Analyse dieses Thema zum Gegenstand seines Beitrags gemacht. Wann darf man von Parallelen heute und damals sprechen, wann muss man es sogar? HdS-Redaktion (mehr …)

Start typing and press Enter to search