In Deutschland wird viel über Datenschutz diskutiert, z. B. im Zuge der neuen Krankenversicherungskarte. Doch die Frage, ob unsere Daten sicher sind, ist auch eine der Internetnutzer. Ohne Absicht geben Menschen oft leichtsinnig zu viel preis. Gerade mit immer besser werdenden KI Tools werden viele Opfer von Scams oder Deepfakes. In diesem Artikel erläutern wir, wo Gefahren liegen und wie Sie sich schützen können.

Datenschutz – die häufigsten Gefahren im Internet

Beim Thema Datenschutz im Internet und auf sozialen Medien bestehen verschiedene Gefahren, die Nutzer kennen sollten:

  • Datenmissbrauch
    Persönliche Daten können von Unternehmen oder Dritten ohne Zustimmung gesammelt, gespeichert und weiterverkauft werden, oft für Werbezwecke oder andere kommerzielle Interessen.
  • Identitätsdiebstahl
    Durch das Sammeln von persönlichen Informationen können Kriminelle Identitäten stehlen und missbrauchen, z. B. für Betrug oder finanzielle Straftaten.
  • Profilbildung und Überwachung
    Soziale Medien und Webseiten erstellen detaillierte Nutzerprofile, die zur gezielten Werbung, aber auch zur Überwachung und Manipulation genutzt werden können.
  • Phishing und Betrug
    Über soziale Medien und E-Mails werden oft gefälschte Nachrichten verbreitet, die Nutzer zur Preisgabe sensibler Daten oder sogar ihrer Bankdaten verleiten sollen.
  • Unkontrollierte Verbreitung
    Einmal online gestellte persönliche Informationen oder Bilder können schnell und dauerhaft verbreitet werden, oft ohne Möglichkeit der vollständigen Löschung.
  • Schwache Sicherheit
    Unzureichende Sicherheitsmaßnahmen bei Plattformen oder durch Nutzer selbst (z. B. einfache Passwörter) erhöhen das Risiko von Hackerangriffen.

Diese Gefahren machen es wichtig, bewusst und vorsichtig mit persönlichen Daten im Internet umzugehen, Datenschutzeinstellungen zu prüfen und sichere Passwörter zu verwenden.

Mehr Sicherheit im Internet.

Wie erkenne ich diese Gefahren?

Gefahren beim Datenschutz im Internet und auf sozialen Medien erkennt man oft an bestimmten Anzeichen. Hier ein paar Beispiele, wie man sie identifizieren kann:

  • Unerwartete Anfragen nach persönlichen Daten
    Wenn eine Webseite oder Nachricht plötzlich nach sensiblen Informationen wie Passwörtern, Kreditkartendaten oder Sozialversicherungsnummern fragt, ist Vorsicht geboten – das kann Phishing sein.
  • Ungewöhnliche Aktivitäten im Konto
    Plötzliche Änderungen im Profil, unerklärliche Freundschaftsanfragen oder Nachrichten, die man nicht selbst verschickt hat, können auf einen gehackten Account hinweisen.
  • Verdächtige Links und Nachrichten
    Nachrichten mit Rechtschreibfehlern, Drohungen oder zu guten Angeboten, die zum Klicken auffordern, sind oft Betrugsversuche.
  • Übermäßige Werbung, die auf persönliche Interessen zugeschnitten ist
    Wenn Werbung plötzlich sehr genau auf private Details passt, kann das ein Zeichen für umfangreiche Profilbildung und Datenweitergabe sein.
  • Fehlende oder schwer auffindbare Datenschutzhinweise
    Webseiten oder Apps, die keine klaren Angaben zum Umgang mit Daten machen, sollten mit Vorsicht genutzt werden.
  • Unbekannte Apps oder Programme mit Zugriffsrechten
    Wenn Apps auf soziale Medien oder Geräte Zugriff auf viele Daten verlangen, die für ihre Funktion nicht notwendig sind, kann das riskant sein.
Beispiel Phishing: Erkennungsmerkmale

Phishing gehört zu den häufigsten Betrugsversuchen. Prüfen Sie daher Ihre Nachrichten immer genau und reagieren Sie nicht auf solche, die Ihnen verdächtig vorkommen.

Hier sind die häufigsten Arten von Phishing:

  • Gefälschte E-Mails von Banken oder Online-Diensten:
    • Inhalt: Aufforderung, Kontodaten oder Passwörter zu bestätigen oder zu ändern, oft mit Drohungen wie Kontosperrung.
    • Erkennung: Die Absenderadresse sieht oft ähnlich aus, ist aber leicht verändert; die E-Mail enthält Rechtschreibfehler oder ungewöhnliche Formulierungen; Links führen zu gefälschten Webseiten (URL prüfen!).
  • Nachrichten mit angeblichen Gewinnspielen oder Gutscheinen:
    • Inhalt: Versprechen von kostenlosen Geschenken oder Geld, wenn man auf einen Link klickt oder persönliche Daten eingibt.
    • Erkennung: Zu schön, um wahr zu sein; keine offizielle Webseite oder Kontaktmöglichkeit; Druck, schnell zu reagieren.
  • Phishing-SMS (Smishing):
    • Inhalt: Kurznachrichten, die angeblich von bekannten Firmen stammen und einen Link enthalten, um z. B. eine Lieferung zu bestätigen.
    • Erkennung: Unbekannte Nummern, ungewöhnliche Sprache, Links führen zu unsicheren Seiten.
  • Fake-Anrufe (Vishing):
    • Inhalt: Anrufer geben sich als Bankmitarbeiter oder Behörden aus und verlangen vertrauliche Informationen.
    • Erkennung: Unerwartete Anrufe, Druckausübung, keine Möglichkeit, zurückzurufen oder offizielle Nummern zu überprüfen.
  • Gefälschte Social-Media-Nachrichten:
    • Inhalt: Freundschaftsanfragen oder Nachrichten von gehackten Konten mit Links zu angeblichen Fotos oder Videos.
    • Erkennung: Ungewöhnlicher Tonfall, unerwartete Nachrichten, Links nicht anklicken.

Phishing erkennt man vor allem durch genaues Prüfen von Absendern, URLs und der Art der Ansprache. Geben Sie niemals persönliche Daten über unsichere Kanäle preis und fragen Sie bei Zweifeln direkt bei der offiziellen Stelle nach. Bei Anfragen von angeblichen Banken können Sie sicher sein, dass es ein Betrugsversuch ist. Ihre Bank wird niemals per Mail nach Ihrem Passwort fragen oder Ihnen einen Link schicken.

Wenn Sie diese Hinweise beachten, sind Sie beim Thema Datenschutz schon gut aufgestellt. Dennoch können und sollten Sie sich „Unterstützung“ holen – es gibt zahlreiche Apps und Browser Plugins, die Sie vor Datenlecks, Tracking und weiteren Gefahren schützen.

Was ist Browser-Fingerprinting?

Browser-Fingerprinting bedeutet, dass beim Besuch einer Webseite zahlreiche technische Details des Browsers und Geräts gesammelt werden. Dazu gehören unter anderen folgende Informationen:

  • Browsertyp
  • Version
  • installierte Schriftarten
  • Bildschirmauflösung
  • Zeitzone
  • Betriebssystem
  • aktive Plugins
  • Spracheinstellungen
  • Hardwaremerkmale.

Diese Kombination einzigartiger Merkmale erzeugt einen digitalen Fingerabdruck, der Nutzer auch ohne Cookies identifizieren kann. Webseitenbetreiber oder Werbenetzwerke nutzen diesen Fingerabdruck, um Nutzer über verschiedene Seiten hinweg zu verfolgen, selbst wenn Cookies gelöscht oder blockiert werden. Da viele dieser Daten automatisch und ohne direkte Zustimmung übertragen werden, ist Browser-Fingerprinting eine besonders schwer zu umgehende Tracking-Methode.

Gefahren von digitalem Fingerprinting

Browser-Fingerprinting birgt erhebliche Risiken für die Privatsphäre, da es eine nahezu eindeutige Identifikation von Nutzern ermöglicht, ohne deren Wissen oder Zustimmung. Dies führt zu umfassendem Tracking über verschiedene Webseiten hinweg, was Nutzerprofile erstellt und Verhaltensmuster analysiert.

Dadurch können persönliche Vorlieben, Interessen und sogar Bewegungen im Netz nachvollzogen werden. Da Fingerprinting oft ohne aktive Zustimmung erfolgt und schwer zu blockieren ist, entzieht es Nutzern die Kontrolle über ihre Daten und erhöht das Risiko von Datenmissbrauch und unerwünschter Überwachung.

Checkliste – Tipps für mehr Datenschutz im Internet

Beim Thema Datenschutz in sozialen Medien sollte man besonders folgende allgemeine Punkte beachten, auch im Kontext von Gefahren durch KI-Technologien wie Deepfakes:

  • Bewusster Umgang mit persönlichen Daten:
    Teilen Sie nur notwendige Informationen und überprüfen Sie regelmäßig Ihre Datenschutzeinstellungen, um zu steuern, wer Ihre Beiträge und Daten sehen kann.
  • Vorsicht bei Fotos und Videos:
    Bilder und Videos können leicht kopiert, verändert oder missbraucht werden. KI-gestützte Deepfakes können realistisch manipulierte Inhalte erzeugen, die Sie in falschem Licht darstellen oder für Betrug genutzt werden.
  • Prüfung von Inhalten auf Echtheit:
    Seien Sie skeptisch bei ungewöhnlichen oder emotional aufwühlenden Videos und Bildern, besonders wenn sie von unbekannten Quellen stammen. Deepfakes sind oft schwer zu erkennen, aber Unstimmigkeiten in Mimik, Stimme oder Bewegungen können Hinweise sein.
  • Schutz vor Identitätsdiebstahl:
    Vermeiden Sie es, zu viele persönliche Details öffentlich zu machen, die Kriminelle für gefälschte Profile oder Deepfake-Videos nutzen könnten.
  • Sicheres Passwort und Zwei-Faktor-Authentifizierung:
    Schützen Sie Ihre Konten vor unbefugtem Zugriff, um Missbrauch durch Fremde zu verhindern.
  • Bewusstsein für KI-Gefahren fördern:
    Informieren Sie sich und andere über die Risiken von KI-Manipulationen und wie man sie erkennt, um nicht Opfer von Desinformation oder Betrug zu werden.
  • Meldemöglichkeiten nutzen:
    Melden Sie verdächtige oder manipulierte Inhalte bei der Plattform, um deren Verbreitung einzudämmen.

Diese Maßnahmen helfen, die Privatsphäre zu schützen und sich gegen neue, KI-basierte Gefahren besser zu wappnen.

DSGVO

Datenschutz nach DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine EU-Verordnung, die den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union regelt. Hier sind die wichtigsten Punkte der DSGVO in Überblick:

  • Recht auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung:
    Personen haben das Recht, selbst zu bestimmen, wie ihre personenbezogenen Daten verwendet werden.
  • Transparenz und Informationspflichten:
    Unternehmen müssen klar und verständlich darüber informieren, welche Daten sie erheben, zu welchem Zweck und wie lange sie gespeichert werden.
  • Einwilligung:
    Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur erlaubt, wenn die betroffene Person ausdrücklich zustimmt oder eine andere rechtliche Grundlage vorliegt.
  • Rechte der Betroffenen:
    Personen haben umfangreiche Rechte, darunter:
    • Auskunftsrecht über gespeicherte Daten
    • Recht auf Berichtigung unrichtiger Daten
    • Recht auf Löschung („Recht auf Vergessenwerden“)
    • Recht auf Datenübertragbarkeit
    • Widerspruchsrecht gegen bestimmte Datenverarbeitungen
  • Datensicherheit:
    Verantwortliche müssen geeignete technische und organisatorische Maßnahmen treffen, um personenbezogene Daten vor Verlust, Missbrauch oder unbefugtem Zugriff zu schützen.
  • Meldepflicht bei Datenschutzverletzungen:
    Datenschutzverletzungen müssen innerhalb von 72 Stunden an die zuständige Aufsichtsbehörde gemeldet werden, wenn ein Risiko für die Rechte der Betroffenen besteht.
  • Datenschutz-Folgenabschätzung:
    Bei besonders risikoreichen Datenverarbeitungen ist eine Bewertung der Auswirkungen auf den Datenschutz erforderlich.
  • Verantwortlichkeit und Rechenschaftspflicht:
    Unternehmen müssen nachweisen können, dass sie die DSGVO einhalten (z. B. durch Dokumentation und Schulungen).
  • Bußgelder:
    Verstöße gegen die DSGVO können mit empfindlichen Geldstrafen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.

Diese Punkte bilden die Grundlage für den Schutz personenbezogener Daten in der EU und verpflichten Unternehmen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Daten.

Praktische Tools für mehr Sicherheit im Internet – Apps, Browser und Plugins

Für mehr Datenschutz im Internet brauchen Sie auch die richtigen Werkzeuge. Eines der lästigsten Internetprobleme ist das Tracking – jeder Klick, den Sie machen, sorgt für personalisierte Werbung (targeted ads) und sogar für personalisierte Suchergebnisse, die viele andere Treffer ausblenden. Die Gefahr einer „Informationsblase“ ist groß. Doch gerade Tracking kann gut vermieden werden, indem Sie die richtigen Tools nutzen.

So schützen Sie sich vor Tracking

Im Internet und auf sozialen Medien werden Nutzerdaten oft ohne explizite Zustimmung gesammelt, um Verhalten, Vorlieben und Bewegungen im Netz zu analysieren. Dies geschieht häufig durch Cookies, Pixel, Skripte oder andere Tracking-Technologien, die Profile erstellen und personalisierte Werbung ermöglichen.

Um sich effektiv gegen unerwünschtes Tracking zu schützen, können Sie verschiedene Plugins und Apps nutzen, die Tracking blockieren oder einschränken. Hier einige empfehlenswerte Lösungen:

  • Browser-Erweiterungen (Plugins):
    • uBlock Origin: Ein leistungsstarker Werbe- und Tracker-Blocker, der viele Tracking-Skripte und Anzeigen filtert.
    • Privacy Badger: Entwickelt von der Electronic Frontier Foundation (EFF), erkennt und blockiert automatisch Tracker, die Sie im Internet verfolgen.
    • Ghostery: Zeigt an, welche Tracker auf einer Webseite aktiv sind, und ermöglicht das gezielte Blockieren.
    • HTTPS Everywhere: Sorgt für verschlüsselte Verbindungen, was das Abfangen von Daten erschwert.
  • Apps und Tools für Smartphones:
    • Blokada (Android/iOS): Ein umfassender Werbe- und Tracker-Blocker, der systemweit funktioniert.
    • Firefox Focus (iOS/Android): Ein datenschutzorientierter Browser, der Tracking automatisch blockiert.
    • 1Blocker (iOS): Ermöglicht das Blockieren von Trackern und Werbung im Safari-Browser.

Weitere Maßnahmen:

  • Nutzen Sie regelmäßig den Inkognito- oder privaten Modus Ihres Browsers, um Tracking-Cookies zu minimieren.
  • Prüfen und passen Sie die Datenschutzeinstellungen in sozialen Medien an, um die Datenerfassung einzuschränken.
  • Verwenden Sie VPN-Dienste, um Ihre IP-Adresse zu verschleiern und Ihre Online-Aktivitäten zu schützen.

Diese Tools und Maßnahmen helfen, Ihre Privatsphäre im Netz besser zu schützen und unerwünschtes Tracking zu reduzieren.

Im Hinblick auf Datenschutz sind bestimmte Browser und Suchmaschinen besonders empfehlenswert, da sie den Schutz Ihrer persönlichen Daten und Ihrer Privatsphäre in den Mittelpunkt stellen:

Datenschutzfreundliche Browser

Mit dem richtigen Browser ist ein großer Teil des Datenschutzes schon erledigt. Die folgende Tabelle stellt die sichersten Browser und ihre Vorteile vor.

BrowserVorteile
Mozilla FirefoxOpen-Source und mit starken Datenschutzfunktionen.
Bietet integrierten Tracking-Schutz, der Drittanbieter-Tracker blockiert.
Erweiterbar mit vielen Datenschutz-Add-ons wie uBlock Origin oder Privacy Badger.
BraveFokus auf Privatsphäre und Geschwindigkeit.
Blockiert standardmäßig Werbung und Tracker.
Integrierte Funktionen wie HTTPS Everywhere und Tor-Modus für anonymes Surfen.
Tor BrowserNutzt das Tor-Netzwerk, um Ihre Identität und Ihren Standort zu verschleiern.
Sehr hoher Schutz vor Tracking und Überwachung, ideal für maximale Anonymität.
Safari (Apple)Bietet intelligente Tracking-Prävention (ITP), die Tracker einschränkt.
Besonders gut integriert in das Apple-Ökosystem mit Fokus auf Datenschutz.
OperaServer in Europa
Zahlreiche integrierte Datenschutzfunktionen wie kostenloser VPN und automatischer Blockierung von Trackern und Werbung

Datenschutzfreundliche Suchmaschinen

Gerade Google ist bekannt für seine stark personalisierten Sucherergebnisse und übermäßiges Sammeln von Daten – Zeit, sich nach einer anderen Suchmaschine umzusehen. Die Tabelle zeigt Ihnen einige gute und sichere Alternativen.

SuchmaschineVorteile
DuckDuckGoSpeichert keine persönlichen Daten oder Suchverläufe.
Blockiert Tracker auf den besuchten Webseiten.
Bietet neutrale Suchergebnisse ohne Personalisierung.
StartpageNutzt Google-Suchergebnisse, schützt aber Ihre Privatsphäre, indem keine Daten gespeichert oder weitergegeben werden.
Keine Verfolgung oder Profilbildung.
QwantEuropäische Suchmaschine mit Fokus auf Datenschutz.
Speichert keine persönlichen Daten und verwendet keine Tracking-Technologien.
EcosiaDatenschutzfreundlich und pflanzt mit den Einnahmen Bäume.
Verwendet Bing-Suchergebnisse, speichert aber keine persönlichen Daten.

Diese Browser und Suchmaschinen bieten einen guten Schutz Ihrer Daten und helfen, Tracking und Profilbildung zu minimieren.

Mehr Datenschutz für sensible Inhalte in der Cloud.

Datensicherheit in der Cloud

Für Sicherheit in der Cloud gibt es mehrere wichtige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Daten bestmöglich zu schützen. Gleichzeitig gibt es Cloud-Dienste, die sich durch besonders hohe Sicherheitsstandards auszeichnen. Beides stellen wir in den folgenden Abschnitten vor.

Wie Sie für Sicherheit in der Cloud sorgen können

Ebenso wie auf Ihren eigenen Geräten, sollten Sie einige Sicherheitshinweise beachten, wenn Sie einen Cloud-Dienst nutzen. Die folgenden Checkliste zeigt die wichtigsten Faktoren.

  • Starke Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA):
    Verwenden Sie komplexe, einzigartige Passwörter für Ihre Cloud-Konten und aktivieren Sie, wo möglich, 2FA, um den Zugriff zusätzlich abzusichern.
  • Verschlüsselung:
    • Achten Sie darauf, dass Ihre Daten sowohl bei der Übertragung (Transportverschlüsselung) als auch auf den Servern (Speicherverschlüsselung) verschlüsselt sind.
    • Nutzen Sie, wenn möglich, Dienste, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anbieten, sodass nur Sie Zugriff auf die Daten haben.
  • Regelmäßige Backups:
    Erstellen Sie regelmäßige Sicherungskopien Ihrer wichtigen Daten, um bei Datenverlust oder Ransomware-Angriffen gewappnet zu sein. Unter anderem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bietet Anleitungen für verschiedene Geräte und Betriebssysteme.
  • Zugriffsrechte kontrollieren:
    Vergeben Sie Zugriffsrechte nur nach dem Prinzip der geringsten Rechte (Need-to-know) und überprüfen Sie regelmäßig, wer Zugriff auf Ihre Daten hat.
  • Software-Updates und Sicherheits-Patches:
    Halten Sie Ihre Geräte und Anwendungen stets aktuell, um Sicherheitslücken zu schließen.
  • Vertrauenswürdige Anbieter wählen:
    Setzen Sie auf Cloud-Dienste mit transparenten Datenschutzrichtlinien, Standort in datenschutzfreundlichen Ländern und Zertifizierungen (z. B. ISO 27001, GDPR-Konformität).

Besonders empfehlenswerte Cloud-Dienste mit hohem Sicherheitsstandard

Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass „Cloud“ schlicht bedeutet, dass sie ihre Daten auf einen Fremdserver hochladen. Dementsprechend sollte man besonders auf seriöse Anbieter achten. Die Aufzählung stellt Ihnen einige Beispiele vor.

  • Tresorit:
    • Schweizer Cloud-Anbieter mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
    • Starke Datenschutzrichtlinien und Server in der Schweiz.
  • Nextcloud:
    • Open-Source-Cloud, die Sie selbst hosten oder bei vertrauenswürdigen Providern nutzen können.
    • Volle Kontrolle über Ihre Daten und hohe Anpassbarkeit.
  • Proton Drive:
    • Cloud-Speicher vom Anbieter ProtonMail mit Fokus auf Sicherheit und Datenschutz.
    • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Server in der Schweiz.
  • Sync.com:
    • Kanadischer Anbieter mit starker Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
    • Keine Kenntnis der gespeicherten Daten durch den Anbieter.
  • SpiderOak ONE:
    • Fokus auf Datenschutz und Sicherheit mit Zero-Knowledge-Verschlüsselung.
    • Besonders für sensible Daten geeignet.

Diese Dienste bieten eine Kombination aus technischer Sicherheit und Datenschutz, die Ihnen hilft, Ihre Cloud-Daten bestmöglich zu schützen.

Fazit

Ihre Sicherheit im Internet besteht aus zwei Säulen: Die eine ist, dass Sie Ihre Daten nicht leichtfertig und umfassend preisgeben und achtsam gegenüber Betrugsversuchen sind. Die andere ist, sich effektive Tools anzuschaffen, die die eigenen Bewegungen im Netz nicht nachvollziehbar machen und die eigenen Daten schützt, seien es das E-Mail-Programm, gespeicherte Daten oder Cloud-Dateien.

Nicht nur Betrüger, auch Firmen nutzen zahlreiche Tricks, die Bewegungen der Nutzer im Internet zu tracken, um z. B. personalisierte Werbung oder Browserergebnisse zu generieren. Es ist also nötig, genau darauf zu achten, wem Sie welche Daten anvertrauen.

FAQ

  1. Was versteht man unter Datenschutz im Internet?

    Datenschutz im Internet schützt persönliche Daten vor unbefugtem Zugriff, Missbrauch oder Veröffentlichung. Er umfasst Maßnahmen, um die Privatsphäre zu wahren, etwa durch Verschlüsselung, sichere Passwörter und bewussten Umgang mit persönlichen Informationen.

  2. Warum ist Datenschutz wichtig?

    Datenschutz schützt vor Identitätsdiebstahl, Betrug und unerwünschter Überwachung. Er sichert die Kontrolle über persönliche Daten und verhindert, dass sensible Informationen ohne Zustimmung weitergegeben oder missbraucht werden.

  3. Welche Daten gelten als besonders schützenswert?

    Besonders schützenswert sind personenbezogene Daten wie Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail, Gesundheitsdaten, Bankverbindungen und Online-Verhalten. Diese Daten können Rückschlüsse auf die Identität und das Privatleben zulassen.

  4. Wie können Nutzer ihre Daten im Internet schützen?

    Nutzer sollten starke Passwörter verwenden, regelmäßig Software aktualisieren, auf HTTPS achten und vorsichtig mit der Weitergabe persönlicher Daten sein. Auch das Nutzen von VPNs und das Vermeiden öffentlicher WLANs erhöht die Sicherheit.

  5. Was ist eine Datenschutzerklärung?

    Eine Datenschutzerklärung informiert Nutzer transparent darüber, welche Daten gesammelt, wie sie verwendet und gespeichert werden. Sie ist gesetzlich vorgeschrieben und schafft Vertrauen durch klare Regeln zum Umgang mit persönlichen Informationen.

  6. Welche Rolle spielt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)?

    Die DSGVO ist ein EU-Gesetz, das den Schutz personenbezogener Daten stärkt. Sie verpflichtet Unternehmen zu Transparenz, Datenminimierung und gibt Betroffenen Rechte wie Auskunft, Löschung und Widerspruch gegen Datenverarbeitung.

  7. Was sind Cookies und wie beeinflussen sie den Datenschutz?

    Cookies sind kleine Dateien, die Webseiten auf dem Gerät speichern, um Nutzer zu erkennen und Verhalten zu analysieren. Sie können die Privatsphäre beeinträchtigen, wenn sie ohne Zustimmung Tracking ermöglichen oder Daten an Dritte weitergeben.

  8. Wie erkennt man sichere Webseiten?

    Sichere Webseiten nutzen HTTPS, erkennbar am Schloss-Symbol in der Browserzeile. Sie schützen Datenübertragungen durch Verschlüsselung und verfügen über gültige Zertifikate, die Vertrauen und Datenschutz gewährleisten.

  9. Was ist Phishing und wie schützt man sich davor?

    Phishing ist eine Betrugsmasche, bei der gefälschte E-Mails oder Webseiten persönliche Daten abgreifen wollen. Schutz bieten Misstrauen bei ungewöhnlichen Nachrichten, keine Links anklicken und direkte Eingabe von URLs im Browser.

  10. Welche Rechte haben Nutzer bezüglich ihrer Daten im Internet?

    Nutzer haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung und Einschränkung der Verarbeitung ihrer Daten. Sie können der Nutzung widersprechen und Datenportabilität verlangen, um Kontrolle über ihre persönlichen Informationen zu behalten.

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