Beiträge von Wolf Sugata Schneider

Woran kann ich noch glauben?

Ein kurzer Artikel über alles – so könnte man Wolf Schneiders Texts auch betiteln. Wie definiert man „Esoterik“, wie „Verschwörungstheorien?“ Und ist Wissenschaft grundsätzlich die überlegene Denkform? Welche Weltanschauung würde helfen, den Ökozid zu vermeiden? (Antwort in wenigen Worten: die Erkenntnis, dass alles mit allem verbunden ist.) Warum scheinen die Diskurse der Gegenwart eher auf den Slogan „Make war, not love“ hinauszulaufen? Wie können wir zu einem lebendigen Leben beitragen? Kann „freie Liebe“ dem Krieg und dem Faschismus wirksam vorbeugen? Es sind ziemlich viele Themen für einen Artikel. Aber jede dieser Fragen für sich genommen, ist enorm spannend. Wolf Schneider analyisiert sie wie immer auf mehreren Betrachtungsebenen: spirituell, psychologisch, politisch… Wolf Schneider, connection
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Erinnerungen an Michail Gorbatschow

Am 30. August ist Michail Gorbatschow gestorben. In Zeiten, da Putin für viele die Verkörperung des Bösen schlechthin ist, tut es gut, an Gorbatschow zu erinnern. In den Jahren um 1989 hatte er unter dem Jubel des Westens und mit immerhin mehrheitlicher Unterstützung seiner Landsleute fast eigenhändig den Kalten Krieg beendet und sich danach mit aller Kraft für atomare Abrüstung und Naturschutz eingesetzt. Mit leider nur geringem Erfolg. Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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Kernlos weise

Haben wir Menschen im Gegensatz zur Avocado keinen Kern? Theresa Bäuerlein schreibt im Krautreporter über das Ich: Die Avocado hat einen Kern – wir nicht. Warum es unmöglich ist, sich selbst zu finden. Sie schreibt sehr populär, durchsetzt mit Indigenen-Kitsch (»Was Maoris wissen«) und Spiri-Kitsch. Dennoch trifft sie trotz ihrer Überspitzungen – ohne die wäre der Text weniger lesbar – das Thema punktgenau. Ihr Text wirft in mir wieder die Frage auf: Wie viel lässt sich heute sagen über die zentrale Erkenntnis des Buddha, das Anatta oder Nichtselbst, die Ich-Identität als Fiktion? Ist das heute vielleicht – in einer so stark vereinfachten Form – schon so sagbar, dass wir als Weltzivilisation bereit sind für Weisheit und so das Ende des Homo sapiens verhindern können? Dieses Ende ist doch nicht so schlimm, denken heute viele, denn unsere Spezies zerstört den Biotop Erde. Es würde mit dem Ökozid des Anthropozäns aber noch viel mehr verschwinden als nur diese Spezies, möchte ich dem entgegnen. Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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Grenzen

Das schier Unsagbare, das Wesentliche, wie lässt es sich sagen? Heute versuche ich es mal so: Ich bin im Kontinuum zuhause, das bewohne ich, das ist meine Heimat. Damit bin ich identifiziert und nicht mit der in kleine Teile zerstückelten Welt, der Welt der einzelnen Dinge, begrenzten Gehege und auf nur kleine Ausschnitte aus dem Ganzen fokussierten Wesen. Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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Frieden stiften

„Wovor haben Sie Angst, Herr Scholz?“ titelte der SPIEGEL vom 22. April über das „Zaudern“ des Kanzlers bei Waffenlieferungen an die Ukraine. Fast alle westlichen Medien haben dabei mitgemacht, Öl ins Feuer des Ukrainekriegs zu gießen und Pazifisten als Weicheier darzustellen. Mit der Folge, dass auch jetzt wieder, gegen Ende der Corona-Zeit, ein Thema unsere Gesellschaft spaltet: der Krieg in der Ukraine. Wolf Schneider (mehr …)

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Frieden oder Krieg?

Am 24. Februar hat Russland die Ukraine angegriffen, es „ist wieder Krieg“. Ein historischer Moment, heißt es in den Medien. Europa habe die Friedensbereitschaft von Putin unterschätzt, es könne zu einem Atomkrieg kommen, einem Weltkrieg. Wer jetzt noch für Deeskalation in den Ring steigt, wird als Weichei beschimpft und als Putin-Versteher. So viel Selbstgerechtigkeit in den Leitmedien, mich gruselt dabei. Wolf Schneider (mehr …)

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Die Servicelüge

Wie sie lügen, mauern, hinhalten, am Beispiel von Mobilcom. Der Kunde ist König? Das war mal. Heute sind die Kunden für Unternehmen wie mobilcom, Facebook, Apple, Google und Amazon von Algorithmen zu steuernde Algorithmen, mit denen sich Geld verdienen lässt. Sie lügen, mauern, heucheln und demütigen ihre Kunden, abgesichert durch AGBs, die keiner liest, sondern sie ankreuzend abnickt. Für den Fall, dass es doch mal zu einem Streit kommt, verschanzen sie sich hinter Rechtsabteilungen, gegen die einfache Menschen machtlos sind. Was ich bei Mobilcom-Debitel erlebt habe, möge als Beispiel dienen auch für die Art, wie ohnmächtige User von mächtigen, gesichtslosen Institutionen über den Tisch gezogen, für dumm verkauft, beschämt oder (bei Behörden) als bittstellende Untertanen behandelt werden. Wolf Schneider (mehr …)

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Leben in Absurdistan

Filmszene aus „Online für Anfänger“

Der Film „Online für Anfänger“ kommt am 28. 10. 21 in Deutschland in die Kinos. Er ist eine Komödie über das Leben in Absurdistan. Gedreht in Frankreich und Belgien noch in der Zeit bevor die Menschen Masken trugen, erschien er 2020 in Frankreich trotz wegen Corona überwiegend geschlossener Kinos mit großem Erfolg, weil er so gut unsere Ohnmacht und Verzweiflung im Umgang mit Handys und Internet abbildet. Er tut das nicht auf eine wütende Weise, sondern eher zärtlich mitfühlend beschreibt er (schon hier im Trailer) die Conditio humana als ein Leben in Absurdistan, einen Kampf Ohnmächtiger gegen Windmühlenflügel. Wolf Schneider (mehr …)

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Das Transnarrative

Neulich fühlte ich mich versucht zu sagen, die Gretchenfrage von heute sei: „Wie hältst du’s mit der Impfung?“ Zur Erinnerung: In Goethes Faust wird Faust von seiner Angebeteten gefragt: „Wie hast du’s mit der Religion?“ So sehr ist die Haltung pro oder contra Impfung (und Ausgrenzung der nicht Impfwilligen) eine weltanschauliche Grundfrage geworden. Wie konnte es so weit kommen? Wolf Schneider (mehr …)

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Skandinavien macht es besser

Warum stehen die skandinavischen Länder in internationalen Rankings in so vieler Hinsicht immer in den Top-Positionen? Wo sind die Menschen am glücklichsten, wo auf der Welt gibt es am wenigsten Armut und wo den stärksten sozialen Zusammenhalt? Wo die beste Bildung und für alle Schichten gute medizinische Versorgung, und wo funktioniert die Demokratie auch einigermaßen und bringt nicht bevorzugt Psychopathen, Narzissten und zur Autokratie neigende Populisten in die Spitzenpositionen? Wo hat die Bevölkerung Vertrauen in die staatlichen Institutionen? In alledem sind die Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland fast immer in den Rankings der Nationen der Welt ganz oben zu finden. Woran liegt das? Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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