Drohender Kältetod

 In Politik (Inland)

Wohnungslose Menschen sind weitgehend auf sich gestellt. Etablierte Politik gibt sich gleichgültig. Hilfsorganisationen fordern zum Handeln auf. (Quelle: Junge Welt)
https://www.jungewelt.de/artikel/344665.obdachlosigkeit-drohender-k%C3%A4ltetod.html

Anzeige von 2 kommentaren
  • Volker
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    Kommt mir wieder einmal die Galle hoch?. Nein, viel schlimmer, mein Kommentar dazu würde wohl nicht freigeschaltet werden.
    Mal so gesagt: Wer für Kriege stimmt, Menschen halb (?) verhungern lässt, Widerstand mit Militärtechnik bekämpft, dem ist es völlig egal, ob zehn oder tausend Obdachlose im Winter krepieren – in Deutschland und vor aller Augen.
    Sorry, aber es ekelt mich immer mehr davor, tatenlos zusehen zu müssen, wie sich alles verändert, bin sprachlos und ohne Hoffnung auf eine würdige Zukunft insgesamt. Beispiele dazu muß ich wohl nicht mehr aufzeigen –
  • Imago
    Antworten
    Hinter dem Erfrierungstod der mindestens fünf wohnungslosen Menschen die in den vergangenen Wochen erfroren sind, steckt die emotionale Kälte weiter Teile dieser Gesellschaft. Diese emotionale Kälte ist wiederum bedingt durch die von Beginn an zumeist völlig einseitige Nachkriegspropaganda, durch die sich das Augenmerk der Menschen immer mehr und mehr auf materielle Güter und Genuß richtete, sowie auf den Erwerb und das verbissene Verteidigen dieser angeblich „nun vorrangigen Lebensziele“ (das Motto dafür lautete schon damals: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral“, und die für so viele Menschen damals „viel zu tief liegenden“ Ursachen für das Kriegsgeschehen zuvor wurden daher dann auch weitgehend nicht beachtet). Eine wirklichkeitsgerechte Aufarbeitung des gesamten Geschehens fand somit kaum je statt, denn: schmerzhafte Erfahrungen hatte man „in der gesamten Kriegszeit ja bereits genug erlitten“.)

    Sowohl die Bildungspolitik wie auch der Erziehungsstil der meisten Eltern in der westlich geprägten Welt haben bis heute einen starken Anteil daran, daß sich diese vollkommen irrige, weil kurzsichtig materielle Lebensauffassung bis heute in den Köpfen vieler Menschen hält. Das natürliche Wesen des Menschen, seine eigene Wesensart und seine naturgemäß durchaus sozialen Neigungen (seine Anknüpfungsversuche an Andere) werden von Kindheit hingegen an mehr oder weniger negiert, dem heranwachsenden Menschen stattdessen die zumeist so einseitigen äußeren Ziele und Zwecke der Erwachsenenwelt aufgepfropft und am Ende wird das Ganze dann in völlig irreführender Weise dann als „gelungenes Resultat kultureller Veredelung“ bezeichnet.

    Vielfache Tatsache ist jedoch bis heute: Alle äußere Verdrängung, vom Praktizieren angeblich „harmloser Ellenbogenmentalität“ bis hin zur physischen Vernichtung Anderer, ist nichts Anderes eine Folge jener inneren Verdrängungskunst, die dem Menschen somit bis heute im Namen der angeblich „notwendigen Durchsetzungsfähigkeit“ noch immer beigebracht wird. Menschen, die von klein auf verinnerlicht haben, sich bzw. ihr eigenes inneres Wesen und die daraus resultierenden Lebensbedürfnisse immer wieder als unerwünscht abzutun und somit zu verneinen, fällt es nur allzu oft auch sehr leicht, die Lebensbedürfnisse anderer Menschen zu verneinen, zu ignorieren bzw. einfach nur – „zu übersehen“. Die Folge davon ist, daß heute sehr viele Menschen kaum noch „RICHTIG (!!!) miteinander können“, da für sie nun ja – vor allem ihre eigene „Durchsetzungsfähigkeit“ als „die entscheidende Erfolgsgarantie im Leben“ gilt.

    Der Gipfel dieser gesamtgesellschaftlich gesehen schliesslich so perversen Verantwortungslosigkeit wird meines Erachtens dann erreicht, wenn Menschen, die Anderen gegenüber immer wieder unbarmherzig „die kalte Schulter“ zeigen, sich dann immer wieder „nichtsahnend“ über die kaltherzig-rücksichtslose Behandlung seitens Anderer beklagen!

    Der folgende Link verweist auf einen sehr lesenswerten Artikel, der vor kurzem auf „Rubikon“ erschienen ist. Dort wird auf sehr anschauliche Weise die noch immer so oft fortgesetzte Empathielosigkeit beschrieben, die vielfach noch bis heute für unsere Schulen* und unsere gesamte Bildungspolitik so kennzeichnend ist (und in vielen desensibilisierten Elternhäusern dann auch leider bis heute noch immer wieder viel Zustimmung findet):

    https://www.rubikon.news/artikel/reisst-die-mauern-ein

     

    * es gibt an vielen unserer Schulen inzwischen zwar eine ganze Menge an Lehrern, die sich nach Kräften bemühen (und dabei nicht selten auch verschleißen) um diesem letztlich menschenverachtenden Unsinn entgegenzuwirken, bei unseren Kultusministerien stößt dies aber bislang so gut wie gar nicht auf echtes Verständnis; Bulimielernen für die spätere Karriere (und vor allem auch zum Wohle des Arbeitsmarktes und der Renditejäger), so lautet noch immer das letztlich für uns alle nun immer ruinösere Programm

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