Plattform-Sozialismus

 in Wirtschaft

Arbeitnehmer am Kapital zu beteiligen, macht das Kapital nicht gesellschaftlich. Man braucht die geeigneten materiellen Mittel, um das Kapital gesellschaftlich werden zu lassen. Die wachsen gerade heran. (Quelle: Telepolis)
https://www.heise.de/tp/features/Plattform-Sozialismus-4455886.html

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    Volker
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    Künstliche Intelligenz also, der wir uns auch noch unterwerfen sollten, die alles steuert und überwacht, Willen, Freiheit Selbstbestimmung, die logischerweise auch Entscheidungsgewalt besitzt sowie selbstständig handelt oder sich verselbstständigt – und dies sollte eine Lösung darstellen?
    Eine verlockende Vision für den Autor zwar, für mich allerdings eine schreckliche Vorstellung bezüglich absoluter Abhängigkeit gegenüber digitalen Entscheidungsprozessen, denen wir uns zwangsläufig unterordnen würden, ja, sogar müssten.

    Umweltzerstörung, Hunger und Not geradezu herbei zu wünschen (sorry, mein subjektiver Eindruck/Auslegung), ist wohl der falsche Ansatz, um auf ein Ende kapitalistischer Zerstörungsmechanismen zu hoffen, die gerade dabei sind, digital-steuerbare Menschen zu formen.

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    heike
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    Die drei Gewährsleute für ein zwangsläufiges Auslaufen der kapitalistischen Expansion, die die westliche Geisteskultur hervorgebracht hat – Marx, Keynes und Schumpeter -, haben wenig brauchbare Anhaltspunkte für den dann eintretenden ökonomischen Zustand hinterlassen. Es wird also den Zeitgenossen dieses Auslaufens der kapitalistischen Entwicklung aufgetragen sein, diesen zu entdecken und herzustellen. Das sind wohl wir.

     

    Die kapitalistische Expansion und damit einhergehend die Ausbeutung von Mensch und Natur beenden ….

    Das kann man, indem man weniger menschliche und natürliche Ressourcen verbraucht, also weniger auf Verschleiß fährt.

    Dazu gehört ein Arbeitsklima, dass die Menschen nicht als Konkurrenten gegeneinander ausspielt und aufeinander hetzt, sondern in dem man sich hilft.

    Dazu gehören auch Technologien, die ressourcenschonend arbeiten.

    Meiner Meinung nach muss sich der Kapitalismus über einen sozialen Kapitalismus hin zu einem Sozialismus entwickeln, wobei der Sozialismus noch in weiter Ferne liegt.

    Im Moment muss erst mal der soziale Kapitalismus errungen bzw. verteidigt werden. (Wobei mir die Methoden, mit denen man das Erreichen will auch nicht so ganz passen. Und trotzdem sind sie mir lieber als ein AfD-geführter Nationalsozialismus. Will man den Sozialismus mit Gewalt erzwingen, dann wird nämlich genau das eintreffen.

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      Volker
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      Im Moment muss erst mal der soziale Kapitalismus errungen bzw. verteidigt werden.

      Äh, sozialen Kapitalismus erringen und verteidigen? ++ Ohne Worte, bin sprachlos ++

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    heike
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    Ja Volker, ich weiß, da scheiden sich unsere Geister. Aber ich sehe Kindergeld, Bafög, Hartz IV usw. noch immer als soziale Leistungen – auch wenn sie ausbaufähig sind.

    Auch ich träume von einer Gesellschaft, die Ausbeutung der eigenen Bevölkerung und die anderer Völker nicht anwendet.

    Aber vor meinem inneren Auge steht auch das Schreckgespenst einer noch rücksichtsloseren Gesellschaft als der, die wir bereits haben. Deshalb meine Aussage.

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