„Genug ist genug – Protestieren, statt frieren“

 in Politik (Inland)

Breites Bündnis ruft in Berlin zu Montagsdemo vor Bundesgeschäftsstelle der Grünen auf. Unter dem Motto „Genug ist genug – Protestieren, statt frieren“ und ergänzt um den Slogan „Heizung, Brot und Frieden“ plant ein breites Bündnis für Montag den 5. September um 18 Uhr einen Protestzug vor der Bundesgeschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen am Platz vor dem Neuen Tor 1 in Berlin. Die Organisatoren verwehren sich laut ihrer Darstellung dagegen, dass diejenigen, die die Gesellschaft am Laufen halten, „die Zeche für die Fehlentscheidungen der Ampel-Regierung“ zahlen müssten, „während sich die Superreichen und Großkonzerne die Taschen vollstopfen“. Vor diesem Hintergrund stellt das Organisationsbündnis mehrere Forderungen, unter anderem Rücknahme der „unsozialen Gasumlage“ sowie die Besteuerung von Krisengewinnen und die Überführung der Energiewirtschaft in öffentliche Hand. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=87487

Showing 6 comments
  • Hedwig Zobel
    Antworten
    Gasumlage zurücknehmen, Besteuerung von Krisengewinn, dem stimme ich voll zu. Doch einfach nur zu fordern, daß die Energiewirtschaft in die Öffentliche Hand übergeführt werden soll, ist doch völlig unausgegoren. Mir kommt dabei der Skandal um die Neue Heimat hoch. Eine parallele Entwicklung wäre nicht abwegig. Zudem vermisse ich schmerzlich die Forderung, den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv, also nach allen Regeln der Kunst und in Windeseile, voranzutreiben. Ich zweifle, daß dies passierte, selbst wenn die Energiewirtschaft längst in Öffentlicher Hand wäre. Was brächte es dem Klima, ab morgen den Privatverbrauchern den Übergewinn zukommen zukommen zu lassen? Nichts, denn die Energiewende käme auch nicht besser voran. Der status quo bliebe halt erhalten. Während die Klimakatastrophe weiter ihren Lauf nimmt. Also, liebes Protestantenbündnis,  aufgrund eurer so inkompletten Forderungen ohne die elementare Berücksichtigung der Klimadebatte, finde ich extrem traurig sagen zu müssen, ich bleibe zwecks Vernachlässigung des Klimas morgen eurem Protest fern.

    Extrem traurig und enttäuscht

    Hedwig Zobel

    • Gustava-Henriette Hermlin
      Antworten
      @Hedwig Zobel, Sie glauben das wirklich, mit dem menschengemachten Klimawandel. Das spüre ich. Wahrscheinlich ist Ihnen nicht zu helfen. Egal. Nicht aufgeben. Nur Mut! Nasenflügelatmung. Und dann beantworten Sie bitte  mal die Frage , zu viele Prozent die Atmosphäre aus Kohlendioxidd besteht. Wissen Sie bestimmt! Schreiben Sie die Zahl auf, legen Sie sie unter das Kopfkissen. Und am nächsten Morgen werfen Sie Ihren Fernseher und Ihr Smartphone aus dem Fenster, und stellen Ihre Beitragszahlungen an die GEZ ein. Aber vorher gucken Sie sich bitte noch diesen Film : https://twitter.com/i/status/1559966811793268736 Ganz liebe Grüße! Es lebe die Freiheit! S. H.
    • ungefragte Fragen
      Antworten

      den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv

      Sie wissen sicher schon, daß der Begriff „erneuerbar“ ein irreführender Begriff ist, oder?

      s. Kobalt Abbau im Kongo

      s. Silizium Abbau in Bolivien

      s. zerstörte Landschaften (nicht für Stadtbewohner)

      s. keine Ruhe mehr (noch für Maus oder Mensch) in der Nähe der Windmühlen, wenn der Wind weht (was er nicht immer tut)

      s. kein Nahrungsmittelanbau sondern Mais (extrem schädliche Monokultur) für sog. Biogasanlagen, die hin und wieder mit der Ausbringung der Reste auf die Äcker die Luft verpesten.

      und wo man jetzt schon erahnen kann, daß sie den Energiebedarf nicht zuverlässig werden decken können. Ob der Energiebedarf dermaßen gesenkt werden könnte, ist dann noch einmal eine andere Frage.

      Leider sind dies alles Fragen die nicht oder kaum diskutiert werden. Meine simple Forderung lautet daher: Null Euro fürs Militär. Dafür wie man ohne synthetische Produkte die Nahrungsmittelproduktion sichern kann usw. dafür gerne dann einen extragroßen Topf! Denn diese synthetischen Produkte benötigen sehr viel Energie.

  • Ben
    Antworten

    Hallo Herr Zobel,

    ich finde ihre Kritik völlig gerechtfertigt, allerdings finde ich die daraus gezogene Konsequenz, sich nicht am Protest zu beteiligen, traurig und enttäuschent.

    Sie sagen doch selber, dass Sie wesentlichen Forderungen zustimmen. Also warum kommen sie nicht zum Protest und bringen ihre zusätzliche Perspektive mit.

    Ich würde mich freuen Sie und weitere „Klimaaktivisten“ bei der Kundgebung, heute Nachmittag, zu sehen.

    Ben

  • Last Generation Willem
    Antworten
    @Ben Ich finde es dikriminierend, Hedwig mit  „Herr Zobel“ anzureden und bleibe deswegen Eurer Demo fern. Das zeigt doch, dass Eure Forderungen völlig unausgegoren sind. Es sollte auch bedacht werden, dass der Klimawandel uns gerade im Winter sehr unterstützen könnte, beim Kampf gegen Putin. In unseren Breitengeraden wären  ein paar Grad mehr Wärme  gar nicht so schlecht, im Dezember oder Januar, bedenkt das doch einnal, was das an Gas einspart!
  • Die A N N A loge
    Antworten
    “ Rein in die Kartoffeln,raus aus den Kartoffeln“.

    Diesen Spruch gab mir meine Mutter gerne mit, wenn ich mich mal so und dann wieder anders entschied. Dieser Spruch passt auch zur energiepolitischen Entwicklung bei uns.

    Über Jahrzehnte hinweg subventionierte die KFW (staatliche Fördermittel) im Rahmen von  Gebäudesanierungen die Umrüstung alter Heizungsanlagen auf Gas- Brennwertkessel, ein Grund dafür, warum im Wohnungsbau großflächig Gasheizungen eingebaut sind. Jetzt rächt es sich, die in der Vergangenheit unter der CDU/CSU einseitig betriebene Energiepolitik, die sich auf dem Energieträger Gas ausruhte, anstatt die Entwicklung von regenerativen Energien mit Nachdruck voranzutreiben.

    Demnächst zahlt der unbescholtene Bürger die Zeche für die verfehlte Energiepolitik in Form von Gasumlage.

    Auch ohne den Ukraine Konflikt hätte sich die Gaskrise angebahnt. Man schaue nur auf die Folgen der Klimaerwärmung an den Förderstellen von Gas in Russland / Sibirien, unsere bisherigen Gasbezugsquellen. Die Permafrostböden tauen in rasanter Geschwindigkeit auf, und es bedarf keiner großen Fantasie, um sich vorzustellen,  welche Konsequenzen das für die Förderstellen von Gas und dessen Überlandleitungen hat. Auch Nordstream 2 hätte die Gaslieferungen nach Europa nicht langfristig sicherstellen können. Die Gasleitungen versinken im Morast der aufgetauten Permafrostböden.

    Hoffentlich  zeigt die Energiekrise endlich auch dem letzten politischen Vertreter – Söder mal ausgenommen, der versteht nur, was er verstehen will- ,warum der Ausbau von regenerativen Energien absolute Priorität in unser künftigen Energieversorgung haben muss.

    Wohin auch immer der Zusammenprall von Klima- und Energiekrise uns führen mag, eins sollten wir nie vergessen: die Situation wäre nie so dramatisch geworden, wenn  unter der Ära Merkel, CDU/ CSU nicht 16 Jahre der Umbau auf regenerative Energien systemstisch verschlafen worden wäre.

    Ich hoffe, dass die Demonstranten, die vor die Parteizentrale der Grünen in Berlin ziehen, diese Zusammenhänge auch verstanden haben.

    https://youtu.be/VQ3SlziGBbM

     

     

Kommentar schreiben:

Start typing and press Enter to search