Altersarmut in Deutschland wird deutlich wachsen

 in Politik (Inland)

Studienleiter: Selbst bei guter Konjunktur wird Altersarmut zunehmen. (Quelle: Neues Deutschland)
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1125703.grundrente-altersarmut-in-deutschland-wird-deutlich-wachsen.html

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    Peter Boettel
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    Heute morgen höre ich diese Nachricht im Radio als „Erkenntnis“ der Bertelsmann-Stiftung, wobei es doch bereits eine längst bekannte traurige Tatsache ist.

    Wenn man bis drei zählen kann, weiß man doch, dass die tatsächliche Arbeitlosigkeit, die in den monatlichen Berichten um ca. eine Million Menschen geschönt wird, dazu beiträgt. Aber auch vor allem die vielen prekären Arbeitsverhältnisse, so z.B. die Unterschreitung des ohnehin zu niedrigen, zu einer auskömmlichen Rente nicht ausreichenden Mindestlohns und Ausnahmen vom Mindestlohn, befristete Arbeitsverhältnisse etc. haben zur Folge, dass die Rente nicht ausreicht und zu einer Altersarmut führt.

    Und die Politik? Sie bewilligt Gelder für Aufrüstung, für Beraterverträge, für ein unsinniges Projekt S 21 etc. etc., und die Regierung begründet ihre Politik dazu noch mit der schwachsinnigen Schuldenbremse, die aber anscheinend immer nur dann geilt, wenn es um Projekte für die Bevölkerung geht, nicht aber bei Unterstützung von Konzernen.

    Auf diese Weise wird die Politikverdrossenheit und damit leider auch die Erfolge einer AfD gefördert, obwohl Letztere genau die gleiche  Politik (Aufrüstung, Selbstversorgung für die Rente u.ä.) fordert.

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    Volker
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    Besonders Betroffene müssten noch besser in Arbeit gebracht werden, zudem seien Rentenreformen nötig.

    Klar, Armutsrentner*innen benötigen Klein-Klein-Jobs bis zur Urne, man muß künftige Rentenreformen an Gegebenheiten nur anpassen.

    Bei ihrer Berechnung gehen die Forscher unter anderem davon aus, dass sich der Arbeitsmarkt weiter positiv entwickelt.

    Na also, kein Grund in Panik auszubrechen, Arbeitsmarkt regelt sogar Armut – geil.

    Als von Armut bedroht gelten Menschen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens. Laut der Studie sind das Personen, deren monatliches Nettoeinkommen unter 905 Euro liegt.

    Ah, die gelten als von Armut bedroht, leben nicht wirklich in Armut, haben immerhin statistische 905 Euro als Grenzwertermittlung – ermitteln Forscher in Studien über Armutsbedrohungen. Armut ermöglicht Studien über Armut, fördert sie dazu noch – voll krass.

    Laut der Erhebung könnte der Anteil der Rentner, die zusätzlich auf staatliche Hilfe zur Existenzsicherung angewiesen sind, bis 2039 von neun Prozent auf knapp zwölf Prozent steigen.

    Wohl eher auf achtzig Prozent, wobei zu vermuten sei, dass in zwanzig Jahren Mindest-Existenzsicherungen frei gehandelt werden, beispielsweise an der Börse.

    Die Forscher sehen aber auch in einer anderen möglichen Reform Vorteile. Würde die Grundsicherung deutlich ausgeweitet und könnten Bezieher einen Teil ihrer gesetzlichen Rente anrechnungsfrei behalten, könnte das Armutsrisiko nach ihren Berechnungen deutlich begrenzt werden.

    Lustig ist das nicht, Grundsicherung deutlich ausweiten, damit Armutsrentner*innen Armut – auch Risiko genannt – deutlicher be-und ausgegrenzt werden.

    Ja, herrgottnochmal, Armut sollte Armutskosten decken, sonst wird das nix mit Arterhaltung Kapital.

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