Hans-Jörg Karrenbrock: Le Carambolage


„Das sind nun mal die Regeln.“ Sicher begegnet Ihr diesem Satz oft, wenn Ihr Euch bei Mitmenschen über rigide Corona-Vorschriften beschwert. Man kann Gesetze und Verbote zwar anzweifeln, muss sich aber letztendlich doch daran halten, wie der eingebettete Edel-Philosoph Richard David Precht zum Besten gab. Denn „die da oben“ werden schon wissen, was sie tun. Verkehrsregeln sind auch kein Wunschkonzert. Gegen diese verbreitete Mentalität hat der professionelle Sprecher Hans-Jörg Karrenbrock, bekannt auch durch einige sehr viel beachtete Beiträge zur aktuellen Politik, Einwände. Verkehrsregeln hat der Bürger in der Fahrschule erlernt – und er hat ihnen mit der Erteilung des Führerscheins zugestimmt. Die Coronaregeln kamen überfallartig. Sie sind verwirrend und ändern sich ständig. Um Zustimmung schwert sich der Staat schon gar nicht.

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Corona – auf der Suche nach der Wahrheit.


Exklusiv für ServusTV macht sich der Linzer Virologe Professor Martin Haditsch auf eine Reise um den Globus. Sein Ziel: führende Wissenschaftler, wie den Nobelpreisträger Michael Levitt zu treffen und aus erster Hand Antworten auf die drängenden Fragen zum Ausbruch und der Bekämpfung des Coronavirus zu bekommen. Das Ergebnis: exklusive Interviews, unbequeme Antworten, mit neuen Perspektiven auf die Pandemie und aktuelle Maßnahmen im Kampf gegen Corona.

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Sabrina Khalil: Die Profiteure der Angst


„Schämt euch, die ihr vorgebt, Lösungen zu haben, die allesamt eines eint: der Kampf gegen die Lebendigkeit.“ Die Schauspielerin Sabrina Khalil gibt hier ein schönes Beispiel für Slam-Poetry mit topaktuellem Bezug. Ein reines „Corona-Video“ ist das nicht. Khalil spannt einen größeren Bogen und beschreibt, wie sich die Profiteure alles aneignen und zu Geld machen: Naturressourcen, Daten, Arbeitskraft – ebenso wie unsere innersten Gedanken und Ideale. „Wir sind die Stollen, und ihr nehmt euch, was ihr braucht“. Ein treffendes Porträt unserer Epoche zwischen Kapitalismus, Transhumanismus und Angstkultur.

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Ärzte für #Allesdichtmachen


„Wenn du in der Ohnmacht aus dir herausgehst und mit deinen Möglichkeiten aufrichtig schöpferisch wirst, dann wird die Ohnmacht zu einem festen Boden, auf dem du stehen und gehen kannst.“ Ärzte erklären nun öffentlich ihre Solidarität mit den Schauspielern, die mit ihrer Aktion #allesdichtmachen​ die Corona-Politik kritisierten und dafür massiv unter Druck gerieten. In bewegenden Video-Botschaften danken die Mediziner den Künstlern und verweisen auf die „Kollateralschäden“ des Lockdowns.

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Sahra Wagenknecht: Was man heute noch sagen darf?


„Illiberalität beginnt nicht erst da, wo eine Diktatur beginnt. Illiberalität beginnt, wo Menschen Angst haben, öffentlich ihre Meinung zu sagen, wo sie eingeschüchtert werden, wo sie Angst vor Konsequenz, vor allem auch vor sozialen Konsequenzen haben.“ Dieses Phänomen betrifft nicht mehr nur die Rechte – wo man es nicht anders erwartet -, sondern zunehmend auch die Linke. Eine Atmosphäre der Intoleranz breitet sich zunehmend auch beim Thema Corona aus. Die Schauspieler*innen, die sich an #Allesdichtmachen beteiligten, bekamen das zu spüren. Sahra Wagenknecht hält hier ein brillantes Plädoyer für Gedankenfreiheit. Wenn man, was man als wahr erkannt hat, nicht mehr auszusprechen wagt, weil Rechte etwas ähnliches gesagt haben, überlässt man diesen die Diskurshoheit.

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Jens Fischer Rodrian über #allesdichtmachen


„Wenn systemkritische Kunst verschwindet, stirbt die Seele eines Volkes“. Hier tritt Jens Fischer Rodrian zum ersten Mal mit einem geprochenen Text in Bild und Ton auf. Sein Thema sind die teils kruden Reaktionen auf die Schauspieler*innen-Aktion #Allesdichtmachen. Fischer Rodrian definiert in seinem kurzen Statement die Aufgabe der Kunst auch dahin gehend, „uns immer wieder den Spiegel vorzuhalten und den Finger in die Wunde zu legen.“ Was aber, wenn kritische Kunst wegen Auftrittsverboten allenfalls virtuelle öffentlich werden kann oder wenn viele sie nicht mehr zu schaffen wagen, weil nicht jeder den Nerv hat, sich vernichtenden Medienredaktionen auszusetzen?

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Nirit Sommerfeld: „Menschen mit Nazihintergrund“


Der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ ist in aller Munde. Er deutet auf eine familiäre Vergangenheit hin. Der einzelne Mensch mit Migrationshintergrund ist nicht selbst migriert. Nun gibt es auch ganz andersartige „Hintergründe“. In Deutschland haben vielen Menschen einen Nazihintergrund. Das meint eine familiäre Schuld- und Traumatisierungsgeschichte. Zum Teil gilt das für alle Deutschen – speziell meint die israelisch-deutsche Sängerin und Autorin Nirit Sommerfeld aber auch Deutsche, die zum Beispiel noch in ererbten Häusern leben, die ihre Vorfahren als Ergebnis einer Enteignung jüdischer Vorbesitzer „erworben“ haben. Nirit Sommerfeld verteilt keine pauschalen Schuldvorwürfe, mahnt beide „Seiten“ jedoch dazu, ihre kollektive Vergangenheit nicht zu verdrängen, sondern sich mit ihr zu beschäftigen

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