Die Unantastbarkeit und die Würde jedes Einzelnen

 in Politik (Ausland), Politik (Inland)

EulenfederEulenfeder deckt in einem Gedicht die Widersprüche unserer Demokratie auf, deren Praxis viel zu oft im glatten Gegenteil schönklingender Theorie besteht. In einem anschießenden Aufsatz erklärt der Häuptling jedoch auch, worin er die Lösung sieht: Im Sinn Tucholskys plädiert er für die Wiederentdeckung des Einzelnen als Ausgangs- und Mittelpunkt allen gemeinschaftlichen Handelns. In kleinen Organisationseinheiten, frei von der Gängelung großer Strukturen, sollen Menschen einander helfen, akzeptieren und trösten. Eulenfeder kommt dadurch der ursprünglichen Idee des Anarchismus viel näher, als es der herrschaftsfreundliche Politikbetrieb wahrhaben will, der noch immer das Klische vom glutäugigen Bombenwerfer pflegt Menschenwürde, das große Versprechen unseres Grundgesetzes, entfaltet sich vor allem im Einzelnen, der sich frei von kollektivem Druck und Zwang entfalten kann.

„DIE UNANTASTBARKEIT UND DIE WÜRDE JEDES EINZELNEN!“…

garantiert uns – die demokratie?
die waffen liefert – für friedliche lösungen?
kopftücher verbietet – für die glaubensfreiheit?
die bürger ausspioniert – für individuelle freiheit?
arbeitsmarkt diktiert – für chancengleichheit?
polizei präsentiert – für die meinungsfreiheit?
armut schafft – für soziale gerechtigkeit?
fremdbetreuung erzwingt – für den erhalt der familie?
ausländische bürger ausgrenzt – für integration?
zwangsräumungen erlaubt – für wohnraum-beschaffung?
entmündigt und kaserniert – für die würde im alter?
lebenshaltungskosten erhöht – gegen armut?
wahlbetrug kultiviert – für die glaubwürdigkeit?
das grundgesetz missachtet – für eine rechtgerechtigkeit?
sich kaufen lässt – für unbestechlichkeit?
geheim verhandelt – für transparenz?
elitäre zwangsverordnungen – für eine freiheitliche gesellschaft?

wie sehr sie sich doch
selbst widerspricht – die demokratie!
wie trügerisch – verlogen sie
missbraucht wird – nie vollzogen
im eigentlichen sinne!

diktatur und unterdrückung
armut und soziale ungerechtigkeit
missachtung der
UNANTASTBARKEIT UND WÜRDE JEDES EINZELNEN MENSCHEN
– so zeigen sich demokratien in wirklichkeit!

„lasst uns erhalten und schützen, was wir an demokratischen werten haben!“ –
so hör ich euch hoffnungsvoll sagen.
aber wo bitteschön sind diese werte denn,
die ihr zu verteidigen gedenkt??

eine chronologie der enttäuschungen,
der nichtmachbarkeit – die DEMOKRATIE
ein irrglaube an mitbestimmung

eine harmonie, ein demokratisches auskommen, umgehen mit anderen lässt sich nicht erzwingen, kann nicht verordnet werden. die freiwilligkeit in freizügigkeit unter einem schirm von achtung, respekt, anererkennung, rücksicht, mitgefühl, verzicht zu gunsten anderer – damit lassen sich auch gegensätze überbrücken, mit verständnis zueinanderführen. nicht schwer sich das als positiv-fruchtbares miteinander vorzustellen, wenn man diesbezüglich in kleineren gesellschaftlichen rahmen denkt! – im freundeskreis, in beziehungen, familien, in nachbarschaftlichen dimensionen. man will ein gutes auskommen, ist bereit zu teilen, sich zu helfen, den anderen zu verstehen, seine meinung zu akzeptieren, sie als bereicherung zu empfinden, sich zu interessieren für andere lebensphilosophien, glauben lassen, man ist bereit zu helfen wenn einer in not gerät, zu trösten wenn leid erfahren wird. all das – so vorbildlich im sinne eines humanen umgangs miteinander – wenn es, wie schon gesagt, in einem überschaubaren, direkt miteinbezogenen gesellschaftlichen rahmen gelebt wird.

dieses „idealbild“ eines zusammenlebens wird zerstört, mehr und mehr unmöglich gemacht wenn durch eine regierungsform solches verordnet wird, gesetzlich bestimmt, aufgezwungen innerhalb eines grösseren gesellschafts-konstruktes. damit beginnt schon ein diktiertes miteinander, das keines mehr ist – weil einheitlich verordnet. eine künstliche hirarchie wird geschaffen, eine gleichberechtigung damit zerstört, der wille jedes einzelen seinen teil beizutragen für ein vorher beschriebenes ideal – gebrochen im sinne eines unterwerfens unter ein staatlich diktiertes konstrukt. menschliche belange und bedürfnisse für ein freiwilliges zusammenleben in einer selbstgewollten harmonie weichen einem funktionieren-müssen innerhalb einer kommunalen gesetzgebung, und diese wird unter zwang ausgeübt, von übergeordneten bestimmt!

wo also – durch gemeinschaftszwang – eine wirkliche demokratie, wie sie im beschriebenen kleinen umfeld durchaus freiwillig und im eigentlichen sinne gelebt wird, zerstört wird, ganz einfach weil durch übergeordnetes verordnen kein demokratisches umgehen mehr möglich gemacht wird, muss eine demokratie schon scheitern! harmonie lässt sich nicht erzwingen! – erst recht nicht in einer „staatengemeinschaft“. ein zwangsvereintes europa!? – je grösser eine lebensgemeinschaft – erst recht wenn völlig undemokratisch aufgezwungen – desto mehr missachtung der belange jedes einzelnen.

und damit beginnt mein bescheidener aufsatz wieder oben bei der überschrift:
DIE UNANTASTBARKEIT UND DIE WÜRDE JEDES EINZELNEN

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