Als ich noch fauler Arbeitsloser war

 In FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik

Langzeitarbeitslose sind faul? Irrtum: Das sieht oft nur so aus. Dahinter steckt aber etwas völlig anderes. Ich sah auch auf diese spezielle Weise ziemlich faul aus, als ich noch langzeitarbeitslos war. Über Lähmung, Sozialphobie und spätbiedermeierliche Harmoniedekadenz. (Quelle: Neulandrebellen)
http://www.neulandrebellen.de/2018/05/als-ich-noch-fauler-arbeitsloser-war/

Anzeige von 9 kommentaren
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    eulenfeder
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    …und der ( noch ) einzige Ort wo man vor Überwachungskameras sicher ist – auch vor ständiger Regulierung aller Arten und der einzige wirklich private Raum.

    Man muss aufpassen – wenn man über ‚Faulheit‘ spricht, dass man nicht die gleiche Keule damit schwingt, die Politiker gerne benutzen um auch noch verbal gegen alle zu hetzen, die sich diesem diktierten Leistungswahnsinn entziehen.

    Die dringend notwendige Verweigerung der Befehle dieses Systems muss auch die Arbeitsverweigerung sein ( man rackert sich ja völlig umsonst für das System ab ), mit Arbeit ist längst keine Besserung der Lebensqualität mehr zu erreichen, der Arbeitssklavenmarkt lebt von den Arbeitswilligen auch – und frei macht sie schon gar nicht, die Arbeit.

    Nein, nein – Faulheit ist dringend notwendig, das gesamte kapitalistische Machtssystem lebt von den Arbeitswilligen.

    “ fleissig, anständig sein und ja nichts zu Schulden kommen lassen….“ –

    das typisch deutsche kleinbürgerlich-spießige Verhaltensdiktat, brav sein und ja keine Gesetze übertreten…

    damit lassen sich keine Veränderungen herbeiführen.

     

     

     

     

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    anton
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    Arbeitsose werden viel mehr angegangen als Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden oder als der faule und unfähige Teil der Beamten! Ja zum sozialen Arbeitsmarkt und zur Bürgerarbeit!
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      Polygraph
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      Euli:

      … und frei macht sie schon gar nicht, die Arbeit …

      Im Sinne des menschenverachtenden Nazi-Zynismus schon. Der Tod wird ja, religiös betrachtet, auch oft als Befreiung von irdischem Leid betrachtet. Und genau so war der KZ-Spruch „Arbeit macht frei“ damals – im Nazi-zynischem Chargon – auch gemeint.

       

      In seinem Extrem, seiner mörderischen Gewalttätigkeit und seinen Dimensionen verbietet sich ein Vergleich mit den KZ-Opfern. Aber das Prinzip lässt sich evtl. schon mit aktuellen Situationen zumindest erkennen.

       

      Anton:

      Arbeitsose werden viel mehr angegangen als Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden …

      Notleidende gegen andere Notleidende auszuspielen, bringt niemandem was, im Gegenteil, es schüttet Öl ins Feuer. Wenn man so argumentiert, macht man sich zum Handlanger der eigentl. Verursacher. Kostenlose Unterstützung – Die „Täter“ wird’s freuen.

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    ert_ertrus
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    …und der ( noch ) einzige Ort wo man vor Überwachungskameras sicher ist – auch vor ständiger Regulierung aller Arten und der einzige wirklich private Raum.

     

    Wäre ich mir nicht so sicher, lieber eulenfeder: die Meisten haben gegen ihr Wissen Haus- und Wohnungstür sperrangelweit offen stehen und kotzen ihre intimsten Details in soziale (?) Netzwerke – auch und gerade von der heimischen Burg aus. GPS, Smartphone, Girokonto, Gesundheitskarte, you name it … – zum systemischen Zwang kommt die Bereitschaft zur freiwilligen Preisgabe seiner selbst. Wobei wir Älteren noch etwas zurückhaltender und weniger leicht zu knacken sind 🙂

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      eulenfeder
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      yes I certainly know abou that – Lieber ert_ertrus.

      Nun – was die eigene Meinung betrifft, die widerstädige bis radikale diesbezüglich –

      da sollten wir uns nicht schrecken lassen, zum Trotze sogar den Mund nicht halten, der Einschüchterung durch die zunehmend bewusst angstmachende Staatsgewalt erst recht offen entgegentreten.

      Und sonst, was diese Überwachungs- und Abhörmöglichkeiten betrifft, ja ! –

      bezahle nicht mit Kartenchip, habe kein Handy,  lasse keine Abbuchungen mit Chips machen ( sowieso als Armutsrentner kein entspechendes Konto ), nix Brisantes am Festnetz oder mail… trotzdem, naja, mit der AOK-Karte zu ermitteln, sicherlich und eigentlich kann man es nur etwas eindämmen.

      Wer Sozialhilfe oder anderes empfängt, ist überwacht, Meldebehörde, Bankauskunft auch ohne Chipkarte u,.s.w…

      Eigentlich gibt es keine Schlupflöcher für individuelle Freiheit mehr.

      Aber wie oben schon gesagt: sich zeigen trotz allem ist wichtig, wegducken mit der Radikalen Meinung wäre die Kapitulation vor dem Einschüchterungsapparat.

      Kleines Scherzo:

      “ Nun hören sie doch auf mit ihren törichten Unschuldsbehauptungen ! “ brüllt der Staatsanwalt von seiner Kanzel herunter “ Drei Überwachungskameras am Marienplatz beweisen eindeutig dass sie an jenem Tag zur bestimmten Uhrzeit ein rebellisches Gesicht gemacht haben ! “

      Die Befehle eines unmenschlichen Unterdrückungssystems sind zu verweigern, wenn wir eine Rebellion wollen und derer Befehle gibt es viele.

      Zugleich darf man diesbezüglich keine Angst haben sich ’strafbar‘ zu machen – es wird sogar nötig sein gegen Gesetze zu handeln, wenn solche der weiteren Einschnürung dienen. Widerstand gegen die Staatsgewalt sollte eine Auszeichnung sein und jeder widerständige Bürger zumindest eine solche auf dem Register haben, wenn Widerstand ja sowieso schon strafbar ist und wird noch strafbarer werden.

      Ungehorsam wird ein Delikt werden und ist es längst.

      Ohne Ungehorsam aber wird es keinen wirklichen Widerstand geben, Befehlsverweigerer müssen wir alle werden.

      Kriminell handelt das System, nicht der Rebell gegen dieses System.

      Ich darf das sagen, posaunen – hatte diesbezüglich schon ein Vorstrafenregister, als andere im gleichen Alter noch Fleißbildchen gesammelt haben – smile.

      Widerstand ist längst strafbar, nun denn – dann lasst uns alle zu Straftätern werden !

      Als Belohnung für Widerstand gegen die Staatsgewalt gibt es von mir persönlich den “ Eulenfeder-Orden am Bande in Silber“ –

      wer den in Gold haben will, der muss allerdings schon **************************

      hahaaaa….

      Zu Flüsterern und Denunzianten wolle sie uns machen, no way ! we wont back down !

       

       

       

       

       

       

       

       

       

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    Volker
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    Wozu arbeiten, wenn’s Roboter gibt, die schuften und schuften …
    Ein Hoch der Faulheit. Müßiggang ist eine feine Lebenseinstellung, hält Geist und Körper gesund – wird allerdings saumäßig entlohnt.

    Deshalb: Wir benötigen mehr Roboter, um Müßiggang zu leben, einen intelligenten, menschenfreundlichen Kapitalismus sowie eine bedingungslos anerkannte Grundfaulheit ohne faulen Bedingungen. 🙂

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    anton
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    Ja zum solidarischen Grundeinkommen, sozialem Arbeitsmarkt und Bürgerarbeit!

     

    Hi ert!

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    ert_ertrus
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    Ja zur Hirnbenutzung!

     

    Gilt auch für den Tünnes …

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    gabriele weis
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    Wie wäre es  –  statt all dieser ja richtigen Klageführungen – ,    sich endlich  mit neuer Dynamik und gemeinsamem Aufbrechen-Wollen darüber auszutauschen, wie´s und wohin´s denn nun laufen soll  – im Innern wie nach außen ?

    Es können doch nicht genug Köpfe daran arbeiten und sich zu Wort melden, die bereit und entschlossen sind endlich nach innen wie außen ein Fairplay-System zu entwickeln und ins Werk zu setzen …

    Dazu gibt´s die verschiedensten Wege  –  verständigen wir uns und packen´s an!   –  derzeitige Erwerbsarbeitslose wie gesellschaftlich nicht bezahlte ´Leistungsträger/innen´, wie Leute auf allen Job-Ebenen…!

    … ohne Kampfgetöse, ohne Rückgriff auf welche an die Wand zu malenden Dämonen auch immer !

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