1969 – das Jahr, in dem es bergab ging

 in Egon W. Kreutzer, FEATURED, Politik (Inland), Wirtschaft

Schalterbeamter in der „guten alten Zeit“

Wer es noch erlebt hat, empfindet die 50er- und 60er-Jahre teilweise als „gute alte Zeit“. Jedenfalls in mancher Hinsicht. Die Servicewüste hatte sich noch nicht über das Land ausgebreitet, Menschen wurden noch nicht von komplizierten Automaten „bedient“; ein Arbeiter konnte mit seinem Einkommen eine Familie ernähren, oft sogar ein Haus bauen; öffentliche Dienstleistungen wie Schwimmbäder waren noch geöffnet. All das hatte in der „alten Bundesrepublik“ gut funktioniert. Bis 1969. Was ist da geschehen? Die Produktivität hat sich seither vervielfältigt, die Zusatzgewinne flossen aber ausschließlich in die Taschen der Reichen. Die Vermögen explodierten, während Armut, die es wegen der guten Wirtschaftslage eigentlich schon nicht mehr hätte geben dürfen, quasi künstlich beatmet wurde. Ein wieder sehr erhellender Aufsatz von Selberdenker Egon W. Kreutzer (http://www.egon-w-kreutzer.de)

Als es praktisch keine Arbeitslosen mehr gab, wurde die Bahnsteigkarte abgeschafft – und mit der Bahnsteigkarte der Bahnbeamte, der im kleinen, wettergeschützten Schilderhäuschen saß, das die Bahnsteige vom frei zugänglichen Bahnhofsbereich trennte. Denn die Aufgabe dieses Bahnbeamten bestand darin, Fahrkarten und Bahnsteigkarten zu kontrollieren und durch das Stanzen eines kleinen Loches in den Karton zu entwerten. Diese Tätigkeit wurde – aus Kostengründen – wegrationalisiert.

Zur gleichen Zeit fuhren in den Straßenbahnen Straßenbahnfahrkartenverkäuferinnen mit, die den frisch zugestiegenen Fahrgästen eine Fahrkarte verkauften. Auch diese Tätigkeit wurde wegrationalisiert.

An jeder Straßenecke stand eine Telefonzelle, die regelmäßig von einem Postbeamten aufgesucht wurde, um die eingeworfenen Münzen einzusammeln. In den allermeisten Einzelhandelsgeschäften waren Kunden und Verkäuferinnen durch einen Tresen voneinander getrennt. Die Kundin äußerte ihren Wunsch und die Verkäuferin holte die Ware herbei. Stellen Sie sich das einfach so vor, wie es heute noch in den Apotheken gehandhabt wird, nur alles ein bisschen ernsthafter. In den großen Unternehmen hatte jeder kleine Chef eine eigene Sekretärin, während die kleinen Angestellen bei Bedarf eine Schreibkraft aus dem Schreibdienst mit Stenoblock und Bleistift zum Diktat riefen. Jede Abteilung verfügte pro etwa 20 Mitarbeitern über ein „Mädchen für alles“, das vor allem da war, um für die ganze Abteilung das Frühstück in der Kantine einzukaufen, die Post zu verteilen und für gute Laune zu sorgen.

Alles das gibt es nicht mehr. Automaten, Geldkarten, Selbstbedienung ließen einen Arbeitsplatz nach dem anderen verschwinden.

Die Karteikarte war die treue Begleiterin des Büroangestellten und die Karteikartenreiter sorgten für den schnellen und unfallfreien Zugriff. Für die Kunst des Addierens gab es die mechanische Addiermaschine, mit und ohne Streifendrucker, die auch die Subtraktion beherrschte. Zum Multiplizieren und Dividieren wurden sehr viel größere und teurere mechanische Rechenmaschinen verwendet – und wer eine Wurzel ziehen musste, nahm den Rechenschieber zur Hand.

Alles weg. Den Schreibtisch zieren Bildschirm, Tastatur und Maus. Programme schreiben die Tätigkeitsschritte vor.

In den Fabrikhallen standen Maschinen, die immer nur einen Arbeitsschritt beherrschten. Das Material wurde in die Maschine eingefüllt oder eingespannt oder eingeschoben und nach erledigtem Bearbeitungsschritt entnommen und zur nächsten Station transportiert, wo wieder eine Maschine eingerichtet und angeworfen wurde. Das Fließband war zwar schon erfunden und im Einsatz, funktionierte aber im Grunde genauso, nur der Transport des entstehenden Konsumgutes von Station zu Station erfolgte im „Maschinentakt“.

Die Automatisierung verdrängte die alten Maschinen und ihre Bedienungsmannschaften Schritt für Schritt. Heute arbeiten Roboter in fast menschenleeren Fabrikhallen unermüdlich.

Die Traktoren auf den Bauernhöfen waren klein und schwach, und begannen gerade damit, die Zugpferde zu verdrängen. Zur Getreideernte gingen auf den vielen kleinen Höfen immer noch die Schnitter mit den Sensen voran, gefolgt von fleißigen Händen, die das Getreide zu Garben banden und die zum Trocknen als „Puppen“ auf den Feldern aufstellten, von wo sie später auf den Hof geholt wurden und von der dampfbetriebenen Wanderdreschmaschine gedroschen wurden.

Die Mechanisierung der Landwirtschaft führte zum vollautomatischen Kuhstall, zum GPS-gesteuerten Mähdrescher, zu Legehennenbatterien mit Zigtausenden von Tieren, „administriert“ von einem einzigen Beschäftigten.

Der Rückblick bezieht sich auf eine Zeit, als der Krieg seit rund 15 Jahren vorbei war. Alle hatten Arbeit, alle hatten genug zu essen, gearbeitet wurde 45 Stunden pro Woche, in jedem Haushalt gab es ein Radiogerät, in vielen eine Waschmaschine, dann den Staubsauger, den Kühlschrank, Fernsehgeräte tauchten auf, die Autos auf den Straßen wurden allmählich mehr. Immer noch klingelte mindestens einmal pro Woche ein Vertreter an der Tür, um entweder Zeigungsabonnements oder Ausbildungsversicherungen für die Kinder oder Bettwäsche oder Staubsauger oder von Blinden gefertigte Bürsten feilzubieten. Dann kam der Stromableser, dann der Wasserableser, dann der Ratenkassierer, dann der Zeitungsjunge.

Die Gemeinden wetteiferten damals darum, wer das schönste und größte Schwimmbad baut und wer sich das größte und schönste neue Rathaus hinstellt. Die Dampflokomotiven wurden nach und nach außer Dienst gestellt, die Strecken elektrifiziert oder mit Dieselloks befahren.

Und obwohl überall im Service-Bereich und bei einfachen Handarbeiten die Arbeitsplätze verschwanden, die Industrie saugte alle Freigestellten schnell wieder auf.

Wir hatten das Gefühl: Es geht uns gut.

Auf zehntausend Einwohner kamen ungefähr hundert Gastwirtschaften, und wer eine längere Wanderung unternahm, dem wurde tagsüber in jedem Dorf ein Bier und eine Brotzeit angeboten, selbst wenn er, früh um zehn, der einzige Gast war.

Auf zehntausend Einwohner kamen auch ungefähr drei Kinos, so dass man abends, wenn man Lust hatte, kaum mehr als 500 Meter gehen musste, um sich einen Film anzusehen.

Wer ein Auto hatte, fuhr an der Tankstelle vor. Ein Tankwart erschien, fragte nach der Benzinsorte und freute sich, wenn einer „volltanken“ sagte, machte anschließend die Windschutzscheibe sauber, schaute nach dem Ölstand und nach dem Reifendruck und füllte ggfs. nach. Das Geld nahm er am Seitenfenster des Autos entgegen und das Wechselgeld brachte er zurück. Ein Trinkgeld war ihm meistens sicher.

Wir hatten das Gefühl, dass es uns gut geht, ziemlich genau bis 1969.

(Ab hier beginnt die etwas zahlenlastige Fahndung nach der 1-Billion-Euro-Lücke.)

1969
war das BIP der BRD (in Euro zu Preisen von 1995) auf 857,8 Mrd. Euro angestiegen.
(Link zur Statistik 1)

Nominal, also in Preisen von 1969, waren es, umgerechnet in Euro allerdings nur 305 Milliarden. (Link zur Statistik 2)

1969 hatte das Wirtschaftswachstum mit 7,5% seinen bisher letzten Höhepunkt in der Geschichte der BRD erreicht. Der Wiederaufbau war abgeschlossen, bei den Konsumgütern war der Markt gesättigt.

Von da an gings bergab.

Die Inflation führte dazu, dass das BIP von 1969 (jene 305 Mrd. Euro) heute mit 1,035 Billionen Euro bezahlt werden müsste. Unser Geld hat also in den letzten 47 Jahren 71 Prozent an Wert verloren.

Rückwärts betrachtet heißt das, die 3,134 Billionen BIP die im Jahre 2016 nominal verzeichnet wurden, hätten zu Preisen von 1969 nur einen Wert von 923 Milliarden repräsentiert.

Doch das heißt immer noch, dass sich das BIP, also die Gesamtleistung der Volkswirtschaft, in diesen knapp 50 Jahren verdreifacht hat (+203 Prozent -von 305 auf 923 Milliarden).

Von daher müssten wir uns eigentlich alle dreimal so gut fühlen wie 1969, unter anderem auch, weil wir dreimal so viel Geld zur Verfügung haben müssten, wenn die Einkommensverteilung gleich geblieben wäre.

Der Berufsanfänger konnte 1969 nach abgeschlossener Ausbildung (Lehre) im Mittel über alle Branchen hinweg mit einem Brutto-Gehalt von ungefähr 1.000 DM rechnen. Wir müssen das in Euro umrechnen und kommen auf 511 Euro und 29 Cent.

Nach dem Inflationsausgleich werden daraus 1.763 Euro – und berücksichtigt man die Produktivitätssteigerung, dann sollten einem vergleichbar qualifizierten Berufsanfänger heute monatlich 5.342 Euro brutto ausgezahlt werden.

Die aktuelle Gehaltsvergleichsseite www.gehalt.de zeigt, dass dieser Wert nicht erreicht wird. So liegen die Gehälter für Kfz-Mechatroniker mit Berufserfahrung aktuell zwischen 2.000 und 2.750 Euro pro Monat. Selbst Hochschulabsolventen erreichen diesen Wert bei weitem nicht. Hier die Einstiegsgehälter von BWL-Absolventen.

Etwas pauschaler, aber nicht minder aussagekräftig, ist die Betrachtung des alljährlich auf Grundlage der Daten des Statistischen Bundesamtes als Rechengröße für die Rentenversicherung festgestellten „Durchschnittsentgelts“. Das lag 1969 bei 11.839 DM, umgerechnet in Euro und über Inflation und Produktivität hochgerechnet auf 2016 sollte das auf der gleichen Basis ermittelt Durchschnittseinkommen also 63.226 Euro betragen.

Tut es aber nicht. Es wurde mit 36.267 Euro (West) und 31.594 Euro (Ost) festgestellt und dürfte im gewichteten Mittel aus Ost und West Entgelten bei rund 35.000 Euro gelegen haben.

Bei rund 40 Millionen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen und einer Differenz von rund 28.000 Euro zwischen dem tatsächlichen Durchschnittsentgelt und jenem Durchschnittsentgelt, das sich unter Berücksichtigung von Inflation und realem Wirtschaftswachstum errechnen lässt, erscheint der Anteil der Beschäftigten an der geschaffenen Leistung des Jahres 2016 – im Vergleich zu 1969 – um insgesamt 1,12 Billionen Euro zu gering!

Die Tatsache, dass damals Vollbeschäftigung herrschte, und dass, wer einen Job hatte, auch davon leben, ja oft sogar eine Familie alleine ernähren konnte, weist darauf hin dass die Lücke im Grunde noch um einiges größer ist.

Da bei den Frauen in Ost und West der Anteil der Selbstständigen bei 4,8 bzw. 4,2 % liegt, bei den Männern Ost (das sind deutlich weniger!) bei 9 Prozent, erachte ich die hier angegebenen 6,5 Prozent der Selbstständigen und Freiberufler als hinreichend geeignet für die folgende Aussage:

Von den Erwerbstätigen unter 60 Jahren erhalten 89 Prozent insgesamt 1.598 Mrd. Euro also Arbeitnehmerentgelt. 11 Prozent erhalten 678 Mrd. als Nettobetriebsüberschuss bzw. Selbstständigeneinkommen. Daraus ergibt sich über alle Erwerbstätigen ein Einkommensverhältnis von 1 : 3,4.

Da innerhalb der Gruppe der Selbstständigen und Freiberufler auch der Löwenanteil der Vermögenseinkommen vermutet werden darf, wird das tatsächliche Einkommensverhältnis eher bei 1:5 bis 1:6 anzusiedeln sein.

Betrachtet man hier typisch vergleichbare Funktionen, wird die Unangemessenheit dieser Faktoren erst deutlich:

Der Industriemeister, der als Führungskraft die Verantwortung über 50 Facharbeiter trägt und mit vielleicht 60.000 Euro Jahreseinkommen nach Hause geht, steht dem selbstständigen Handwerksmeister gegenüber, der aus der vergleichbaren Arbeitsleistung ein Einkommen von 300.000 bis 360.000 Euro generiert. Der Vorstandsvorsitzende eines DAX-Konzerns der mit 10 Millionen entlohnt wird, steht dem Chef eines großen Familienunternehmens gegenüber, der sich 50 bis 60 Millionen in die Privatschatulle legen kann.

Würde man Einkommen (radikal!) nach Leistung und nach dem Maßstab der Löhne und Gehälter berechnen, beliefe sich das Einkommen der Selbstständigen und Freiberufler nicht auf 678 sondern nur auf 200 Milliarden Euro.

Die Differenz von 478 Milliarden, plus die reinen Vermögenseinkommen von 718 Milliarden, ergeben insgesamt 1,196 Billionen Euro, also von der Größenordnung her in etwa wieder jene 1,12 Billionen, welche den Arbeitnehmern inflationsbereinigt als Anteil am Produktivitätsfortschritt fehlen.

Wenn auch die hier verwendeten Zahlen zum Teil nur Näherungswerte sind und die Ergebnisse durchaus einen gewissen Toleranzbereich aufweisen:

Klar wird, dass seit 1969 die reale, preisbereinigte Leistung der Volkswirtschaft um den Faktor 3 gewachsen ist, ohne dass die Zahl der Beschäftigten auch nur annähernd in gleicher Weise gewachsen wäre.

Die Arbeitnehmerentgelte, die inflationsbereinigt bei durchschnittlich 21.156 Euro liegen sollten, wurden für 2016 mit – gemittelt – 35.000 Euro festgestellt. Ein realer Zuwachs um nur 65 Prozent, statt möglicher 200 Prozent bei unveränderter Einkommensverteilung zwischen abhängig Beschäftigten und Selbstständigen.

Dieser deutlich unterhalb der Möglichkeiten liegende reale Zuwachs der Brutto-Entgelte wurde jedoch durch Veränderungen im Einkommensteuertarif (Entlastung der hohen Einkommen) und die Erhöhung der Mehrwertsteuer (Belastung der geringen Einkommen) sowie den Anstieg der Sozialversicherungsbeiträge (Belastung der Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen) bei weitem nicht in gleicher Höhe bei den Netto-Einkommen spürbar.

Sollte ein Gewerkschaftsführer diese Berechnungen nachvollziehen, könnte er zu dem Schluss kommen, dass selbst eine Forderung nach einer Lohnerhöhung um 25 Prozent immer noch als bescheiden und zurückhaltend angesehen werden müsste, würde sie den Arbeitnehmern doch nicht einmal die Hälfte dessen zugute kommen lassen, was Arbeitgeber und Kapital bisher unangefochten als ihren Anteil am Produktivitätsfortschritt ansehen.

Sollte ein Parteivorsitzender diese Berechnungen nachvollziehen, könnte er zu dem Schluss kommen, dass die Einkommenslücke bei den Arbeitnehmern auch vom Gesetzeber durch die ersatzlose Streichung der Mehrwertsteuer bei gleichzeitiger Anhebung der Spitzensteuersätze und Wiederinkraftsetzung der Vermögenssteuer geschlossen werden könnte. Die Partei mit dieser glaubhaft vorgetragenen Zielvorstellung würde ich glatt wählen.

Beides ist jedoch höchst unwahrscheinlich.
Der Deutsche ist stolz darauf, dass er heute dreimal soviel schafft, wie sein Großvater vor 50 Jahren, dass ihm dafür auch der dreifache Lohn zustünde – und zwar inflationsbereinigt und netto – das kann er sich einfach nicht vorstellen. Denn wenn das so wäre, dann hätten die da oben schon dafür gesorgt, dass er bekommt, was er verdient.

„Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas. Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte !“

Es gibt noch einen anderen Rechenweg, den ich beleuchten möchte. Hierbei spielt die Veränderung der Bevölkerungsgröße (neue Bundesländer) und damit die Zahl der Beschäftigten keine Rolle. Dazu können die in den langen Zeitreihen des Statistischen Bundesamtes ausgewiesenen Summen der Netto-Löhne und Gehälter zueinander in Bezug gesetzt werden. Hier erscheint 1970 als erstes Jahr der Zeitreihe mit 122,25 Mrd. Euro. Bringt man auch hier die Inflation und die Produktivitätssteigerung in Ansatz, ergibt sich für 2016 ein rechnerisches Soll von 1.279 Mrd. Euro. Tatsächlich wurden 2016 jedoch 868,7 Mrd. netto ausbezahlt. Es ergibt sich also ein deutlich niedrigerer Fehlbetrag von nur 410 Milliarden Euro.

Dies erklärt sich teilweise durch die zunehmenden Spreizung der Gehälter. Während Beschäftigte mit niedrigem Einkommen seit vielen Jahren keinen Nettolohn-Zuwachs zu verzeichnen haben, oder gar Einkommenseinbußen hinnehmen mussten, sind die Gehälter von den Vorstandsetagen abwärts bis ins mittlere Management hinein stark angestiegen.

Ohne diesen Sondereinfluss in der Einkommensstruktur wäre der Fehlbetrag erkennbar höher, jedoch längst nicht bei der auf anderem Wege ermittelten Billion.

So führen unterschiedliche Betrachtungs- und Herangehensweisen aufgrund ihrer jeweiligen Fehlerquellen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Festzuhalten bleibt dabei, dass keine Betrachtungsweise auch nur annähernd den Schluss nahelegt, die Lohnentwicklung habe das Wirtschaftswachtum übertroffen. Im Gegenteil. Die Löhne hinken der volkswirtschaftlichen Leistung weit hinterher, während insbesondere die reinen Vermögenseinkommen stark angestiegen sind und inzwischen knapp ein Viertel der gesamten Einkommen ausmachen.

Ich bleibe dabei: 25 Prozent Lohnerhöhung für alle würden die Verhältnisse nachhaltig verbessern – und müssten keinesfalls die Wettbewerbsfähigkeit beschädigen, solange die Preise gehalten werden können, ohne auf einen „angemessenen“ Gewinn verzichten zu müssen.

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