Die Wurzel allen Übels

 in FEATURED, Politik (Ausland), Umwelt/Natur

Zum Schutz unserer Erde sollten wir das Militär als größten Umweltkiller bekämpfen, statt apathisch auf einen Klimagipfel zu starren. In der Umweltfrage richten sich die Finger meist auf den Endverbraucher. Dieser solle es mit Einsparungen, Verzicht und ökologischen Umbaumaßnahmen richten. Sicherlich kann jeder von uns einiges tun: sich eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach holen zum Beispiel. Doch die Anstrengungen von vielen Millionen Menschen könnten zunichte gemacht werden, sollten ein paar wahnsinnige Politiker einen nuklearen Winter auslösen. Wie so oft in der Geschichte fängt man die Kleinen und lässt die Großen laufen. Und die bei weitem größte Gefahr für unser Klima ist das Militär. Davon liest man in unseren Medien jedoch kaum etwas. Der Autor hat sich vorgenommen, die Prioritäten neu zu überdenken. Warum nach Glasgow zur UN-Klimakonferenz reisen, wenn wir bei uns beginnen können? Etwa mit Solarstrom oder dem Stopp der Investitionen in Rüstung und den Bau von Atombomben. Heinrich Frei

 

Warum in die Ferne schweifen — nach Glasgow zur UN-Klimakonferenz —, wenn das Gute liegt so nah? Statt dass Sie ein neues Smartphone kaufen, werden Sie Besitzer von einem Quadratmeter einer Solaranlage in Zürich; 1 qm kostet nur 250 Franken. Damit tun Sie etwas für die Umwelt.

Milliarden für alternative Energien statt für Rüstung

Wie wäre es, wenn private Anleger, die Schweizerische Nationalbank, Banken, Versicherungen und Pensionskassen ab sofort nicht mehr Milliarden in internationale Rüstungskonzerne stecken würden? Wenn diese Milliarden stattdessen für den Bau von Solar-, Wind-, Erdwärme- und Geothermie-Anlagen verwendet würden und zur besseren Wärmedämmung von Häusern?

Laut ICAN, der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, investierten schweizerische Geldhäuser 2019 schamlos sogar 8,983 Milliarden US-Dollar in Konzerne, die Atomwaffen herstellen.

Mit diesen 8,983 Milliarden USD — das sind 8,17 Milliarden Schweizer Franken —, die heute von Institutionen der „humanitären, dem Frieden verpflichteten Schweiz“ für diesen nuklearen Irrsinn verschwendet werden, könnte man bei 180.000 Wohnungen auf dem Dach und an den Fassaden Panels installieren für die Strom-, Warmwasser- und Heizversorgung, dazu im Keller Warmwasserspeicher und Stromspeicherelemente montieren (Annahme Investition von circa CHF 50.000 pro Wohnung).
Gesetzliches Finanzierungsverbot von verbotenen Waffen

Die Organisation ICAN, Friedensnobelpreisträgerin 2017, schreibt:

„Dass Schweizer Banken Geld in die Weiterentwicklung von Massenvernichtungswaffen investieren, ist umso erstaunlicher, als dies eigentlich verboten ist. Seit der Revision des Kriegsmaterialgesetzes (KMG) vom 1. Januar 2013 gibt es ein gesetzliches Finanzierungsverbot von verbotenen Waffen. Darunter fallen auch Atomwaffen, welche in Artikel 7 Absatz 1 lit. a KMG aufgeführt sind.“

Am 6. Oktober 2017 wurde ICAN der Friedensnobelpreis zugesprochen für „ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken, und für ihre bahnbrechenden Bemühungen, ein vertragliches Verbot solcher Waffen zu erreichen“.

Gesetzliches Finanzierungsverbot von Atomwaffen

Die Damen und Herren in den Heiligen Hallen des Bundeshauses in Bern scheinen nicht darum bemüht zu sein, das „direkte und indirekte Finanzierungsverbot für verbotene Waffen“ durchzusetzen. Sich an Gesetze und Verordnungen zu halten, ist anscheinend nur dem Fußvolk vorbehalten. Das gleiche Phänomen ist auch beim Export von Kriegsmaterial zu beobachten. Seit 1973 gibt es sehr strenge Verordnungen und Gesetze, die nicht eingehalten werden; Waffenexporte in Kriegs- und Spannungsbiete sowie menschenrechtsverletzende Regime wären dann verboten (1).

Beim Kriegsmaterialexport heißt es eben einfach, zur Aufrechterhaltung einer einheimischen Rüstungsproduktion für die Landesverteidigung seien trotzdem gewisse Exporte zulässig, die eigentlich verboten sind, unter anderem an kriegführende NATO-Staaten, an Regime im Nahen Osten, nach Pakistan, Indien und so weiter.

Militär = Umweltkiller Nummer 1

Vermutlich wird bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow nicht über die größten Umweltverschmutzer verhandelt: die Armeen. Das Militär wurde seinerzeit als Klimakiller bewusst aus dem Kyoto-Protokoll und aus andern UN-Klimadokumenten einschließlich der Charta von Paris ausgeklammert, dies auf Druck der USA und der NATO-Staaten, wie Reiner Braun in seinem Text „Die Umwelt-Killer“ auf Rubikon schreibt. Krieg und Militär gehören zu den größten Verbrauchern von Energie und anderen Ressourcen und setzen erhebliche Umweltschadstoffe frei.
Golfkrieg 1991: Verbrannte Erde. Uranmunition, die Krebs verursacht

Reiner Braun schreibt:

„Während des Golfkriegs von 1991 zeigten die Ölbrände in Kuwait und die Freisetzung von Öl im Persischen Golf die Folgen einer Politik der verbrannten Erde. Amerikanische Militärangehörige beklagten sich über das Golfkriegssyndrom als Folge des Einsatzes von mehr als 1.000 Tonnen Uranmunition, eine radioaktive, besonders durchschlagsfähige effektive Munition, durch das US-Militär.“

Auch auf dem Balkan wurde von der NATO Uranmunition eingesetzt, was Soldaten und Zivilisten bis heute an Krebs erkranken lässt. Italienische Soldaten, die nach dem Krieg durch die Uranmunition erkrankten, erhielten Entschädigungen, nicht aber die Zivilbevölkerung in Ex-Jugoslawien, ebenso wenig die Menschen im Nahen Osten, die früher vergiftet wurden.

Heute existieren nach wie vor 15.000 Atomwaffen mit der vielfachen Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe: Ein Atomkrieg könnte die Atmosphäre so stark verdunkeln, dass das Leben auf der Erde nicht nur gefährdet wäre — nuklearer Winter —, sondern das Leben auf der Erde würde unweigerlich zerstört.

1.981 Milliarden US-Dollar — so viel Geld investierten Länder weltweit im vergangenen Jahr in ihre Armeen. Mit einem Bruchteil dieser Militärausgaben könnten Windräder, Sonnenkollektoren und Geothermie-Anlagen gebaut und Häuser wärmegedämmt werden, in den reichen wie in den armen Ländern.

 

Mit einem Bruchteil der weltweiten Militärausgaben krasse Armut beseitigen

Heute hungern 811 Millionen Menschen auf dieser Erde. 41 Millionen stehen am Rande einer Hungersnot, der extremsten Form des Hungers, die zum Tod durch Hunger oder Krankheit führen kann.

Mit einem Bruchteil der weltweiten Militärausgaben wäre es möglich, allen Menschen genügend Nahrung und sauberes Trinkwasser zu verschaffen, sie medizinisch zu betreuen und es allen Kindern zu ermöglichen, eine Schule zu besuchen.

Das Welternährungsprogramm stellte fest:

„Die Folgen einer Ernährung, die arm an Vitaminen, Mineralien und anderen Nährstoffen ist, beeinflussen die Gesundheit und die Lebensaussichten von Millionen weiterer Menschen und werfen einen Schatten auf die Zukunft von Gemeinschaften und ganzen Ländern.“
Es wird genügend Nahrung produziert, um alle Menschen zu ernähren

Weiter schreibt das Welternährungsprogramm:

„Obwohl genug Nahrung produziert wird, um alle Menschen auf diesem Planeten zu ernähren, bleibt das Ziel einer Welt ohne Hunger, wie es in der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und speziell im Ziel 2 festgelegt ist, aufgrund eines toxischen Cocktails aus Konflikten, Klimawandel, Katastrophen und struktureller Armut und Ungleichheit eine große Herausforderung. Im vergangenen Jahr haben die sozioökonomischen Folgen der COVID-19-Pandemie die Situation weiter verschärft, indem Millionen schutzbedürftiger Menschen in eine größere Ernährungsunsicherheit gedrängt wurden.“
Welternährungsprogramm braucht 2021 15 Milliarden US-Dollar

„Um Millionen der hungrigsten Menschen der Welt zu ernähren und Millionen weiteren Menschen zu helfen, mit den Auswirkungen von Konflikten, Klimawandel und tief verwurzelter Armut fertig zu werden, sind jedes Jahr Milliarden von Dollar erforderlich. Der Finanzierungsbedarf des Welternährungsprogrammes für 2021 beläuft sich auf 15 Milliarden US-Dollar.“
132-mal mehr für das Militär und die Rüstung als für das Welternährungsprogramm

Zum Vergleich: 1.981 Milliarden US-Dollar investierten Länder weltweit 2020 in ihre Armeen. Das ist 132-mal mehr als die 15 Milliarden, die das Welternährungsprogramm in diesem Jahr benötigen würde. Laut der ICAN gaben die neun Nuklearwaffenstaaten im vergangenen Jahr 72,6 Milliarden US-Dollar (rund 60 Milliarden Euro) für den Ausbau ihrer Arsenale aus.

Das ist knapp 5-mal mehr als die 15 Milliarden, die das Welternährungsprogramm in diesem Jahr benötigen würde. Inflationsbereinigt haben die Ausgaben für die Nuklearrüstung der neun Atomwaffenstaaten 1,4 Milliarden US-Dollar mehr als 2019 betragen. Schweizer Geldinstitute investierten 2019, wie schon erwähnt, 8.983 Milliarden US-Dollar in Konzerne, die Atomwaffen herstellen.

Vergleichsgrafik: Weltweite Rüstungsausgaben, Ausgaben zum Ausbau des Atomwaffenarsenals im Vergleich zum Finanzbedarf des Welternährungsprogrammes, Grafik von Heinrich Frei

Atomkrieg: Nuklearer Winter, Auslöschung der Menschheit

Investitionen in Atomwaffen sind ein absoluter Irrsinn, wie oben schon erwähnt. Ein Atomkrieg ist eigentlich nicht führbar. Trotzdem üben Piloten der deutschen Bundeswehr im Rahmen der nuklearen Teilhabe in Büchel nach wie vor den Einsatz von Kernwaffen mit Jagdbombern vom Typ Tornado in einem Krieg könnte zu einer weltweiten Abkühlung des Klimas führen, zu einem nuklearen Winter, gefolgt von Hungersnöten. Ein großer nuklearer Schlagabtausch der Großmächte würde das Ende der Menschheit bedeuten.

 

Quellen und Anmerkungen:

(1) 1973 wurde das neue revidierte Kriegsmaterialgesetz in Kraft gesetzt. Nach Artikel 11 Absatz 2 des Kriegsmaterialgesetzes sollten damals für Kriegsmaterial keine Ausfuhrbewilligungen erteilt werden
„a) nach Gebieten, in denen ein bewaffneter Konflikt herrscht, ein solcher auszubrechen droht oder sonstwie gefährliche Spannungen bestehen;
b) wenn Grund zur Annahme besteht, dass Kriegsmateriallieferungen in ein bestimmtes Land die von der Schweiz im internationalen Zusammenleben verfolgten Bestrebungen, insbesondere zur Achtung der Menschenwürde sowie im Bereich der humanitären Hilfe oder der Entwicklungshilfe, beeinträchtigen“.

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Dank an den Rubikon, www.rubikon.news, wo dieser Artikel zuerst erschienen ist.

Showing 22 comments
  • Nicht nur SAUBER sondern REIN
    Antworten
    Die Sonne auf Erden…

    Warum mit einem Wischmopp arbeiten, wenn es ein Industriestaubsauger doch besser kann.

    So ist die segenREICHe Elite.

    Sie schafft immer BESSERE PRODUKTE, um diese dann mit immer noch BESSERE PRODUKTE zu vernichten, für eine immer noch BESSERE grenzenlose Welt in einer begrenzten Welt.

    Sie haben eben andere Werte als das Leben…,

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    „VERMÖGENS-WERTE!“

    .

    Und sich lohnende VASALLEN hat sie zu genüge, GRENZENLOS!

    DIE EINEN HABEN ETHISCH-MORALISCHE WERTE MIT WENIG BIS KEINEM VERMÖGEN, DIE ANDEREN WERTE NUR MIT VERMÖGEN.

  • Freiherr
    Antworten
    Kohlenstoff = Lebensstoff !

    Wenn Kohlenstoff sich zersetzt ( natürlicher Vorgang beim Absterben organischen und pflanzlichen Materials) oder verbrannt wird, dann wird Kohlendioxid frei gesetzt –

    aus einem Kohlenstoffatom wird ein Kohlendioxidmolekül.

    Ein Kreislauf welcher den Planeten Erde am Leben erhält – seit Milliarden Jahren,

    der aber auch immer wieder umkippt, wenn zu viel an freigesetztem CO2 die Atmosphäre aufheizt  ( auch ohne Zutun des Menschen ),

    periodisch immer wiederkehrender Prozeß: Warmzeit – Eiszeit,

    auch dieser dient dem Erhalt des Planten, ein ausgleichender Prozeß.

    Niemand hält das auf !

    Der Mensch hat zwar erheblich zur Beschleunigung der nun wiederkommenden Warmzeit beigetragen, allein schon durch das Heizen, Verheizen von fossilen Brennstoffen ( = Kohlenstoff ),

    trotzdem könnte er die periodisch wiederkehrende Warmzeit niemals aufhalten, also auch nicht wenn er die Fossilien nicht mehr ausbeuten, freilegen, verheizen würde.

    Verzögern ja, sehr bedingt – müsste aber nun die gesamte Landfläche wieder aufgeforstet werden oder ein großer Teil davon zu Mooren werden und gleichzeitig der Permafrost erhalten werden, bereits Aufgetautes wieder eingefroren werden…

    unmöglich !

    Weitere Unmöglichkeiten: der Mond entfernt sich zunehmend, destabilisiert damit die bisherige Umlaufbahn der Erde um die Sonne, wird dramatische Auswirkungen haben,

    das Abschmelzen der Pole kann niemand aufhalten, der Meeresspiegel wird dann um 60 Meter gestiegen sein.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    • heike (Heike Preißler)
      Antworten

      Wenn Kohlenstoff sich zersetzt ( natürlicher Vorgang beim Absterben organischen und pflanzlichen Materials) oder verbrannt wird, dann wird Kohlendioxid frei gesetzt –

      aus einem Kohlenstoffatom wird ein Kohlendioxidmolekül

      Alles lebendige organische Material enthält Kohlenstoff (C ist dafür die Abkürzung im Periodensystem der Elemente). Kohlenstoff ist also ein Element. Wenn organisches Material (also Pflanzen, Tiere oder Menschen) sterben, dann verwesen sie. Bei diesem Vorgang bleibt der Kohlenstoff als Element vorliegen so wie er ist, er wird nicht oxidiert und als das Gas CO2 (Kohlendioxid) freigesetzt. Der Oxidationsprozess von Kohlenstoff zu Kohlendioxid kann nur durch Verbrennung stattfinden.

      Lässt man Holz also einfach im Wald verrotten, wird kein CO2 freigesetzt und das im Holz gebundene C einfach wieder der Humuserde des Waldes zugefügt. Das C ist in den Baum durch Photosynthese hineingelangt: Kohlendioxid aus der Luft wird von den Blättern der Pflanzen aufgenommen, das O2 des CO2 wird wieder an die Luft abgegeben und das C in das Material der Pflanze eingearbeitet.

      Aus diesem Grunde ist es auch sinnvoll, viele Wälder anzupflanzen bzw. nicht zu roden, da die Bäume eben das CO2 aus der Luft binden können und sogar für ihr Wachstum brauchen.

      Zuviel CO2 in der Luft sorgt allerdings für einen Anstieg des Treibhauseffektes, was zur Erhöhung Erddurchschnittstemperaturen führt, was sich im Abschmelzen der Gletscher, der Polarkappen und einem dementsprechenden Anstieg des Meeresspiegels bemerkbar macht.

      Über Millionen von Jahren hinweg sind die Pflanzen und Bäume einfach umgefallen, liegengeblieben und haben sich an Ort und Stelle zersetzt, wurden von Schichten von Sedimenten (verwitterten Gesteinslagen) überdeckt, wieder neue Pflanzen starben und zersetzten sich usw. -> daraus entstanden die großen Kohleflöze und auch Erdgas und Erdölreservoire.

      Wenn man ein Stückchen Kohle verbrennt oxidiert man also noch viel mehr Kohlenstoff zu Kohlendioxid, als wenn man nur ein Stückchen Holz verbrennt.

      Seit der industriellen Revolution hat die Menschheit immer mehr dieser fossilen Brennstoffe oxidiert, darauf ist der für die Erdatmosphäre ungesunde, weil zu Überschwemmungen und Dürren führende relativ massive Anstieg des Kohlendioxides zurückzuführen.

      Die nötige Gegenmaßnahme ist die Reduzierung der Verbrennung dieser fossilen Brennstoffe, allen voran Kohle und Erdöl, weil Erdgas weniger C enthält  und folglich bei seiner Verbrennung weniger CO2 freigesetzt wird.

      Darum geht es bei der Klimawende: Technologien und Lebensweisen entwickeln, die weniger CO2 freisetzen, damit der Meeresspiegel nicht ansteigt, die Korallen weiter ihre Gehäuse bauen können, da das bei immer mehr übersäuerten Meeren nicht mehr möglich ist, die Menschen nicht noch mehr Hitze- und Dürreperioden ausgesetzt sind, und alles in allem ein erträglicheres Klima bestehen bleiben kann.

      Kohlendioxid verweilt durchschnittlich 150 Jahre in der Atmosphäre. Wenn wir den mensch-gemachten Ausstoß von CO2 heute auf Null reduzieren würden, dann wäre erst in 150 Jahren der menschliche CO2-Abdruck aus der Atmosphäre verschwunden.

      • Gokh
        Antworten
        > Der Oxidationsprozess von Kohlenstoff zu Kohlendioxid kann nur durch Verbrennung stattfinden.

        Oxidation ist schlicht die Abgabe von Elektronen. Dabei fungiert oft, aber nicht zwangsweise Sauerstoff als Oxidationsmittel, welche eben einen anderen Element diese Elektronen „abnimmt“,  und dieses Element von daher reduziert.

        Die Oxidation von Kohlenstoff zu Kohlendioxid ist also immer einer Verbrennung, egal ob das im Rahmen der Atmungskette passiert oder bei der Brandrodung.

        > Lässt man Holz also einfach im Wald verrotten, wird kein CO2 freigesetzt und das im Holz gebundene C einfach wieder der Humuserde des Waldes zugefügt.

        Natürlich wird bei der Verrottung ebenso das CO2 freigesetzt.  Verrottung ist gerade eben die Zersetzung von pflanzlichen Material zu CO2, H2O und Huminstoffen. Wenn mensch sich den jährlichen Laubabwurf anschaut, dann geht diese Zersetzung sehr schnell. Das Lignin des Holzes kann hingegen von Destruenten (hier Pilze) nur sehr langsam zersetzt werden. Der Ligninabbau bildet einen wichtigen Faktor bei der Humusbildung (Humifizierung).
        Dabei werden auch Huminstoffe, hochpolymere (also große Zusammenlagerungen) organische Verbindungen, gebildet, welche eine hohe Resistenz gegen biogenen Abbau aufweisen. Dennoch wir ein Teil von diesen Huminstoffen bei der Mineralisierung weiter zu den Ausgangsstoffen abgebaut, zu denen eben auch das CO2 gehört. Allerdings erfolgt dieser Abbau sehr langsam. Die Mineralisierung ist für die Pflanzen wichtig, weil nur so, ohne Düngung, den Boden wieder wichtige Mineralien zugeführt werden, welche die Pflanzen verwerten können. Somit ist dieses freigesetzte CO2 als „Abfallprodukt“ wieder wichtig, um weiteren Biomassewuchs zu ermöglichen.

        Daneben werde aber zu etwas 2/3 stabile Humusformen gebildet, welche nicht weiter zersetzt werden können und über mehrere 1000 Jahren stabil bleiben können. Sie bilden also diesen großen Speicher von CO2. Insgesamt ist im Boden mehr Kohlenstoff gebunden als in der gesamten Biomasse. Von daher spielt der Boden auch die entscheidende Rolle bei der CO2 Bindung.
        Die Bodennutzung ist also entscheidend.
        Die natürliche Zersetzung durch Mikroorganismen ist temperaturabhängig und steigt mit zunehmender Temperatur, was bei einer weiteren Erwärmung zu mehr CO2-Freisetzung führen kann.

         

        > Das C ist in den Baum durch Photosynthese hineingelangt: Kohlendioxid aus der Luft wird von den Blättern der Pflanzen aufgenommen, das O2 des CO2 wird wieder an die Luft abgegeben und das C in das Material der Pflanze eingearbeitet.

        Das von den Pflanzen fixierte Kohlenstoff wird zu etwas 1/3 von den Pflanzen bei der Atmung selber wieder freigegeben. Der Rest wird in den ober- und Unterirdischen Teilen der Pflanzen gespeichert und dient dort als Nahrung für die heterotrophen Organismen, welche ihrerseits bei ihren Stoffwechselvorgängen wieder CO2 freisetzen. (siehe oben)
        Und der Sauerstoff der Photosynthese entsteht in dem ersten Schritt der Lichtreaktion aus dem Spaltung des Wassers (Photolyse). Das CO2 wird komplett gebunden (Glycose).

         

        Das jetzt nur mal als sehr verkürzte und grobe Darstellung. Die Abläufe sind in der Regel sehr kompliziert und demzufolge hängt es von vielen verschiedenen Faktoren ab, wie viel CO2 ein Boden zu einen gegeben Zeitpunkt speichern kann und wie groß von daher sein Potential als CO2-Senke ist.

        Der Kohlenstoff wird also einerseits in der lebendigen Biomasse gespeichert, also sowohl in der oberirdischen Biomasse, wie auch in der Biomasse des Bodens und eben auch zweitens in dem toten organischen Material der Bodenauflage. Demzufolge ist er z.B. abhängig von der Baumart, von den klimatischen Bedingungen und eben auch vom Boden, bzw. den Bodeneigenschaften.

        Solche extrem verkürzten, wenn nicht gar sachlich falschen Darstellungen, wie ich sie oben zitiert habe,  sind meiner Meinung nach kontraproduktiv. Wenngleich es natürlich richtig ist, dass durch ein industrielle Verbrennung von pflanzlichem Material das gesamte Kohlenstoff auf einen Schlag freigesetzt wird, welches sonst über einen langen Zeitraum vorübergehend gebunden wird.

        Es zeigt aber auch, dass es eben viel mehr auch um die Art und Weise von Flächennutzung geht. Das dazu jeder Mensch durch ein eigenes Haus, durch Versiegelung von Flächen, etc. beiträgt. Es ist eben kein Problem der Energieerzeugung allein, sondern eine Problem der Ressourcennutzung. Holznutzung bedeutet einerseits Zerstörung von Lebensraum, anderseits aber eben auch langjähriger Speicherung des darin enthaltenen Kohlenstoff in z.B. Möbeln oder anderen Holzprodukten.

        Es eine Frage eine Vernichtung von Biomasse und der z.B. Wiederaufforstung. Es geht hier in jedem Falle um mehr oder weniger natürliche CO2-Senken. Es geht dabei aber auch darum, ob wir die „Natur“ in allen Bereichen zu unserem eigenen Wohle nutzen, wozu dann auch eine künstliche Aufforstung gehört, oder ob wir der „Natur“ einen Wert für sich geben und ihr die Zeit geben von sich aus ein Gleichgewicht herzustellen.

        Das ganze ist viel komplizierter als uns gerade die Menschen einreden wollen, welche eine so komplizierte Wissenschaft wie Ökologie mal eben durch populäre Medien oder durch irgendwelche kurze Ausführungen von mehr oder weniger „unabhängigen“ WissenschaftlerInnen verstanden haben wollen.

        Das was sich heute  Klimaschutz nennt, ist nichts anderes als der Egoismus der Menschen, alles genauso zu belassen wie es ist, dafür aber eine neue eierlegende Energiequelle zu finden und sich dabei dann auch noch so unglaublich toll und fortschrittlich zu geben.

        Am meisten CO2 verbraucht aktuell die Digitalisierung, weit vor dem Flugverkehr, aber dies wird von dieser neue Generation der „KlimaschützerInnen“ nicht kritisiert, sondern massiv gefordert.

        1.) https://news.mongabay.com/2021/07/the-true-environmental-cost-of-the-internet-commentary/
        2.) https://www.newyorker.com/culture/cultural-comment/the-hidden-costs-of-streaming-music
        3.) https://wastelandrebel.com/de/schon-mal-ueber-den-stromverbrauch-bei-emails-nachgedacht/
        4.) https://www.stromseite.de/gas-nachrichten/wie-e-mails-und-bananen-den-klimawandel-vorantreiben_77104.html
        5.) https://phys.org/news/2015-11-carbon-footprint-email.html
        6.) Internet ist Klimasünder Nummer 1: https://www.ecowoman.de/freizeit/natur/die-erstaunlichsten-co2-vergleiche-wie-viel-co2-verursachen-flugzeuge-5702

        Gerade im Bereich des Umweltschutzes wäre es auch hilfreich sich mit diesen psychologischen Effekten, wie Halo, Lizenzierung- und Kompensationseffekt auseinanderzusetzen.  Sie steuern unser unterbewusstes Verhalten und wir alle unterliegen diesen Effekten. Es sollte aber sehr hilfreich sein, den Mechanismus wenigstens zu kennen.
        Ich erkenne ihn hier an vielen Stellen in den Kommentaren und gerade deshalb erscheint es mir so einfach solche Effekte gezielt für eigene Interessen auszunutzen. (Stichwort: Greenwashing)

         

         

         

         

         

         

         

         

         

        • Freiherr
          Antworten
          ..sag ich doch, Gokh,

          Kohlendioxid bindet 2 Sauerstoffatome – und das ist eines der kosmischen Naturgesetze, speziell die Erde betreffend, welche diesen Planeten in diese immer wiederkehrenden Prozesse von abwechselnder Warm – und Kaltzeit befördert, zudem ein immer ausgleichender Prozes, der letztlich dem Erhalt des Planeten dient, mit oder ohne Einflussnahme des Menschleins –

          jedenfalls bis das zum Roten Riesen aufgeblähte Zentralgestirn das Erdlein verdampft, ein winziges interstellares Gaswölkchen wird übrigbleiben, darin auch Kohlendioxid freilich.

          Wenn dieses erbärmlich unterentwickelte im kosmischen Vergleich völlig unbedeutende Menschlein überleben will, in welcher Form auch immer, vielleicht noch paar tausend Jahre, dann wird ihm nichts anderes übrig bleiben als sich eine künstliche Atmosphäre zu bauen, je nach Bedarf dann steuer- und regulierbar.

          Die Verkünstlichung von allem was der Mensch an natürlichen Zusammenhängen zerstört hat, ist nicht aufzuhalten, alles was er kann ist künstlichen Ersatz zu erschaffen, was er zerstört hat ist unwiederbringlich als vorher gegebene Natur und das betrifft auch ihn selbst.

          Nach der letzten Eiszeit ist von allem was vorher bereits an natürlichem Leben gegeben war das Überleben von Einzellern geblieben ( auch im Salz ), Millionen Jahre darin überdauert um dann eine völlig neue, ganz andere Evolution wieder zu beginnen. Dieser Zyklus hat mehrere male schon stattgefunden und wird wiederkommen, jedenfalls, wie schon erwähnt, bis die aufgeblähte Sonne alles verdampfen wird – das endgültige Verschwinden der Erde dann.

          Was uns momentan bleibt, ist der möglichste Erhalt des momentanen Zustandes –

          gegen die kosmischen Gesetze sind wir machtlos.

          Und so ist es nun sinnvoller sich den gegebenen verändernden Umständen anzupassen, anstatt diese bekämpfen zu wollen.

          Ein Beispiel: Holland hat lange schon erkannt dass der Kampf gegen das Wasser nicht zu gewinnen ist, statt dessen lebt man mehr und mehr mit dem Wasser, schwimmende Siedlungen, Kleinstädte bald.

          Das machen die freilich auch damit wir Deutschen nicht endgültig frohlocken können:

          “ ohne Holland fahrn wir zur WM ! “ – weil es nach unaufhaltsamem Abschmelzen der Pole ein Holland nicht mehr geben würde…

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

           

          • heike (Heike Preißler)

            Kohlendioxid bindet 2 Sauerstoffatome

            Wenn Kohlendioxid zwei Sauerstoffatome binden würde, dann besäße es die chemische Formel CO4.

            Korrekt heißt das, was du ausdrücken willst: Kohlenstoff bindet zwei Sauerstoffatome (und zwar bei Oxidationsprozessen, sprich bei Verbrennung).

            Nicht korrekt ist, dass die Menschheit nichts mehr gegen die Klimaerwärmung tun kann. Sie kann schon, wenn sie wollte – aber sie ist halt mehrheitlich eher so wie du: bequem.

            Und dann gibt es noch die 100 Unternehmen, die für 70 Prozent der globalen Emissionen verantwortlich sind – und die sind in ihren wirtschaftlichen Zwängen (ihrem Profiterwirtschaftungszwang) gebunden. Durch veränderte Gesetzgebungen würde es möglich werden, Treibhausgase weltweit schnell zu reduzieren. Die USA und Europa wollen bis 2050 klimaneutral sein. China plant bis zum Ende diesen Jahrzehnts mit weiter steigenden Emissionen und will 2060 Klimaneutralität erreicht haben, Indien will 2070 klimaneutral sein.

            Den Ländern ist ihr wirtschaftlicher Aufschwung wichtiger als als eine schnelle Begrenzung der steigenden Erdtemperatur.

            Die Frage ist, ob sie sich nicht ebenso gut entwickeln könnten, würden sie auf klimaneutrale Technologien setzen.

            Vielleicht ist auch wirklich alles schon viel zu spät – aber dann lag es nicht daran, dass es nicht ging, sondern daran, dass große Teile der Menschheit nicht wollte, nicht genau hingesehen und hingehört hat, sich zuwenig mit den Folgen ihres Handelns beschäftigt hat.

          • Gokh
            Mensch merkt das hier manche Personen über Sachen reden, mit denen sie sich nicht richtig beschäftigen wollen, vielleicht, weil einigen Quellen auf Englisch sind, vielleicht aber auch, weil es wichtiger ist, dass mensch das Gefühl hat auf der richtigen Seite zu stehen. Die dann zufälligerweise auch die gerade aktuell populäre Seite ist.

            > Den Ländern ist ihr wirtschaftlicher Aufschwung wichtiger als als eine schnelle Begrenzung der steigenden Erdtemperatur.

            > Die Frage ist, ob sie sich nicht ebenso gut entwickeln könnten, würden sie auf klimaneutrale Technologien setzen.

            Es ist aber genau umgekehrt, wie mensch erkennen könnte, würden wir mensch sich mal wirklich mit der Sache beschäftigen:

            > We can deliver green recoveries across the globe that bring in good jobs, trillions in investment and ground-breaking new technology.

            Quelle: https://ukcop26.org/wp-content/uploads/2021/07/COP26-Explained.pdf

            Zur Übersetzung kann auch deepl.com sehr hilfreich sein.

            > Würde man die gleiche Summe in die Entwicklung von klimafreundlichen Energiealternativen stecken, wäre das Problem der steigenden Erderwärmung schnell lösbar.

            Also hier fällt die kapitalistische Technikgläubigkeit genauso auf, wie die Tatsache, dass mensch komplizierte Zusammenhänge möglichst schnell lösen möchte.

            Es geht also in Wirklichkeit weder um den Planeten, sondern um den Standard an und die Bequemlichkeit, die mensch zwar gerne anderen vorwirft, aber selber total verinnerlicht hat.

            > What this adds up to should be clear enough, yet many people who should know better choose not to see it. This is business-as- usual: the expansive, colonizing, progressive human narrative, shorn only of the carbon. It is the latest phase of our careless, self-absorbed, ambition-addled destruction of the wild, the unpolluted, and the nonhuman. It is the mass destruction of the world’s remaining wild places in order to feed the human economy. And without any sense of irony, people are calling this “environmentalism

            Source: https://orionmagazine.org/article/confessions-of-a-recovering-environmentalist/

            Und noch unmissverständlicher worum es geht:

            > The world is being killed because of civilization, yet what Brown says is at stake, and what he’s racing to save, is precisely the social structure causing the harm: civilization. Not saving salmon. Not monarch butterflies. Not oceans. Not the planet. Saving civilization. Brown is not alone. Peter Kareiva, chief scientist for The Nature Conservancy, more or less constantly pushes the line that “Instead of pursuing the protection of biodiversity for biodiversity’s sake, a new conservation should seek to enhance those natural systems that benefit the widest number of [human] people…. Conservation will measure its achievement in large part by its relevance to [human] people.”10 Bill McKibben, who works tirelessly and selflessly to raise awareness about global warming, and who has been called “probably America’s most important environmentalist,” constantly stresses his work is about saving civilization, with articles like “Civilization’s Last Chance,”11 or with quotes like, “We’re losing the fight, badly and quickly—losing it because, most of all, we remain in denial about the peril that human civilization is in.”12

            > And finally, Kumi Naidoo, former head of Greenpeace International, says: “The struggle has never been about saving the planet. The planet does not need saving.”16 

            Source: https://dgrnewsservice.org/resistance/solving-for-the-wrong-variable/

            Ergo, die Leute, welche eben nicht bequem sind, welche sogar bereit sind die Einbahnstraße zurückzugehen, sind heute keine populären UmweltschützerInnen. Sondern technikgeile, bequeme Menschen, welche ihre digitale Zukunft nach der vierten Industriellen Revolution mit ein wenig künstlichen Grün verschönern wollen, welches sich zudem noch rentiert, bestimmen die Szene der Klima-SchützerInnen.

            Deshalb fordert mensch den Ausbau regenerativer Energie, weil mensch selbst nicht unter den Abbau der dafür benötigten Ressourcen leidet und es sich doch an der frischen Luft fast so gut atmen lässt wie unter der Maske.

            > I have also seen many leftists — many of whom I have known for years — simply hysterical around the subject of this teenager. Her greatest appeal is to middle aged white men. I have no real explanation for that. But then these same men quote, often, everyone from Guy McPherson (who I think needs a padded cell, frankly) to Bill McKibben — an apologist for militarism and wealth… here

            Dieser Guy McPerson ist eine schillernde Persönlichkeit, der ist fasst so hysterisch wie Greta, aber nicht ganz so süß:

            https://guymcpherson.com/three-paths-to-near-term-human-extinction/

            und schau mal an, hier wird sogar eine Influenza-Pandemie als möglicher Grund für diesen Untergang aufgeführt. Natürlich in Verbindung mit dem Terror, der ja schon benutzt wurde, um bestimmte Technologien zu forcieren.

            > The World Economic Forum established a panel to catalog the global risks that could lead to human extinction, such as natural disasters and influenza pandemics as well as terrorist threats.

            https://guymcpherson.com/the-truth-about-near-term-human-extinction/

            Sollte ich noch erwähnen, dass dieser Guy sich einerseits als großer Untergangsprophet ausgibt, dann aber seine Fans gerne persönlich vor diesem Szenario beschützt:

            > We learned recently that Guy McPherson, with whom DGR has collaborated in the past, has been accused by multiple women of sexually predatory behavior.

            Source: https://deepgreenresistance.blogspot.com/2017/08/statement-on-guy-mcpherson.html

            Wer außer ich sieht hier noch Parallelen zu den großen Weltuntergangsekten?!

            Und vielleicht nicht in @Freiherrs Sinne, so aber zumindest in Teilen vergleichbar:

            > The so labeled *Climate Change* crisis — as it exists on the level of Green New Deal or Extinction Rebellion — has very little to do with protecting Nature. Global warming is a fact that humanity will have to adjust to and learn to live with. So much of the rhetoric and identifications that exist in the Greta narrative are driven by a subterranean belief in technology to fix any problem. Global warming can’t be fixed. And there are enormous difficulties for the entire global population, really. Nature and planetary life move slowly, normally. It is western narcissism that demands things happen NOW. The planet is warming and the consequences will require big change. Critical change that must take place, especially regards pesticides and contaminated land. And changes in packaging, which means in many respect changes in how we eat. The incursion of technology into nearly every waking moment of the daily life of the Westerner has conditioned a populace, one that doesn’t read, to see the acceleration of everything as natural. But it’s not. Nature doesn’t care about us. But humanity will have to care about Nature. And capitalism is not compatible with the direction those changes and care must take. Risking the direction for needed change by allowing capital investments to chart the course is a very dangerous idea.

            Und wie war das jetzt noch mal mit den WissenschaftlerInnen und mit Greta?

            > War is always partly a war on Nature. But as I have said before, equality is the real green. The United States has erased the voice of the working class and the poor. But it is exactly those voices that have to be heard. The techno/scientific clergy are of a class, too. The bourgeois academic and researcher are stamped by their class just as much as everyone else. I think that should be remembered.

            Quelle: https://dissidentvoice.org/2019/10/no-class/

            Ich hätte das natürlich auch alles übersetzten können, aber finde das die Worte im Orginal noch überzeugender klingen und verweise noch mal auf die Möglichkeit das mit deepl.com zu übersetzen.

            Ich werde das ganze aber auch noch mal in einem eigenen Kommentar ausführlicher darstellen.

            Und zum Abschluss noch mal eine Einschätzung einer nichts weißen, priviligierten Menschen zu den Ergebnissen de. Dieses mal zumindest in Teilen übersetzt:

            > Auch die Vorgänge außerhalb der offiziellen Verhandlungen sagen viel über die Realität der COP aus. Die Hauptattraktion außerhalb der Konferenzsäle waren natürlich die jungen Klimabewegungen, die strikte Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels fordern und den Verhandlungsführern vorwerfen, nicht genug zu tun. Diese Vorwürfe sind wichtig, denn sie stellen nicht die Gültigkeit der von den Regierungen und Konzernen propagierten Lösungen in Frage, die angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen. Stattdessen werden der Wille, die Versprechen einzuhalten, und das Ausmaß der Ambitionen in Frage gestellt. Diese Position begünstigt offensichtlich die Machthaber, da die Lösungen von ihnen selbst geschaffen wurden. Obwohl das unendliche Wachstum gelegentlich in Frage gestellt wird, sind diejenigen, die es in Frage stellen, vollständig in neoliberale politische Kreise eingebettet und stellen daher keine Gefahr für das herrschende kapitalistische System dar. Dazu gehören Menschen wie Greta Thunberg. Mehr über sie können Sie auf meinem Blog Long Lost Nature lesen. Die Aufforderungen dieser Aktivisten zum Handeln sind offensichtlich ziemlich stark. Um Clive Spash zu zitieren, bleiben diese Aussagen jedoch allgemeine Beschwerden und unspezifisch, was die Mechanismen angeht. Die Gefahr besteht darin, dass Umweltkritik und die Forderung nach einem Systemwandel ohne Substanz und Spezifika der Manipulation unterliegen und von radikalen und revolutionären Reformen ablenken. Und genau das ist es auch. Die jahrzehntelangen Recherchen des Journalisten Cory Morningstar über die Jugend-Klimabewegungen sind für jeden, der ihre Bedeutung für die globale Elite verstehen will, absolut unerlässlich. Ein öffentlicher Konsens ist absolut notwendig, um eine Ära der Finanzialisierung der Natur einzuläuten, und Jugendbewegungen sind der beste Weg, um genau das zu erreichen. Daher sind diese Bewegungen groß angelegte Versuche der Manipulation junger Menschen auf der ganzen Welt, um ein vorgetäuschtes Gefühl der Ermächtigung zu erzeugen, während sie auf elitäre Lösungen drängen. Zu den Hauptakteuren bei der Förderung von Jugendbewegungen wie FFF und XR gehört AVAAZ, ein großes Unternehmen für Verhaltensänderungen, das beispielhaft für die Überschwemmung der Jugend mit falschen Botschaften ist. Im Laufe der Jahre haben AVAAZ und andere Strategen verschiedene Wege gefunden, um die Akzeptanz der Öffentlichkeit für die Lösungen des Klimawandels zu erhöhen, darunter Botschaften wie „unser Haus brennt“, „das System umstürzen“, „wir befinden uns in einer Notlage“ usw. Blah blah blah“ und „Verrat“ sind die jüngsten Neuzugänge in dieser Reihe. Ihr Erfolg ist unterschiedlich, aber ihre verzweifelten Versuche, ständig neue Botschaften zu finden, sind ein Beweis dafür, dass sie diesen COP für ihre krummen Ziele für unerlässlich halten. Wohin das führt, ist eine offene Frage.

            Quelle: https://longlostnature.wordpress.com/2021/11/07/5-key-takeaways-from-cop26-glasgow-2021/

          • heike (Heike Preißler)

            Deshalb fordert mensch den Ausbau regenerativer Energie, weil mensch selbst nicht unter den Abbau der dafür benötigten Ressourcen leidet und es sich doch an der frischen Luft fast so gut atmen lässt wie unter der Maske.

            Ich atme relativ selten unter Maske, und ja, die Luft, die ich in meiner Umgebung einatmen kann ist gefühlt sehr sauber und frisch, seit den Corona-Lockdowns sogar noch sauberer als zuvor.

            Ja, auch unter dem Bergbau zur Rohstoffgewinnung für die Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos leide ich nicht, da ich nicht in Südamerika lebe. Pro Batterie benötigt man 10 kg Lithium. Um ein Kilogramm Lithium zu gewinnen, muss man eine Tonne Granit zerkleinern, wozu man agressive Chemikalien und viel Wasser zur Kühlung benötigt, was die Wasserstellen für Menschen und Tiere verseucht und so u.a. die Viehzucht als Lebensgrundlage für die einheimische Bevölkerung zerstört.

            Elektroautos sind sehr teuer, dazu verursachen sie die gerade dargestellten Umweltschädigungen -> ich sehe sie nicht als das Non plus Ultra an. Aber ich weiß, dass an Weiterentwicklungen gearbeitet wird, z.B. arbeitet Tesla daran, die positive Elektrode ihrer Batterien aus Nickel und die negative aus Graphit herzustellen und dadurch die Batterie noch deutlich leistungsfähiger zu machen. Auch Silizium-Luft-Batterien sind in der Entwicklung. Die Entwicklung und der Einsatz von Brennstoffzellenautos bringt bestimmt auch seinen wichtigen Beitrag in einer Verkehrswende, die CO2-Neutralität zum Ziel hat.

            Man muss eben an seinen Vorhaben arbeiten, dein erstes englisches Zitat sagt ja aus, dass es grundsätzlich möglich ist, die Klimaverschmutzung durch den Menschen zu beenden und trotzdem als eine zivilisierte Menschheit zu leben, und nicht in einem Zustand der dem vorindustriellen Entwicklungsstand der Menschheit entspricht.

            SUVs verbrauchen unnötig viel Kraftstoff und emittieren dementsprechend viel CO2, sie sind also wirklich unnötige Klimakiller.

             

             

          • heike (Heike Preißler)

            > Würde man die gleiche Summe in die Entwicklung von klimafreundlichen Energiealternativen stecken, wäre das Problem der steigenden Erderwärmung schnell lösbar.

            Also hier fällt die kapitalistische Technikgläubigkeit genauso auf, wie die Tatsache, dass mensch komplizierte Zusammenhänge möglichst schnell lösen möchte.

            Es geht also in Wirklichkeit weder um den Planeten, sondern um den Standard an und die Bequemlichkeit, die mensch zwar gerne anderen vorwirft, aber selber total verinnerlicht hat.

            Die Entwicklung von Technik scheint ein dem Menschen innewohnendes Prinzip zu sein. Jedenfalls entwickelte der Mensch auch unter sozialistischen Produktionsbedingungen Technik. Der Mensch sitzt halt gern im Warmen, manche Leute sind fasziniert von Fahrzeugen aller Arten, andere von Uhrwerken wieder andere von Computertechnik.

            Ich hatte diese ganzen Entwicklungen auf natürliche Weise in mein Leben integriert und nicht viel darüber nachgedacht. Nicht über das woher der Rohstoffe und nicht über die Auswirkungen meines Konsumes und meiner Lebensgewohnheiten auf die Umwelt. Seit 2015 ist das anders, ich habe mich mit den Auswirkungen des Klimawandels beschäftigt, mit den Folgen, die Menschen in entfernten Regionen zu tragen haben und den Folgen in der Zukunft – und ich habe meine Lebensweise umgestellt. Damit fühle ich mich durchaus mit mir selbst im Einklang, und wie der Dalai Lama weiß: Frieden beginnt in uns.

            Wenn auf dieser Erde minütlich 11 Millionen US-Dollar zur Subventionierung von Kohle, Erdöl und Erdgas ausgegeben werden (die für 86 % der CO2-Emissionen verantwortlich sind), dann ist es, glaube ich, keine übertriebene Technikgläubigkeit, davon auszugehen, dass mit diesen Investitionsmillionen Technologien entwickelt werden können, die ausreichend klimaneutralen Strom für die Erdbevölkerung bereitstellen können. Was diese dann damit anstellt, wofür sie ihn nutzt, das ist dann jedem Einzelnen überlassen.

          • Gokh
            > Seit 2015 ist das anders, ich habe mich mit den Auswirkungen des Klimawandels beschäftigt, mit den Folgen, die Menschen in entfernten Regionen zu tragen haben und den Folgen in der Zukunft – und ich habe meine Lebensweise umgestellt. Damit fühle ich mich durchaus mit mir selbst im Einklang, und wie der Dalai Lama weiß: Frieden beginnt in uns.

            Also ich habe mich seit frühester Jugend mit meinem persönlichen Einfluss auf diese Welt beschäftigt. Also auch mit dem ökologischen Fußabdruck von Geld, etc. Weshalb ich z.B: auf Flugreisen geschissen haben und sogar das Reisen allgemein weitestgehend vermieden habe. Daneben habe ich jeglichen Konsum sehr gering gehalten. Kein Online-Kauf, kein Elektrogerät jüngeren Datums als ca. 10 Jahre und meist gebraucht, etc.  Klamotten werden getragen bis sie nicht mehr zusammenhalten.  Ist das Verzicht? Nein, dass ist einfach Konzentration auf das Wesentliche im Leben.

            Ist das ein Grund sich besser zu fühlen? Nein, wie kann mensch sich in einer Welt mit so viel Leid und Elend besser fühlen.

            Fühlt mensch sich durch sein politisches Engagement oder Aktionen besser. Nein, wenn diese nicht populär sind, dann bekommt mensch dafür selten Anerkennung.

            Aber mensch kann ja nicht das Denken einstellen, bzw. nicht jeder Mensch ist in der Lage sich von Medien und ExpertInnen berieseln zu lassen, sondern muss selber forschen um sich in dieser Welt zurechtzufinden.

            Und vor allem habe ich mich nie mit kapitalistischen „SchweinepriesterInnen“ eingelassen.

            > z.B. arbeitet Tesla daran …

            Tja genau daher weht der Wind.

            Mensch schaue doch nur mal in welcher Gesellschaft sich da die Greta befindet. Ein Werbevideo gesponsert vom WEF.
            https://redirect.invidious.io/watch?v=CMOEcUPGi9c

            ProtagonistInnen in diesem Video sind u.a.: 

            • Christiana Pasca Palmer: 
            • Sir David Attenborough: Fighter against overpopulation
            • Jane Goldmann: Fighter against overpopulation
            • Mallek Sukkar: Chief Executive Officer of Averda, the leading provider of waste management services to emerging markets.
            • Heather Koldewey: Fellow, National Geographic Society
            • Dominic Waughray: 
            • Daniela Fernandez: 
            • Satya Nadella: CEO of Microsoft. 
            • Brune Poirson:   

            Aber da geht wahrscheinlich das Herz von @Heike auf , denn da fühlt mensch sich so richtig mit sich selbst im Einklang und auch der Dalai Lama schaut bestimmt erfreut dabei zu:

            https://redirect.invidious.io/watch?v=Qzl4xDVjyvc

            Sorry Heike, verzeihe mir meinen Sarkasmus, aber wir  befinden uns eben auf zwei völlig verschiedenen Seiten. Dennoch wollte ich Dich nicht persönlichen angehen.

            Ich könnte so vieles schreiben, aber das ganze ist eben komplizierter und hat keine einfache Lösung, weshalb Menschen es lieber ignorieren.

            Ich stelle hier nur mal einen Link rein, in denen ich einige meiner hier nicht veröffentliche Kommentare gesammelt habe.

          • Gokh
            Toll, das mit dem Link hat so nicht geklappt.

            Hier noch mal ein neuer Versuch:

            Längere, nicht veröffentlichte Kommentare zum Thema:

            https://pad.disroot.org/p/ttestpad1

          • heike (Heike Preißler)

            Also ich habe mich seit frühester Jugend mit meinem persönlichen Einfluss auf diese Welt beschäftigt.

            Das finde ich gut  (ich war auch nicht gerade daraus aus, die Welt zu schädigen…), aber ich verstehe nicht, wieso du mir immer wieder Populismus unterstellst. In den Kreisen, in denen ich mich so bewege, ist es nicht so einfach, sich zu Klimaschutzmaßnahmen zu bekennen, im Gegenteil, diese werden oft ablehnt, und zwar, weil sich die Menschen nicht mit den Auswirkungen der Erdtemperaturerhöhung auseinandersetzen wollen, sondern nur die unmittelbar mit den Klimaschutzmaßnahmen im Zusammenhang gesehenen finanziellen Mehrbelastungen Eingang in ihre Gedankengänge finden – jedenfalls ist das oft meine Wahrnehmung. Vielleicht empfinde ich das auch deshalb so, weil Angriffe immer schmerzhaft sind und neutrales Verhalten einfach nicht so auffällt.

            Aber warum ablehnen, wenn große Firmen, wie z.B. Tesla, sich Gedanken machen über eine größere Umweltverträglichkeit ihrer Produkte, und das dann auch umsetzen? Ist das nicht der einzige Weg, der uns noch bleibt – soviel Aufmerksamkeit von sehr vielen Menschen auf die Umwelt- und Klimaproblematik zu lenken, dass die Konzerne das nicht mehr ignorieren können?

            Oder träumst du von Konzernvernichtung? Die wird ganz sicher nur mit einer wirklich allgemeinen großen Katastrophe für die Menschheit eintreten – und da finde ich doch einen bewussten Wandel sehr viel sinnvoller und menschlicher.

            Vielen Dank für deine ausführlichen Kommentare, ich werde sie noch weiter lesen, alles auf einmal ging nicht.

            Viele Grüße,

            Heike

             

             

             

          • heike (Heike Preißler)

            Kohlendioxid bindet 2 Sauerstoffatome – und das ist eines der kosmischen Naturgesetze, speziell die Erde betreffend, welche diesen Planeten in diese immer wiederkehrenden Prozesse von abwechselnder Warm – und Kaltzeit befördert, zudem ein immer ausgleichender Prozes, der letztlich dem Erhalt des Planeten dient, mit oder ohne Einflussnahme des Menschleins –

            Die Warm- und Kaltzeiten werden durch veränderte Umlaufbahnen der Erde um die Sonne verursacht – je weiter die Erde von der Sonne entfernt ist, desto kälter ist es logischerweise.

            Wieviele Treibhausgase sich in der Atmosphäre befanden, war abhängig von dem durch die Plattentektonik betriebenen Vulkanismus, auch Meteoriteneinschläge spielten eine Rolle, außerdem die Photosynthese der Vegetation.

             

  • Der weise Mensch
    Antworten
    und die Summe seiner Katastrophen…

    .

    Eiszeit, Warmzeit, die Entfernung des Mondes von der Erde, die Sonne als roter Riese, Vulkanausbrüche, Einschläge kosmischer Objekte, et cetera…et cetera… und dann noch die verschiedenen chemischen Vorgänge wie auch das Artensterben, alles an eine kosmische Regel zur Erhaltung der OASE ERDE für eine begrenzte kosmische Zeit gebunden.

    Alles NATURGEGEBEN, wenn man so will.

    Nur die durch die angebliche Intelligenz des „weisen Menschen“ Beschleunigung der Erderwärmung, Artensterben und und und, bis hin zur Höhe der Erderwärmung, nicht unbedingt NATURGEGEBEN…

    Achja, sind ja nur wenige Grade, erspart den Gang ins Sonnenstudio. Hat also doch was gutes!

    .

    Braucht das in diesem Moment in die Umwelt entlassene CO2 etwa 10 Jahre bis es seine schöne unkontrollierte Wirkung zur molligen Erderwärmung an Ort und Stelle entfalten kann, verweilt es weitere runde 100 Jahre wirkungsvoll an Ort und Stelle, bis es abgebaut ist.

    Gut das noch für ein paar Jahre für Nachschub gesorgt ist.

    .

    ERDOEL-DESTILLATION-ROHBENZIN-CRACKING-ETHYLEN/BUTYLEN/PROPYLEN – SYNTHESE – PLASTIK

    .

    Plastik ist auch nur (ein wenig mit den Molekülen rumgebastelt ) aus Erdöl, ein natürliches gelblich bis schwarzes Stoffgemisch, hauptsächlich aus Kohlenwasserstoffe.

    Und doch künstlich, von der Natur nicht unbedingt als Lebensfördernd geschätzt.

    Und so gibt es so manche Chemische Kombinationen, die von der Natur einfach nicht vorgesehen sind.

    Und der Erfindergeist des „weisen Menschen“ ist Grenzenlos. Da hat die Umwelt mit all seinen Lebensformen einfach nichts zu suchen.

    .

    Es soll ja sogar Politiker geben (z.B. in der FDP), die der Meinung sind, das der Wolf sich an den Menschen anzupassen hat. So kann man wohl auch davon ausgehen, dass es für all die anderen noch übriggebliebene Tiere wie auch Pflanzen auch oberstes Gebot ist.

    .
    DA IST DER WOLF WOHL INTELLIGENTER ALS SEINE MENSCHLICHEN KONTRAHENTEN!

  • Die A N N A loge
    Antworten
    Naturgegeben ist es offensichtlich, dass der Mensch die Gefahren und Missstände sieht und erkennt, doch erst ins Handeln kommt, wenn er selbst bedroht ist. Atomwaffentests, die Zerstörung von Häusern und Menschenleben durch Bomben und Raketen, die Verzweiflung durch Hungersnöte, der Überlebenskampf der Eisbären vor dem Schmelzen der Eisschollen, das Auftauen der Permafrostböden…. all das geschieht in weiter Ferne. Darum sind die Zahlen und Statistiken nur Fiktion. Sie drucken sich in langen Abhandlungen auf Papier.

    Wie lange wartet die Weltgemeinschaft noch, bis die Umsetzung erfolgen wird?

    Papier und Verwaltung sind geduldig, doch die Erderwärmung schert das nicht.

  • heike (Heike Preißler)
    Antworten
    Auch wenn es jeder selbst in Zeitung und Internet lesen kann:

    Die COP 26 hat beschlossen, dass bis 2030 der Treibhausgasausstoß um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 verringert werden soll. Erstmals enthält der Beschluss auch die Aufforderung zur Abkehr der Kohleverbrennung und zur Streichung der Subventionen für fossile Energien. Laut Aussagen des IWF (Internationaler Währungsfond) subventionieren Regierungen weltweit die Förderung und Verbrennung von Kohle, Eröl und -gas im Jahr 2020 mit 5,9 Billionen US-Dollar – das sind 11 Millionen US-Dollar pro Minute.

    Würde man die gleiche Summe in die Entwicklung von klimafreundlichen Energiealternativen stecken, wäre das Problem der steigenden Erderwärmung schnell lösbar.

  • Freiherr
    Antworten
    ..schon der Begriff “ klimaneutral “ ist ja ein Blödsinn sondersgleichen.

    Ein Klima kann nicht neutral sein, wäre ja nie etwas enstanden,

    “ da halt ich mich raus „, sagte das Klima “ ich bleibe neutral… „.

     

     

     

     

     

     

    • heike (Heike Preißler)
      Antworten
      „klimaneutral“ bedeutet, dass vom Menschen so gut wie kein zusätzliches CO2, CH4 und N2O (Lachgas)  in die Atmosphäre gebracht wird – zusätzlich zu den Treibhausgasen, die in der Natur von selbst entstehen (durch den natürlichen Kohlenstoffkreislauf).

      Um klimaneutral werden zu können, müssen Umstellungen vorgenommen werden

      im Verkehr, im Energiesektor, in der Bauwirtschaft,in der  Landwirtschaft und im Militär.

      Laut einer Studie der Royal Geographical Society verbraucht das US-Militär mehr flüssigen Kraftstoff als die Länder Dänemark, Schweden oder Portugal und liegt an 47. Stelle der Treibhausgasausstoßer weltweit, wenn man nur die Kraftstoffnutzung berücksichtigt. 2017 verbrauchte das US-Militär t ä g l i c h fast 43 Millionen Liter Öl und hat dabei einen Ausstoß von etwa 25 Millionen Tonnen Kohlendioxid verursacht.

  • Freiherr
    Antworten
    Sich den ständig sich verändernden Lebens- und Umweltbedingungen anzupassen, OHNE dabei die Natur und damit den Planeten insgesamt zu zerstören –

    dazu ist das im Vergleich zu anderen Lebensformen hier erbärmlich unterentwickelte Menschlein nicht fähig.

    Eine Kakerlake überlebt auch 90 grad plus, passt sich an und überlebt als Vielfalt insgesamt ohne den Rest der Evolution dadurch zu zerstören.

    Nur das in jeder Hinsicht bedürftige Menschlein ist an eine ganz bestimmte Art und Zusammensetzung der Atmosphäre essentiell gebunden –

    die übrige Evolution passt sich an, stellt sich um und sogar unter extremer radioaktiver Strahlung geht das Leben weiter, auch in extrem giftigen Bedingungen wie in den schwarzen Rauchern gedeiht das Leben –

    viele Arten brauchen weder Sauerstoff noch Kohlenstoff noch Stickstoff, gedeihen und entwickeln sich weiter.

    Es gilt also der Satz: Natur wird es immer geben, wird sich immer entwickeln, wenn hier nicht mehr möglich weil die Sonne das Erdbällchen verdampfen wird, dann eben im Universum anderswo, in anderen Formen und unter anderen Bedingungen, wie es ja schon immer auf zigtausenden anderen Planeten geschieht.

    Geanau das war übrigens Thema des letzten Treffens der intergalaktischen Intellektuellen, in der Kneipe am Rande des Universums, zu welchem ich die Ehre hatte ( oder die ausserordenliche Gnade als einziger Mensch ) teilzunehmen.

    Schon beim Versuch, als ich mich dazu äussern durfte, ( der winzige Babel-Fisch im Ohr übesetzt simultan mehr als 150 intergalaktische Sprachen ) das Problem der Erdebwohner mit der Erderwärmung anzusprechen –

    wurde ich von schallendem Gelächter eingedeckt, selten hatte man sich intergalaktisch so amüsiert.

    “ Diese erbärmlich unterentwickelte Spezie Mensch hat wohl keine anderen Probleme… “ – und andere Schmähungen.

    Naja – man hat mich deswegen nicht verachtet, da stehen diese hochentwickelten und höchstintelligenten Intergalaxianer drüber – haben mich an die Bar eingeladen zu ein paar “ intergalaktischen Donnergurglern “ und wir haben bis weit in die Nacht hineinen über wirkliche Probleme des Universums diskutiert, nämlich über das Leben und überhaupt und den Sinn und all dem Rest…

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • gokh
    Antworten
    Hehe, da hat einer zu viel Douglas Adams inhaliert 😉
    • Freiherr
      Antworten
      Douglas Adams ?? – nie gehört, wer soll das sein ? ( zwinker-smily ).

      Ich bitt recht schön, kann nur berichten was ich selbst erfahren habe.

      Hat dieser “ Adams “ etwa auch von der derzeit intergalaktisch schnellsten Antriebstechnik erzählt, dem “ Wahrscheinlichen Unwahrscheinlichkeitsdrive „, ohne welchen man niemals zur Kneipe am Rande des Universums hinkommen würde ? – jedenfalls nicht zu Lebzeiten – und dass es dem Umstand zu verdanken ist dass dort am Rande des Universums die Zeit aufgehoben ist, nicht mehr existiert, man also immer zur rechten Zeit dort ankommt, egal wann man ankommt ? – na also, siehste.

      Und hat er etwa von den Problemen erzählt die ich dann bei der Rückreise hatte weil man ja wieder in die Zeit hineinreist, bei ca. 200-facher Lichtgeschwindigkeit ich ergo abzüglich der Gesetze des Raum-Zeit-Kontiridums weit vorher hier wieder ankam als ich dort abgereist war –

      mämlich genau im Jahr 333 vor Christus, mittenrein in die große Keilerei bei Issos !

      Naja – Bier und Tabak gabs damals schon, nicht weiter schlimm also.

      Wenn man ja mit mehr als Lichtgeschwindigkeit reist, wird man auf der Reise immer jünger, wäre ich also mit ca. „nur“ 10-facher Lichtgeschwindigkeit unterwegs gewesen, wäre ich gerade noch rechtzeitig zu meiner Geburt zurück gewesen, oder einen Tag vorher vielleicht schon, 1 Tag Freiheit noch, immerhin.

      Letztlich bin ich also dank dieser Reise zur Kneipe am Rande des Universums und zurück meiner Zeit nun um 2354 Jahre voraus, nicht etwa zurück wie man meinen könnte, ein ungeheurer Erfahrungsschatz den nur ich habe, trotzdem aber will man mir nichts glauben.

       

       

       

       

       

       

       

      • heike (Heike Preißler)
        Antworten

        trotzdem aber will man mir nichts glauben.

        🙂 das ist das Los der Zu-Früh-Geborenen …

         

        Mich hätte mal interessiert, ob die intergalaktische Gemeinschaft auch der Meinung ist, dass man sich durch Wünschen die entsprechenden Lebensbedingungen herbeizaubern kann. Ich glaube, das geht. Weil wir nämlich in der Zeit leben, in der das Wünschen wieder hilft (PUR).

        Es sind auch die ganzen Endzeitszenarien, die seit Jahren durch Filme in die Köpfe der Menschen gepflanzt werden, die in den Menschen schon fast eine Sehnsucht nach Apokalypse hervorrufen. Als eine Art Bewährungsprobe, in der man sich beweisen kann.

        Wenn sich alle Menschen weltweit wünschen würden, dass die Gletscher nicht weiter abschmelzen, dann würde das bestimmt eintreten können. Leider tun das nicht so viele Menschen – statt zu wünschen, resignieren sie lieber, geben die Gletscher einfach so auf und trösten sich mit Ausflüchten solcher Art, dass es eben der natürliche Lauf der Dinge sei oder Ähnlichem.

        Die Frage ist, ob der gebündelte menschliche Geist stärker ist, als die Naturgesetze, die noch immer besagen, dass eine entsprechende Menge Treibhausgase in der Atmosphäre zu einer entsprechenden Erwärmung führt.

        Wenn der gebündelte menschliche Geist nicht stärker ist, dann muss der Mensch, wenn ihm denn die Gletscher am Herzen liegen, eben die den Naturgesetzen entsprechenen Maßnahmen einleiten und den Treibhausgasausstoß reduzieren.

         

         

         

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