Beiträge von Monika Herz

Der Herz-Opa

„All das Leiden darf nicht umsonst gewesen sein.“ Eine HdS-Autorin über die Kriegserlebnisse ihres Vaters. Monika Herz findet in in einer Schublade einen alten Zettel. Darauf zu lesen: Notizen über die Kriegserlebnisse ihres Vaters. Der muss ein gütiger und hilfsbereiter Mensch gewesen sein, allseits geliebt als „Der Herz-Opa“. Ohne ihn wäre eine ganze Sippe ungezeugt geblieben. Ohne ihn auch keine Monika, und da wäre auch mein (Rolands) Leben ein gutes Stück ärmer geblieben. Aber wie das so ist bei bestimmten Jahrgängen: Man hat Väter, die im Krieg gewesen sind. Und da waren sie nicht nur Opfer. Sie wurden in Leid verstrickt, aber auch in Schuld. Diese furchtbaren Erfahrungen von Greueln, Entbehrungen, Demütigungen und Todesangst – sie scheinen so gar nicht zur vergleichsweise heilen Nachkriegswelt zu passen, in der wir aufgewachsen sind. Und die gütige Ausstrahlung eines lieben Menschen scheint so gar nicht zu der Tatsache zu passen, dass er auch Soldat gewesen ist und auf „Feinde“ geschossen hat. Diesen gedanklichen Spagat muss man als Jüngerer erst mal schaffen. Und sich die ehrliche Frage stellen, wie man damals an Stelle der Väter gehandelt hätte. Die Autorin überlässt den Leserinnen und Lesern selbst das Urteil. Sie will ihnen keine bestimmte Schlussfolgerung aufdrängen. Außer einer: Das furchtbarste wäre, wenn wir aus der leidvollen Erfahrung unserer Vorfahren gar nichts gelernt hätten und uns einer erneuten Kriegsgefahr nicht entschlossen entgegen stellen würden.  Monika Herz (mehr …)

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Bewerbung als Kommissarin

Unsere derzeit herrschende Ökonomie dient nicht dem Gemeinwohl — sie ist eher gemeingefährlich. Rücksichtlosigkeit, Ausbeutung Schwächerer und Umweltzerstörung verheißen wirtschaflichen „Erfolg“. Und auch hier gilt: der Ehrliche und Rücksichtsvolle ist oft der Dumme. Man kann sich nun über den mangelnden Idealismus der Akteure beschweren — oder man kann das System so umgestalten, dass es gar keinen Idealismus braucht, damit es einer Firma gut geht. Weil der Staat Güte — ein soziales und ökologisches Bewusstsein beim Wirtschaften — belohnt. Davon sind wir derzeit noch weit entfernt. Das Konzept „Gemeinwohlökonomie“, das Christian Felber, Gründungsmitglied von Attac Österreich, 2010 schuf, vermittelt das nötige Handwerkszeug zur Vermenschlichen der Wirtschaft. Utopie? Tatsächlich hatte sich der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss vor einigen Jahren schon einmal mit dem Konzept befasst. Es braucht nur noch eine kompetente Person, die es europaweit in die Praxis umsetzt. Monika Herz schlägt hierzu sich selbst vor. Wird sie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyern mit ihrem Bewerbungsschreiben überzeugen können? (mehr …)

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Dieser Brief wird Markus Söder glücklich machen

„Normale“ Länder haben zwar ein Ministerium für Krieg, eines für Überwachung und eines für die Organisation von Tierleid (natürlich heißen die nicht offiziell so); aber ein Ministerium für Glück halte die „vernünftigen“ Damen und Herren der großen Politik wohl für überflüssig. Trotzdem gibt es jetzt eines, und HdS-Autorin Monika Herz ist Botschafterin dieses Ministeriums. Glücklich ist sie in letzter Zeit vor allem über das gelungene bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Wird Ministerpräsident Markus Söder froh sein über ein solch tierliebes und umweltbewusstes Volk? Oder wird er gleich wieder versuchen, die Gesetzesvorlage mit Hilfe der Agrarlobby zu verwässern? Die Autorin redet ihm ins Gewissen. Monika Herz (mehr …)

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Wenn ein Ferkel sprechen könnte…

Monika Herz hört Stimmen. Ein Krankheitssymptom? Krank ist eher, dass die meisten anderen Menschen Augen und Ohren verschließen vor dem Leiden der Tiere. Und auch Pflanzen und die ganze Erde haben eine Stimme. „Ja hörts ihr uns denn ned schrein? Ihr hörts uns bloß nimmer, weils koaner mehr aushoitn dad“, sang Konstantin Wecker in seinem Lied „Der Baum“. Besonders traurig: das Schicksal der Ferkel. Ihren „Besitzern“ ist es weiterhin gesetzlich erlaubt, sie betäubungslos zu kastrieren. Sie bräuchen ein Medium, eine Vermittlerin, die ihrem Anliegen gelten verschafft – eine gute Anwältin, um Tierrechte endlich einzuklagen.  Monika Herz (mehr …)

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Betäubungslose Kastration – die Ferkeleien der Politik

Es ist eine böswillige Unterstellung, dass Politik nichts Konkretes zustande bringen würde. In der letzten Woche haben es die Volksvertreter nämlich geschafft, dass Ferkel zwei weitere Jahre betäubungslos kastriert werden. Das war Politikern mehrerer Parteien wichtig. Rund zwei Drittel stimmten dafür. Eigentlich hätte diese schmerzhafte Form der Kastration ab 1.1.2019 Geschichte sein sollen. Aber auf einmal wurden die Abgeordneten von tiefem Mitgefühl ergriffen – mit der Fleischindustrie, für die jede Abmilderung von Grausamkeit unzumutbar und geschäftsschädigend ist. Und wo ein politischer Wille ist, ist auch ein Weg. Schweine können nicht zur Wahl gehen, Schweinefleischesser schon.  Monika Herz (mehr …)

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Herr Seehofer, hier kommt Ihre neue Staatssekretärin!

Monika Herz, Staatssekretärin in spe

Monika Herz möchte Staatssekretärin werden. Das kann heutzutage ja leicht passieren, dass einem so ein hoch dotiertes Amt zufliegt. Als Kompromisslösung. Sie erinnern sich: Wenn die Union 2 Prozent Mehrwertsteuererhöhung fordert und die SPD 1 Prozent, ergibt das als Kompromiss 3 Prozent. Und wenn Seehofer einen Verfassungsschutzchef halten und Nahles ihn unbedingt entlassen will, ergibt das als Kompromiss eine Beförderung mit üppiger Gehaltserhöhung. Aber besitzt Monika auch das erforderliche Unfähigkeitsprofil, um auf den Spuren von Herrn Maaßen zu wandeln? Schließlich hat sie bisher keine Nazi-Aufmärsche verharmlost und wäre insofern nicht geeignet, rechte Wählerschichten zu binden. Lesen Sie, warum die Autorin dennoch denkt, für den Job goldrichtig zu sein. (Monika Herz) (mehr …)

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Liebesbrief an Horst Seehofer

Der HdS-Redakteur Roland Rottenfußer muss jetzt sehr stark sein: Seine Angetraute liebt einen Anderen. Noch dazu hat der Rivale Geld, ist mächtig, prominent und gutaussehend – auch wenn an seiner geistigen Klarheit in letzter Zeit Zweifel aufkamen. Ob Horst Seehofer diese Liebe jedoch auch erwidern wird, ist fraglich, denn Monika Herz ist ein kritischer Kopf und würde ihrem Angebeteten nicht alles durchgehen lassen. Sicher hinge der Haussegen rasch schief, wenn Crazy Horst mit ihm völlig fremden Begriffen wie „Beseitigung der Wohnungsnot“ oder „Enteignung zugunsten des Gemeinwohls konfrontiert würde… (Monika Herz) (mehr …)

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Das Promi-Syndrom

Die meisten von uns mögen Diether Bohlen nicht. Personen wie Heidi Klum, Daniela Katzenberger oder Meghan Markle entlocken uns nur ein überlegenes Lächeln. Warum aber kennen wir die Namen dieser Menschen überhaupt? Es ist das Ergebnis einer gnadenlosen Werbemaschinerie, die meist gerade das Irrelevante nach oben spült. Dabei entdeckt man bei der Begegnung mit „berühmten“ Leuten oft: auch sie sind im Grunde machtlos, Rädchen im Kommerzgetriebe. Der „Prominenten-Anwalt“ Burkhard Benecken hat einige dieser Fälle erlebt und durchleuchtet scharfsinnig die Psyche von Promis und Fans. Monika Herz über Burkhard Beneckens Buch „Stars zwischen Macht und Ohnmacht“ (Goldegg Verlag, 220 Seiten, € 22,-) (mehr …)

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Die Schweinepest und ihre wunderbaren Folgen

Kranke Schweine müssen unverzüglich getötet werden. Gesunde auch, schon weil sie so gut schmecken. Gesund Schweine müssen manchmal auch getötet werden, weil sie sich bei kranken anstecken könnten. „Fällt uns denn außer Töten schon nichts mehr ein?“, sang Konstantin Wecker. Im Umgang mit Tieren jedenfalls kaum. Nach der legendären „Schweinegrippe“ bedroht nun also die gleichnamige „Pest“ von Afrika herkommend (von dort kommen ja viele Bedrohungen) unser Abendland und mit ihm die leitkulturell unverzichtbare Leberkässemmel. Vorschlag an die Politik: Investiert Milliarden für im Vorrat gehaltene Anti-Schweinepest-Medikamente eines Not leidenden Pharma-Herstellers. (Monika Herz) (mehr …)

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Die Glücksministerin

Wichtigen Themen wird früher oder später ein eigenes Ministerium gewidmet. Das Umweltministerium entstand vor 31 Jahren nach der Katastrophe von Tschernobyl. Heute rufen manche nach einem Integrations- und einem Digitalisierungsministerium. Krieg und Finanzen findet die Politik ja schon lange wichtig. Warum kommt nur niemand auf das Naheliegende? Ist Glück etwa nicht wichtig genug? Oder möchten Politiker gar keine glücklichen Menschen, weil diese nicht so viel konsumieren und schon zufrieden sind, morgens das Farbenspiel des Sonnenaufgangs zu betrachten? Monika Herz hat etwas Erfreuliches entdeckt: die Glücksministerin, die gibt es schon – nur ist das Ganze „natürlich“ nicht offiziell. (Monika Herz) (mehr …)

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