Beiträge von Monika Herz

Sie kriegen das hin, Herr Guterres!

António Guterres, Foto: Antônio Milena/ABr, Lizenz: Creative Commons

„Das Establishment“, die Reichen und Mächtigen – sie scheinen normalerweise eher ein Totalausfall in Sachen Weisheit und Einsicht zu sein. Als die Engel auf Erden die göttlichen Eingebungen verteilten, wurden sie schlicht vergessen. Und entsprechend unerleuchtet sieht es auf unserer Erde überwiegend jetzt auch aus. Gedanken, die die Welt voranbringen würden, findet man eher in der kleinen, „alternativen“ und natürlich völlig machtlosen Szene. Und nun das: Der UN-Generalsekretär. Etablierter geht es nun wirklich nicht mehr! António Guterres hielt eine fantastische Rede, bei der er unter anderem ein Welt-Grundeinkommen forderte und die Spaltung in Arm und Reich geißelte. Haben Sie von dieser Rede schon mal was gehört? Vermutlich nicht. Offenbar ist Herr Guterres nicht prominent genug. Oder die Medien hören das, was er zu sagen hat, nicht gern. Monika Herz hat ihm einen Dankesbrief geschrieben, der ihn sicher freuen wird. Und sie hat weitere Ratschläge für den UN-Generalsekretär auf Lager. Denn obwohl seine Rede von der Anlage her schon mal nicht schlecht war, ist sie natürlich noch lange nicht vollständig… Monika Herz (mehr …)

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Der Wert des Lebens

Wie viel ist ein Leben wert? Eigentlich ist es unschätzbar. So viele Erfahrungen, Bewegung, Nahrungsaufnahme, Freude, Gemeinschaft… Bei Schweinen lässt sich der Wert in Kilogramm verkäuflichen Schweinefleisches bemessen. Ihnen kommt auch eigentlich kein eigener Wert zu. Die Rede ist immer von ihrem Wert für den Menschen. Und die haben dafür gesorgt, dass auch jede Freude aus dem Leben von so einem netten Tier vertrieben wird – bis zum bitteren Ende. Die Autorin geht beim Spaziergang durch den Karlsruher Schlosspark ihren Gedanken nach. Unter anderem reflektiert sie über die „plötzliche“ Besorgnis von Politikerinnen über die Fleischpreise, die Tierhaltungsbedingungen und die Art wie Schlachthofmitarbeiter von ihren Arbeitgebern „gehalten“ werden. Ein doppelter Missbrauch eigentlich: Menschen werden gequält, damit sie für ein bisschen Geld ihrerseits Tiere quälen „dürfen“. Die dunkle Seite der Macht. Gibt es dennoch einen Lichtblick? Monika Herz
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Grundeinkommen – jetzt!

Der momentane „Shutdown“, der zu Einkommensausfällen in epidemischem Ausmaß geführt hat (und weiter führen wird), hat den Ruf nach einem Bedingungslosen Grundeinkommen wieder lauter werden lassen. Im Moment sind mehrere Petitionen zum Grundeinkommen beim Bundestag eingereicht worden. Veröffentlich ist nur eine, nämlich die von Susanne Wiest. In nur 4 Tagen hat diese Petition das erforderliche Qurum von 50.000 erreicht, das heißt, die Petition muss im Petitionsausschuss beraten werden. Bis es dazu kommt, dauert es aber in der Regel 2 Jahre. Der Omnibus für Direkte Demokratie hat darum gebeten, dass möglichst viele Leute an den Petitionsausschuss schreiben und eine schnellere Bearbeitung fordern. Man kann auch weitere Petitionen einreichen, die aber ebenfalls dem Leitantrag zugerechnet werden. Man stelle sich vor, der Petitionsausschuss würde 5000 Briefe bekommen, mit der Post, diese Körbe voll… Monika Herz
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Was uns jetzt wirklich retten könnte

In einem offenen Brief an Angela Merkel fordert unsere Autorin die Einführung der Gemeinwohlökonomie und eines Bedingungslosen Grundeinkommens. In diesen Zeiten ist die Rettung von Leben oberste Staatsräson. Das ist verständlich. Aber was gefährdet mehr Leben? Das Virus selbst oder die Folgen der Maßnahmen, die staatlicherseits jetzt „wegen Corona“ ergriffen werden. Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten wie es scheint. Denn die Todesfälle infolge der Epidemie sind sofort sichtbar, und die Kausalität ist in den meisten Fällen klar. Die Todesfälle und das psychische Leid in der Folge von Isolation, Depression und Existenzängsten, wenn Menschen de facto daran gehindert werden, ihren Brotberuf auszuüben – diese Auswirkungen werden sich erst mit zeitlicher Verzögerung zeigen. Und es wird nicht immer exakt beweisbar sein, dass der Corona-Shutdown die Ursache war. Wenn all dieses Leid einen Sinn gehabt haben soll, dann nur, wenn aus den Trümmern der alten Ordnung eine neue hervorgeht mit mehr Gerechtigkeit und weniger ökonomisch bedingter Angst. Monika Herz macht zwei Vorschläge. (mehr …)

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Das Pferd im Bundestag

Wie eine HdS-Autorin fast – aber auch nur fast – Karriere in Berlin machte. Es wird den meisten vermutlich nicht bewusst sein. Aber es hätte passieren können, dass unsere Bundeskanzlerin heute Monika Herz heißt. Das wäre auch gar nicht so übel gewesen. Die HdS-Autorin hätte das Volk wirklich vertreten – und nicht nur getreten. Wenn wir uns das derzeitige Bewerberfeld um die Kanzlerkandidatur anschauen… da wäre eine charmante, weise und herzliche Frau doch wohl eindeutig die bessere Wahl! Leider kam Monikas Aufstieg schon ganz am Anfang, vor der zweiten Hürde, ins Stocken. Die Mehrheit der Bewohner des Landkreises Weilheim-Schongau weigerten sich, sie als Direktkandidatin in den Bundestag zu wählen. Der Sieger war – Alexander Dobridt. Die Wege der bayerischen Bevölkerung sind eben unergründlich. Die Geschichte ihrer Kandidatur zeigt schlaglichtartig, wie schwer uns Bürgerinnen und Bürgern echte demokratische Teilhabe noch immer gemacht wird. Dabei hätte die Beinahe-Bundeskanzlerin grandiose Ideen gehabt, wie man den parlamentarischen Betrieb auflockern könnte… Monika Herz (mehr …)

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Der Zorn der Wölfe

Salzburg hat Mozart, Frankfurt am Main Goethe. Auch Peißenberg, die Kleinstadt am Alpenrand und Heimat von Monika Herz (und Roland Rottenfußer), will da nicht nachstehen. Ihr größter Sohn heißt Alexander Dobrindt. Der fällt leider meist eher durch politische Missklänge auf und trifft an seinem Hauptarbeitsplatz im preußischen Berlin katastrophale Fehlentscheidungen, fordert eine „konservative Revolution“ oder versemmelt die Autobahnmaut. Jüngste Verhaltensoriginalität ist seine Zustimmung zu einem neuen Gesetz, das die erweiterte Abschusserlaubnis für Wölfe regelt. War offenbar dringend nötig und musste noch eilig kurz vor der Gnaden bringenden Weihnachtszeit verabschiedet werden. Natürlich nicht von Dobrindt allein, sondern von der gesamten Großen Koalition. Alexander der Große. Schade um die schönen Tiere, die im Gegensatz zu Unionspolitikern so etwas wie ein sinnvolles Sozialverhalten zeigen. Monika Herz liest „ihrem“ Abgeordneten die Leviten.  Monika Herz (mehr …)

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Der Herz-Opa

„All das Leiden darf nicht umsonst gewesen sein.“ Eine HdS-Autorin über die Kriegserlebnisse ihres Vaters. Monika Herz findet in in einer Schublade einen alten Zettel. Darauf zu lesen: Notizen über die Kriegserlebnisse ihres Vaters. Der muss ein gütiger und hilfsbereiter Mensch gewesen sein, allseits geliebt als „Der Herz-Opa“. Ohne ihn wäre eine ganze Sippe ungezeugt geblieben. Ohne ihn auch keine Monika, und da wäre auch mein (Rolands) Leben ein gutes Stück ärmer geblieben. Aber wie das so ist bei bestimmten Jahrgängen: Man hat Väter, die im Krieg gewesen sind. Und da waren sie nicht nur Opfer. Sie wurden in Leid verstrickt, aber auch in Schuld. Diese furchtbaren Erfahrungen von Greueln, Entbehrungen, Demütigungen und Todesangst – sie scheinen so gar nicht zur vergleichsweise heilen Nachkriegswelt zu passen, in der wir aufgewachsen sind. Und die gütige Ausstrahlung eines lieben Menschen scheint so gar nicht zu der Tatsache zu passen, dass er auch Soldat gewesen ist und auf „Feinde“ geschossen hat. Diesen gedanklichen Spagat muss man als Jüngerer erst mal schaffen. Und sich die ehrliche Frage stellen, wie man damals an Stelle der Väter gehandelt hätte. Die Autorin überlässt den Leserinnen und Lesern selbst das Urteil. Sie will ihnen keine bestimmte Schlussfolgerung aufdrängen. Außer einer: Das furchtbarste wäre, wenn wir aus der leidvollen Erfahrung unserer Vorfahren gar nichts gelernt hätten und uns einer erneuten Kriegsgefahr nicht entschlossen entgegen stellen würden.  Monika Herz (mehr …)

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Bewerbung als Kommissarin

Unsere derzeit herrschende Ökonomie dient nicht dem Gemeinwohl — sie ist eher gemeingefährlich. Rücksichtlosigkeit, Ausbeutung Schwächerer und Umweltzerstörung verheißen wirtschaflichen „Erfolg“. Und auch hier gilt: der Ehrliche und Rücksichtsvolle ist oft der Dumme. Man kann sich nun über den mangelnden Idealismus der Akteure beschweren — oder man kann das System so umgestalten, dass es gar keinen Idealismus braucht, damit es einer Firma gut geht. Weil der Staat Güte — ein soziales und ökologisches Bewusstsein beim Wirtschaften — belohnt. Davon sind wir derzeit noch weit entfernt. Das Konzept „Gemeinwohlökonomie“, das Christian Felber, Gründungsmitglied von Attac Österreich, 2010 schuf, vermittelt das nötige Handwerkszeug zur Vermenschlichen der Wirtschaft. Utopie? Tatsächlich hatte sich der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss vor einigen Jahren schon einmal mit dem Konzept befasst. Es braucht nur noch eine kompetente Person, die es europaweit in die Praxis umsetzt. Monika Herz schlägt hierzu sich selbst vor. Wird sie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyern mit ihrem Bewerbungsschreiben überzeugen können? (mehr …)

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Dieser Brief wird Markus Söder glücklich machen

„Normale“ Länder haben zwar ein Ministerium für Krieg, eines für Überwachung und eines für die Organisation von Tierleid (natürlich heißen die nicht offiziell so); aber ein Ministerium für Glück halte die „vernünftigen“ Damen und Herren der großen Politik wohl für überflüssig. Trotzdem gibt es jetzt eines, und HdS-Autorin Monika Herz ist Botschafterin dieses Ministeriums. Glücklich ist sie in letzter Zeit vor allem über das gelungene bayerische Volksbegehren „Rettet die Bienen“. Wird Ministerpräsident Markus Söder froh sein über ein solch tierliebes und umweltbewusstes Volk? Oder wird er gleich wieder versuchen, die Gesetzesvorlage mit Hilfe der Agrarlobby zu verwässern? Die Autorin redet ihm ins Gewissen. Monika Herz (mehr …)

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Wenn ein Ferkel sprechen könnte…

Monika Herz hört Stimmen. Ein Krankheitssymptom? Krank ist eher, dass die meisten anderen Menschen Augen und Ohren verschließen vor dem Leiden der Tiere. Und auch Pflanzen und die ganze Erde haben eine Stimme. „Ja hörts ihr uns denn ned schrein? Ihr hörts uns bloß nimmer, weils koaner mehr aushoitn dad“, sang Konstantin Wecker in seinem Lied „Der Baum“. Besonders traurig: das Schicksal der Ferkel. Ihren „Besitzern“ ist es weiterhin gesetzlich erlaubt, sie betäubungslos zu kastrieren. Sie bräuchen ein Medium, eine Vermittlerin, die ihrem Anliegen gelten verschafft – eine gute Anwältin, um Tierrechte endlich einzuklagen.  Monika Herz (mehr …)

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