Alexanders CD-Tipp der Woche: Andi Weiss – Gib alles, nur nicht auf!

 In Alexander Kinsky, CD-Tipp

Der Münchner Liedermacher und Autor Andi Weiss versucht, mit lebensbejahenden Motivationsliedern Mut zu machen und persönliche Kreativität zu wecken bzw. zu stärken – eines davon zusammen mit Dominik Plangger. (Alexander Kinsky)

Der 1977 geborene Andi Weiss ist Liedermacher, Autor und Logotherapeut in München. Er gehört im weitesten Sinn zur großen Gruppe der aus der christlichen Szene kommenden Liedermacher, wie auch Clemens Bittlinger oder Klaus-André Eickhoff. Weiss hat seit 2007 bereits mehrere Alben veröffentlicht und war 2009 Nachwuchspreisträger bei den Songs an einem Sommerabend.

Thematisch zentriert sich die im August 2019 bei GerthMedien veröffentlichte CD „Gib alles, nur nicht auf!“, für die Weiss alle Lieder selbst geschrieben hat, fast durchgehend auf lebensbejahende, positiv beratende, möglichst bestärkende Motivationslieder mit klaren, unkomplizierten Reimen, was schon die meisten der immerhin 18 Liedtitel bereits andeuten: Morgen ist jetzt, Bleib bitte hier, Vergiss nicht deine Flügel, Fang einfach an zu schwimmen, Gib alles, nur nicht auf, Der Sonne entgegen, Du weißt, dass es weitergeht, Wann fliegst du los, Mensch, wie ich dich bewunder, Sag Bescheid, Halt mich, komm, halt mich, Da war noch so viel Liebe, Wenn ich mal geh, Das Leben ist schön, Alles kann passieren, wenn du dich traust, Ich lass dir alle Lichter brennen, Es kommt der Tag, da bist du frei und Du bist mehr.

Musikalisch bewegt sich Weiss in der breiten Palette zwischen anspruchsvollem Schlager, Popballaden und Deutschpop, mit eingängigen Melodien und leicht durchhörbaren Arrangements.

Musikalisch überzeugt speziell das funkige, südländisch durchpulste „Wann fliegst du los“, eine ähnlich kraftvolle Nummer wie Georg Danzers „Weiße Pferde“.

Um die stärksten Balladen auf dem Album zu entdecken, lohnt sich das Durchhören, sie strahlen im Gesamtkontext umso eindringlicher aus: das gewichtige, einfühlsame Verlustlied „Da war noch so viel Liebe“ und das vielleicht beste Lied der CD, in dem einmal mehr (aber sehr eigenständig und authentisch rüberkommend) das große „Ich leb mein Leben“ hervorgehoben wird, dereinst ein sinnvolles Leben gelebt haben zu wollen, „Wenn ich mal geh“ – da wächst Weiss über konventionelle Routine weit hinaus. „Der Sonne entgegen“ wiederum sticht als Duett mit dem Liedermacherkollegen Dominik Plangger heraus.

Unter den am Album mitwirkenden Musikerinnen und Musikern fällt der Cellist Torsten Harder auf, der auch viel mit Klaus-André Eickhoff zusammenarbeitet.

Dass nicht mehr Lieder hier hervorgehoben sind, liegt an der textlich fast durchgehenden Zentrierung aufs Bestärkungsthema, was sich nach und nach etwas abschleift, allerdings durch die abwechslungsreiche musikalische Gestaltung ins gleichwohl durchgehend gut Durchhörbare abgefedert wird.

Die Homepage von Andi Weiss: https://www.andi-weiss.de/

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