Deutscher Herbst 2021

 in FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik (Inland)

Auf Ungeimpfte mit dem Finger zeigen? Ungeimpfte nicht mehr ärztlich behandeln? Nicht mehr mit Ungeimpften arbeiten? Ungeimpftenfreie Kinos und Restaurants? Für die Diskrimierungslust der Mehrheitsgesellschaft scheint es derzeit keine Haltelinie mehr zu geben. All diese menschenverachtenden Äußerungen sind gut dokumentiert. Sie werden offensiv über die Medien verbreitet. Das heißt aber auch: Es gibt keine Entschuldigung mehr dafür wegzuschauen oder mit dem System der Impfapartheid zu kooperieren. Es scheint aber: Je mehr sich die Untauglichkeit der „erlösenden“ Gen-Spritze erweist, desto mehr steigern sich die Hundertprozentigen, in ihrem Abwehrkampf gegen die Wahrheit, in einen feindseligen Furor hinein. Die Mehrheitsgesellschaft rennt sehenden Auges in eine erneute, große historische Schuld hinein. Nicht nur Menschen, die auf ihr körperliches Selbstbestimmungsrecht beharren, kommen dabei unter die Räder – auch Kinder, Alte und andere Schwächere der Gesellschaft. Das Schweigen der Künstler, speziell derer, die sich früher gern einen rebellischen Anstrich gegeben haben, schreit mittlerweile zum Himmel. Anmerkung der Redaktion: Der Autor wird Anfang 2022 das Album „Protestnoten“ herausgeben – mit eigenen Liedern sowie Musik und Texten verschiedener Künstlerinnen und Künstler, die sich kritisch mit der Corona-Thematik auseinandersetzen. Jens Fischer Rodrian

 

Seit März 2020 schießt der Staat mit Panikkugeln auf seine Bürger. Ständig. Überall. Pausenlos. Medien und Politik schüren Angst vor einem unsichtbaren Feind – dem Jahrhundertvirus. Wenn wir nicht gehorchen, sind wir schuld an dem grausamen Erstickungstod der Oma.

Doch damit ist jetzt Schluss – endlich. Die Angst darf sich entladen. Nicht, weil es jetzt vorbei ist und man durchatmen könnte, nicht weil endlich alle evidenzbasierten, medizinischen Erkenntnisse gehört werden, sondern weil die unsichtbare Angst ein Gesicht bekommen hat.

Das Gesicht des Ungeimpften.

Jetzt kann man sich austoben. Man darf seiner Wut, von höchst offizieller Stelle ermutigt, freien Lauf lassen. Keine Beschimpfung ist für die rachesüchtige Meute hart genug, zu lang hat man auf seinen Latte Macchiato-Lifestyle verzichten müssen und fürchtet jetzt, wieder in den nächsten Lockdown geschickt zu werden. Man weiß jetzt, wer an der Misere schuld ist – nicht die unsinnigen, staatlichen Verordnungen, sondern der dumme, sture, ungebildete, verstrahlte, rechtsoffene, tendenziell antisemitische, volksschädliche Abschaum der Ungeimpften. Jede verbale Entgleisung, die gegenüber anderen Minderheiten einen Sturm der Entrüstung auslösen würde, wird jetzt frenetisch bejubelt.

Gern wird den Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, mangelnder Sachverstand und eine generelle Impfgegnerschaft attestiert, was völlig absurd ist. Der Großteil der Impfskeptiker ist mehrfach geimpft, nur halt nicht gegen Corona, weil man seinem Immunsystem vertraut und den neuartigen mRNA Impfstoffen misstraut. Die Kritiker sind meist gut über das große Genexperiment informiert, das man eigentlich gar nicht Impfung nennen sollte, weil es weder vor Ansteckung noch vor der Weitergabe des Virus schützt. Langzeitstudien gibt es nicht. Nebenwirkung hingegen schon, und davon nicht wenige.

Ein Punkt wird aber immer deutlicher. Das Argument der Solidarität ist aus epidemiologischer Sicht völlig falsch.

Eine Erkenntnis scheint in der Medizin recht unumstritten zu sein. Massenimpfungen, vor allem bei gesunden Menschen mit starkem Immunsystem, sind während der Hauptinfektionszeit von Atemwegserkrankungen nicht zu empfehlen. Sie rufen Mutationen, sogenannte „Escape Varianten“ hervor. Die vulnerablen Gruppen, meist doppelt oder dreifach geimpft, sind dann besonders gefährdet, weil ihr sowieso geschwächtes Immunsystem mit den Mutationen nicht so gut fertig wird.

Demnach kann also der Ungeimpfte kaum an der steigenden Auslastung in den Intensivstationen schuld sein. Was diese These stützt, ist der Umstand dass trotz der Impfquote von ca. 70% in Deutschland (Stand November 2021) a) die Inzidenz deutlich höher ist als im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem die Impfquote praktisch bei 0% lag, und b) dass die Intensivstationen bei den über Sechzigjährigen zu einem Großteil eben auch mit Geimpften belegt sind.

Nein, die Impfung ist kein Game Changer, wie es versprochen wurde. Es hieß, es gäbe einen 95%igen Schutz für ein bis zwei Jahre, das wurde mittlerweile auf 35%igen Schutz für nur wenige Monate korrigiert. Dazu kommt, dass die Impfung nur vor einem schweren Verlauf schützen kann. Korrigiert von wem? Vom RKI und vom Hersteller selbst.

Ein Game Changer wäre die Stärkung des Immunsystems mit Vitamin D, C und Zink oder die Zulassung der Behandlung mit Ivermectin, das in Teilen Mexicos die Sterblichkeit um 70% gesenkt hat.

Ein Game Changer wäre ein Ende der von Medien und Politik geschürten Panik und der durch Lockdown und Ausgangssperren herbeigeführten Isolation, die zwei Dinge, die unser Immunsystem mehr schwächen als alles andere.

Weniger ertragreiche Vorschläge, zur Bewältigung der Corona Krise, sind nicht erwünscht, da sonst der Plan der Pharmaindustrie, die Impfung als einzige Lösung zu präsentieren, nie hätte aufgehen können.

Der Bayer-Vorstand sagt über die Corona Impfung: „Vor zwei Jahren hätte niemand diese Gentherapie akzeptiert.“

Zur tieferen Einsicht in die Erkenntnisse vieler Experten empfehle ich die Dokumentation „Corona – Auf der Suche nach der Wahrheit“, Teil 1 und 2, von Prof. Dr. Dr. Haditsch (Servus TV).
https://www.servustv.com/aktuelles/v/aa-27juub3a91w11/

Die Massenpsychose, in der wir stecken, wurde durch den Einsatz von ein paar wesentlichen Eckpfeilern der Propagandaschule erst möglich.
a) Die Panikschleife, die uns Tag und Nacht, auf allen Sendern, ständig beteuert, wie schlimm die Situation ist, bei der aber keine datenbasierten Begründungen herangezogen werden, sondern das Regierungsnarrativ einfach ständig wiederholt wird.
b) Die Isolation von einander – jeder könnte ein potenzieller Gefährder sein.
c) Misstrauen, jedem gegenüber, der sich nicht streng an die Regeln hält.
d) Die Diffamierung des vermeintlich Schuldigen, des asozialen Impfverweigerers.

Um all dies irgendwann zu verarbeiten, müssen wir Zeichen der Diffamierung und Ausgrenzung benennen, um einer dauerhaften Entfremdung entgegenwirken zu können und die Heilung der gesellschaftlichen Seele zu ermöglichen.

Spätestens dann, wenn die schonungslose Aufarbeitung der Krise beginnt, die Wahrheit ans Licht kommt, die Lügen nicht mehr vertuscht werden können und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, wenn jedem klar geworden ist, dass wir in den Jahren 2020/2021 über den Tisch gezogen wurden, dem Nürnberger Kodex Lebewohl gesagt und die Menschlichkeit in der tiefste Ecke unseres maroden kollektiven Bewusstseins vergraben haben, wird alles ans Licht kommen.

Und dann?

Wir werden uns schämen, weil die Zivilgesellschaft wieder mal versagt hat.

Und dann?

Wir müssen begreifen, dass Toleranz, Kritikfähigkeit, Respekt vor dem Andersdenkenden – und sei er auch noch so weit vom eigenen Weltbild entfernt -, Machtbegrenzung, Aufklärung, Mut und Empathie unverzichtbare Bausteine einer gesunden Gesellschaft sind. Davon ist uns vieles verloren gegangen. Das wird u.a. deutlich, wenn man sich anschaut, wie mit den Schwächsten unserer Gesellschaft umgegangen wird.

Mit den Alten, die man nie gefragt hat, ob sie in Einsamkeit sterben wollen, oder ob sie es bevorzugen, selbstbestimmt, auf eigenes Risiko, Zeit mit ihren Enkeln zu verbringen. Anstatt sie auch im hohen Alter als mündige Bürger zu behandeln, steckt man sie in Isolation und lässt sie einen unwürdigen Tod ertragen. Aber dass es nie wirklich um das Wohlergehen der Alten ging, ist schon seit Langem kein Geheimnis mehr. Seit Jahren werden in vielen Altenheimen die Bewohner mit Medikamenten ruhiggestellt, um Personal einzusparen. Das ist nicht die Schuld des Pflegepersonals, sondern das Ergebnis einer völlig falschen, auf Gewinn getrimmten Gesundheitspolitik.

Mit den Kindern, die das Lächeln verlernen, denen man die Kindheit raubt, die man seit Monaten drangsaliert, von einander isoliert, mit Masken für Stunden in Schulen und auf Pausenhöfen sitzen lässt – Masken, die Erwachsene nicht länger als 70 Minuten tragen sollen!

Mit den Obdachlosen, den vermeintlich Verrückten, sozial nicht Kompatiblen, die uns um ein paar Cent in der S-Bahn bitten und nicht mal ein Lächeln bekommen.

Unsere gesellschaftliche Sozialkompetenz ist verschüttet, seit Jahren, das wird durch das Brennglas Corona deutlich. Ein Neustart kann uns nicht nur guttun, er ist zwingend notwendig.

Aber bevor das möglich ist, müssen wir den Scherbenhaufen beseitigen, der vor unseren Füßen liegt. Wir müssen genau hinsehen und begreifen, wie wieder einmal mit einer Minderheit in diesem Land umgegangen wird, das aus seiner Geschichte nichts gelernt hat. Wir verdrängen, vergessen, übersehen. Wir leiden an kollektiver Amnesie.

Was können wir tun – Denker, Lyriker, Musiker, Philosophen?

Wir können Lieder und Texte schreiben, die diese Zeiten überdauern, weil sie oft klüger sind, als wir es zu Lebzeiten waren. Wir können dokumentieren, was jetzt passiert, um der nächsten Generation einen Blueprint zu hinterlassen.

Es ist nicht mehr zu übersehen. Millionen Videos von Medizinern, Juristen und Journalisten, die das Handeln der Regierungen hinterfragen, wurden gelöscht. Die Berichterstattung über die Protestbewegung ist verzerrt und von Desinformationen und Lügen durchsetzt. Über die Millionen Menschen, die im Ausland auf die Straße gehen, wird praktisch nur am Rande oder überhaupt nicht berichtet. Skeptische Mitarbeiter aus dem Medienbereich und kritische Wissenschaftler haben Ihre Jobs bereits verloren, manchen wurden die Konten gekündigt. Viele Ihrer Kollegen schweigen, weil sie Angst haben Ihre Existenz zu verlieren. Ein Richter aus Weimar, der ein nicht regierungskonformes Urteil gesprochen hat, musste eine Hausdurchsuchung ertragen.

An folgende Aussagen muss man sich erinnern, so dass später keiner sagen kann, man hätte nicht gewusst, wie schlimm es war. Man weiß es – jetzt schon. Es steht in den Leitmedien geschrieben und findet zur Hauptsendezeit in den Öffentlich- Rechtlichen statt.

Nikolas Blome – Spiegel
„Möge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen.“

Wolfram Henn – Ethikrat
„Keine Corona Notfallbehandlung für Impfverweigerer!“
„Ausreisestopp für Ungeimpfte!“

Kassenärztliches Schreiben
„Impfverweigerer gesellschaftlich inakzeptabel.“

Peter Maffay – Sänger

„Wer nicht geimpft ist, kann eigentlich nicht unter Leute gehen.“

Natalia Wörner – Schauspielerin
„Ich würde nicht mit Ungeimpften drehen.“

Tagesspiegel
„Man könnte Kimmich mal das Gehalt kürzen.“

Dilek Kalayci – Gesundheitssenatorin Berlin
„Nicht mit Ungeimpften treffen.“

RTL
„Zaun auf Hamburger Weihnachtsmarkt trennt Geimpfte von Ungeimpften.“

RND
„Werden Ungeimpfte bald von der Polizei zum Impfarzt gebracht?“

Die Zeit
„Ob Ungeimpfte in Bayern weiterhin Lebensmittel einkaufen können, hängt deshalb an Markus Söder…“

Joe Biden – US-Präsident
„Die Pandemie der Ungeimpften!“

Frank Walter Steinmeier – Bundespräsident
„Ungeimpfte gefährden uns alle!“

Markus Söder – Ministerpräsident

„Wir könnten mit all dem durch sein, hätten wir alle geimpft.“

Karl Lauterbach – SPD-Politiker (MdB)

„Besser wäre zusammenhalten, alle gegen Impfgegner.“

Oliver Welke – Entertainer
„Impfverweigerer sind leider irgendwie asozial.“

Sarah Frühauf – MDR/Tagesthemen

„Impfverweigerer tragen Mitverantwortung an den Tausenden Opfern der Coronawelle.“

Hilmar Klute – Süddeutsche Zeitung

„November des Zorns – Die Ungeimpften rauben den Vernünftigen die Freiheit.“

Frank Ulrich Montgomery – Vorsitzender des Weltärztebund
„Tyrannei der Ungeimpften!“

Verordnung in Österreich ab dem 15.11.21

„Lockdown für Ungeimpfte ab 12 Jahren.“

Rainer Stinner – FDP Politiker
„Gegner der Corona Impfung sind gefährliche Sozialschädlinge!“

Wir hatten das alles schon!

Was können wir tun, Denker, Lyrikerinnen, Musiker, Philosophinnen?
Kolleginnen und Kollegen aus Kunst und Kultur, was ist los mit Euch?
Wann wacht ihr auf? Wann wird Eure Kunst zum Widerstand?
Wann übt Ihr zivilen Ungehorsam?
Wann seit Ihr solidarisch mit den ungeimpften Kollegen?
Wann lehnt Ihr Euch auf gegen totalitäre Strukturen und drohenden Faschismus? Was muß noch alles passieren?

Deutschland ist das einzige Land in Europa, das es schaffen könnte, drei Diktaturen in 90 Jahren zu errichten:

1933 Nazideutschland, 1961 Stasideutschland, und jetzt 2021 die Impfdiktatur?

Wir können es nur verhindern, wenn Geimpfte und Nichtgeimpfte der Spaltung entschlossen entgegentreten, gemeinsam aufstehen, friedlich, die Masken ablegen und sagen: Schluss jetzt!

Showing 11 comments
  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Ich verbitte mir ganz entschieden: „Stasi-Deutschland !“

    ROTFRONT !

  • J. Leiste
    Antworten

    Ia. Es ist so schrecklich wie in diesem guten Artikel beschrieben.

  • Freiherr
    Antworten
    …beschreibe ich diesen Intensivbettenschwindel mal im Kleinen:

    habe also ein Krankenhaus mit 5 „Intensivbetten“, nicht ausgelastet weil nur 2 belegt, baue also die 3 restlichen ab,

    und siehe da – nun bin ich voll ausgelastet und schreie um Hilfe, die Lage ist dramatisch, es fehlen Intensivbetten,

    schon fliessen die Gelder und Subventionen, dann stocke ich die Intensivbetten auf um nochmal extra-Gelder zu bekommen für die „Intensivbehandlung“ an mittels Drostentest eingelieferten Falschpositiven, die labortechnische Untersuchung lasse ich lieber sein, würde sich ja herausstellen dass der Arme gar nicht krank ist. Und wenn er an meiner „Intensivbehandlung“ stirbt, dann bekommen die Bestatter nochmal extra-Geld.

    Genau das hat man politisch angeordnet, schon vor diesem Corona-Schwachsinn um dann Panik verbreiten zu können und wenn die angebliche Pandemie nun kein Schwein mehr glaubt, der Inzidenzenschwindel durchschaut ist, dann muss eben die Intensivbettenlüge nun als weitergehender Panikmacher herhalten, entsprechende Schreckensbilder bringen ARD und ZDF – getürkte Notlagenbilder, Schreckensszenarien die ihre Wirkung nicht verfehlen –

    Särge stapeln sich, Massengräber müssen ausgehoben werden, man kommt mit dem Verbrennen nicht mehr mit, Kühlanlagen für die Leichen reichen nicht mehr aus,

    doch wenn man genauer hinschaut, sind die Krankenhäuser unterbelegt trotz taktisch-gezieltem Abbau.

    Ja wo ist sie denn, die Pandemie ?

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Gabriel Müller-Huelss
    Antworten
    Danke, lieber Jens Fischer Rodrian!

    Ich hoffe sehr, daß dieser Appell von vielen Kulturschaffenden, aber auch anderen eigentlich kritisch denkenden Mitmenschen in dieser Gesellschaft gelesen wird. Die Worte sind eigentlich klar genug, um diese zur Nachdenklichkeit anzuregen.

    Dieser Artikel von Roberto De Lapuente von heute könnte als Ergänzung das Seine dazu tun:

    https://www.neulandrebellen.de/2021/11/ungeimpft-die-psychiatrische-notlage/

  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Nun werde ich zur Geschichte schreiben, bezugnehmend auf die Quellen der revolutionären Arbeiterbewegung, eigener Texte aus Unterlagen, Hausarbeiten und Mitarbeit beim „Krefelder Appell“ 1980 in der Friedensbewegung. Bei der DFU (Deutsche Friedens Union) und weiteren Organisationen. die für Frieden und gegen Faschismus aufstehen. Heute geht es noch immer genau darum, allerdings kommen Jahrzehnte Lebens- Berufserfahrung in der sozialen Arbeit hinzu.

    Scherlich ist dem Text an einigen Stellen zuzustimmen. Nur werde ich gerne an den Arbeitskampf meiner Kollegen in der Kranken- und Altenpflege erinnern wollen. Zu Beginn der großen Lüge haben sie durchgehalten, weil man ihnen das Blaue vom Himmel versprochen hat. Nach knapp zwanzig Monaten extremer Arbeitsbelastung, die bereits vor dem bösen Wort mit heißer Nadel genähter Arbeitsbedingungen ihnen oft genug den Schlaf raubten im Einlullern der Konjunktivs und der ewigen Verprechungen.

    Vielfach schmeißen sie das Handtuch, weil sie nicht mehr können und auch nicht mehr wollen. Sie haben die Schnauze voll ! Sie haben keine Zeit dem sterbenden Menschen die Hand zu halten, keine Zeit für ein nettes Pläuschchen auch nicht mit den Angehörigen. Sie haben oder hatten Eltern, Großeltern, Menschen, die ihnen viel bedeuten, und ihr Wissen über das alles, was täglich versäumt wird hat einige krank werden lassen. Die AOK veröffentlichte 2020 eine Untersuchung über die Krankheiten der Menschen in Gesundheitsberufen, die in allererster Linie Krankheitsbilder, die man „psychosomatische“ nennt. Appetimangel, Stress, Schlafmangel, Nervosität und beständige Müdigkeit. Besonders hart trifft es die Mitarbeiter in der Pflege.

    Die Bertelsmänner haben bereits vor Jahren eine Studie herausgegeben die klipp und klar ausspricht, was man sonst gerne verschweigt. Aus ökonomischer Sicht heraus wird man jährlich Krankenhausbetten, auch Intensivbetten abbauen müssen. Nicht rentable Krankenhäuser müssen schließen, und nur Krankenhäuser, die entsprechend ausgelastet werden wirtschaftlich überleben können. Was das für die Menschen , die z. B. auf dem Land leben bedeutet…, dass alles spielt bei rein ökonomischen Bewertungen überhaupt keine Rolle. Was soll die schwangere Frau denn machen, die den Arzt braucht, der alte Mensch, der erkrankt und dringend in ein Krankenhaus muss. Sie müssen warten, bis der Rettungswagen kommt, der aber dann erst herausfinden muss, welches KH die Menschen denn aufnehmen kann. 20- 30 km vom Wohnort entfernt sind keine Seltenheit.

    Und nun versucht man das eigene politische Komplettveragen meinen hochgeschätzten Kollegen in die Schuhe zu schieben, dabei ist es so, dass die Pflege eine Geldmaschine ist, wo sich einige Wenige in einer obszönen und dekadenten Weise bereichern während Andere sich die Nase wischen können.

    Asklepios, Viventes, dass sind börsennotierte Unternehmen, die sich die Pflegeeinrichtungen zur Beute gemacht, mit Unterstützung des Staates. Sie kassieren Gelder , die ihnen überhaupt nicht zustehen. Sie schröpfen die Bewohner, lassen sich monatlich 500,- Euro für sogenannte Investkosten von einem jeden Bewohner bezahlen – eine gerichtliche Klärung -, ob das zulässig ist  steht noch an, während in den Heimverträgen die Lebensmittel, also das Essen an letzter Stelle steht mit einem erbärmlichen Betrag. 2020 konnte ich bei der Überprüfung eines Menschen, der sich mir anvertraut folgendes feststellen: Für drei Mahlzeiten, und Schlabber Kaffe und einem Stück Kuchen hat man 135,- festgelegt. Wie soll denn mit diesem lächerlichen Betrag eine vitaminreiche Ernährung für den alten und meist kranken Menschen möglich sein ? Garnicht !

    Zumal wissenschaftliche Studien in der Geriatrie (Altenmedizin) deutlich darauf hinweisen, dass Vitaminmangel und andere Mängel problematisch sich auf das sowieso geschwächte Immunsystem auswirken, und die Anfälligkeit nicht für Infekte auf der Hand liegt.   Und was nicht außer acht gelassen werden kann, dass ca. 75% aller zu pflegender Personen im eigenen Zuhause, oder aber bei ihren Angehörigen leben und dort auch versorgt werden. Sie gehen am „Krückstock“  erzählen Angehörige….

    In den Einrichtungen fehlen die Mitarbeiter, die mit den Menschen an die frische Luft gehen. Man weiß doch wie wichtig selbst der Rest an Sonnenbestrahlung für uns Menschen ist. Und auch das sollen die Angehörigen übernehmen, wenn sie zu Besuch kommen. Das ist aber nur die Spitze des Eisberges.

    Und meine Kollegen sollen die Giftbrühe für Kapital und Vaterland ausschlürfen.

    „Was wurden wir früher geachtet“ sagt eine meiner Kollegen…..,  und heute sind wir ein „Kostenfaktor“, der eigentlich weg muss.

    Sie haben Angst, dass sie Fehler machen während der Arbeitszeit, und sie werden nicht wirklich sagen was sie denken, wenn sie gefragt werden, denn sie wissen ja woran es liegt, und wer die Nutznießer sind. Man bestiehlt die alten Menschen, und in manchen Einrichtungen ist selbst die Grundversorgung nicht mehr gewährleistet. Und sie fliegen raus, wenn sie nicht selber in den Sack hauen, denn Äußerungen, die Schädlich für die Unternehmen sein können sind verboten.

    So geht Meinnungsfreiheit.

    Über das Thema, dass ich eigentlich vo hatte zu beackern bin ich bedauerlicherweise weggekommen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

  • Zu Dumm aber auch
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    Das ist das Dumme an den Dummen. Die sind einfach zu intelligent um ihre Dummheit zu erkennen. Und so machen sie vor lauter Intelligenz immer und immer wieder die schlimmsten Dummheiten, ohne daraus zu lernen.

    Am Ende,  so will es immer und immer wieder keiner gewusst haben.

    .

    ZU DUMM ABER AUCH!

    .

    Das schlimme…

    Am Ende kann man die DUMMEN von den INTELLIGENTEN  nicht mehr  unterscheiden.

  • Freiherr
    Antworten
    Ich wünsche mir dass die Künstler, dort wo sie sich noch als Widerstand gegen Unrecht begreifen und gerade deshalb ja notwendig sind –

    radikaler werden, im Ausdruck, in der Sprache deutlicher, die Weichspüler weglassen  aus Angst vor Zensur und Verfolgung –

    die relativierenden Äusserungen weglassen wo doch inzwischen schwärzest auf weiß die Tatsachen für Faschsmus und Diktatur auf der Hand liegen,

    der Mut über die Ängstlichkeit siegt,

    es ist also gerade in Deutschland so dass man zu zaghaft das Unrecht anklagt, oft eher noch Fragezeichen statt Ausrufezeichen setzt.

    Eine Welle des energischen unerschrockenen Ausdrucks muss entstehen, die eigene finanzielle Absicherung nicht im Vordergrund dabei stehen sollte –

    das erfordert Mut, ja – aber ohne diesen Mut der unbedingten Entschlossenheit FÜR die Freiheit wird nichts mehr zu gewinnen sein.

    Und das muss freilich nicht nur für die Künstler gelten, ALLE im Land sind da gleichermaßen gefordert.

    Und bedenkt, ihr Künstler – fünf Millionen müssen unter der Armutsgrenze leben, ihr seid also nicht die einzigen die bedürftig seid.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • heike (Heike Preißler)
    Antworten
    Schon traurig, wenn Menschen, die sich über viele Jahre hinweg mit ihrer und der Gesundheit ihrer Patienten bzw. Betreuten beschäftigt haben, ihren Beruf niederlegen müssen, nur weil sie zu ihrer vernünftigen Ansicht stehen, dass es sehr viel bessere Wege gibt, das Immunsystem des Menschen auf Virusbegegnungen vorzubereiten als die Menschen zu impfen.

    Es führen einfach viele Wege nach Rom, und man sollte diese Wege auch offenlassen. Das hat etwas mit weitsichtigem Verantwortungsbewusstsein zu tun.

     

  • gokh
    Antworten
    Danke für den Text und vor allem für die Auflistung der verschiedenen faschistischen Entgleisungen am Ende des Textes. Diese braucht mensch nicht weiter zu kommentieren.

    Dieses Statement : „Vater, vergib mir. Du hattest recht.“ finde ich interessant, deshalb verlinke ich es hier mal.

  • Freiherr
    Antworten
    Ja gokh,

    ausgezeichneter Vortrag von Thomas Sarnes, einem Klinik_Chefarzt ja immerhin !

    Und sehr richtig: die Anwälte allein können gar nichts machen, sie können ermittweln, beweisen, Recht vertreten, aber brauchen uns als Kläger, Mandanten, letztlich uns als breite Widerstandsbewegung.

  • Rico
    Antworten
    Danke für diesen sehr guten Artikel

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