Der Mikrochip unter deiner Haut

 In Politik (Ausland), Vermischtes

Im Kommen: die Cyborg-Technologie

Tausende SchwedInnen lassen sich RFID-Chips in die Hand implantieren – als Schlüssel oder Bahnticket. Für die Biohackerszene ist das der erste Schritt hin zu Cyborgs. (Quelle: WOZ)
https://www.woz.ch/1848/ueberwachung-in-schweden/der-mikrochip-unter-deiner-haut

Anzeige von 8 kommentaren
  • Imago
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    Achtung Satire!

    Wäre ich noch katholischer Christ (bin ich aber schon lange nicht mehr), so würde ich jenen Chip-Freaks jetzt sagen: „Herr vergib‘ ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!“ Jetzt bin ich aber sozusagen „nur noch“ (zugereister) Schwabe, und als solcher kann ich dann „Gott sei Dank“ noch sagen: „Oh Herr, schmeiß‘ Hirn ra!“ (was übersetzt „Oh Herr, schmeiß‘ Hirn herunter“ bedeutet).

    Das wird aber (zumindest vorerst leider noch) – dennoch nichts nützen, denn ich fürchte, nicht wenige dieser „Chipendales“ (chips and tales?) haben außerdem auch längst schon gelernt, all dem Hirn-(schmalz) auf Erden „so gekonnt wie möglich“ auszuweichen.

    Stellt sich dann aber die Frage: Wo bzw. bei welchem „Thinktank“ lassen diese Zeitgenossen denn dann eigentlich „denken“? – In einer „cloud“ womöglich, die „das Denken“ inzwischen „praktischerweise ganz perfekt simulieren kann“?

    Wilhelm Busch hat das wohl schon vor vielen Jahren vorhergeahnt, als er einmal Folgendes niederschrieb: „Vicehirn; besorgt die laufenden Geschäfte, auch wenn der Herr/die Frau nicht daheim ist.“

    (Was könnte ich darüber lachen, wenn’s nicht gleichzeitig auch – so traurig wäre!)

    • Imago
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      Dazu noch ein nun fast schon zwanzig Jahre alter Text von mir zum Thema heutige „Denk“-Gewohnheiten (den ich inzwischen nur um ein paar aktuelle Prominentennamen ergänzt habe). Für diesen Text hat sich allerdings bis heute kaum jemand interessiert, denn – um ihn zu verstehen, müßte man ja auf einmal – selbständig denken können/wollen, und das ist für viele Zeitgenossen ja bis heute offenbar – „viel zu anstrengend und beschwerlich“:

       

      DENKAUFGABE

      Wenn man heute glaubt,

      daß all‘ die vielen Maschinen

      all‘ die Monitore, Fernseher und Radios

      und vor allem auch – all‘ die Menschen

      nun mit Hochdruck, ja – mehr noch,

      nämlich – „möglichst rund um die Uhr

      laufen – laufen – laufen müssen“,

      und wenn man meint,

      daß „unser aller Gib-Gummi-Micha-Schumi“

      (oder heutzutage Vettel, Hamilton oder wie sie jeweils heißen)

      nun „möglichst non-stop Runde um Runde drehen“

      und dabei mit ihren tollen Rennboliden

      nur noch „siegen, siegen, siegen sollten“,

      wenn also aller Herren, Bediener und Nutzer

      unserer vielen Maschinen und Maschinen-“Parks“ meinen,

      daß nun „einfach keine Zeit mehr sei

      über das eigene Tun und lassen

      auch einmal gründlich nachzudenken“,

      ist es dann nicht höchste Zeit zu bemerken,

      daß man das DENKEN

      und auch so manche andere kostbare Tugend,

      so auch das MITGEFÜHL zum Beispiel,

      IM GROSSEN UND GANZEN

      offenbar schon längst so gut wie

      AUFGEGEBEN hat?

       

  • Volker
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    ++urgs++ Cyborgs ++ würg++

    Cyborgs in der Politik, in der Wirtschaft… ich wußte es: sie sind überall, nennen sich untereinander Alexa oder Ubo, zur Tarnung allerdings mit Klarnamen – beispielsweise: Merz, Friedrich (Cyborg-Kanditat der CDU); Schäuble, Wofgang (behinderter Cyborg mit Killer-Bugs in der Programmierung).

    Fakt ist, evolutionstechnisch betrachtet, dass Cyborgs wohl nicht geplant- aber schon vorgesehen waren, weil’s dem Schöpfer – nach sieben Tagen kosmischer Schwerarbeit – schon klar wurde, nicht fehlerfrei zu programmieren.

    Klar, Adam und Eva lebten einst im Garten Eden, nicht in Silicon Valley, wurden später gecyborgt, abgegoogelt und microgesoftet.

    Chip meldet „Error“, Dein System ist veraltet! Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung … Deine voraussichtliche Wartezeit … bite haben Sie etwas Geduld… wir sind sofort für Sie da … wir sind sofort… sofort … bitte etwas Geduld … unsere Cyborgs sind sofort für Sie da… bitte belästigen Sie uns nicht… wollen Sie ein neues Produkt, drücken Sie die Eins … wir sind sofort handelseinig… sagen Sie ja oder nein … habe nicht verstanden (Alexa oder Ubo)… Ihre Wartezeit beträgt fünfzehn Minuten … unsere Cyborgs sind sofort für Sie da… bitte warten … wir sind sofort für Sie…

    piep, piep…

  • heike
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    Bundestag debattiert über Klimapolitik

    29. November 2018

    Leere Hände beim Klimaschutz

    Klimaschutz war am Donnerstag nicht zum ersten Mal Thema im Bundestag, aber vermutlich erstmals legten Grüne und Linke einen gemeinsamen Antrag dazu vor. Die darin skizzierte radikale Klimapolitik fand selbst angesichts des am Sonntag beginnenden Klimagipfels im Katowice keine Mehrheit im Plenum.

    Jörg Staude
    von Jörg Staude

    Zwei Menschen umarmen sich im Vordergrund, weiter hinten Menschenmassen bei der Schienenblockade, Schriftzug
    „Kohleausstieg jetzt!“ – Tausende blockierten im Oktober die Hambachbahn, auf denen RWE Braunkohle zu seinen Kraftwerken transportiert. Eine Mehrheit für den schnellen Kohleausstieg gibt es zwar in der Bevölkerung, aber nicht im Bundestag. (Foto: Jens Volle/​Ende Gelände/Flickr)

    Alle roten Tücher, vor denen die deutsche Klimapolitik derzeit zurückschreckt, haben Grüne und Linke in ihrem gemeinsamen Antrag aufgelistet, über den sie heute im Bundestag abstimmen ließen.

    Eine kleine, aber drastische Auswahl ihrer Forderungen: ein Klimaschutz-Sofortprogramm, mit dem das deutsche Klimaziel für 2020 „sicher“ erreicht wird; die 20 ältesten Braunkohleblöcke sofort und die letzten Kohlekraftwerke 2030 abschalten; einen wirksamen CO2-Mindestpreis einführen; je 5.000 Megawatt Windkraft und Photovoltaik ab 2020 jährlich neu installieren; ab 2030 keine neuen Autos mit fossilem Antrieb mehr zulassen und zehn Prozent der Wälder als CO2-Speicher aus der Nutzung nehmen.

    Die Debatte über den Antrag legte offen, dass die politischen Gräben zwischen den Parteien beim Klimaschutz immer tiefer werden. Während Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter wetterte, dass die Bundesregierung sich die Kohlekommission von den Ost-Ministerpräsidenten „zerschießen ließ“ und auch jenseits des Kohleausstiegs „so gut wie nichts anzubieten“ habe, wich die CDU-Abgeordnete Anja Weisgerber darauf aus, dass Klimaschutz „nur international machbar“ sei.

    Erstaunlicherweise will die Unionsfrau das deutsche Klimaziel von 40 Prozent CO2-Einsparung bis 2020 „nicht aufgeben“, auch wenn es nicht mehr zu schaffen sei. Dann müsse man das Ziel eben nach 2020 möglichst schnell erreichen, sagte Weisgerber.

    Der AfD-Abgeordnete Karsten Hilse irrlichterte erneut zwischen der Behauptung, es gebe keinen wissenschaftlichen Beweis für den Zusammenhang von CO2 und Klima, und einer „Klarstellung“ herum, seine Partei halte nur den menschengemachten Anteil am Klimawandel für inexistent. Auf eine Zwischenfrage, wie er zum jüngst veröffentlichten dramatischen Klimabericht der US-Behörden stehe, faselte er etwas wie, er könne jetzt nicht sagen, wie sich die „Kommission“ für den Bericht zusammensetze, ihr würden wohl die üblichen 97 Prozent der Wissenschaftler angehören, die an den anthropogenen Klimawandel glaubten.

    Nicht weit davon entfernt warnte der FDP-Abgeordnete Frank Sitta davor, dass mithilfe des Klimaschutzes die Bürger drangsaliert würden. „Radikale Kräfte“ könnten dann verlangen, dass Wohnungen nur noch auf 15 Grad geheizt werden dürften oder Nahrungsmittel rationiert würden, behauptete der Liberale allen Ernstes.

    Butterweiche Ministerinnen-Rede

    Mittendrin hielt Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) eine für ihre Verhältnisse besonders butterweiche Rede. Wenn die Ministerin nicht die Zusage vom Vortag hätte wiederholen können, nach der Deutschland seine Zahlung an den „Grünen Klimafonds“ auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt, wäre in ihrer Rede nicht ein einziger konkreter Hinweis gewesen, was die Bundesrepublik wirklich für den Klimaschutz tut.

    Kein Wort zum Kohleausstieg oder zu den deutschen Klimazielen, stattdessen formulierte die Ministerin schöne Sätze, dass Deutschland keineswegs die „Hände in den Schoß“ lege und die Bundesrepublik ja auch „nicht mit leeren Händen“ zum Klimagipfel nach Katowice komme. Wer aber wissen wollte, was sich in den Händen denn nun befindet, bekam in der Rede nicht mehr zur Antwort als: Deutschland habe doch eine Strukturwandelkommission und eine erfolgreiche Greentech-Industrie.

    Grüne wie auch Linke erwähnten in ihren Reden übrigens den gemeinsamen Antrag mit keinem Wort. Am Ende scheiterte er an der Mehrheit des Hauses. So stehen auch die beiden Oppositionsparteien mit leeren Händen da.

  • Klugscheißer
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    Der obige Eintrag ist wohl nur versehentlich an dieser Stelle gelandet!?

    Microchips werden aus polykristallinem Silicium hergestellt, nicht aus Kohle.

  • heike
    Antworten
    Stimmt, er sollte unter etwas Grünes.
    • Palantir
      Antworten

      „… etwas Grünes.

      Aha, du hast dir also nicht mal die Mühe gemacht, zu schauen, wo er besser hingepasst hätte.

      Außerdem fehlt schon wieder die Quellenangabe. Von Zitierregeln hältst du wohl nix.

       

  • Der Bodyhacker
    Antworten
    Da soll noch jemand behaupten, die Insekten würden aussterben. Freuen wir uns doch lieber auf Mini-Mücken-Insekten und Nanotechnik-Roboter.
    .
    (T)TIP(P): http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/kuenstliche-insekten-us-militaer-will-mini-drohnen-ausschwaermen-lassen-a-592115.html
    .
    (T)TIP(P): Nanotechnik Roboter

    .

    Was für eine TECHNIK…
    „Gehirnchip nach der Geburt“ war gestern (@ Löwenzahn 8. Dezember Alexa, die Superwanze), schwimmt das Spermium dem Hirn doch den Rang ab…

    Und die dumme Elite der Intelligenz ist voller Stolz und Erleichterung, ist doch endlich ihre Suche nach Intelligenz mit Erfolg gekrönt.

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