Beiträge von Wolf Sugata Schneider

Leben in Absurdistan

Filmszene aus „Online für Anfänger“

Der Film „Online für Anfänger“ kommt am 28. 10. 21 in Deutschland in die Kinos. Er ist eine Komödie über das Leben in Absurdistan. Gedreht in Frankreich und Belgien noch in der Zeit bevor die Menschen Masken trugen, erschien er 2020 in Frankreich trotz wegen Corona überwiegend geschlossener Kinos mit großem Erfolg, weil er so gut unsere Ohnmacht und Verzweiflung im Umgang mit Handys und Internet abbildet. Er tut das nicht auf eine wütende Weise, sondern eher zärtlich mitfühlend beschreibt er (schon hier im Trailer) die Conditio humana als ein Leben in Absurdistan, einen Kampf Ohnmächtiger gegen Windmühlenflügel. Wolf Schneider (mehr …)

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Das Transnarrative

Neulich fühlte ich mich versucht zu sagen, die Gretchenfrage von heute sei: „Wie hältst du’s mit der Impfung?“ Zur Erinnerung: In Goethes Faust wird Faust von seiner Angebeteten gefragt: „Wie hast du’s mit der Religion?“ So sehr ist die Haltung pro oder contra Impfung (und Ausgrenzung der nicht Impfwilligen) eine weltanschauliche Grundfrage geworden. Wie konnte es so weit kommen? Wolf Schneider (mehr …)

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Skandinavien macht es besser

Warum stehen die skandinavischen Länder in internationalen Rankings in so vieler Hinsicht immer in den Top-Positionen? Wo sind die Menschen am glücklichsten, wo auf der Welt gibt es am wenigsten Armut und wo den stärksten sozialen Zusammenhalt? Wo die beste Bildung und für alle Schichten gute medizinische Versorgung, und wo funktioniert die Demokratie auch einigermaßen und bringt nicht bevorzugt Psychopathen, Narzissten und zur Autokratie neigende Populisten in die Spitzenpositionen? Wo hat die Bevölkerung Vertrauen in die staatlichen Institutionen? In alledem sind die Länder Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland fast immer in den Rankings der Nationen der Welt ganz oben zu finden. Woran liegt das? Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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Für eine bessere Welt

„So viele von uns wünschen sich ‚eine bessere Welt‘, arbeiten dafür oder kämpfen sogar dafür. Ist das bloß Wunschdenken, weil alles Gute auch sein Schlechtes hat und jedes Licht Schatten wirft? Der Autor berührt in diesem kleinen Gedankentagebuch viele Themen – quasi ein Streiflicht, das Gegenständ kurz beleuchtet, um dann weiterzuziehen. Barack Obamas Memoiren kommen darin ebenso vor wie die Geisteshelden Ken Wilber und Yuval Noah Hariri sowie die Frage „Können wir Statistiken vertrauen“? Wolf Schneider (mehr …)

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Sind wir alle „im Grunde gut“?

Der Mensch ist des Menschen Wolf. In jedem schläft ein Monster, das durch entsprechende Umstände nur aufgeweckt werden muss. So denken viele. Und Versuchsanordnungen wie das „Milgram-Experiment“ oder Wärter-Gefangenen-Experimente scheinen das Vorurteil zu bestätigen. Doch es kommt ganz darauf an, worauf man den Fokus legt. Rutger Bregmann lenkt unseren Blick in seinem neuen Buch „Im Grunde gut“ auf Fälle, in denen sich Menschen besonders edel und gütig verhalten haben. Eine kleine Weltgeschichte des Guten. Wolf Schneider hat das Buch gelesen. (mehr …)

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Cis und trans

Vereinfacht gesagt bedeuteten die beiden Begriffe „diesseitig“ und „jenseitig“. Dazu sagt der Autor, langjähriger Herausgeber und Chefredakteur eines spirituellen Magazins: „Die Nur-Cis-Menschen sind Besessene, sie leben in Angst und Gier. Den Nur-Trans-Menschen ist alles eins, alles egal. Deshalb brauchen wir beides, cis und trans. Erst dann sind wir vollständig.“ Heutzutage scheint es ein Übergewicht des Materialismus zu geben, eine Fixierung auf den „Weltvordergrund“ oder – wie es der Philosoph Ken Wilber sagte – „Flachland“. Wer die spirituelle Szene kennt, weiß aber: es gibt auch die gegenteilige Übertreibung: ziemlich abgehobene Mitmenschen, die sich in Spekulation, Abstraktion und „Einheits“-Fantasien ergehen, jedoch das unmittelbare Leben dadurch verfehlen. Wie meistens bei Wolf Schneider spannt dieser Artikel jedoch einen weiteren thematischen Bogen und streift in gedanklichen Hüpfbewegungen u.a. die Vereidigung des neuen US-Präsidenten, den „Great Reset“ und das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine. www.connection.de (mehr …)

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Zuwendung

Auf den Corona-Demos in Stuttgart und Berlin wurde viel von Liebe gesprochen, das fiel auch den Mainstream-Medien auf. Echt? Die Medien des gesellschaftlichen Hauptstroms konstatierten diese Wortwahl allerdings mit Ironie oder sogar einer Portion Verachtung. Die Demonstranten hingegen empfanden sich überwiegend als liebevoll – zumindest liebevoller als die verhassten Corona-Maßnahmen. Kaum ein Wort wird zwischen Menschen so oft verwendet und doch auch so oft bezweifelt wie »die Liebe«. Was meinen wir eigentlich damit? Ist das irgenwie objektiv fassbar? Ist es vielleicht sogar über subjektive Zweifel erhaben, wissenschaftlich feststellbar, gar messbar? Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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Die Auswahl

Je größer die Datenmenge, umso wichtiger ist, was wir daraus durch unseren Fokus auswählen, dann davon im Gedächtnis behalten und drittens auf irgendeine Art veröffentlichen. Der populäre Streit zwischen dem, was Fakt und was Fake-News ist, erscheint mir als viel zu eng gefasst. Da wird die Lösung in immer noch mehr oder besser recherchierten Fakten gesucht. Rechthaberei und kognitive Echokammern mit Faktenresistenz zu begründen, greift zu kurz. Wichtiger wäre ein Blick auf die Auswahl dessen, was wir für relevant halten und wie diese zustande kommt. Wolf Schneider, www.connection.de (mehr …)

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