Greta Thunbergs Wutrede beim UNO-Klimagipfel

„Wie könnt ihr es wagen zu glauben, dass man das lösen kann, indem man so weitermacht wie vorher – und mit ein paar technischen Lösungsansätzen? Ihr seid immer noch nicht reif genug zu sagen, wie es wirklich ist. Ihr lasst uns im Stich. Alle kommenden Generationen haben euch im Blick, und wenn ihr euch dazu entscheidet, uns im Stich zu lassen, dann entscheide ich mich zu sagen: Wir werden euch nie vergeben! Wir werden euch das nicht durchgehen lassen!“ 2018 hat Greta gesagt: „Wenn es unmöglich ist, Lösungen im bestehenden System zu finden, sollten wir das System an sich ändern.“ In Konstantin Weckers Lied „Revolution“ heißt es: „Ja, es ist nun wirklich an der Zeit, etwas zu tun gegen die Ungerechtigkeit, gegen ein abgewrackt korruptes System, das kein Problem löst, denn es selbst ist das Problem, das eine Welt geschaffen hat, die alles das zerstört, was seit Anbeginn zu uns gehört“ Und weiter: „Kein System ist festgeschrieben in Gestirnen, alles nur erdacht in unvollkomm´nen Hirnen. Und drum habt den Mut – steht endlich auf, wenn der Lauf uns nicht gefällt, verändern wir den Lauf!“ Links zur deutschen Übersetzung der Rede sowie der von 2018 mit mehr Informationen über Greta Thunberg und ihr Engagement unter dem Video. (ak)

Die komplette Rede auf Deutsch:

https://kontrast.at/greta-thunberg-klimagipfel-rede-ganz/

Die Rede von 2018 auf Deutsch:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/klimaaktivistin-greta-thunberg-15-mein-appell-an-die-welt/23779892.html

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Volker Pispers: Konsumklimaschutz


„Und deshalb muss die Wirtschaf aus dem Würgegriff des Umweltschutzes befreit werden“. Obwohl der Hochlader dieses Video den Eindruck zu erwecken versucht, dieses Video sei neu – Volkere Pispers ist leider nicht auf Bühne zurückgekehrt. Er hat seinen Fans aber eine Fülle von Auftrittsvideos hinterlassen, die an Aktualität nichts zu wünschen übrig lassen. Hier geht es vor allem um Wachstumszwang und Konsumwahn und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Pispers Pointen sind beißend und zugleich erhellend wie eh und je. „Was tun wir mit einem geretteten Planeten, wenn wir keine Arbeitsplätze haben – dann doch lieber umgekehrt!“

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„Licht der Hoffnung“ für Tiere


München – „Weltstadt mit Herz“? Dort befindet sich der Schlachthof nicht weit entfernt vom Zentrum inmitten eines Wohnviertels und gegenüber einem bekannten Wirtshaus. Mehrmals im Jahr brennen hier viele Lichter zum Gedenken an die getöteten Tiere. Der Schriftstellerin Daniela Böhm ist es seit 2014 ein großes Anliegen, der Trauer über das Tierleid mit den bis zu 20 Stunden andauernden Mahnwachen Ausdruck zu verleihen – zum Unverständnis so mancher Passant*innen. Vor Ort erlebt sie jedes Mal auch Gleichgültigkeit und Ignoranz, ganz besonders beim Welttierschutztag 2018, in der Zeit des Oktoberfestes. Während die Tiertransporter in den Schlachthof einrollen, findet im Restaurant bei der Einfahrt gleichzeitig eine ausgelassene After-Wiesn-Party statt. Trost und Hoffnung findet Daniela Böhm in den Gedanken an die geretteten Tiere auf Lebenshöfen. Im Rahmen der Dreharbeiten begleitete sie ein Kamerateam auch bei einem Besuch auf dem Erdlingshof. Mit seinem Film „Im Licht der Hoffnung“ wirft der Dokumentarfilmer Dorian Raßloff einen tiefen und atmosphärischen Blick auf den Tierrechtsaktivismus. Einfühlsam und eindringlich zugleich erzählt dieser Film in ausdrucksstarken Bildern und Begegnungen von dem langen Weg zu der erhofften, aber auch bereits gelebten Utopie einer tierleidfreien Welt. Mehr über den Film hier:
www.facebook.com/LichterderHoffnung

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Nektarios Vlachopoulos: Ich habe nichts gegen Deutsche

https://youtu.be/58j-zjP9wr8
„Es gibt bayerische Clans, die leben seit Generationen in diesem Land, aber weigern sich, unsere Sprache zu lernen.“ Der Kabarettist deutsch-griechischer Abstammung startet in der „Anstalt“ vom 16.07. ein entlarvendes Gedankenexperiment. Was käme dabei heraus, wenn „Ausländer“ über Deutsche genau so reden würden, wie das oft umgekehrt passiert?

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„Anschwellender Bocksgesang“ − Zur Rechtsentwicklung in der Kultur


In Deutschland wird eine »rechtsintellektuelle Wende« beschworen. Ihr Vorschein und Elemente einer Programmatik fanden sich bereits in Botho Strauß’ 1993 veröffentlichtem »anschwellenden Bocksgesang«. Heute normalisiert sich die Rechtsentwicklung in allen möglichen Strömungen (ob als konservativ, neu-rechts, neonazistisch, neokonservativ oder prowestlich faschistisch), hat längst ihren festen Ankerplatz in der »bürgerlichen Mitte« erobert und findet auch großen Niederschlag in der Kulturindustrie-Produktion. Was durch Sloterdijk, Tellkamp & Co, in Vulgärform durch Sarrazin und Broder, zunehmend Raum in den Feuilletons greift im Unterhaltungssegment als »Volks-Rock’n’Roll«, »Nuhr mal so« als »Kabarett« gegen »den Islam«, die Friedens-, Mieten- und Klimabewegung daherkommt, wird immer seltener als sozialdarwinistische Propaganda, antiaufklärerisch und menschenfeindlich erkannt − und als Problem ausschließlich der Pegida-»Pöbel« ausgemacht. Diskussionsrunde mit Konstantin Wecker (mehr …)

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Poesie ist Widerstand: Konstantin Wecker trifft Peter Fahr


Konstantin Wecker und der Lyriker Peter Fahr kennen und schätzen einander schon länger. Anlässlich des Erscheinens ihrer beiden Bücher „Auf der Suche nach dem Wunderbaren“ (Wecker) und „Selten nur“ (Fahr) trafen sie sich öffentlich am 18.11.2018 in Bern zur Büchertaufe. Fahrs Neffe Yves Farine drehte diesen schönen Film, in dem beide Dichter aus dem Werk des jeweils anderen vorlesen. Warum aber soll Poesie Widerstand sein können – wird sie nicht typischerweise eher als weltflüchtige ästhetische Spielerei verstanden? „Doch was diese Zeit am dringendsten benötigt, um nicht in die technokratische Barbarei zu driften, sind gerade Gedichte“, schreibt Fahr. „Ihre Poesie widersetzt sich der wertfreien Rationalität des neoliberalen Menschen. Ihre Magie widerlegt eine irregeleitete Wissenschaft, die nicht Halt macht vor der Ausbeutung und Zerstörung von Mensch und Natur.“ Und Konstantin Wecker: „Wenn wir den Homo oeconomicus Einhalt gebieten wollen, brauchen wir dazu eine Waffe, über die er nicht verfügt und deren Wirkkraft er nicht gewachsen ist. Am besten eine, mit der er überhaupt nichts anzufangen weiß. Es gibt so eine Wunderwaffe. Sie heißt Kreativität und sie entfaltet sich immer dann, wenn wir zweckfrei zu spielen beginnen.“ Beide Bücher sind im Sturm-und-Klang-Shop erhältlich.

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