Der besondere Hinweis:

Die Welt brennt, bitte helft uns löschen!

Konstantin Wecker, München 2019

Konstantin Wecker bittet um Spenden für die weitere Finanzierung unseres Magazins „Hinter den Schlagzeilen“. Er weist auf die Bedeutung alternativer Medien in Zeiten haarsträubender „Alternativlosigkeiten“ hin und macht auf die Burnout-Gefahr bei den Mitarbeitern aufmerksam. „Der Himmel über Deutschland und der Welt kann politisch nur aufklaren, wenn es auch weiter aufklärende Medien gibt.“  Konstantin Wecker (mehr …)

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Bücher neu gelesen: Der Mythos von Freiheit und Abenteuer

Das Cover der Neuausgabe des Romans „Die Abendröte im Westen“ von Cormac McCarthy. Foto: Rowohlt Taschenbuch Verlag

Der Junge hat keinen Namen: „Seht das Kind. Der Junge ist blass und mager, trägt ein dünnes, zerschlissenes Leinenhemd.“ Den Protagonisten von Cormac McCarthys Roman Die Abendröte im Westen erwartet weder Mitleid noch Erlösung, sondern ein höllischer Teufelsritt. Es ist die Zeit der amerikanischen Expansion nach Westen, die Zeit der „Indianerkriege“, wie es bis heute häufig völlig verwirrend und verharmlosend heißt. McCarthys Buch ist ein Weltuntergangsepos, ein Blutrausch, und es rechnet schonungslos mit dem Mythos von Freiheit und Abenteuer ab. Ein sprachlich und inhaltlich großartiger Roman von 1996. Und ein politisch hoch aktuelles literarisches Werk über Völkermord und Vernichtung, das es verdient, wieder neu gelesen zu werden. Michael Backmund
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Krieg, Bürgerkrieg oder Militärdiktatur

Prof. Mohssen Massarrat

Die Entwicklung des US-Iran-Konflikts nach der Ermordung von Ghassem Soleimani. Die Ermordung von Ghassem Soleimani auf Befehl von Donald Trump war eine offene Kriegserklärung der USA an Iran. Diesen von vielen Kommentatoren geteilten Einschätzung kann man ohne Wenn und Aber zustimmen. Mit der Ermordung des hochrangigen iranischen Generals verfolgen Kriegstreiber und Hegemonialkräfte der USA weiterhin, ihr Projekt des amerikanischen Jahrhunderts voranzubringen. Dazu gehört das Ziel, die vollständige Kontrolle über den Mittleren Osten und dessen für die US-Hegemonie existenzielle Ölressourcen niemals aus der Hand geben zu wollen. Dass die Ermordung des iranischen Generals eine völkerrechtswidrige und menschenrechtsverletzende Handlung war, steht außer Zweifel.  Mohssen Massarrat (mehr …)

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„Macht der Straße – Kampf um die Zukunft. Die Systemfrage beantworten.“

Radio-Flora-Sendung zur Rosa-Luxemburg-Konferenz vom 11. Januar 2020. Die diesjährige 25. Rosa-Luxemburg-Konferenz, die von der Redaktion der „Jungen Welt“ ausgerichtet wird, wurde mit ihrem Kampfgeist und ihrer thematischen Vielfalt dem Jubiläum durchaus gerecht. Unter dem Motto der Veranstaltung waren in einem vielfältigen Programm schwerpunktmäßig die Kampfbereiche Kolonialismus und Korruption mit Beispielen aus dem Libanon und Lateinamerika sowie Rassismus gegen Schwarze in den USA vertreten ebenso wie neoliberale Politik mit dem Abbau des sozialen Netzes derzeit in Frankreich. Radio Flora, Redaktion und Moderation: Axel Kleinecke Link zum Podcast hier. (mehr …)

Griechenland
braucht unsere
Hilfe!

Weiterhin flüchten Arbeitslose aus Griechenland – stattdessen kommen die Reichen

200. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Kyriakos Mitsotakis, der rechtskonservative Ministerpräsident, versprach seinen Landsleuten fürs neue Jahr eine prima Politik – und tut das genaue Gegenteil. Ein weiteres Mal geht es also um Sozial- und Wohnungspolitik, um Politik gegen die Armen und für die Reichen, um Politik, die auf einen Ausverkauf des östlichen Mittelmeerstaates hinauszulaufen droht. Wiederum also zahlreiche Informationen zu den neuesten Entwicklungen in Griechenland. Und wiederum das neueste Spendenergebnis für unsere Hilfsaktion. Holdger Platta (mehr …)

Wo aber das Mögliche

unsere Welt krank gemacht hat,

wie sollte sie wieder gesunden,

wenn nicht durch das „Unmögliche“?

(Roland Rottenfußer)

 

Hinter den
Schlagzeilen
Klassiker

„Gerne wieder Krieg!“

Mit der Berufung Ursula von der Leyens zur EU-Kommissionspräsidentin dürfte die Militarisierung Europas weiter voranschreiten. Ursula von der Leyen wurde in diesem Jahr ins höchste Amt der EU gehievt. Schon vor ihrer Amtseinführung schwärmte die Presse von einer mitreißenden Rede, in der die Heilige Uschi der Schlachtfelder mehr Klimaschutz gefordert hätte. Keine Rede mehr von dem demokratiewidrigen Verfahren, mit dessen Hilfe sie ausgewählt wurde. Keine Rede davon, dass die Deutsche, die bewiesen hat, dass auch Frauen Krieg „können“, die Lieblingskandidatin des rechten Ostens Europas gewesen ist. Vor allem aber scheint sich niemand daran zu stören, dass von der Leyen die aggressive Kriegspolitik der NATO über Jahre mitgetragen und mitgestaltet hat. Ellen Diederich, Friedensaktivistin seit mehr als 50 Jahren, kann ihr das nicht so leicht vergessen. Sie erinnert an die Anfangszeiten einer Verteidigungsministerin, die das Töten und Sterben so wirkungsvoll verkaufte wie kaum eine andere. Und sie geißelt die Rückkehr des Kriegs nach Europa, der sich kaum jemand ernsthaft entgegenstellt.  Ellen Diederich (mehr …)

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