Beiträge von Jens Fischer Rodrian

Eine Kultur des Schweigens

Auch nach zwei Jahren der großen Umgestaltung machen Kunstschaffende nur den Mund auf, um sich an die neuesten Diskriminierungstrends anzuhängen. „Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da“, heißt es in der „Antigone“ des Sophokles. Künstler genießen wegen solch menschenfreundlicher Weisheit noch immer einen guten Ruf. Derzeit aber sind die meisten von ihnen dabei, diesen zu verspielen. Sie sollten Visionäre und Vordenker sein — heute denken sie vielfach nicht einmal mehr nach. Sie sollten den Finger in die Wunden ihrer Zeit legen — heute schlagen sie allenfalls in die gleiche Kerbe wie die tonangebenden Medien und Politiker. Ob es gegen Ungeimpfte geht, gegen den Erbfeind im Osten oder gegen „kulturelle Aneignung“ — viele Kulturschaffende und Intellektuelle eignen sich hauptsächlich die Unkultur der Konformität und der Diffamierung Andersdenkender an. So hat sich zwar in den vergangenen zwei Jahren einiges bewegt im Land, nicht jedoch in den Köpfen der meisten, die schon von Anfang an linientreue Anhänger der Corona-Glaubensgemeinschaft waren. Allenfalls der Hass-Schwerpunkt hat sich geändert. Wenn ich nichts sage, sage ich wenigstens nichts Falsches, scheint das Motto der Übervorsichtigen zu sein. Der engagierte Liedermacher Jens Fischer Rodrian, der gerade sein neues Buch „Die Armada der Irren“ und seinen CD-Sampler „Protestnoten“ vorgelegt hat, macht aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Dennoch bleibt seine Tür für Einsichtige offen: „Lad sie alle zu dir ein!“ Jens Fischer Rodrian

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Freiheit ist Sklaverei

Eine neue Aristokratie ist dabei, den Alptraum George Orwells noch zu überbieten – nehmen wir ihnen das Zepter aus der Hand. Sie belagern uns fürsorglich und kümmern sich um uns. Jeder kann wie ein dressierte Hund ein halbwegs bequemes Leben führen, sofern er tut, was von ihm verlangt wird. Und sie wollen ja nur, dass wir unsere Selbstbestimmung opfern, unsere Würde und nicht zuletzt auch unsere Kinder, denen wir jeden Morgen auf dem Weg zur Schule ein wahrhaft atemberaubendes Stück Stoff über den traurigen Mund ziehen. Ohne Zweifel erleben wir derzeit nicht das Ende von Corona – vielmehr war Corona erst der Anfang. Ein epochaler Ungestaltungsprozess soll nach dem Gusto der „Eliten“ vonstatten gehen, und er dürfte alle wichtigen Lebensbereiche betreffen. Die Welt steht am Scheidweg: Entweder eine technikgestützte trans- und letztlich inhumane Neue Weltordnung – oder eine Renaissance der Menschlichkeit, vom Autor als „analoger Neo-Humanismus“ bezeichnet. Auszug aus dem Buch „Die Armada der Irren“, die am 28. März erscheint. Jens Fischer Rodrian (mehr …)

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Jens Fischer Rodrian: Auf der Suche nach dem ungelebten Leben

Was macht den Menschen zum Menschen? In diesem Gesicht im Stil von „Slam Poetry“ stellt sich Jens Fischer Rodrian tiefe und grundsätzliche Fragen. Er wehrt sich gegen das Konzept allein selig machender Wahrheiten und beschreibt menschliches Leben als radikal ungesichert, ergebnisoffen, frei nach allen Richtungen. Mit dem Potenzial zum Guten wie zum Bösen, zur Lust wie zum Schmerz. Nur eines darf man auf keinen Fall geschehen lassen: dass das Herz erblindet. „Frei vom vorgelebten Leben, auf der Suche nach dem ungelebten Leben“. (mehr …)

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Jens Fischer Rodrian: Das Projekt PROTESTNOTEN

„Ein Teil des Kunstbetriebes mutiert gerade zum Erfüllungsgehilfen staatlicher Anordnungen und begreift sich als verlängerter Arm der Regierungsdoktrin. Stück für Stück verliert die Kunst den Raum, sich kritisch mit dem Jetzt auseinanderzusetzen.“ Der Musiker und Slam-Poet stellt mit diesem Kurztext auf seiner Projekt-Seite www.protestnoten.de den neuen CD-Sampler vor, der am 21. Januar 2022 erscheinen soll. Jens Fischer Rodrian (mehr …)

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Gegen das Vergessen

Schon viele Jahre konnten wir in den alternativen Medien solche Appelle lesen: Der Fall Julian Assange geht uns alle an. Die Art, wie er behandelt wird, ist ein Anschlag auf die freie Presse als Ganzes. Journalisten, die aus Bequemlichkeit über Assange schweigen, tragen mit dazu bei, dass man ihnen ihre geistige Existenzgrundlage entzieht: die Freiheit, die Wahrheit zu sagen – auch und speziell, wenn sie für Mächtige unbequem ist. Jetzt, seit der Corona-Krise, sehen wir, wie kritischer Journalismus massiv behindert oder unmöglich gemacht wird, wie man versucht, Journalisten durch Jobverlust und Rufmord abzustrafen, wie sich eine luftdichte Decke des Schweigens über die Medienlandschaft legt. Julian Assange lebt noch, auch wenn er vorsätzlich vergessen wird. Er wird noch immer gequält und schikaniert. Er braucht noch immer unsere Hilfe und Solidarität – auch damit der freie Journalismus nicht ganz ausstirbt. Jens Fischer Rodrian

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An die Künstler

Ungehaltene Rede eines Musikers, konzipiert für die Grundrechte-Demo an Pfingsten in Berlin. Früher haben wir die Texte guter Reden veröffentlicht, nachdem diese vor Publikum gehalten worden waren. Heute werden uns zunehmend Reden zugeschickt, die jemand „eigentlich hätte halten wollen“. Auf rätselhafte Weise kamen sie jedoch nicht zur Aufführung. Sie wurden Opfer der Verbotspolitik in diesem Teil der „freien Welt“. Der Slam-Poet, Musiker und Dichter Jens Fischer Rodrian appelliert hier abermals an seine Kolleginnen und Kollegen, ihr offenbar bestehendes Schweigegelübde endlich zu brechen. Manche Passagen aus dem Text werden aufmerksamen HdS-Leserinnen und -Lesern bekannt vorkommen. Aber sie waren ja auch überwiegend für die Demonstrierenden gedacht gewesen. Lesenswert sind die alten wie die neuen Textbausteine. (mehr …)

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Jens Fischer Rodrian interviewt Dr. Wolfgang Wodarg


Dr. Wolfgang Wodarg ist Pneumologe und fester Bestandteil des Corona-Ausschusses. Aufklärer im Schweinegrippe Skandal 2009 und seit neuestem auch Basis Mitglied. Für die Basis kandidiert er im Herbst 2021 für den Bundestag. In diesem Podcast durfte der Slam-Poet, Musiker und Essayist Jens Fischer Rodrian von ihm erfahren, was er als Erstes tun möchte, wenn die Krise vorbei ist. Einige Fragen lauteten: „Was wirst du tun, wenn wir es in den Bundestag schaffen?“ und „Wie gehen wir mit Menschen um, die uns diffamieren?“ Im Interview können wir eine ganz neue Seite des sympathischen Arztes aus Schleswig-Holstein kennenlernen.

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Die Lust, Macht zu begrenzen

David Claudio Siber, Bildquelle: Radio München

Jens Fischer Rodrian interviewt David Claudio Siber („Die Basis“). Ja, man kann auch als integerer, bürgernaher Mensch bei den Grünen sein. Allerdings ist man es dann meist nicht allzu lange. David Claudio Siber wurde von der Flensburger Grünen-Fraktion ausgeschlossen, nachdem er im August auf einer großen Grundrechte-Demonstration in Berlin gesprochen hatte. Zuvor hatte er vergebens versucht, seine Partei zu einer differenzierteren Haltung in der Corona-Frage zu bewegen. Bald darauf trat Siber bei den Grünen aus und in die neu gegründete Partei „Die Basis“ ein. Was hat es mit dieser auf sich? Ist sie eine ernst zu nehmende Hoffnung, um den fortdauernden Freiheitsabbau unter dem Vorwand des Gesundheitsschutzes aufzuhalten? David Claudio Siber diagnostiziert bei seiner Partei etwas Ungewöhnliches: die „Lust, die eigene Macht immer mehr zu begrenzen“. Er sieht die Basis keineswegs als den „verlängerten Arm der Querdenker-Bewegung“. Im Mittelpunkt steht für ihn das Eintreten für die Grundrechte – etwas, das für demokratische Parteien selbstverständlich sein sollte, es jedoch längst nicht mehr ist. Auch den Vorwurf der Verharmlosung von Covid-19 weist Siber zurück. Er gibt diesen Ball an die Regierungsunterstützer zurück, die beweisen müssten, dass sie keine Verharmloser der drastischen Folgeschäden der Corona-Maßnahmen seien. Interviewer: Jens Fischer Rodrian

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Jens Fischer Rodrian interviewt Christoph Bedürftig (Die Basis)

Jens Fischer Rodrian hat am Rande des Bundesparteitags der neuen Partei „Die Basis“ einige Interviews mit Teilnehmer*innen geführt. Christoph Bedürftig wurde beim ersten Bundesparteitag der Partei auf den Listenplatz 2 in Niedersachsen gewählt. Käme die Basis im September in den Bundestag, wäre er „drin“. „Meckern allein reicht nicht“, sagt er. Nach Monaten des Leidens über den Lockdown entschloss er sich, selbst in die Aktion zu gehen. In dem Interview erfahren wir viel nicht nur über die Person Christoph Bedürftigs, sondern auch über Programme und Themenschwerpunkte der Partei „Die Basis“. Am wichtigsten ist ihm dabei die „Säule Machtbegrenzung“. Aufgrund schmerzhafter Erfahrungen in der Wirtschaft kam er zu dem Ergebnis: „Es ist mir zutiefst zuwider, Macht auszuüben“. Was macht er dann in der Politik und wie soll das funktionieren? Hört selber! Interview: Jens Fischer Rodrian und Raute Hesse.
https://soundcloud.com/f-i-s-c-h-e-r/basis-interview-christoph-bedurftig

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„Kunst ist Überlebensmittel“. Interview mit Jens Fischer Rodrian und LÜÜL

LÜÜL, Foto: Ralf Schulze (rs-foto.de) cc-by-sa

Vor dem Krieg gegen das Virus konnte man auch und gerade von Künstlern eigene Meinungen hören. Wenn Künstler heute überhaupt noch Meinungen äußern, sind es nicht selten solche, die man auch von den Merkels hören konnte. Aber es gibt sie noch, die echten Künstler. Zwei dieser Echten, die Musiker LÜÜL und Jens Fischer Rodrian, waren jüngst bei einem Kamera-Gespräch mit Uli Gellermann in einem der legendären Berliner Clubs. Schauen Sie das Video auf Ken FM.
https://www.rationalgalerie.de/home/kunst-ist-ueberlebensmittel

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