Weihnachtswunsch von Bernhard Fricke: Handeln, nicht reden

 in Politik (Inland), Spiritualität
"Sonnenarche" nebst Bewohnern

„Sonnenarche“ nebst Bewohnern

Bernhard Fricke, Begründer der Umweltinitiative „David gegen Goliath“ und Gastgeber der „Sonnenarche“, ist nicht der erste, der darauf hinweist, dass die Geschichte der Unterkunft suchenden „Heiligen Familie“ eine Flüchtlingsgeschichte ist, die uns zu mitmenschlichem Handeln auffordert. In diesem Jahr, in dem vor allem Irak- und Syrien-Flüchtlinge dringend unserer Hilfe bedürfen, erscheint das Thema aber besonders aktuell. Fricke spricht seine Vereinsmitglieder als „Davids“ an, meint aber hier auch uns, die wir – oft auf verlorenem Posten – gegen einer Übermacht kämpfen. Er möchte auch einige Flüchtlinge auf seinem tierreichen Hof nahe dem Chiemsee aufnehmen. Hoffentlich werden diese Menschen schon durch den Kontakt mit diversen Schafen, Hunden und Eseln etwas Trost erfahren können.

Jeder einzelne soll sich sagen:
Für mich ist die Welt geschaffen,
darum bin ich mitverantwortlich.

Babylonischer Talmud

Liebe Davids,

so viele Worte, so viele Appelle, so viel Wissen und so wenig Weisheit. Deshalb die Davids-Botschaft zum Weihnachtsfest 2014: In stetig wachsender liebevoller Konsequenz das schon längst als richtig Erkannte immer mehr zu tun, nicht mehr so viel von Frieden und Liebe zu reden, sondern sie zu praktizieren in allen unseren Lebensäußerungen, Gedanken, Gefühlen und Taten. Oder wie es Goethe im Faust auf den Punkt gebracht hat: „Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich nun endlich Taten sehen“.

Die Weihnachtsgeschichte, in der Josef und Maria verzweifelt nach einem Raum für die Geburt ihres Sohnes Jesus, dem Christus, suchen und Abweisung um Abweisung erdulden müssen, bevor sie in einem Stall eine an Kargheit kaum zu überbietende Unterkunft finden, hat zum Weihnachtsfest 2014 eine ganz aktuelle Parallele: Millionen von Menschen sind in Syrien und im Irak auf der Flucht vor entfesselte Mörderbanden. Sie haben bis auf ihr Leben und ihre Hoffnung alles verloren. Nur ein Bruchteil von ihnen hat es geschafft, die abgeschotteten europäischen Grenzen zu überqueren und auch in Deutschland Aufnahme und Schutz zu finden. Diese schwer traumatisierten Menschen brauchen unsere Hilfe, auch in Form von einfacher menschlicher Zuwendung.

Wir haben Kontakte aufgenommen, um einigen Flüchtlingen, wenn es die Bürokratie zulässt, in der Sonnen-Arche Lebensraum zu geben.

Unser Weihnachtswunsch an alle Davids und lernfähigen Goliaths: Möge doch jeder einmal herausfinden, z.B. durch einen Mausclick oder durch einen Anruf bei seiner Gemeinde, wo Flüchtlinge in seiner Nähe untergebracht sind, um dann vor Ort zu erkunden, welche konkrete Hilfe, materiell oder rein menschlich, z.B. durch eine Weihnachtseinladung oder einen Weihnachtsspaziergang, möglich ist.

Auch die kleinste Geste kann möglicherweise Schmerzen lindern und verlorene Menschenwürde zurückgeben.

Nicht reden, sondern handeln: Möge unser Davids-Motto uns in besonderer Weise zu Taten der Liebe zum Weihnachtsfest 2014 inspirieren.

In diesem Sinne – ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest und einen nie versiegenden Mut und Ausdauer auf unserem Davids-Weg der kleinen Schritte mit großer Perspektive,

Ihr/Euer Bernhard Fricke

PS: Auch in diesem Jahr weisen wir sehr gerne auf den Jahresbegleiter für 2015 „weltverbunden leben. Reich-Gottes-Impulse für jeden Tag“ von unserem Freund Claus Petersen hin, dem wir viele inspirierende Texte verdanken. Das Titelbild sowie ein Bestellformular ist zu finden über den Link http://www.reich-gottes-jetzt.de/allgemein/jahresbegleiter-2015-weltverbunden-leben-erschienen/.

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