Ein fragwürdiger Volksheld

 in FEATURED, Politik (Ausland)

Wenn ein Oppositionspolitiker einer nicht-westlichen Macht in der Presse besonders hochgejubelt wird, ist zumindest Vorsicht angezeigt. Es könnte sein, dass dahinter eine globalpolitische Strategie steckt. Angegriffen werden soll vielleicht eine Regierung, die nicht so funktioniert, wie es der Westen wünscht. Vor allem Putin-Gegner haben ja in den deutschen Medien leichtes Spiel. Nach dem Motto „Der Feind unseres Feindes ist automatisch unser Freund“, werden sie hierzulande geradezu verehrt. Wer diese Lieblings-Oppositionellen des Westens wirklich sind, fällt dabei unter den Tisch. Im Fall von Alexei Nawalny tun sich bei genauerer Untersuchung Abgründe auf. Gabi Faulhaber

Wenn man Nachrichten schaut, könnte man denken, Nawalny sei ein russischer Volksheld.

Man fragt sich sogar, ob er Wahlen gegen Putin gewinnen könne. Das muss man sich mal vorstellen, dass ein fremdenfeindlicher Rechtspopulist, der Bürgerrechtler und Schwule hasst, Putin ablöst! Wer Nawalny ist, wollen viele nicht wirklich wissen. Man kommt ihm näher, wenn man fragt, warum er in den Medien so in den „Himmel“ gehoben wird?

Migranten sind für ihn vor allem „illegale Einwanderer“. Er spricht zwar nicht von Rassentheorien, aber von Überfremdung und einer natürlichen Unfähigkeit der Nichteuropäer, sich zu integrieren. Einwanderer und russische Bürger aus dem Nordkaukasus (Tschetschenien und Dagestan), werden von ihm als Barbaren, organisierte Kriminelle, Drogendealer, Schläger und Sexualtäter dargestellt. Mit dieser manipulativen Sprache ruft er offen zu Ausgrenzung auf.

Nach der russischen Invasion in Georgien 2008 sprach sich Nawalny beispielsweise für ein noch härteres Vorgehen gegen das Land aus. Alle georgischen Bürger sollten doch aus Russland deportiert und „das Hauptquartier der Nagetiere“ mit Marschflugkörpern zerstört werden. Nawalnys Rhetorik ist übrigens voll von Tiervergleichen. Er schreibt in einem Blogeintrag: „Die gesamte nordkaukasische Gesellschaft und ihre Eliten teilen den Wunsch, wie Vieh zu leben. Wir können nicht normal mit diesen Völkern koexistieren.“

Welche Ziele hat er?

Schon immer fordert Nawalny eine Visumspflicht für Bürger aus Armenien, Aserbaidschan und Zentralasien – ein Pendant zu Trumps geplanten Visa-Beschränkungen und seinen Mauerplänen zu Mexiko. Er argumentiert dabei mit frei erfundenen Zahlen, zitiert Statistiken unsauber. Bereits bei den Moskauer Bürgermeisterwahlen 2013 behauptete Nawalny zum Beispiel, dass jedes zweite Kapitalverbrechen in Moskau von Einwanderern begangen würde, was nicht stimmt. Tatsächlich wurden diese von nicht in Moskau gemeldeten Personen begangen, die meisten davon Bewohner benachbarter Regionen. Früher beschimpfte er Bürgerrechtler und Schwule. Die einen seien „quasiliberale Wichser“ oder „senile Trickbetrüger“, die anderen „Schwuchteln“, die weggesperrt gehörten.

Viele im Westen fragen nun, ob dieser Mann Wahlen gegen Putin gewinnen könnte. Denn er sei ja so ein guter Mensch. Nein, das ist er eben nicht. Er ist ein fremdenfeindlicher Rechtspopulist, der an Verschwörungstheorien glaubt, Bürgerrechtler und Schwule hasst. Aber hier bei uns ist er ein anständiger und angesehener Oppositionspolitiker.

Jetzt denkt mal drüber nach, warum er bei uns so gefeiert wird!

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  • Ulrike Spurgat
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    Krawalny ist ein russischer polit Blogger und ein rechter Sack schrieb ich kürzlich in der Galerie zum leidigen Krawalny Thema.

    Eine gute Möglichkeit Krawalny als einen nützlichen Idioten zu benutzen von der komplettversagender Politik abzulenken. So kann man dem „Iwan“ dem Russen das Bärenfell über die Ohren zu ziehen.

    In Rußland wird lange gegen Krawalny strafrechtlich ermittelt. Und so passt es , dass er medienwirksam mit Tam Tam nach Rußland zurückgekehrt ist, denn er wußte was ihn erwartet; der „mutige „Held“, der auf wundersame Weise einen „Giftanschlag“ überleben konnte, wo jeder normal Sterbliche ins Gras gebissen hätte.

    Vom kriminellen Nichtsnutz zum hofierten „Helden“ des MSM und der Politik. Wenn das kein Aufstieg ist.

    Das Problem mit Rußland findet sich in der Geschichte. Es ist die Unfähigkeit zur historischen Wahrheit verbunden mit der grausamen Erkenntnis geschichtlichen Erkenntnis wozu Menschen fähig umschifft man seit Jahrzehnten. Man vermeidet, redet schön lügt und betrügt sich selber und ein Volk , dass auch gerne einmal mehr wegsieht, wenn es um die unfassbaren sozialen Folgen einer erniedrigenden und menschenverachtenden Virus-Politik geht. Und dabei die Tragik all derer nicht berücksichtigt, die um ihr tägliches Überleben kämpfen. Man akzeptiert, dass unsere Mitmenschen „verloren“ gehen mit teilnahmsloser Vernunft, die teilnahmslos macht.

    Die Rechtsnachfolge Faschismus vergisst man allzu gerne zu erwähnen.

    Krawalny eine willkommene Abwechslung für unfähige und hochbezahlte Politiker von Kapitals Gnaden.

    Sie verknusern bis heute nicht den Sieg über den Faschismus und den Krieg. Und eigentlich ist es egal, wer da die Ecken rum kommt. Hauptsache es geht gegen Rußland.

    Nur ist Rußland unser Nachbar, und mit Nachbarn sollte man gute Beziehungen pflegen. Vor allem hat Deutschland jeden Grund der Welt dazu, denn: „Niemand ist vergessen, und nichts ist vergessen!“ (Olga Bergholz, russische Dichterin)

    Am 24.12.2018 schreibt der Galerist in seiner Galerie: Der Russe hat Schuld. Woran auch immer. Das ist die eingängige, wie brutale Fortsetzung der bösen Legende vom russischen Untermenschen. Zitat Ende.

    Die deutsche Politik verweigert bis heute Reparationszahlungen und damit das Leid der Völker nicht anerkennt. Pfui Teufel!

    2017 erklärt der Sprecher des „Zuges der Erinnerung“ Rüdiger Minow an die Adresse der Nazi- und Kriegsverbrecher:

    „Es ist Banditen Logik: Raubt und plündert, mordet und vergast soviel als möglich, damit die Schäden einfach zu groß sind, als man sie je kompensieren könnte…. Das ist Barbarei“….

    Bis heute existiert kein Friedensvertrag. Sie sind in der Traditionslinie von 1871…und da war es folgerichtig, dass Krawalny den „Unterschlupf“ in Deutschland gesucht hat. Wo denn auch sonst ?

    Franz Josef Degenhardt – Textausschnitte aus: Es denken die Leute von gestern wieder an morgen.

    …..haben sie sich auch mal vorgestellt: sie wachen morgens auf öffnen die Schlafzimmertüre nach draußen die Sonne scheint sie recken sich da sehen sie mitten auf ihrem englischen Rasen steht ein RUSSISCHER PANZER

    Ja da nutzt es ihnen überhaupt nichts wenn sie schreien:

    Runter von meinem Rasen und zwar schnell DAWEI DAWI Wetten, daß der bleibt?

    Klettert vielleicht sogar aus der Luke stellt sich oben drauf und schifft (pinkelt) im hohen Bogen in den Swimming-Pool wollen sie so einen Frieden

    ……………..und weiter Verstehen sie mich nicht falsch ich habe überhaupt nichts gegen ihn ich bin kein Rassist ich sage nur der RUSSE ist ein BÄR Gutmütig und bequem aber auch unberechenbar und gefräßig man muß ihm furchtlos gegenübertreten vor der Neutronenbombe hat er Angst. Vor der Versaftung  So was mag er nicht – der Meister Petz IWAN IWANOITSCH dann soll er doch mal aus der Höhle kommen

    ……………….Diesmal sind wir nicht allein Diesmal ist der Ami auf unserer Seite wollen mal sehen was er dann für Augen macht der RUSSE wenn auf einmal NATO-PANZER auf dem Rasen stehn in KÖNIGSBERG.

    Ja, so denken die Leute von gestern – wieder an morgen

    Ruhe in Frieden, Väterchen Franz und ich vermisse dich sehr.

    Frieden und Freundschaft mit Rußland und Nie wieder Faschismus und Krieg !

     

  • Volker
    Antworten
    Als ich las, dass Najaundso quietschvergnügt zurückkehren wollte – als Genesender, und dies trotz Strafe absitzen müssen –, einschlägige Dunkelmedien, wie auf Kommando aus allen Rohren schossen, bekam ich mich nicht mehr ein vor Lachen. Die Nummer ist echt Bühnenreif, ein kostenloses Vergnügen sogar, frei Haus geliefert und doppelt belegt. Mahlzeit. Nachschlag erwünscht, als Desert eine Dosis Nowitsch bitte.

    Mein Lachen bleibt mir allerdings im Halse stecken, bei der Vermutung, dass drittklassige Hobbypolitiker mich als unterbemittelt einstufen, als Einer – na ja – aus dem Volk, und so weiter. Der Hammer dazu noch: Putin frönt in eigenem Palast, nicht mutmaßlich, ne, gibt verschwurbeltes Beweisfoto dazu. Obwohl, könnte ebenso eine saudische Residenz darstellen, irgend ein Foto aus dem Aktenschrank von Google Earth.

    Warte nun mal ab, ob Najaundso nochmals den Weg zur Charité beschreiten würde, diesmal mit einem Molotow im Gedärm, nachweislich bestätigt, entfernt und konserviert. Klar, wenn schon, dann richtig, soll keiner sagen, wir hätten Aufrüstungsinvestitionen in den Sand gesetzt, ohne Reibach mit großem Knall.

    Bevor es so richtig knallt, rollen wir roten Teppich für Biden aus, warten auf Joes Besuch und seinen Segen.

  • Piranha
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    Und wie gottserbärmlich kriecherisch Politdarsteller sich erweisen, sieht man nun nach vorherigen Beteuerungen, NordStream2 werde fertig gestellt. Dass die sich nicht einmal schämen…

    Aber der – pessimus audaciae, Stefanus Seiert,  mendax in conspectu Domini per cancellarium in gratia –

    widerwärtig!
    Da ist Boris Reitschuster geradezu eine Erholung für den Geist, 
    denn er lässt nicht locker.
    
  • Sieglinde Sedlmair
    Antworten
    Das meiste, was sie hier bringen, hat der MDR-Sender schon im Jahr 2017 gebracht. Anscheinend benutzen Sie ihn als Quelle, ohne es anzugeben. Dieses Verhalten ist für mich sehr enttäuschend.

    https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/politik/nawalny-kritisch-klimeniouk-100.html

    • Ulrike Spurgat
      Antworten
      mdr…wer ist das denn ? Weder gelesen  noch als Quelle benutzt.

      Quellen:

      RATIONALGALERIE, Franz-Josef Degenhardt, kommunistischer Liedermacher, zitiert aus dem Buch: Friedens-Erklärung von 1981, Verlag: Atelier im Bauernhaus.

      Ansonsten selber nachgedacht und der Sprecher des „Zuges der Erinnerung“ muss noch dringend erwähnt werden, aber das, was dort erschütternd bleibt, dass können sie ja lesen.

      Sicherlich kann ich ihnen, wenn das nicht reichen sollte den Text einer russischen Journalistin im heutigen Rußland zumindest teilweise zur Verfügung stellen, den ich kürzlich las, bevor ich zu dem üblen Nationalisten geschrieben habe.

       

       

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