Unfassbar naiv: die Trump-Berichterstattung

 In Medien, Politik

Die Journalisten der Tagesschau kennen nicht einmal die einfachsten Tricks der Manipulation und des politischen Pokers: die Übertreibung und die Drohung. Schauen Sie sich das bitte an, die Tagesschau von null bis Minute 2:47. Es ist nur kurz, aber von hohem Erkenntniswert für die Einschätzung des wichtigsten Mediums für die Meinungsbildung der Deutschen. Der US-Präsident droht mit dem Austritt aus der NATO. Er fordert eine schnellere und massive Erhöhung der Militärausgaben, 2 % Anteil am Bruttoinlandsprodukt bis 2019 und dann noch mehr. Und was geschieht: man einigt sich auf die schnellere Erhöhung des Militärbudgets. (Quelle: Nachdenkseiten)
https://www.nachdenkseiten.de/?p=44938

Anzeige von 4 kommentaren
  • Piranha
    Antworten
    Obama hatte die Militärausgaben schrittweise gekürzt auf 641 Milliarden; Trump hat diese schrittweise wieder erhöht auf nun 706 Milliarden in 2018.

    Mehr als Billion wendet die NATO auf und

    das „böse böse Russland“, der „Feind aller freien Völker“  55,3 Milliarden in 2017, womit sie  rd. 14 Milliarden weniger ausgeben als 2016.

    Und schau an, schau an: das vergleichsweise kleine Deutschland ist mit 44,3 Milliarden auf 9. Stelle im 12er Ranking (wobei ich den Angaben bei statista.com nicht vollends traue)

     

    In der Tabelle weiter unten sind alle aktuellen Kriege aufgeführt – Quelle:

    SIPRI: https://www.frieden-fragen.de/entdecken/weltkarten/kriege-weltweit-2017.html

     

    Wer hat ein Interesse, ganze Regionen zu destabilisieren?

    Im Boden des afrikanischen Kontinents liegen große Reichtümer. Allein das Erdöl, das im Virunga Nationalpark (Kongo) liegt, wird auf 118 Milliarden Euro geschätzt. Wegen Widerstand wird es nicht gefördert. Ebenso liegen große Vorkommen an Erdgas dort und im Wert von 100 Milliarden auch Kupfer. Die Region Kasai ist bekannt für seine Vorkommen an Diamanten und Silber.

    Kongo besitzt außerdem ein großes Vorkommen an Tantaloxid.

    Interessant dabei:

    Das Metall Tantal kann aktuell weder als Rohstoff noch in einer Derivateform (wie Futures, Optionen, Zertifikate) an internationalen Finanzbörsen gehandelt werden. Ein Investor kann sich nur in Form von Aktien an Bergbau-Unternehmen, die das Metall explorieren oder fördern, beteiligen.

    und

    Tantal kommt in der Elektrotechnik, der Chemie, im Hochtemperaturofenbau, im Flugzeug- und Raketenbau, in der Kerntechnik, in Verdampfungsanlagen zum Einsatz. Rost- und säurebeständigen Stählen wird Tantal als Legierungsbestandteil zugesetzt. Weil Tantal keine toxische Wirkung hat, wird es teilweise in chirurgischen Implantaten verwendet. Tantalcarbid dient zur Hartmetallherstellung. Aufgrund seiner Formbarkeit bei gleichzeitig hoher Dichte setzt man es auch zur Herstellung Panzerbrechender Munition ein. Das Pentagon stufte Tantal als strategischen Rohstoff ein.

     

    Zum Vergleich bzgl. Erdöl:

    11 Billionen Euro an nicht geförderten Ölvorkommen besitzt der durch seine Wüstenregionen sowie den Euphrat und Tigris bekannte Irak. Desweiten verfügt das Land über einen Wert von aktuell 43 Billionen Euro an Erdgasreserven.“ Recherche zu Vorkommen und Wert 2014

    „2,7 Billionen Euro an Erdölvorkommen besitzt das als bevölkerungsreichstes Land des afrikanischen Kontinents geltende Nigeria.“ Recherche zu Wert von Rohstoffen 2014

    221 Milliarden Euro an Erdölreserven besitzt der an den Golf von Aden grenzende Staat Jemen.“ Recherche zur Rohstoffen 2014

     

    1.
    Kolumbien (FARC)
    seit 1964

    2.
    Nigeria
    seit 2009

    3.
    Mali
    seit 2012

    4.
    Algerien
    seit 1992 (bewaffneter Konflikt)

    5.
    Tunesien
    seit 2013 (bewaffneter Konflikt)

    6.
    Libyen
    seit 2011

    7.
    Ägypten
    seit 2013

    8a.
    Sudan (Darfur)
    seit 2003

    8b.
    Sudan (Blauer Nil, Südkordofan)
    seit 2011

    9.
    Südsudan
    seit 2010

    10.
    Zentralafrikanische Republik
    seit 2006

    11a.
    DR Kongo (Ostkongo)
    seit 2005

    11b.
    DR Kongo (Kasai)
    seit 2016

    12.
    Somalia
    seit 1988

    13a.
    Jemen (Al-Qaida)
    seit 2010

    13b.
    Jemen (Huthi)
    seit 2014

    14.
    Irak
    seit 1998

    15.
    Syrien
    seit 2011

    16.
    Türkei (Kurdistan)
    seit 2014

    17.
    Ukraine
    seit 2014

    18.
    Russland (Nordkaukasus)
    seit 1999

    19.
    Armenien/ Aserbeidschan
    seit 2013 (bewaffneter Konflikt)

    20.
    Afghanistan
    seit 1978

    21.
    Pakistan
    seit 2007

    22a.
    Indien (Kaschmir)
    seit 1990

    22b.
    Indien (Naxaliten)
    seit 1997

    23a.
    Myanmar (Kachin u.a.)
    seit 1984

    23b.
    Myanmar (Rohingya)
    seit 2017

    24.
    Thailand (Südthailand)
    seit 2004

    25a.
    Philippinen (Mindanao)
    seit 1970

    25b.
    Philippinen (NPA)
    seit 1970 (bewaffneter Konflikt)

  • Piranha
    Antworten
    PS:

    Erdölvorkommen und Erdgas unter dem Ägäischen Meer werden von Experten auf einen Wert von über 100 Milliarden Euro geschätzt. Eine weiter Schätzung von einer Bank, spricht von Ergasvorkommen im Wert von mehr als 400 Milliarden Euro, nahe Kreta. Diese Schätzungen geben manchen Menschen Anlass, die Bodenschätze mit Intentionen von Außen bezüglich der Krise in Griechenland in Verbindung zu bringen. Andere sehen keinen Zusammenhang. https://www.schatzwert.de/rohstoffe/bodenschaetze/bodenschaetze-griechenland/

    (Hervorhebung von mir)

  • Piranha
    Antworten
    https://www.tagesschau.de/inland/verteidigungsausgaben-103~_origin-e579a778-e692-425d-bc3b-c0a20980c47a.html

    „… ist eine Verbesserung der Verteidigungsfähigkeit nicht sichergestellt.“

    Was für eine „Verteidigungsfähigkeit“ denn?

    Wer genau bedroht uns denn?

    Oder hat uns BürgerInnen jemand den Krieg erklärt und wir wissen nichts davon?

    Oder gilt aktuell die „… Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer …“(§87a, (4))?

    Was soll das?

    Im Übrigen finde ich, dass bei dem nächsten Dummgebrabbel von Trump reagiert werden müsse in Form von Ausweisung der 35.000 US-Soldaten, worauf die Schließung aller US-Basen folgen muss.

    Aus, fertig. Das wäre mal ein starkes Zeichen für Frieden.

  • Peter Boettel
    Antworten
    Piranha, die Frage, wer uns angeblich bedroht, habe ich schon oft gestellt. Russland kann es nicht sein; gegenüber der früheren UdSSR und selbst gegenüber dem zaristischen Russland ist das Land kleiner geworden und wird eher von den im Baltikum und Polen stationierten Nato-Truppen bedroht.

    Und wenn Trump mit dem Austritt aus der Nato drohte, kann man nur sagen: Soll er doch, ich hätte nichts dagegen, ebenso, wenn er seine Soldaten aus Deutschland abziehen lassen würde. Ich habe in der Eifel lange Zeit erlebt, was durch die Flugplätze Bitburg und Spangdahlem angerichtet wurde (Enteignung von Land, Einführung von Drogen, ohrenbetäubende Tiefflüge ganzer Geschwader u.v.a.m.)

    Und wenn Trumps kolonialistischer Botschafter in Deutschland glaubt, der Regierung befehlen zu müssen, was sie zu tun und zu lassen hat, sollte Maas endlich soviel Mumm haben, ihn einzubestellen.

    Und wenn Trump meint, wir seien Gefangene Russlands wegen des Erdgases, geht es ihm doch ausschließlich nur darum, uns sein umwelt- und menschenfeindliches Fracking-Gas aufzuzwingen.

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