Empfehlenswerter Film: «Ich, Daniel Blake»

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Filme, die die sozialen Verwerfungen des neoliberalen Zeitalters frontal und schonungslos angreifen, sind rar. Lieber weichen kritische Filmemacher sonst in Nazizeit oder DDR aus – oder ins Ausland. Ken Loach, der große alte Mann des engagierten britischen Kinos, ist ein bekennender Linker und ein großer Künstler, der seinen deprimierenden Szenarios immer auch Lichtmomente menschlicher Wärme und Solidarität abgewinnt. Die Passionsgeschichte des älteren Arbeitslosen Daniel Blake im Behördendschungel, gepeinigt von unmenschlichlen Vorschriften und erniedrigender Behandlung durch Staatsbedienstete, geht an die Nieren. Gerade mit Blick auf hiesige Hartz IV-Verhältnisse ist der Film aber in hohem Maße aufklärend und sehenswert.
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Anzeige von 3 kommentaren
  • Angela Ebert
    Antworten
    Auf den Wegen der Erkenntnis, zur Erkenntnis, wäre sehr zu wünschen!
    .
    Herz-Infarkt, da ge-denke ich dem Kampf-Rentner Detti, Detlef Rochner aus Berlin. Er hielt die Speziel-Behandlungen des JC nicht aus und stürzte sich aus dem 10. Stock eines Hauses.
    Fast bin ich geneigt zu schreiben, zielführend?!
    Seine Ehefrau und seine Kinder vermissen ihn, natürlich.
    Würde braucht Un-Rechtsbewußtsein!
    Es mangelt ja bereits an Rechts-Wissen?!
    Und der Bereitschaft zu ERKLÄREN!
    Nicht bereit und nicht in der Lage, aus gesundheitlichen Gründen, klägliches Staats-Versagen?!
  • downsixfeet
    Antworten
    Ich war am heutigen Sonntag nach Jahren mal wieder im Kino, in dem Film „Ich, Daniel Blake“
    Anlass war dieser Kurzfilm: https://www.youtube.com/watch?v=RsM5iMJW6_E

    Ich zitiere mal den Regisseur Ken Loach aus dem  Kurzfilm:

    Zitat:
    “ Es ist zynisch. Die Verantwortlichen wissen genau, was sie tun. Sie wissen, dass sie mit dem Leben der Menschen spielen. Sie wissen, dass es mehr Selbstmorde und Selbstmordversuche gibt bei den Menschen, die diesen Prozess durchlaufen. Sie wissen, dass Menschen Selbstmord begehen werden aufgrund dessen, wie der Staat sich verhält.“
    Zitat Ende

    Und ich habe mich nicht geirrt. Alles was gezeigt wurde ist 1:1 auf das deutsche Hartz IV übertragbar. Und man stelle sich nur vor, ich war ganz alleine im Kino. Zum Filmende sagte noch die Frau, die mir die Ausgangstüre öffnete: „ Sie hatten heute eine Privatvorstellung.“ Noch Fragen?

  • Angela Ebert
    Antworten
    Wer glaubt das hätte auf Dauer keine Konsequenzen ist ein Träumer.
    Den Zynischen mit dem eigenen Zynismus zu begegnen ist zumindest ein ernsthafter Versuch, OHNE GEWALT.
    Den Gewalt-Bereiten mit Gewalt zu begegnen ist für mich keine Option!
    Nicht mal begegnen ist mehr drin, der Willkür ist Tür und Tor geöffnet!

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