Beiträge von Roland Rottenfusser

Journalistischer Totalausfall

Die Mainstream-Presse hat als Kontrollinstanz für eine zunehmend autoritär und demokratiefern agierende Regierung versagt. Entziehen wir ihr unser Vertrauen! Sie beleidigen freiheitsliebende Menschen als „Corona-Leugner“ und „Lebensgefährder“. Sie sehen in Demonstranten, die sich dem fortgeschrittenen Gesundheitstotalitarismus entgegenstellen, pauschal „Nazis“. Sie assistieren einer zunehmend übergriffigen Obrigkeit dabei, mit Angst zu regieren. Sie streichen bei Angaben zur Anzahl der Demonstrierenden schon mal eine Null weg und versuchen, eine wachsende Bewegung so in der Öffentlichkeit zum Verschwinden zu bringen. „Unsere“ Mainstream-Medien haben den Bogen zweifellos überspannt. Von einem ohnehin geringen Niveau der Glaubwürdigkeit ausgehend, sind sie nun nochmals einen Riesenschritt abwärts gegangen. Es wird Zeit, dass sie die Konsequenzen ihres historischen, für die Demokratie in diesem Land verheerenden Fehlverhaltens zu spüren bekommen. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Die Gehorsamsprüfung

Szene aus der Serie „The Handmaid’s Tale“ nach einem Roman von Margaret Atwood, beim Videoportal Hulu.

Der Maskenzwang ermöglicht es dem Staat in bisher unvorstellbarem Ausmaß, die Gesinnung der Bürger zu testen. „Der, des Verwaltung unauffällig ist, des Volk ist froh. Der, des Verwaltung aufdringlich ist, des Volk ist gebrochen“. So steht es in einem Flugblatt der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“. Ursprünglich stammt der Spruch von dem chinesischen Weisen Laotse. Machthaber, die auf fragwürdigem ethischem Fundament agieren und sich der freiwilligen Loyalität ihrer Bürger nicht sicher sein können, neigen dazu, sich „aufdringlich“ zu verhalten. Immer wieder behelligen sie die Menschen und zwingen sie zu symbolischen Unterwerfungsgesten. Durch diese wird die Mehrheit der Gehorsamen gebrochen, während die Minderheit der „Aufrührer“ leichter zu identifizieren ist. In modernen gelenkten Fassadendemokratien werden diese Unterwerfungsgesten jedoch mit einem akzeptablen Narrativ ideologisch eingekleidet. Die Pflicht zum Tragen einer Atemschutzmaske in der Öffentlichkeit erfüllt diesen Zweck bestens. Im Gegensatz zur ersten Phase der Abschaffung unserer Freiheitsrechte sind Gegner der herrschenden Corona-Hysterie in der zweiten schon auf den ersten Blick zu identifizieren. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Politischer Sadismus

Ein Millionen-Buch-Erfolg sagt etwas über die Gesellschaft aus, die ihn möglich gemacht hat. Das gilt für Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“. Es gilt aber ebenso für „Fifty Shades of Grey“, die dreiteilige SM-Romanze der englischen Autorin E. L. James. 20 Millionen Exemplare davon wurden allein in den ersten Monaten abgesetzt, drei seichte Verfilmungen folgten. Blümchensex müssen Hartgesottene hier nicht befürchten.  Wohl aber blühenden Unsinn – allerdings mit einem ernsten Hintergrund: Autoritäre Strukturen und Gewalt im Schlafzimmer werden durch den Hype „salonfähig“ gemacht, und dies in einem sozialen Umfeld, das zunehmend wieder auf Dominanz und Unterwerfung basiert. Machthaber überall auf der Welt sind ein bisschen wie der Sado-Yuppie Christian Grey – sie sind nur meistens nicht so ehrlich wie er. Was zum Beispiel hat Angela Merkel geritten, als sie sagte, bei steigenden Corona-Infektionszahlen müssten „die Zügel angezogen“ werden? Man mag es als harmlose betrachten, wenn Lust durch Machtspiele verstärkt wird; bedenklich ist die Erkenntnis, dass Machtausübung lustvoll ist. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Corona: Die große Erschöpfung

Politik und Medien erklären den Ausnahmezustand zur „neuen Normalität“ und setzen auf die Gewöhnung an den totalitären Wahn. Die Warner haben mit ihren Analysen der vergangenen Monate recht behalten. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er auch recht bekommen. Während sich immer stärker die Umrisse eines Betrugsmanövers, einer manipulativen Angstkampagne oh­ne­glei­chen abzeichnen; während auch die psychosozialen und wirtschaftlichen Verwerfungen durch die „Corona-Eindämmungsmaßnahmen“ zunehmend drastisch zutage treten, pflegen die erstarrten Exponenten der alten Welt ihre Machtrituale. Im Abwehrkampf gegen lästige Wahrheiten haben auch die Massenmedien den Tonfall gegenüber Abweichlern verschärft. Roland Rottenfußer

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Die Zeitgeistmacher

Die Eliten versuchen über die Medien, die philosophischen Grundannahmen unserer Gesellschaft in ihrem Sinne zu beeinflussen. „Sozial ist, was Arbeit schafft“, „Deutschland geht es gut“, „Leistung muss sich lohnen“, „Wir müssen Humanität und Härte vereinen“. PR-Phrasen sind schwerer als solche zu erkennen, wenn sie sich nicht auf tagespolitische Forderungen beschränken, sondern als allgemeingültige Weisheitssprüche daherkommen. Schon immer hat politische Propaganda versucht, das weltanschauliche Paradigma einer Epoche in ihrem Sinne zu beeinflussen. Ist auf diese Weise der Boden bereitet, lassen sich dem „Souverän“ auch harte politische Maßnahmen leichter verkaufen, werden Menschen dazu verführt, ihrer eigenen Entrechtung widerstandslos zuzustimmen. Ein Blick in die Werkstatt moderner Tiefen-Propaganda. Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Sammelband „Mega-Manipulation“, herausgegeben von Ullrich Mies. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Kulturbruch

Mit der Corona-Krise gerät viel von dem unter die Räder, was bisher unsere Kunst- und Kulturszene ausgemacht hat. Es findet eine gnadenlose Selektion statt zwischen den „Großen“, die Monate lange Auftrittsverbote überbrücken können, und den „Kleinen“, deren Karrieren unwiderruflich zerstört werden. Was nicht behindert wird, wird digitalisiert. Damit verstärkt sich ein Trend, der sich schon vor Corona andeutete: ein Niedergang unmittelbarer Interaktion zwischen Künstlern und Publikum zugunsten des Konsums von Kultur-Konserven. Das Abwürgen von Feedback, die Entkörperlichung menschlicher Begegnungen. Über Jahrhunderte erlernte Kulturtechniken dürften verloren gehen und können im schlimmsten Fall auch nach der Aufhebung der Beschränkungen nicht wieder erlernt werden. Empfinden Politiker die Kultur nur als „nicht systemrelevant“? Oder ist sie ihnen schon lange lästig, weil sie zu kritischem Denken anregt und der funktionalen Welt der „Grauen Herren“ Farbigkeit und Emotionalität entgegensetzt? Roland Rottenfußer (mehr …)

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Fünf Jahre GriechInnenhilfe: zwischen Dankbarkeit und Zorn

229. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Tatsächlich, es ist so weit: Am heutigen Tag blicke ich auf fünf Jahre GriechInnenhilfe zurück. Anlass, Bilanz zu ziehen – Zwischenbilanz jedenfalls! Anlass des weiteren, sehr vielen Menschen großen Dank zu sagen für Hilfe der verschiedensten Art! Anlass nicht zuletzt, wenigstens in der Gestalt einer Übersicht daran zu erinnern daran, welchen Menschen (und Institutionen) in welchen Notsituationen wir fünf Jahre lang geholfen haben –und auch weiterhin zu helfen gedenken! Wie könnte es bei einer solchen Gelegenheit anders sein: es ist ein Rückblick der gemischten Gefühle. Wir haben helfen können – also gab es auch Anlässe der Freude für uns. Wir haben unendlich vielen Menschen nicht helfen können – das haben wir niemals vergessen! Dabei trieb uns stets der Wunsch zu helfen an. Doch immer wieder war auch Zorn dabei, Zorn über Politiker und Medien – egal wo –, die Verursacher des Elends in Griechenland waren und sind oder deren Verschweiger. Fünf Jahre GriechInnenhilfe? Vielleicht interessiert Euch ja, was mir zu diesem Anlass durch den Kopf gegangen ist – und nicht nur durch den Kopf. Holdger Platta
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Ein Lob der Beharrlichkeit

Holdger Platta

„Sich dem Dunklen permanent auszusetzen, um vielleicht wenigstens kleine Aufhellungen im Leben einiger Menschen zu bewirken – diese Fähigkeit macht die spezifische, alltägliche Tapferkeit im Fall Holdgers aus.“ Roland Rottenfußer berichtet, wie er fünf Jahre GriechInnenhilfe auf HdS erlebt hat. Er hebt dabei vor allem die Pionierleistung und den fortdauernden Einsatz Holdger Plattas hervor. (mehr …)

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Welt ohne Werbung

In der modernen Medienwelt ist die Werbeunterbrechung höchster Daseinszweck dessen, was unterbrochen wird. Stellen Sie sich vor, jede Art von Werbung wäre verboten – Anzeigen, Kino- und TV-Spots, Spam-Mails und PR-Anrufe. Ummöglich? Vielleicht. Wachstums- und Arbeitsplatzfeindlich? Selbstverständlich, und das ist auch gut so. Meint jedenfalls Friedbert Wolkig von der PWW (Partei für eine werbefreie Welt). Die Gruppierung hält Werbung nicht nur für zeitraubend und nervtötend, sondern auch für politisch gefährlich. Ein fiktives, satirisches Interview mit ernstem Hintergrund. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Schuld als Zuwiderhandlung

Gemälde: Peter Wenzel

„Gott freute sich über unseren Ungehorsam wie eine gute Mutter, die gerade in den ersten Regungen des Widerstands gegen ihre Anweisungen die Vorboten eines nötigen Reifungsprozesses begrüßt. Wir müssen uns diese Mutter (oder diesen Gott) mit einem wissenden Lächeln vorstellen, nicht mit streng zusammengezogenen Augenbrauen.“ Schuld wird in den meisten Fällen nicht durch einen tatsächlichen Schaden definiert, den ein anderer Mensch durch uns erlitten hat, sondern als Zuwiderhandlung gegen das Verbot eines Mächtigen. In vielen Fällen hat der Schuldvorwurf somit keine Substanz; er wird perspektivisch aus der Sicht dessen erhoben, der nicht will, dass Menschen für sich eine andere Entscheidung als die von ihm erwartete treffen. In einigen Deutungen der Geschichte von der „Vertreibung aus dem Paradies“ wird Ungehorsam jedoch auch positiv bewertet: als notwendige Reifungsschritt auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Roland Rottenfußer
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