Ein weiteres Dankeschön!

 in Holdger Platta, Über diese Seite

griechenlandhilfelogo-300x19438. Bericht zu unserer Spendenaktion „Helfen wir den Menschen in Griechenland!“„Eine Oase in der Wüste“ – so bezeichnete eine Sozialarbeiterin, tätig im Gesundheitszentrum auf Andros, unsere Initiative. Keine Angst: Wir bleiben auf dem Teppich und sind uns bewusst, wie klein unser Betrag gemessen an der Größe des Problems ist. Während manche von uns trotz Erschöpfung die Spendenaktion weiter betreiben und andere, obwohl selbst nicht mit Reichtum gesegnet, weiter spenden, arbeiten Politiker, Banker und Euro-Bürokraten in warmen Amtsstuben und für hohe Gehälter täglich „engagiert“ an der Verschlechterung der Situation der Menschen in Griechenland. Schulden müssen um buchstäblich jeden Preis „zurück“gezahlt werden – nebst Zinsen, einem der wichtigsten Hebel der Umverteilung von unten nach oben. Trotzdem oder gerade deshalb hat unsere Beitrag Gewicht. Neben der direkten, teilweise lebensverändernden Wirkung der Spenden auf die Betroffenen, hat er auch Signalwirkung. Er zeigt eine Alternative zur herrschenden Gleichgültigkeit und unfassbaren menschlichen Härte auf und steckt im besten Fall an. Viele „Oasen“ ergäben blühende Landschaften, auch wenn in den Gehirnen der Verantwortlichen leider derzeit noch überwiegend die Wüste lebt.

Liebe HdS-Leserinnen und liebe HdS-Leser,

zugegeben: auch ich atmete auf, als ich die neuesten Zahlen zum Spendeneingang auf unser Hilfskonto bekam – übrigens gestern schon (am Mittwoch), weil auch Peter Latuska, Kassenwart unserer Trägerorgansation „Initiative für eine humane Welt (IHW) e.V.“, derzeit mit Arbeit arg überlastet ist. Ihr erinnert Euch sicherlich:

In der Vorwoche konnten wir lediglich 87,50 Euro an neuen Spenden auf unserem Konto verbuchen (überwiesen von 3 UnterstützerInnen). Und da vermutete ich ja bereits, dass wahrscheinlich das Monatsende eine gewisse Rolle spielte – ein seit längerem zu beobachtendes Abflauen des Spendeneingangs, wenn es auf „Ultimo“ zugeht. Nunmehr, knapp in den neuesten Monat hineinreichend, in den Oktober also, beteiligten sich bereits 23 HelferInnen wieder an unserer Hilfsaktion mit finanzieller Unterstützung, und der Neuzugang an Spenden schnellte wieder empor auf einen Betrag von 772,16 Euro. Wir Akteure sind erleichtert und freuen uns jetzt schon auf die Weitergabe unserer Hilfsgelder an die von uns betreuten Menschen in Griechenland, notleidend allesamt. Und selbstverständlich danken wir auch diesesmal allen Spenderinnen und Spendern sehr. Ich denke, gerade der Bericht von Bettina Beckröge gestern auf HdS hat uns allen aufs eindrücklichste gezeigt, welchem Elend wir in dem drangsalierten Land am Mittelmeer gegenüberstehen. Und – leider dieses auch –: wie bescheiden sich unsere Hilfe ausnimmt, wenn man auf die verzweifelte Situation so vieler Menschen in Griechenland blickt! Seid also versichert: nach wie vor leidet niemand von uns an Größenwahn! Der Größenwahn jener, die für die furchtbare Situation im sogenannten „Hellas“ verantwortlich sind, dürfte um ein Vielfaches größer sein als unsere bescheidene Freude über unsere bescheidene Hilfe!

Diesmal lasst mich ausführlicher aus einer Mail zitieren, die ich am Sonntag von Karl-Heinz Apel aus Griechenland bekam. Er schrieb uns über Katerina K., zu deren Aufenthalt in London wir finanziell beitragen konnten – wegen ihrer Organtransplantation dort -, unter anderem das Folgende:

„Eine erfreuliche Nachricht:

Katerina ist seit gestern wieder in Piräus. Nach der Teileleber-Transplantation gab es glücklicherweise auch keinerlei Komplikationen während der letzten 4 Monate, die Katerina noch zur Beobachtung in London bleiben musste. Ihre Unterbringung in einem 1-Zimmer-Appartment in der Nähe des „King`s College-Hospital“ musste Familie K. selbst finanzieren (Miete: 3 000 (!) € pro Monat). Eine kleine Beihilfe haben wir (privat) und die IHW geleistet, den größten Teil brachten Verwandte (zum überwiegenden Teil Rentner) auf.

Jetzt muss Katerina ca. 1 Jahr lang weiterhin 3mal pro Woche zur Dialyse (mit dem Taxi auf eigene Kosten) bis zur geplanten Nierentransplantation (Spender: ihr Vater), die in Athen durchgeführt wird (nach einer letzten Leberkontrolle in London).“

Es versteht sich von selbst, dass wir – im Rahmen unserer Möglichkeiten – auch bei der noch ausstehenden zweiten Operation, der Nierentransplantation, die Familie K. aus Piräus weiter unterstützen werden.

Vorgestern, am Dienstag, traf außerdem ein weiteres Dankesschreiben bei mir ein. Es stammt von der Sozialarbeiterin Maria Alexaki, tätig am Gesundheitszentrum auf der Insel Andros (nebenbei: in der südlichen Ägäis gelegen). Diesen Brief, den dankenswerterweise Tassos Chatzatoglou für uns ins Deutsche übersetzt hat, möchte ich zur Gänze zitieren:

„An die ‚Initiative für eine humane Welt’

Betrifft: Übermittlung eines Schreibens der Sozialarbeiterin.
Wir übermitteln ein Dankesschreiben der Sozialarbeiterin des Gesundheitszentrums Andros, Frau Maria Alexaki
Wissenschaftlicher Koordinator, Kinderarzt… (Unterschrift unleserlich)

Die kontinuierliche Tätigkeit des deutschen Vereins ‚Initiative für eine humane Welt‘, der seit dem Sommer 2015 auf Andros tätig ist, ist nicht nur für die Bevölkerung der Insel eine große Hilfe, sondern eine wertvolle Unterstützung der Institutionen, die sich für die sozial schwachen Mitmenschen einsetzt.

Die Tätigkeit der ‚IHW’ hat hier bei uns folgende Ziele:

I. direkte Hilfe an einzelne Personen oder Familien, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt zu decken, und
II. die Unterstützung der Institutionen in ihrer Funktion.

In diesem Sinne hat die IHW bis jetzt Stromrechnungen, Mieten, Medikamente und Lebensmittel bezahlt, aber auch für medizinische Zwecke Transportkosten übernommen.
Sie sorgte auch für die Sammlung von Babykleidung sowie Baby-Artikeln für die Neugeborenen.

Des weiteren wurde das Gesundheitszentrum Andros mit medizinischen Artikeln versorgt. Außerdem wurde Sorge getragen, dass psychisch Kranke und altersbedingt psychiatrische Patienten mittels PC vom Aiginition Krankenhaus in Athen betreut werden können.

Um all das zu realisieren, steht Herr Chatzatoglou in ständiger Verbindung mit Vereinen, dem Gesundheitszentrum sowie der Sozialarbeiterin, die ihm auch die Notwendigkeiten vor Augen führen. Wir sind uns bewusst, dass die Hilfe, die uns zuteil wird, von den Spenden der IHW abhängt.

Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, die mit uns fühlen und Verständnis für unsere schwierige Situation aufbringen. Wie hoffen, dass Ihre Initiative unvermindert weiterläuft, da die Menschen hier auf dringende Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Die Hilfe, welche die Menschen und Institutionen hier durch die Spenderinnen und Spender der IHW erfahren dürfen, ist wie eine Oase inmitten der Wüste der staatlichen Fürsorge.

Auf eine gute Fortsetzung hoffend

Hochachtungsvoll
Maria Alexaki
Sozialarbeiterin des Gesundheitszentrums Andros“

Zur politischen Dimension dieses Themas Griechenland heute nur folgende Mitteilung noch (ich bekam sie von Sabine Lösing zugesandt, Linken-Abgeordnete im EU-Parlament; in den Zeitungen, die mir zugänglich waren, fand ich dazu nichtmal eine Mini-Notiz!):

Am Dienstag dieser Woche wurde auch im europäischen Parlament, in Brüssel, über Griechenland diskutiert. Offizieller Titel dieser Debatte: „Gesamtwirtschaftliche Lage in Griechenland, Strukturreformen und ihre Auswirkungen sowie Perspektiven für die künftigen Verhandlungen im Rahmen des Programms – Erklärung der Kommission“. Resultat dieser Parlamentsaussprache: offenbar null. Irgendeine Änderung der Euro-Staaten-Politik gegenüber Griechenland ist nirgendwo in Sicht, kein Beschluss mithin. – Ein Grund mehr für uns, dranzubleiben am Thema Griechenland – als Helfer wie als Kritiker der zerstörerischen EU-Politik gegenüber dieser kaputtgeretteten Nation!

Und damit – wieder einmal – zu den obligaten Schlusshinweisen. Also:

Wer uns bei unserer Hilfe für Menschen in Griechenland unterstützen will, den bitten wir um unterstützende Spende, unter dem Stichwort „GriechInnenhilfe“, auf das folgende Konto:
Inhaber: IHW
IBAN: DE16 2605 0001 0056 0154 49
BIC: NOLADE21GOE
Und hier nochmal die Kontaktdaten von Peter Latuska, an den Ihr Euch wenden könnt, wenn Ihr Patenschaften übernehmen wollt oder eine Spendenbescheinigung benötigt (für Spendenbeträge bis 200,- Euro genügt fürs Einreichen beim Finanzamt Kopie oder Original Eurer entsprechenden Kontoauszuges):
Peter Latuska
Theodor Heuss Str. 14
37075 Göttingen
Email: latuskalatuska@web.de
Mit herzlichen Grüßen
Euer Holdger Platta

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