Beiträge von Roland Rottenfusser

Der Strafenwahn, Teil 2/2

16 Argumente gegen das herrschende Strafsystem, Argumente 8-16. Wenn in Politik und Medien überhaupt über Strafen geredet wird, dann nur im Sinne einer „Verschärfung“, einer Zunahme von „Härte“ und drastischen Sanktionen. Dies unterstützt den verhängnisvollen Trend, dass sich öffentliche Diskussionen heute generell nur noch um Verschlimmerungen der bisherigen Zustände (oder um die Verlangsamung dieser Verschlimmerungen durch gutwillige Kräfte) drehen. Enthüllungen über unfassbare Grausamkeiten des Gefängnissystems (z.B. über Selbstmorde und Morde unter Haftbedingungen) werden von „hart“, „scharf“ und „konsequent“ agierenden Politikern nur mit einem „Mehr desgleichen“ beantwortet – als ob eine höhere Dosis des Schädlichen die Krankheit beheben könnte. (Roland Rottenfußer. Bitte lesen Sie auch den ersten Teil dieses Artikels.) (mehr …)

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Der Strafenwahn, Teil 1/2

Gemälde: Vincent van Gogh

16 Argumente gegen das herrschende Strafsystem. Dieser Artikel ist ein erster Versuch (und „Essay“ bedeutet nichts anderes als „Versuch“), das heute mit Abstufungen überall auf der Welt gültige System des Bestrafens von Gesetzesübertretungen in Zweifel zu ziehen. Mir geht es dabei nicht so sehr darum, dass meine Anregungen sofort und vollständig umgesetzt werden (dies ist nicht denkbar und wäre sicher auch mit Risiken verbunden); vielmehr möchte ich das fast allgegenwärtige öffentliche Schweigen zu diesem Thema brechen. Der Skandal ist nicht, dass es bisher kein „perfektes System“ im Umgang mit Verbrechen und Regelübertretungen gibt (ein solches ist wohl nicht menschenmöglich), sondern die Tatsache, dass von den Verantwortlichen stur und ohne Ansätze von Einsicht an einem offensichtlich unzureichenden und schädlichen System festgehalten wird. (Roland Rottenfußer) (mehr …)

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Masken der Macht

Überall können wir die destruktive Wirkung von Macht beobachten, dennoch erhebt sich kaum einmal eine Stimme, die die Macht selbst in Frage stellt. Immer wird die Fiktion aufrecht erhalten, es müsse bloß der „Richtige“ ans Ruder kommen, dem wir uns dann freudig unterwerfen können. Machtgier wird sich ihrer selbst nicht gern bewusst. Daher tritt Macht selten völlig unmaskiert auf, beruft sich gern auf „Verantwortung“ oder das „gemeinsame Wohl“. Andere um des eigenen Lustgewinns willen zu unterwerfen und zu demütigen, steht in einem schlechten Ruf. Wer dieses krankhafte Bedürfnis verspürt, gesteht es nicht gern offen ein – nicht einmal sich selbst gegenüber. Macht über die Seelen ist im Vergleich zur Macht über die Körper (etwa durch militärische und polizeiliche Gewalt) die mildere, die weniger hässliche Variante. Wer Schuldgefühle in die Herzen der Menschen zu pflanzen vermag, der muss niemandem Handschellen anlegen; er fesselt ihn gleichsam mit unsichtbaren Seilen. Roland Rottenfußer (mehr …)

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„Make liberty history“

Ein Insider der Weltverschwörung redet offen über die Hintergründe der Schafsgrippen-Epidemie. Sie glauben nicht alles, was Ihnen Politiker und Medien erzählen, ahnen eine geheime Agenda hinter den Kulissen der Tagespolitik und neigen zu Verschwörungstheorien? Wegen des schlechten Images, das Verschwörungstheorien derzeit in der Öffentlichkeit „genießen“, trauen Sie sich das aber nicht offen zu sagen…? Schreiben Sie eine Satire über Ihr Thema! Oder lesen Sie eine! Hier kann hemmungslos über Pandemien und die Ausweitung staatlicher Macht spekuliert werden. Es geht ja auch nicht um Corona, sondern um eine fiktive Seuche. Ähnlichkeiten zu realen Vorgängen rein zufällig. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Wer ist hier chaotisch?

Wenn Politiker und Medien über „Anarchie“ schimpfen, sollten sie den Begriff wenigstens richtig gebrauchen. Ob G 20-Krawalle oder Fußball-Randale – das Gespenst der Anarchie geht um in Deutschland. Allerdings nur in den Köpfen von Politikern und den Leitartikeln ordnungsliebender Journalist. Leider, könnte man hinzufügen. Denn so viel Gewalt, wie sie von Herrschaftsstrukturen und Hierarchien ausgeübt worden ist, könnten Anarchisten niemals zustande bringen. Freiheit ist „immer die Freiheit des Andersdenkenden“, sagte Rosa Luxemburg. Sie bedeutet die „Ausdehnung des Feldes des Möglichen“, schrieb der Dichter Jean-Paul Sartre. Wann immer wir das Gefühl haben, dass unser Aktionsradius, das Terrain des Erlaubten schrumpft, anstatt zu expandieren, ist es nicht mehr Freiheit. Dann haben wir das Recht und die Pflicht zu rebellieren. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Der dressierte Bürger

Nicht erst seit Corona: Das Motto der Staatsorgane lautet immer häufiger: Im Zweifel gegen die Freiheit. Parkraumbewirtschaftung und Verfolgung von Bagatell-Verkehrssünden. Stress mit Mautpflicht, Sonderparkzonen und Umweltzonen. Hartz IV-Schikanen und Alkoholverbot in U-Bahnen: Der Staat greift durch. Bürger in Deutschland zu sein, bedeutet, sein Leben ständig im Hinblick auf mögliche Bestrafung zu führen. Wozu sind Verbote wirklich da? Mit ihrer Hilfe bringt der Staat seine Macht ins Spiel, schärft seine Repressionsinstrumente und testet die Gehorsamsbereitschaft der dem Gesetz Unterworfenen. Er reduziert den Homo sapiens auf seine Schrumpfform: den Homo obediens (gehorchenden Mensch), der sich reflexartig der jeweiligen Erlaubnis- oder Verbotslage anzupassen hat. Der Kampf um eine menschlichere Gesellschaft muss daher immer auch ein Kampf gegen unnötige und überhöhte Strafen sein. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Der Schrei nach Stille

Vollkommene Ruhe ist unsere größte Sehnsucht und unsere größte Angst. Handy, Infosmog, Verfügbarkeitsdruck und Selbstoptimierungswahn machen es immer schwerer, inneren Frieden zu erreichen. Diese äußeren Entwicklungen sind aber nur Spiegel einer inneren Getriebenheit. Wir können Maßnahmen gegen zu viel Gedankenlärm ergreifen. Letztlich führt aber kein Weg daran vorbei, Unruhe als Teil des Lebendigseins zu akzeptieren. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Vergesst die Freiheit nicht, Teil 3

Vier weitere (teilweise) neue Thesen zu Corona. Alles neu macht der Virus und fast alles schlechter. Wir sind auf dem Trip in die Gleichschaltungshölle, in eine bis ins Letzte durchreglementierte Gesellschaft. In dieser wird alles auf merkwürdige Weise groß, was wir seit Jahren bekämpft haben – Staatsautoritarismus, Anpassung, Ängstlichkeit – und alles klein, was wir liebten: Freiheitsdrang, selbständiges Denken und die Freude, andere zu berühren… Vorsichtsmaßnahmen in Ehren – jeder Tote, jeder Kranke ist einer zu viel –, aber wenn wir nicht aufpassen, sterben nicht nur Menschen als Folge dieser „Schutzmaßnahmen“, es stirbt etwas Größeres: unsere Freiheit und die Verfassungsordnung, die uns bislang vor dem Schlimmsten bewahrt hat. Mit der Freiheit stirbt auch die Seele – jedenfalls die Teile von ihr, die zum Wertvollsten des Menschen gehören. Wir werden die jetzt anstehende große Bewährungsprobe unserer geistigen Eigenständigkeit und unserer Treue zu den bisher als richtig erkannten Werten nicht bestehen können, indem wir so tun als wäre da keine Bewährungsprobe. Erster Teil dieses Artikels hier, zweiter Teil hier. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Im Zweifel für die Freiheit!

Der Mensch ist unfrei geboren, und überall werden seine Ketten derzeit noch enger gezogen. Können Sie sich erinnern, dass Politiker in jüngster Zeit „Freiheitspakete“ geschnürt oder „Freiheitsgesetze“ erlassen hätten? Wäre doch angemessen für unsere Hemisphäre, die sich „freie Welt“ nennt. Stattdessen will man die Überwachung auf öffentlichen Plätzen ausweiten, als würden sich todesbereite Amokläufer davon abschrecken lassen. Und man will die ärztliche Schweigepflicht einschränken, als würden Terroristen mit den Worten „Herr Doktor, ich habe Kopfschmerzen, außerdem plane ich ein Attentat“ beim Arzt vorsprechen. Das Ganze ist so durchsichtig und so perfide, die Reaktionen in Presse und Öffentlichkeit sind so lau und devot, dass man das Fürchten kriegt. Aber nicht vor dem unwahrscheinlichen Fall, von einem Amokläufer erwischt zu werden, sondern vor dem sehr wahrscheinlichen, dass die Politik dabei ist, unserer Freiheit den Todesstoß zu versetzen.  Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel wurde zum ersten Mal 2016 veröffentlicht. Er skizziert eine weltweite Entwicklung, in deren Verlauf die Freiheitsrechte Schritt für Schritt zurückgedrängt werden und sich auch bei den meisten Bürgern Freiheitsvergessenheit einstellt. Eine Warnung, die manche gerade in Corona-Zeiten interessante Gedanken enthält. Roland Rottenfußer (mehr …)

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Die griechische Bürokratie: bei uns gibt es Obdachlose mit Fax-Anschluss!

213. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“ Höhepunkt meines heutigen Beitrags zu unserer Hilfsinitiative ist ganz sicher der Bericht von Tassos Chatzatoglou über die derzeitige Stimmung und Situation in Griechenland! Aber vorher teile ich Euch erst mal einige Nachrichten mit, die eher ins Kuriositäten-Kabinett gehören. Wäre das alles nicht so bitter und traurig, müsste man eigentlich lachen darüber! Doch wem bliebe bei diesem rabenschwarzen Humor der Ereignisse in Griechenland nicht das Lachen im Halse stecken? Vermutlich nur Idioten oder Menschen mit einem versteinerten Gehirn! Holdger Platta (mehr …)

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