Beiträge von Georg Rammer

Schlafende Schönheit oder Kriegsmacht EU

Mehr Geld für das Militär wollen nur 27 Prozent der Deutschen ausgeben, ermittelte Allensbach 2018. Auch Emnid befragte BürgerInnen: Auf einer Liste von 20 Themen wurde die Bekämpfung der Altersarmut als wichtigste Aufgabe genannt, während »Verteidigungsausgaben aufstocken« auf dem letzten Platz landete. 91 Prozent der Befragten in Deutschland denken, dass von Russland keine Gefahr droht – aber 83 Prozent sind der Meinung, dass Donald Trump zu einem Krieg bereit ist. Alles egal: Die Bundesregierung und die EU-Kommission verfolgen eine Politik, die der weit verbreiteten antimilitaristischen Stimmung in der Bevölkerung diametral entgegengesetzt ist.  Georg Rammer (mehr …)

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Sehnsucht wecken ist revolutionär

„Es gibt kein Recht auf Gehorsam“ – wohl aber das Recht jedes einzelnen Menschen, möglichst unbeeinflusst von Moden und Zwängen er selbst zu sein. Der Autor berichtet hier über eine außergewöhnliche Künstler-Konferenz unter Mitwirkung Konstantin Weckers. Man kann von „Gegenkultur“ reden – dringend nötig in einer Zeit, in der Kultur sich allzu leicht mit dem durch den Kapitalismus vorgegebenen Rahmen abfindet –, noch wichtiger sind aber die Leideschaft für das Wüschenswerte, sind Sehnsucht und Utopie. Kultur überwindet Grenzen auf spielerische Weise, etwa durch gemeinsames Musizieren; sie macht aber auch Ernst mit der Menschlichkeit, wo Politik, Wirtschaft und selbst Religion oft versagen.  Georg Rammer (mehr …)

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Feiern ist gut, Verwirklichen wäre besser

70 Jahre Grundgesetz. Karlsruhe, Sitz des Bundesverfassungsgerichts, ist ganz aus dem Häuschen. Vom 22. bis 25. Mai lädt die Stadt alle Menschen zum großen VerfassungsFEST ein. Für mich eher Anlass zu kritischen Gedanken, die ich dem Präsidenten des höchsten Gerichts nicht vorenthalten wollte. Denn ich meine: Nichts gegen Feiern, aber wichtiger wäre wohl die Verwirklichung der Grundrechte. Mein Brief an Herrn Voßkuhle ist nachfolgend in Auszügen abgedruckt.  Georg Rammer (mehr …)

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Brutalität als Staatsräson

Szenenbild aus dem dystopischen Film „Children of men“.

Für die Migrationsforscherin Naika Foroutan, Professorin an der Berliner Humboldt-Universität, entwickelt sich die deutsche Gesellschaft in eine präfaschistische Richtung: „Wir sind vorbereitet für die moralische Verwahrlosung des Faschismus, der kommen könnte“ (Tagesspiegel, 22.7.18). In ihren Äußerungen wird das Entsetzen über eine öffentliche Diskussion spürbar, die die Frage aufwirft, ob man Menschen retten darf, die im Mittelmeer auf der Flucht ertrinken. Wird in der brutalen Haltung und Handlung von Politikern nicht eine Entwertung des Lebens, eine Entmenschlichung erkennbar, wenn sie die Flüchtlinge zu Invasoren und Feinden erklären und deren Sterben als Abschreckung einsetzen? (Georg Rammer) (mehr …)

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Arme sind auch Menschen

Eine kühne Behauptung stellt Georg Rammer hier auf. Dass Arme auch Menschen sind, ist spätestens seit Hartz IV keine Selbstverständlichkeit mehr in Deutschland. Denn wenn der Verfassungsgrundsatz „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gilt, dann sind Lebewesen, denen man systematisch die Würde nimmt, wohl keine Menschen mehr, oder? Wie der Autor hier zeigt, hat der Wahnsinn System. Bewusst sollen „Systemverlierer“ gebrochen werden, soll von Hartz IV eine abschreckende Wirkung auf jene ausgehen, die man gnädigerweise noch in Arbeit lässt.
(Georg Rammer) (mehr …)

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Kinder spielen keine Rolle

Man kann mit der Prägung nicht früh genug anfangen…

„Kinder sind unsere Zukunft“ heißt es in Sonntagsreden immer wieder. Die Realität sieht anders aus. Wo Kinder nicht in Kriegen getötet oder verstümmelt werden, wo sie nicht Hunger leiden und ihrer Heimat beraubt werden, wo sie nicht physisch missbraucht und misshandelt werden,  werden sie als Konsumentennachwuchs gnadenlos von der Industrie für deren Zwecke instrumentalisiert. An Suchtmittel essbarer oder auch technischer Art früh gewöhnt, bleiben sie oft ihr Leben lang in Abhängigkeit von sinnlosem und schädlichem Spielzeug, helfen noch dabei, ihren Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Es wird Zeit, mit Kinderrechten ernst zu machen – und das bedeutet, den die Seelen deformierenden Vermarktungsabsichten der Konzerne die Stirn zu bieten. (Georg Rammer) (mehr …)

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Entzieht Vater Staat das Sorgerecht!

Schwarze Pädagogik: Filmausschnitt aus „Das weiße Band“

Die schwarze Pädagogik der Macht funktioniert schon im privaten Bereich nicht. Mit Erziehungsgrundsätzen wie „Wer nicht hören will, muss fühlen“ werden Seelen zerstört – die der Opfer und teilweise auch der Täter. Umso schlimmer wenn sich Politiker gegenüber ihren Bürgern eine Elternfunktion anmaßen, sie mit Strengstrafer-Mentalität drangsalieren und entmündigen. Selbst in der Außenpolitik agieren Alpha-Tiere oft wie emotional unreife prügelnde Väter: „Alles ist steuerbar und kontrollierbar, mit Belohnung und Strafe, mit Gewalt und Kontrolle.“ Das ist gefährlich, privat wie politisch. Zeit, den angemaßten Vormündern den Rohrstock aus der Hand zu nehmen! (Georg Rammer) (mehr …)

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Armut in Deutschland: Der Aufschrei bleibt aus

„Diese Politik nimmt das materielle und seelische Elend einer großen Bevölkerungsgruppe billigend in Kauf; sie zeichnet sich durch Kälte und Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen aus. Europaweit ist bei Führungspolitikern wie Juncker, Schulz, Macron, Merkel et cetera zu beobachten: Die Zutrittsvoraussetzung zur herrschenden Elite ist ein elitäres Klassenbewusstsein, das heißt die konsequente Vertretung der Interessen der Reichen und wirtschaftlich-politisch Mächtigen; taktische verbale Zugeständnisse dienen dazu, in der Bevölkerung die Illusion demokratischer Verhältnisse aufrechtzuerhalten.“ (Georg Rammer) (mehr …)

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Globale Anomie oder Menschlichkeit

Ein Computerspiel? Die Welt gleicht einer Megacity, in der skrupellose Geschäftemacher und Oligarchen aus Wirtschaft und Politik herrschen und ein brutaler Kampf ums Überleben tobt; mit einigen reichen gated communities, die von Mauern und derben Security-Kräften vor den Habenichtsen geschützt werden; mit unüberschaubaren Slums der Elenden und einem gnadenlosen Krieg von Gangs, die um Ausdehnung illegaler Märkte und Symbole von Stärke und Identität kämpfen. Nein, das ist kein Spiel. In der Welt, wie wir sie kennen, dominieren Korruption und Gewalt, Ansprüche auf Weltherrschaft und Wirtschaftshegemonie, Ausbeutung, gestützt auf Gewalt und Kontrolle sowie Putsche gegen die Demokratie. (Georg Rammer, Erstveröffentlichung dieses Artikels in www.ossietzky.net) (mehr …)

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Der große Diktator reloaded

„Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet“, sagte der Redner. Und: „In dieser Welt gibt es Raum für alle, und die gute Erde ist reich und vermag einem jeden von uns das Notwendige zu geben.“ Diese Worte könnten sich gut und gern auf die heutige Situation beziehen. Sie stammen aber aus einem Spielfilm von 1940: „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin. Ein einfacher Friseur, der zufällig dem „Führer“ ähnelt, schlüpft durch eine Reihe von Zufällen in dessen Rolle und nutzt die Gelegenheit, um eine flammende Rede für mehr Menschlichkeit zu halten – ein ergreifender Höhepunkt der Filmgeschichte. Würden doch auch unsere Politiker einmal „ausgewechselt“ durch derart kluge und mitfühlende Doppelgänger! Unser Autor Georg Rammer bringt die Rede Chaplins geschicht mit Fakten aus der aktuellen Politik in Verbindung. (Georg Rammer) (mehr …)

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