Was wenn Gott einer von uns wäre?

 In FEATURED, Kultur, Spiritualität

Bruder Thomas Quartier mit Joan Osborne

Bruder Thomas im Dialog mit Joan Osborne über Spiritualität, Singen und Bob Dylan. Wer kennt nicht den Song aus den Neunzigern: „What if God was one of us“? Keine Disco und kein Kaufhaus, wo er nicht rauf und runter gelaufen wäre. Aber hat irgendjemand die Frage auch wirklich gehört? Was, wenn Gott einer von uns wäre? Bei genauerem Hinhören geht es um eine künstlerische Artikulation von etwas Unbekanntem. Was, wenn Gott einen Namen hätte? Fragen über Fragen. Thomas Quartier, Mönch und Professor für Spiritualität, hat sich ihnen gemeinsam mit der Sängerin dieses Hits, Joan Osborne aus New York, gewidmet. Er traf sie während ihrer Tournee durch die Niederlande im März 2018, wo sie ihr Programm „Songs of Bob Dylan“ präsentierte.

Spiritualität: heilige Fremde

Am Ende eines jeden Konzerts spielt Joan Osborne ihren großen Hit. Die Leute singen mit, klatschen begeistert. Ich bin zunächst skeptisch: Ja klar, Gott ist toll (“God is great”), wie sie im Refrain singt. Aber was hat das mit heutiger Sinnsuche zu tun, in einer Zeit, wo Gottesglaube kaum mehr selbstverständlich ist? Dennoch versuche ich, die Frage ernst zu nehmen: Kann ich mir vorstellen, dass Gott einer oder eine von uns ist? Ich muss an mein Leben als Mönch denken. Nein, konkret ist mir Gott noch nicht begegnet. Oder habe ich es vielleicht einfach nicht gemerkt, weil ich allem Fremden gegenüber nicht wirklich offen bin? Jede Form von Spiritualität sucht nach dem Unbekannten, dem Fremden. Könnte Gott “der heilige Fremde” sein, der mir allzu oft ganz und gar nicht heilig vorkommt und von dem ich mich abwende? Intuitiv, ohne es ausdrücklich zu wollen?

Joan teilt meine Unsicherheit dem heiligen Fremden gegenüber: “Natürlich ist uns die Vorstellung von Gott als Fremdem in der Welt, jemand der uns als Bettler erscheint, aus biblischen Geschichten wie dem Barmherzige Samariter bekannt. Aber sie ist auch ein ganz konkreter Test für uns, das Göttliche in Menschen außerhalb unserer Gemeinschaft zu erkennen, und den Fremden nicht einfach als ‚den anderen‘ seiner Menschlichkeit zu berauben. Können wir uns wirklich gegenseitig als Brüder und Schwestern auf der Erde erkennen und so etwas wie Nächstenliebe empfinden?“ Die Frage der Heimatlosigkeit und Fremdheit, die im Liedtext zum Ausdruck kommt („just a stranger on the bus“), wird für mich in diesem Gespräch sehr konkret. Ich merke, dass die Suche nach Gott, dem Grund aller menschlichen Würde, für Joan auf der Bühne und für mich im Kloster dieselbe Herausforderung beinhaltet: erkenne den heiligen Fremden.

Einfach ist das nicht, egal wo wir uns befinden. Und doch passiert es immer wieder, wenn wir nur die Augen aufmachen. Mitten in unserem Leben geschehen Wunder. Ich denke an meine Klostergemeinschaft. Wie oft muss ich meine Irritationen überwinden, wenn ich mit meinen Mitbrüdern leben will. Und doch leben wir miteinander. Joan hat etwas ganz Vergleichbares einmal gesungen („Hallelujah in the city“, 2008). Sie fühlt sich „verloren in der Stadt“, ertrinkt im „Meer von Menschen“. Doch letztlich kann man gerade in jener Entfremdung „Halleluja“ singen. Jeglicher Pessimismus ist dann mit einem Mal verschwunden: “Wenn man sich meine Heimatstadt New York anschaut, sieht man einen Mikrokosmos der Menschheit. Menschen mit ganz unterschiedlichen ethnischen, religiösen und ökonomischen Hintergründen leben doch zusammen. Natürlich gibt es viel Ausbeutung und Unterdrückung, aber es gibt auch viele Beispiele, wie sie äußerliche Unterschiede überwinden und sich miteinander verbinden. Wenn man an einem schönen Frühlingstag durch die Straßen läuft, anderen zulächelt und die Menschlichkeit spürt, kann das eine sehr spirituelle Erfahrung sein“.

Im Konzert hatte Joan an jenem Abend sehr emotional gegen die heutige amerikanische Politik Stellung bezogen: „Wir Amerikaner können uns wirklich nur bei der Welt entschuldigen für das, was heute bei uns passiert. Wir sind, was das angeht, wirklich am Ende. Aber wir werden wieder aufstehen und zeigen, dass die Welt besser ist“. Die spirituelle Erfahrung des heiligen Fremden bedeutet in der Tat, die Welt besser zu machen. Dazu beginnt man in seinem eigenen Mikrokosmos – für mich das Kloster, für Joan die Straßen von New York. Wer den Fremden erkennt, hat die Welt schon verändert!

Singen: verkörperte Einheit

Wie immer bei einem intensiven Konzerterlebnis frage ich mich, was eine so spektakuläre Performance für einen Mönch bedeuten kann, der doch eher unscheinbar und eintönig zu singen scheint. Ich fühle mich spontan mit der bezaubernden Wirkung des Gesangs verwandt. Joan Osborne gehört sicherlich zu den besten Sängerinnen im Bereich Blues und Folk und hat weitaus mehr zu bieten als nur den einen bekannten Song. Auf ihren inzwischen neun Alben hat sie sehr unterschiedliche Musikstile verarbeitet. Bei ihrer Tournee in den Niederlanden kann man sich wieder einmal davon überzeugen, was man mit seiner Stimme so alles bewirken kann. Hat die Performance als Sängerin für sie etwas mit ihrer spirituellen Suche zu tun? Joan versteht meine Vermutung auf Anhieb: “Ich glaube, dass Musik im allgemeinen und Singen insbesondere eine solche Kraft haben, weil sie uns auf allen Ebenen unseres Menschseins berühren: emotional, intellektuell, physisch und spirituell. Wenn dein Körper im Konzert mit den Klängen vibriert, die die Instrumente und andere Sänger produzieren, entsteht ein physischer Kontakt, bei dem man nicht mehr sagen kann, wo die eine Person endet und die andere anfängt. Diese Einheit strahlt auch auf jene aus, die die Musik anhören und sie in ihren Körper, ihren Geist und ihre Seele aufnehmen“.

Die musikalische Gemeinschaft als Verkörperung der menschlichen Einheit? Ja, genau darum geht es, so sind wir uns gleich einig. Joan: “Musik ist ein Beispiel buchstäblicher Gemeinschaft miteinander“. Das ist unabhängig vom Stil und von der Art des Singens. Osbornes Können hat sich nie beschränken lassen: “Ich bin ständig auf der Suche, habe mich daher nie auf ein einziges Genre festgelegt. Ich möchte in der Lage sein, in all diesen Wassern zu schwimmen. Zum Glück wurde ich in verschiedenen musikalischen Welten willkommen geheißen. Ich bin wirklich gesegnet, was das betrifft”. Nicht jeder ist freilich ein stimmlicher Virtuose wie sie, auch ein Mönch nicht. Aber darum geht es auch nicht. So kann ich ihre Aussage gleich auch für mich selber verstehen: wenn man in einer musikalischen Welt „willkommen geheißen wird“, dann heißt das, dass man Teil einer Einheit ist, die durch Musik verkörpert wird (embodiment). Das ist auch bei meiner Art des geistlichen Gesangs so. So unterschiedlich unsere Klosterkapelle und die Bühne, auf der Joan allabendlich steht, auch sein mögen, heute Abend greift die Einheit auch auf mich über.

„Ich hatte befürchtet, dass Du die Verbindung mit Mönchtum und Spiritualität merkwürdig finden würdest“, sage ich ihr. „Nein, ganz und gar nicht“, sagt sie, und ich merke, dass es hier nicht um eine Parallele geht, die man einfach so benennen kann. Nein, man kann sie nur verkörpern. War es das, was das Publikum bei ihrem Konzert so begeisterte, so andächtig zuhören und dann wieder enthusiastisch jubeln ließ, wenn der wunderbare Pianist Keith Cotton, der Osborn an jenem Abend begleitete, ein atemberaubendes Solo spielte? „Wir sind heute Abend alle Freunde“, hatte sie zu Beginn auf der Bühne gesagt. Das klang fast nach einer Plattitüde. Aber es wurde zu einer Ankündigung, die sich beim Singen, in der erlebten Musik bestätigte. Alles was wir über Spiritualität gesagt hatten, dass man den heiligen Fremden treffen und ehren muss, wurde auf einmal wahr.

Dylan: gesungenes Lied

Es ist sicher kein Zufall, dass Joan Osborne für ihr Programm und das gleichnamige Album (Songs of Bob Dylan; 2017) Bob Dylan ausgewählt hat. Vieles von dem, was wir in unserem Dialog besprochen haben, lässt sich auf Dylan beziehen, ist von ihm inspiriert. “Der heilige Fremde” zeigt sich nirgends in der amerikanischen Kunst der letzten Jahrzehnte so eindrücklich wie in der Figur des Heimatlosen, des „Hobo“, den Dylan in allen Varianten immer wieder besingt und verkörpert. War das ein Grund für Joan, sich seinem Werk zu widmen? „Ich denke, ein Lied muss gesungen werden, unabhängig davon, wer es geschrieben hat. Es kann in einer Aufnahme oder auf der Bühne lebendig werden, aber es muss gesungen werden um zu vollem Leben zu erwachen“. Der Sänger tritt also hinter das Lied zurück. Es geht nicht um die Person, sondern um das gesungene Lied. Das trifft mich als Mönch mitten ins Herz. Nichts anderes versucht jeder spirituelle Gesang. Es geht nicht darum, wer oder was man ist, sondern nur um das Lied, das eine grandiose Offenheit in sich birgt.

Natürlich gibt es so etwas wie Genialität, Virtuosität. Kaum jemand wird bestreiten, dass die Songs von Bob Dylan eine außergewöhnliche Qualität haben und in ihrer Tiefe unerschöpflich sind. Wie kommt es, dass ich manches im virtuosen Konzert von Joan Osborne und beim Hören ihres wunderbaren Albums ganz neu entdecke? „Unterschiedliche Interpretationen desselben Liedes erlauben es uns manchmal, verschiedene Aspekte zu genießen, die im Original nicht zur Geltung kamen. Dylans Werk ist so reich, dass ich es eine Ehre finde, Teil jener Kette von Performern zu sein, die seine Songs am Leben halten und sie weitergeben“. Auch ich habe mich immer wieder mit Dylans Liedern beschäftigt. Seit ich Mönch geworden bin, nicht mehr auf der Bühne, wohl in meinem Gesang, meiner Lebensweise und in meinen Schriften.

Ich habe mich jedoch immer gelangweilt, wenn mir jemand “die Bedeutung” eines Dylan Songs erklären wollte. Jede Form von “Dylanologie” hat mich meist abgeschreckt, auch wenn ich selber über Dylan und Spiritualität geschrieben habe. Nun sehe ich auf einmal auf dem Tourneeposter der Joan Osborne Band genau dieses Wort: „Dylanology“. Warum stört es mich hier nicht? “Für mich bedeutet es, dass ich Dylans Werk nicht nur performe, sondern dadurch auch ergründe. Für mich heißt das, immer tiefer in die verschiedenen Schattierungen vorzudringen, bis ich jenen ‚Lieblingsplatz‘ finde, wo meine Stimme und der Song sich treffen, sodass etwas Neues aufblüht“. Tue ich das nicht tagtäglich bei meinem eigenen Gesang? Und sollte nicht jeder Sänger und jede Sängerin das tun? Und ist jenes Neue nicht genau das, wonach wir suchen, der unbekannte Gott, den wir kaum sehen aber vielleicht besingen können? Wir sind alle Dylanologen, auf der Bühne, im Kloster oder in welcher Lebenssituation auch immer!

Bei aller Bewunderung, die sowohl Joan als ich Bob Dylan entgegenbringen, jenem enigmatischen Tamburinmann, der sich immer wieder entzieht, wenn man meint, ihn zu verstehen: es geht letztlich um das Lied, das man finden, sich aneignen, singen, leben und weitergeben muss. Auch Konstantin Wecker, mit dem ich in den letzten Jahren manchen Dialog führen durfte und mit dem ich mich verbunden fühle wie mit kaum einem anderen Sänger, kommt mir an jenem Abend natürlich in den Sinn: „Ich singe, weil ich ein Lied hab“. Ich bin mir sicher, dass er sich mit Freuden in den Dialog zwischen Joan und mir eingebracht hätte. Ich selber habe mich von den Liedern Weckers, Osbornes und Dylans und vieler anderer inspirieren lassen. Leider kommen sie in unserem gregorianischen Choral im Kloster nicht so zur Geltung… Oder vielleicht doch? Warum eigentlich nicht? Wenn Gotts schon einer von uns ist…

Anzeige von 47 kommentaren
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    eulenfeder
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    sorry Bruder Thomas –

    auch hier wieder diese Überhebung einer Person, oder mehrer Personen gleich – zu etwas Göttlichem, geschieht ja schon, wenn man den Bezug zu einem ( Deinem ) Gott herstellt.

    Wie oft hat sich Dylan selbst gegen solche Vergötterung seiner Person und seiner songs gewandt – hilft nichts, mal wurde er für Politik instrumentalisiert, mal für anderes. Das übrigens auch ein Grund warum er sich so zurückgezogen hat.

    Und warum nur – muss ich nun fragen – brauchen wir Götter, wenn sie doch in uns selbst zu finden sind ??

    Das wäre übrigens die Lösung, wenn man also als Mensch sich selbst verantwortlich sähe, die Menschlichkeit ohne Zuhilfenahme von Göttern sich wirklich selbst aneigenen würde.

    Auch die Lösung dann was Glaubenskriege betrifft – wenn ‚Göttliche Diktaturen‘ und die Unterwerfung darunter, nicht zum Konkurrenzkampf des Glaubens führten.

    Jeder glaubt an irgend etwas – ist wohl wahr – und wenn das dann völlige Privatsache ist und bleibt, darf jeder glauben was er will.

    Aber so ist es nicht, nicht wahr ? – schon auch, weil immer eine gewisse Missionierung zum jeweils eigenen Glauben betrieben wird. Es fehlt vor allem den Glauben an Götter jene Akzeptanz, die nötig wäre um wirklich zu akzeptieren.

    Und was den Glauben an das Gute im Menschen betrifft ( freilich besser daran zu glauben, diese Hoffnung zu haben ), scheitert die Umsetzung daran, dass man die Verantwortung letztlich den jeweils eigenen Göttern überträgt, obwohl man ja behauptet dass diese Götter in uns selbst zu finden wären.

    Sind es also nun die Götter in uns oder wir selbst ohne Götter, die uns der Menschlickeit berauben ? – ‚gehupft wie gesprungen‘ könnte man fast sagen – und wie man sich der jeweiligen Götter ja auch bedient und nicht nur ihnen dient – ist schon auch ein Verhinderungsgrund, was Menschlichkeit betrifft.

    Am glaubwürdigsten unter den Gläubigen sind für mich jene Menschen, die tatsächlich und uneingeschränkt an etwas glauben, das alle Glaubensgrenzen überschreitet, hinter sich lässt – als auch nicht an einen spezifischen Gott.

    Du – Bruder Thomas – bist als Mönch der Kathlischen Kirche an Deinen spezifischen Gott ( freiwillig ) gebunden – also nicht frei letztendlich, befangen könnte man auch sagen.

    Diese Befangenheit in der Glaubenswelt hat uns unsägliches Elend eingebracht.

    Warum also, kann man die Schönheit im Gesang, im Ausdruck,  in der Kunst allgemein, nicht ohne diese Überhebung zu etwas Göttlichem geniessen ? – nicht ohne das Instrumentalisieren hin zu einem Gottverständnis.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Bruder Thomas
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    Lieber Eulenfeder,

    vielleicht ist es gut, wenn wir die Verwendung des Wortes „Gott“ genauer betrachten, sowohl in der beschriebenen Kunst als auch in meinem Text, bevor wir zu geschichtlich problematischen Vergleichen übergehen. Wenn Du genau hinsiehst, dann sage ich nicht,

    – dass das Schöne und Gute an eine bestimmte Religion gebunden sein muss – das Wort taucht in meinem Text, und übrigens auch im ganzen Dialog mit Joan Osborne – kein einziges Mal auf.

    – Auch sage ich nicht, dass das Singen göttlich ist, sondern spirituell. Mit „Gott“ wird hier eine radikale Offenheit gemeint, die in ganz unterschiedlichen Schulen der Spiritualität (vor allem den mystischen Traditionen) immer wieder anzutreffen ist.

    – Und ich sage schon gar nicht, dass irgendeine Person „göttlich“ sei, weder Dylan, noch Osboren, noch welcher Mönch auf immer.

    Ich denke, dass wir – wie früher öfters – in unserem Empfinden für das Erhabene und Gute sehr nah beeinander sind. Ich könnte den Verdacht der „Befangenheit“ nun umkehren – tue das aber nicht, und würde mich freuen, wenn wir dem Wort Gott auch eine völlig wertfreie symbolische Aussagekraft lassen (wie sie übrigens – so meine Erfahrung – in sehr vielen Kulturen völlig unverkrampft normal ist – gerade in den säkularisierten Niederlanden in zunehmendem Maße).

    Mit herzlichen Grüßen

    Br Thomas

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    Peter
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    Ist es nicht eigentlich schon erwiesen, dass nicht der Mensch die Krönung der Schöpfung ist?

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    eulenfeder
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    …an der Kunst allein

    sich zu erfreun

    das allein genügt wohl nicht –

    es wird so allerhand

    ihr dann hineingedicht’…

    Na warte, Bruder – wenn ich mal komme –

    dann wird es am Biertisch ausgefochten,

    den Mönch mal unter ‚den Tisch saufen ‚ –

    eine echte Herausforderung es wär,

    doch bei dem Klosterbier, bis 13 % stark…

    “ Gott steh mir bei “ ! – smile.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Bruder Thomas
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    Nun ja, werter Eulenfeder – eine Reaktion auf meine Einladung, sich die Verwendung des Gottesbegriffs genauer anzuschauen, oder zumindest die Voreingenommenheit nicht ins Gegenteil umzukehren (gegenseitig übrigens), ist Deine Dichtkunst zwar nicht, aber sie soll mir in meiner spirituellen Suche genügen. Und Du bist freilich herzlich eingeladen in unserer Abtei die „spiritus“ Suche zu bereichern 😉

    Wenn ich einmal tief im Süden sein sollte, können wir es ja schon mal bei einem Weißbier probieren. Dann ist Gott ganz bestimmt einer von uns – ob Du nun willst oder nicht, mit Deiner Kunst…

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    eulenfeder
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    geh mir weg, mit deinem Gott – Bruder

    dann geht es um nackte Tatsachen, die Trinkfestigkeit allein ( Männlichkeit also auch )

    und damit auch um die Ehre eines Biertrinkers, wie ich es nun mal bin.

    Da werde ich meinen ‚Gegner‘ nicht unterschätzen,

    die wahrlich tiefsten philosophischen Diskurse, die das Bier ja

    erst ermöglichen, nicht irgendwelche Götter – sollen dabei lediglich Herausforderung sein, gegenseitig, durch einen Sieg im Trinkwettstreit die absolute Wahrheit zu beweisen.

    Nun – die Referenzen ?

    Was mich betrifft: Studium der Biersorten seit 1965, ohne Abschluss !

    Was hast du da vorzuweisen als Kampfgewicht ?

    ..smile…

     

     

     

     

     

     

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    Habnix
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    Der Mensch ist die dümmste Spezies! Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur die er vernichtet, der unsichtbare Gott ist, den er verehrt.  Hubert Reeves

    Doch kann er niemals die Natur vernichten, ohne sich dabei selbst zu erst zu vernichten. Die Natur ist in uns und um uns herum .

    Die Natur der Erde sind vier Elemente; Erde, Feuer, Luft und Wasser. Um die Natur der Erde zu vernichten, müsste der Mensch die vier Elemente besiegen. Als dann  hat er gleichzeitig das fünfte Element Leben besiegt.  Doch sind die vier Elemente der Erde viel zu mächtig, als das der Mensch sie je besiegen könnte.

     

    “Das Reich Gottes ist inwendig in Euch und überall um Dich herum; Nicht in Gebäuden aus Holz und Stein. Spalte ein Stück Holz und ich bin da, Hebe einen Stein auf und Du wirst mich finden.”

    Das Thomas-Evangelium gehört zu den Nag-Hammadi-Schriften.

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    Gerold Flock
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    Ich hab mal wieder ein schlaues Buch zu dem Thema gelesen.

    LIEBE – URQUELL DES KOSMOS

    von Raimon Panikkar und Hans-Peter Dürr

    Zwei Wissende und Weise im Gespräch über Religion und Naturwissenschaft.

    Das Problem ist wieder nur, daß ich schon viele schlaue Bücher gelesen habe, diese aber mein Leben nur unwesentlich verändern konnten. Ich bin und bleib einfach, ein böser, böser, zynischer, sarkastischer Onkel.

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    Geschwindigkeitsbegrenzungsgegner
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    Der Glaube und die Wissenschaft, zwei Propheten mit der gleichen Erkenntnis, und doch könnten sie in ihrer Aussage nicht Unterschiedlicher sein.
    Die Wissenschaft hat die Erkenntnis, das wir die Aliens aus einer anderen Welt kommend sind, der Glaube das wir welche werden, in eine zukünftige Welt, dem
    Jensseits, wenn wir nur lieb genug sind.
    Es muß an der Zeit liegen, die (manchen bekanntlich) mit zunehmender Geschwindigkeit langsamer vergeht, bis sie irgendwann zum Stillstand kommt.
    Was wohl dahinter ist, hinter dem Universum, das sich doch immer schneller ausdehnt?!
    Vielleicht…
    .

    „DAS GOTT“.
    .
    Also mir kann es nicht schnell genug gehen, um Unsterblich zu werden.

    .

    Natürlich Unfallfrei!

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    Polygraph
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    Bruder Thomas:

    … vielleicht ist es gut, wenn wir die Verwendung des Wortes „Gott“ genauer betrachten, …

    Genau in dem Wort „Gott“ sehe ich die Problematik. Ohne Definition desselben, taugt es null-komma-nichts für eine wirkliche Kommunikation. Das bloße Wort „Gott“ ist über die Jahrtausende, bis zum heutigen Tag, dermaßen oft und auf unterschiedlichste Weise ausgelegt und auch für übelste Zwecke missbraucht worden, dass es – ohne klare, unmissverständliche Definition – inflationär geworden ist. Das müsste eigentl. auch denjenigen bewusst sein, die es oft so arglos und selbstverständlich verwenden. In Wirklichkeit ist es alles andere als selbst-verständlich, es ist irreführend.

     

    In Berücksichtigung dieser Historie meine ich: Wer über „Gott“ reden will, oder sich auf „Gott“ bezieht, steht in der Pflicht, diesen „Gott“ dem Gesprächspartner vorzustellen. Zu glauben, das Gegenüber müsste automatisch wissen, von welchem „Gott“ man spricht,  ist, bzw. grenzt m.E. an Respektlosigkeit (im eigentl. Wortsinn: Rücksichtslosigkeit) und diese halte ich für keine geeignete Kommunikationsbasis.

     

    Auch wenn das oben geschriebene sehr hart klingt: Ich bitte es nicht als Angriff gg. den Verfasser des Artikels zu verstehen, darum geht es mir überhaupt nicht, sondern als nüchtern-sachliche Analyse bezügl. einer konstruktiven Kommunikation.

     

    • Avatar
      Bruder Thomas
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      Ein Reaktion an Polygraph, in derselben Deutlichkeit – mit den besten Intentionen: Es ist für mich eine immer wieder wichtige Feststellung, dass unterschiedliche Denk- und Kommunikationsstile sehr unterschiedliche Arten konzeptueller Schärfe und Definitionen erfordern. Daher ist es auch eine Frage des Respekts, akzeptieren zu können, dass nicht jedes Sprachspiel für jeden zugänglich ist und sein muss. Ich würde mir nicht anmaßen, von jedem zu verlangen, Grundaxiome – die wir alle haben – nach meinen Maßstäben zu definieren. Wer davon ausgeht, dass das auf eine universale Art und Weise gelingen kann, macht sich meines Erachtens eines naiven Verständnisses von Kommunikation schuldig, das keinem hilft, schon gar nicht wenn es um einen Bereich wie Spiritualität geht (für dessen Definition hier nicht der Rahmen ist). Eher gilt es, auch Unterschiede zu respektieren. Was das Wort „Gott“ betrifft, heißt das für mich: wenn ich es auf eine assoziative Weise im Dialog mit jemand anderem tue (nicht den Kommentatoren auf dieser Seite übrigens, die sich auch nochmal anmaßen, beurteilen zu können, wie Künstler ihre Kunst zu interpretieren haben), dann ist das meine Sache. Ich freue mich, wenn Leute etwas von meinen Gedanken haben – und bei vielen ist das so, wie ich aus anderen Reaktionen auf diesen Artikel (z.B. über FB) weiß. Wenn nicht, ist das auch völlig in Ordnung – kein Problem. Aber es ist völlig unakzeptabel, einen Rechtfertigungszwang heraufzubeschwören, der beim besten Willen nichts mit Kommunikation zu tun hat.

      Auch diese Sätze richten sich nicht gegen den Kommentator, sondern wollen der Offenheit und Vielformigkeit unserer Sprachspiele dienen. Und hoffentlich unser aller Verbundenheit – ohne eben alles teilen zu können.

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        Polygraph
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        Mir scheint, Sie haben es doch etwas? persönlich aufgefasst. Das tut mir leid. Wie gesagt, das ist/war nicht meine Absicht.

         

        Es ging mir darum klarzustellen, was m.E. einer fairen Kommunikation entspricht, ohne dieses Kommunikations-Prinzip erfunden zu haben (zuviel der Ehre!). Auch bezieht es sich primär überhaupt nicht nur auf die Notwendigkeit der Definition des Wortes „Gott“. Es bezieht sich auch auf andere inflationäre u./o. klischeehafte Worte wie z.B. „Liebe“, „männlich“, „weiblich“, „Familie“ usw. usf. die tatsächlich zu ganz realen und fürchterlichen Missständen führen können. Wie ich hier schon anderenorts beschrieben habe: Die Sprachverwirrung, die symbolisch in der Geschichte des Turmbaus in Babel beschrieben wird, ist nicht so zu deuten, dass diese Leute plötzlich unterschiedl. Sprachen sprachen (welch irrwitziges David-Copperfield-Spektakel!), sondern sich in ihrer eigenen Sprache nicht mehr verständigen konnten, weil sie zu achtlos – ja wohl schlampig sogar – mit ihrer eigensprachlichen Ethymologie umgingen. Ein Beispiel dafür, was auch hierzulande ganz aktuell und tagtäglich jede/r feststellen kann, der sich des Werts von Sprache und Worten bewusst ist und z.B. die online-Kommunikation beobachtet. Die Tatsache, dass Menschen, die zu sehr in ihrer eigenen Subjektivität verhaftet sind, oberflächliche Stich- bzw. Schlüsselworte als Sich-verstanden-fühlen empfinden ist nicht neu. Trotzdem: Objektiv ist es falsch und eigentl. auch ein Beleg dafür, was man Selbstbetrug nennen kann.

         

        Vielleicht können Sie jetzt mein obiges posting so verstehen, wie es gemeint war: Ein Appell bezügl. grundsätzlicher Kommunikation, auf Basis von Fairness und Respekt, gerade in einer Zeit, die mehrheitlich als „Kommunikations-Zeitalter“ bezeichnet wird. Und die Kommunikation bezügl. Glauben/Religion/Gott usw. ist davon selbstverständlich nicht ausgenommen.

         

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    Bettina
    Antworten
    In meiner Schulzeit blieb ich an einem Satz hängen, das als Vorwort in meinem Mathematikbuch zu lesen war. Beschrieben war der Punkt, der unendlich klein ist, weil er sich immer wieder teilen lässt und der Strahl, der unendlich lang ist, weil er, und wenn auch nur gedacht, sich stets verlängern lässt. Das Universum stellt sich mir in seiner Unendlichkeit dar, wie ein Quader, über den sich stets ein neuer, größerer Quader überstülpen lässt. Wir selbst sind in diesem Universum mit einem Punkt zu vergleichen, der so winzig ist, dass wir ihn, aus der Welt des Universums betrachtet, nicht mit bloßem Auge erkennen könnten. Und doch sind wir Teil eines Universums. In diesen Zusammenhängen begreife ich den Menschen, Pflanzen und Tiere als zusammengehörig und als Teil eines Ganzen.
    Das Wort „Gott“ ist und kann nicht von jedem gleich verstanden werden. So unterschiedlich, wie die Menschen, Völker, ethnischen Gruppierungen und Kulturen sind, so unterschiedlich sind auch die Vorstellungen vom Begriff  des Universums oder von „Gott“.  Es ist  müssig, sich auf eine Vorstellung einigen zu wollen. Gemein haben alle Religionen, dass sich der Mensch als Teil eines Ganzen versteht, als einen pars pro toto. So verstehe ich Religonen und genau das finde ich auch in der Spiritualität wieder.
    .
    Die Frage, die sich mir stellt ist: Kann es überhaupt einen gemeinsamen Begriff von Gott bzw. Weltanschauungen geben? Lassen sich diese Begriffe überhaupt mit gemeinsamen Inhalten füllen? Haben nicht jedes Volk je nach ethnischer Herkunft, Kultur und Lebensart eine berechtigte eigene Vorstellung von Religion, Weltanschauung oder dem Begriff Gott?

    Eine Religion/Weltanschauung als absolut hinzustellen, als richtig oder falsch, gut oder böse, schwarz oder weiß kann nie der richtige Weg sein. Die Religionen verschiedener Kulturen sind so unterschiedlich, wie die Kulturen der Völker im Laufe von Jahrtausenden entstanden sind. Jede Religion/ Weltanschauung hat für sich gesehen ihre Berechtigung, aber keine darf den Absolutheitsanspruch tragen, weil genau das die Kultur und Eigenheit der anderen Völker in Frage stellen würde.
    Vielleicht besteht die beste Ethik darin, den unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Weltanschauungen mit Achtung, Respekt und Toleranz zu begegnen und niemandem eine Ideologie aufzwingen zu wollen.
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    HERMANN HESSE – Daß Gott in jedem von uns lebt
    https://youtu.be/eF9NiaCIlVs

    • Avatar
      Überheblichkeit
      Antworten
      Man stelle sich vor, jeder Quader eine Dimension.
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      Wie primitiv wir doch in unsere Welt, wie klein und unbedeutend wir doch im UNIversum SIND!
  • Avatar
    eulenfeder
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    Ich habe ja längst eine wirklich gute Einstellung zu Göttern und Religionen und diesbezüglich Gläubigen gefunden: Glaube ist Privatsache !

    Und solange mich ein Gottes-Gläubiger nicht missionieren will, geschenkt, könnte man lapidar sagen.

    Zwischenmenschlich klappt das prima, normally – und auch bei jemand, der einem schon etwas leid tut, weil dieser ganz offensichtlich fürchterlich verblendet ist, – solange dieser mich nicht von seinem Glauben überzeugen will.

    Diese Grenzüberschreitung passiert aber ständig und dann hält sich die Gläubigerseite eben nicht an diese Lösung: Glaube ist Privatsache !

    Der in meinen Augen schlimmste aller weltlichen Glaubensrichtungen – der ‚Katholische Glaube‘, ist da besonders agressiv, wie die Geschichte ja beweist.

    Und dann nervt es mich, zugegeben, wenn man, wie in anderen Glaubensrichtungen auch – einen Gott in Allem sieht und in Jedem und durch Alles – und das ist nun der ’springende Punkt‘: solches öffentlich verkündet ! ( predigt könnte man sagen ).

    Da komme ich gezwungenermaßen in eine Verteidigungshaltung, denn in mir ist kein Gott, durch mich spricht keiner und was ich tue ist auch nicht göttlich und ich versündige mich auch nicht mit dieser meiner Haltung.

    Es ist also ein ständiger subtiler Glaubenszwang, der da ausgeübt wird, wenn man in Allem eine Verbindung zu einem Gott herstellt, rücksichtslos gegenüber Nichtgläubigen.

    Und von strenggläubiger Seite wird der Nichtgläubige mit einem ‚gütigen bemitleidenswerten Lächeln bedacht – “ Arme Seele, Gott sei ihm gnädig ! “

    Diese subtile bis offensichtliche Missionierung macht auch vor nichts halt !

    Schon in der Schule ist es eine Rücksichtlosigkeit gegenüber Nichtgläubigen, wenn man das Kreuz über die Tafel hängt – man einem religiöse gesetzliche Feiertage aufzwingt, die nervig lauten Kirchenglocken um die Ohren haut, man mit der Monstranz durch die Orte zieht, schon diese Zwangstaufe eines Kindes ist ja eine religiöse Vergewaltigung.

    Die Privatsphäre der Nichtgläubigen wird verletzt, wenn man sich von Gläubigerseite nicht an diese Lösung hält: Glaube ( und Nichtglaube ) ist Privatsache.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

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    Volker
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    Gibt aber keinen Gott, der uns besuchen- und so richtig auf den Tisch hauen würde. Gäbe es Gott, wäre der Mensch nicht das, was er ist – ganz einfach erklärt. Oder doch zu kompliziert gedacht?
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    eulenfeder
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    …und wahrlich ich sage euch:

    wenn noch einmal ein Gläubiger behauptet, das Bier, die letzte Zufluchtstätte vor Vergötterung,  wäre letztendlich auch Gottes Geschöpf, weil aus Zutaten gemacht, die von Gott beseelt ja wären –

    dann erwürg ich den mit meinen gottlosen Händen.

    Das neue Feuerwehrauto ist göttlich, weil vom Dorfpfarrer geweiht, wie auch der Berg, auf dessen Spitze man ein Kreuz aufstellt – okkupiert also auch der, geheiligt ist die Jagd auf unschuldige Tiere und der Grundstein für den neuen Schlachthof wird eingeweiht, der Soldatenpfarrer gibt seinen Segen…

    Insgesamt hat man eine jungfräulich unschuldige Welt mit Göttern belegt und schon lange bin ich der Überzeugung: ohne Götter wäre sie längst schon friedlich, denn Glaubenskriege waren es und sind es noch. Der Mensch ohne jeweilige Glaubensdiktatur hätte einen ganz entscheidenden Grund weniger sich zu bekriegen.

     

     

     

     

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    Bettina
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    Ehrlich gesagt, ich verstehe all das Echauffieren mancher KommentatorInnen, sowohl unter diesem Artikel, als auch unter dem Artikel “ In meinem Reifen reift dein Reich! – Rainer Maria Rilke“. Als ob ein Austausch, wo jeder, nach eigenen Erfahrungen, seine Meinung kundtut, mit „Missonieren“ gleichzusetzen wäre. Ein jeder hat seine Weltanschauung und die hat nichts mit „Gurus“, Göttern“ oder mit einem Menschen zu tun „… der einem schon etwas leid tut, weil dieser ganz offensichtlich fürchterlich verblendet ist “ (Zitat Eulenfeder). Ich muss doch nicht jedes Wort so lange im Schleudergang schütteln, bis es zum Schluss bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde. Weniger exaltiert schreiben, mehr lesen und sich selbst reflektieren, das würde ich mir für manchen Kommentator wünschen.

     

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    Ich hätte mich  gefreut über das Angebot von Bruder Thomas zu einem gemeinsamen persönlichen Gespräch. Nie hätte ich die Befürchtung einer „Missionierung“ gehabt. Allein das Interesse an der in Aussicht gestellten Möglichkeit, sich mit einem Mönch über spirituelle Themen im persönlichen Dialog auszutauschen, hätte für mich ausgereicht, um dem Gespräch zuzusagen. Doch nun schauen wir uns doch mal genau an, was tatsächlich alles aus der freundlichen Einladung erwachsen ist…Ich schüttel den Kopf, staune… und ziehe mich für den heutigen Tag wieder zurück.

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      Palantir
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      In welchem Kloster lebt Bruder Thomas?

      Ist das in Nähe des Wohnorts von eulenfeder?

      Wie sogar mir aufgefallen ist, lebt er unter der Knute von Hartz IV. In der Armutszuwendung sind keine Mittel für Reisen vorgesehen.

      Vielleicht spendest du ihm eine Reise.

      Ich bin ziemlich sicher, die zwei werden sich bei einem Bier prächtig verstehen und den gegenseitigen Austausch genießen. Einig werden müssen sie sich ja nicht, dafür haben sie zuviel Respekt vor dem Andersdenkenden, also etwas, was dir vielleicht noch etwas abgeht, so scheinabgeklärt und deshalb beleidigt wie du immer wieder mal rüberkommst.

      Tut mir jetzt schon leid, dass du dich vermutlich damit schon wieder beleidigt fühlst, ich wollt aber trotzdem ehrlich sein.

       

       

       

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        eulenfeder
        Antworten
        …anderer Vorschlag:

        dieses Monat regnets wieder sehr stark rein, bei der Eule –

        wie wärs mit einem Griff in die Klosterkasse und dem Versand eines angemessenen Scheins, well hidden, an meinen Exilort –

        die erste Maß werde ich hochheilig versprochen auf das Wohl meines Bruders trinken.

        Nächstenliebe in flüssiger Form, Geld zu Bier gemacht – wundersame Wandlung…

         

         

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          Polygraph
          Antworten

          Euli:

          …anderer Vorschlag:

          dieses Monat regnets wieder sehr stark rein, bei der Eule – wie wärs mit einem Griff in die Klosterkasse …

          noch ein anderer Vorschlag:

          Ich hab‘ irgendwie im Hinterkopf, dass du in der Oberpfalz lebst. Wenn das stimmt, dann lad‘ ich dich auf ’ne Maß ein und – damit die in keinen leeren Magen plumpst – auch auf ein schmackhaftes Essen. Wenn dir die Idee gefällt, dann bist du wieder d’ran mit einem Vorschlag: Zeit und Ort (auch Gaststätte).

           

          Was meinst?!?

          • Avatar
            eulenfeder
            FREIBIER !? – wou wou wou…. ?

            An dieser Antwort oder Reaktion auf FREIBIER ekennt man ja den Oberpfälzer – eine auch kulturgeschichtliche Einzigartigkeit auf diesem Planeten ( daran war er immer schon zu erkennen ) und offenbart höchst unkompliziert auch seine Ehrlichkeit – er kann gar nicht anders….

            also – ‚dou wou ich äitza bin, dou is d’Owapfalz nu niad ganz dou, owa scho fast‘

            ‚ dou songs zwar scho wieda Oia zu de Oia und niad Oa, owa sunst a wieda mehra Niedabayrisch, owa a niad „boarisch“ wäi in Owabayern.

            Bin also noch ca. 20 Kilometer unterhalb, also südlich der hart umkämpften Kulturgrenze, die bei Cham beginnt. Owa as Groufaweah kummi eigentlich und in da Wein hobi oft gwohnt ( Weiden ).

            Grandioser Vorschlag aber !! , thx dude –  des machma amal.

            ‚ owa wäi kummi douhi woust du bist ?? ‚ – Zug- oder Busfahrt ist nicht drin, min Radl vielleicht amal – wäi weid bistn du weg vo Regen ?

            Und niad dass du fia mi a Sau schlachst – ich bin ja a Veganer .

            ‚Gaststätten‘ sind auch off limits, kann ich mir nicht leisten – owa fressn mäima ja nix, saffm is wichtig und ‚Schmatzn‘, schmatzma a wengl midanand…

            Mei imäil-adress kannst du bei der Redaktion erfahren, green light for that from my side.

             

             

             

             

             

             

             

             

        • Avatar
          Palantir
          Antworten
          na ja, Herr eulenfeder,

          wo du sonst etwas mit Witz und Ironie aufgreifst, alberst du jetzt grad etwas weg.

          Schade.

          Ich versteh aber auch die Not, du du wohl grad hast: „dieses Monat regnets wieder sehr stark rein, bei der Eule“

          Oder?

  • Avatar
    Geschwindigkeitsbegrenzungsgegner
    Antworten
    DAS UNENDLICHE EINSAME LEBEN…
    .
    Verdammt, dieser Wunsch macht leider immer einsamer, in den unendlichen Weiten des immer schneller ausdehnenden Universum.
  • Avatar
    eulenfeder
    Antworten
    „Gott“ bewahre uns davor, dass er nun auch noch unter uns wandeln würde….

    richtet er doch aus der Ferne schon so viel Schaden an…

    hahaa….

     

  • Avatar
    Das Gott und die...
    Antworten
    …scheinbare Macht Mensch, die sich allmächtig glaubt.
    .
    Was wenn Gott ein Tier, eine Pflanze wäre?

    Was, wenn Gott die Geburt eines in einem…

    BRUCHTEIL…

    BRUCHTEIL….

    unendlichem BRUCHTEIL einer Sekunde endstandenem Atoms oder ein solches wäre?

    Was wenn Gott die Energie, die alles antreibt wäre?

    Was, wenn der Mensch schon glaubt alles zu begreifen und zugleich als Erkenntnis DIESES GOTT schon zuvor zerstört?

  • rr
    rr
    Antworten

    Hier noch ein Statement zu der Diskussion um die Aussagen von Bruder Thomas und um den Gebrauch des Begriffs „Gott“. Aus meine Sicht als Redakteur besteht keine besondere Pflicht der Gottgläubigen unter den Autoren und in diesem Forum, sich zu rechtfertigen und zu erklären. Ich sehe auch nicht, dass atheistische oder agnostizistische Diskutanten quasi die Gesprächsleitung innehätten und vorschreiben könnten, welche Begriff wie verwendet werden dürfen. Umgekehrt ist dies natürlich auch nicht so.

    Ohne Zweifel ist es hilfreich, sich bewusst zu machen, dass der „Gott“ ein vieldeutiges Wort ist, das in seinem Gebrauch historischen, geografischen und auch persönlichen Einfärbungen unterliegt. Ähnlich wie das chinesische „Tao“ oder das lateinische „Logos“ ist es ein vieldeutiges Wort, schwieriger im Gebrauch als z.B. „Tasse“ oder „Kirschbaum“. Dennoch können sich Nicht-Gottgläubige nicht auf den Standpunkt stellen, sie würden allein durch den Gebrauch des Wortes „Gott“ respektlos behandelt oder es liege eine illegitime Missionierungsabsicht vor. Jeder, der hier und anderswo eine Meinung äußert, wirbt damit indirekt darum, dass Leser diese Meinung übernehmen. Das ist bei politischen Meinungen nicht anders als bei religiösen. Jeder missioniert ein bisschen und nur bei außergewöhnlicher Aufdringlichkeit wäre das zu kritisieren. Die Kirchen und auch der Gottesbegriff sind sicher historisch durch bestimmte Verbrechen belastet. Aber ist das beim materialistischen Sozialismus etwa nicht so?

    Der Grundsatz „Religion ist Privatsache“ macht vielleicht Sinn, wenn er sich gegen die Praxis in repressiven Gottesstaaten oder gegen staatlich eingetriebene Kirchensteuer richtet; er darf aber nicht bedeuten, dass religiöse Menschen das, woran sie glauben, nicht öffentlich äußern dürften aus Angst, Atheisten könnten schimpfen. Durch völlig andersartige Meinungen und Glaubensvorstellungen kann sich mancher Leser vielleicht „belästigt“ fühlen, was aber nicht zur Folge haben darf, dass Vertreter eines bestimmten Glaubens hier schweigen müssten. Man kann eine Gegenmeinung äußern oder um den missliebigen Kommentar „herumlesen“.

    • Avatar
      eulenfeder
      Antworten
      Schon verständlich – Roland,

      Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Meinungen, prima.

      Nur hilft das hier auf einer Seite für ‚Rebellion‘ , so bezeichnet man sich ja hier –

      einer Rebellion gegen dieses unmenschliche System überhaupt nicht.

      Oder will man von gottgläubiger Seite behaupten dass man sonderlich rebellisch wäre !?

      Warum also, setzt man solche Artikel gottgläubiger Art nicht in eine diesbezüglich spirituelle Seite oder eröffnet eine solche  ?

      Mehr Geist in der Politik wäre nötig, ja – aber der Kampf gegen das Unrecht wird am allerwenigsten in geistlicher Höhe erfolgversprechend geführt, solch Einschätzung ist allenfalls bei den Gläubigen vorhanden, –

      Veränderungen lassen sich nicht herbeibeten.

      Eine universelle, kollektive Kraft für Veränderungen durch spirituelle Eingebung  – wäre ja toll ! –

      ist aber schon ziemlich weltfremd und hilft den Unterdrückten überhaupt nicht.

      Eine Botchaft aus dem Kloster, dass Gott in allem wäre, nützt niemandem !

      Und so ist es halt provozierend, wenn solches auf einer Seite für Rebellion gepostet wird, erst recht für alle die unter unmenschlicher Politik zu leiden haben.

      Der Abt wird es gelassener sehen, er ist nicht betroffen.

      Also nochmal: Warum solche weltfremden, einer Rebellion überhaupt nicht nützlichen Artikel auf einer Seite für Rebellion ?

      Die alles beherrschende und zerstörende Finanzmacht wird sich von spirituellen Eingebungen nicht beeindrucken lassen. Das Schweben über den Dingen wird den Hunger nicht abschaffen u.s.w..

       

       

       

       

       

       

       

       

      • Avatar
        Bettina
        Antworten

        Mehr Geist in der Politik wäre nötig, ja – aber der Kampf gegen das Unrecht wird am allerwenigsten in geistlicher Höhe erfolgversprechend geführt, solch Einschätzung ist allenfalls bei den Gläubigen vorhanden…Veränderungen lassen sich nicht herbeibeten…
        Eine universelle, kollektive Kraft für Veränderungen durch spirituelle Eingebung  – wäre ja toll !…ist aber schon ziemlich weltfremd und hilft den Unterdrückten überhaupt nicht.
        (Zitat Eulenfeder)
        .

        Darf ich dich daran erinnern, dass Christliche Grundsätze und Bürgerrechte für Marin Luther King eine wichtige Rolle spielte? Darf ich daran erinnern, dass er es war, der die Rassentrennung in den USA aufbrach? Seine christliche Haltung waren seine Wurzeln, sein Vater war Pfarrer, seine entschiedene Haltung gegen die Rassentrenung in den USA, seine Klugheit und Besonnenheit machten ihn zum Vorprediger und Vorkämpfer gegen die Rassentrenung.

        .

        Mir war, als hörte ich eine innere Stimme, die mir Mut zusprach: ‚Stehe auf für die Gerechtigkeit! Stehe auf für die Wahrheit! Und Gott wird immer an deiner Seite sein!‘ Ich war bereit, allem ins Auge zu sehen.“
        (Zitat Martin Luther King)

        .

        Was soll an Martin Luther King weltfremd gewesen sein?

        .

        https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/martin_luther_king/index.html

        .
        Martin Luther King, Jr. I Have A Dream Speech
        https://youtu.be/3vDWWy4CMhE

         

  • Avatar
    Polygraph
    Antworten
    Sorry @ all – kurzes: off topic wg. Unmöglichkeit eines direkten feedbacks.

    Eulenfeder:

    … Mei imäil-adress kannst du bei der Redaktion erfahren, green light for that from my side. …

    Hab’s eingeleitet. Weiß nicht ob’s funzt. Evt. umgekehrte Vorgehensweise nötig.

     

    Sorry nochmal @ all. Und weiter im Thema, wer mag.

     

  • rr
    rr
    Antworten

    Euli, Du kennst mich schon ziemlich lange, die Antworten sollten auf der Hand liegen:

    Es ist gut, dass in diesem Magazin Artikel erscheinen, die in der einen oder anderen Form zur Rebellion aufrufen. Trotzdem wäre es unsinnig, jeden einzelnen Artikel darauf abzuklopfen, ob er auch ausreichende revolutionäre Glut ausstrahlt, ob er quasi im Sinne einer alles umstürzenden und gut machenden Weltrevolution etwas „zur Sache tut“. Es macht keinen Sinn zu sagen: „Dieses Bild einer Blume hilft Hartz IV-Empfängern gar nichts“. Oder: „Dieses Liebeslied von Reinhard Mey bringt die den Sturz des Kapitalismus kein Stück voran.“ Ebenso macht es keinen Sinn, zu argumentieren, man könne den Umsturz nicht „herbeibeten“, solle also deshalb jede Erwähung des Betens auf HdS unterlassen.

    Das sind halt verschiedene Rubriken auf HdS. Ein Bericht über ein Hartz IV-Schicksal auf HdS hilft auch nicht unbedingt bei der spirituellen Entwicklung. Es sei denn, jemand versteht, die Brücken zwischen beiden Bereichen zu schlagen, was HdS immer wieder versucht. Wir berichten ja nicht selten von Menschen, die aus einer spirituellen Welthaltung heraus sozial aktiv und auch politisch zu Rebellen geworden sind.

    Es heißt zwar in der Überschrift „Magazin für Kultur und Rebellion“, aber so wichtig diese beiden Stichworte sind – HdS hat noch weitaus mehr Farben. Spiritualität ist eine davon, auch Natur- und Tierschutz. Oder Psychologie usw. Dann ist es ja auch so, dass das Themengebiet „Politik“ mehrere Wege umfasst: 1. Die Information bzw. Aufklärung über Missstände, eine typische Aufgabe der Medien. 2. Das Aufzeigen von Alternativen, von Utopien, von Versuchen, eine bessere Welt schon jetzt zumindest im Kleinen zu schaffen. 3. Die konkrete karitative Hilfe, wo Not am Mann oder an der Frau ist, siehe Griechenlandhilfe. 4. Natürlich Wege, das bestehende Systen anzugreifen und zu verändern, wo es schädlich ist.

    Du, Eulenfeder interessierst Dich offenbar ausschließlich für Punkt 4, und auch hier wachst Du streng darüber, dass der Aufruf zum Widerstand keinesfalls in „kastrierter“ Form erfolgen darf, d.h. Gewalt gegen Politiker und Polizisten muss unbedingt dabei sein, sonst ist der Redakteur ein Konterrevolutionär und des Klassenverrats schuldig.

    Außerdem muss jeder Schreibende nach Deiner Meinung am besten selbst von Hartz IV betroffen sein. Alle anderen haben ja keine Ahnung davon, wie es in der Welt wirklich zu geht, sonst könnten sie nicht derart lau agieren oder sich in die wolkigen Gefilder der Spiritualität verirren. Wenn es überhaupt verzeihlich ist, dass jemand nicht selbst Hartz-IV-Betroffener ist, so muss sein Denken, Fühlen und Handeln einzig um die Abschaffung von Hartz IV kreisen. Bleibt also als der ideale HdS-Autor oder -Redakteur: ein Hartz IV-Betroffener, der zu Gewalt gegen Politiker aufruft. Alle anderen sollten besser schweigen.

    Damit kein Missverständnis aufkommt: Armut in Deutschland und anderswo ist für mich und ist auch für die anderen „Macher“ von HdS nach wie vor ein sehr wichtiges Thema. Daran zeigt sich exemplarisch, wie eine Gesellschaft in die Unmenschlichkeit abdriften kann. Wir halten stur an unseren beiden „Aktionsformen“ fest: direkte Hilfe (in diesem Fall, da wir uns nicht um alle gleichermaßen kümmern können hauptsächlich für Griechenland) und Aufklärung die im besten Fall zu Veränderungen in der realen Welt führen soll. Aber es macht keinen Sinn, einzelnen Artikel, in denen es mal um ein anderes Thema geht, vorzuwerfen, sie hätten nichts zur Revolution beigetragen. Zugespitzt: Wer einen Artikel über Musik oder über Blumen schreibt, verhöhne die Opfer von Hartz IV.

    Ich muss auch damit leben, dass es nicht immer und überall nur um mich geht, dass nicht alle mit ihren Gedanken nur um das Schicksal prekär beschäftigter Journalisten kreisen. Obwohl das auch nicht immer leicht ist, kann ich Euch sagen.

    • Avatar
      eulenfeder
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      Du kennst mich auch lange genug um zu wissen, dass ich gegen Spirituelle Menschen nichts habe, könnte mit dem Bruder Thomas mich sehr gut unterhalten – wenn keine gegenseitige Missionierung stattfindet.

      Es scheint dir mit deiner Argumentation zu gefallen, mir den Gewalttätigen anzuhängen zu wollen – weil ich Gewalt im Kampf gegen das System nicht auschliessen kann, eine ‚Friedliche Revolution‘ wird es nicht geben, ist blanke Illusion. Wirklicher Widerstand gegen ein unmenschliches System wird niemals gewaltfrei bleiben können, die Gegenwehr gegen eine militante Staatsgewalt muss schon Gewalt aus Notwehr dagegen beinhalten.

      Das ist die Realität, leider – revolutionärer Kampf ist Kampf eben !

      Davon abgesehen bin ich ja wirklich kein Mensch dessen Absichten, Interessen, Neigungen, Verhalten – nur aus Gewalt bestünde ( schon sehr unfaire Behauptungen von dir ).

      Veganer, Tier- und Umweltschützer, ( das Befreien von eingesperrten Wölfen ginge nicht ohne Gewaltanwendung ), Musik- und Kunstliebhaber, breit gefächert sogar – Mitleid, Erbarmen, Hilfe wo es mir möglich ist, meine Pflicht – nicht materiell eingestellt, Anarchist, liebenswürdig und fähig….

      …aber eben auch bereit zu kämpfen und der Kampf wird uns nicht erspart bleiben, auch um Freiheit und Gerechtigkeit muss man kämpfen ! Die Mittel für diesen Kampf bestimmen jene, die uns Freiheit und Gerechtigkeit verweigern.

      Eine Seite für Rebellion MUSS seine hauptsächliche Aufgabe darin sehen, das ‚Ankurbeln‘ des Widerstandes zu unterstützen, die Solidarität im Widerstand gegen ein Herrschaftssystem zu fördern – Notwendigkeit für eine Revolte, die mit Spiritualität, Gottglauben und Esoterik nicht wirklich zu fördern ist.

      “ ob wir just Kollegia lesen

        oder ob wir binden Besen

        das tut nichts dazu.

        aber ob wir neues bauen

        oder altes nur verdauen

        wie das Gras verdaut die Kuh –

        das tut was dazu.

        Und drum auf ihr Brüder

        alle eines Bundes Glieder

        für die Revolution ! “

      Was will man also eigentlich ? – ein kosmopolitisches und kosmokulturelles Magazin sein, für jeden was dabei ?

      Oder will man eine Seite für den Widerstand sein, die ihre Hauptaufgabe darin sieht den Schulterschluss, die Solidarität für den Kampf gegen dieses System zu fördern, “ das Spiel drehen „, wie du ja sagst.

      Du bist ein tief-spiritueller Mensch, das ist ja akzeptiert und unangreifbar, selbstverständlich – sollte aber in einem Magazin für Rebellion zurückstehen – so wie alle anderen persönlichen Überzeugungen der Rebellion unterzuordnen sind, wenn sie gelingen soll.

      Eine solche klare Ausrichtung erfordert Mut ! – zunehmend, denn die Staatsschützer filtern längst schon auch die leisesten Anflüge von Rebellions-bereitschaft heraus und sei gewiss: auch HdS ist längst überwacht.

      Jedoch wird es ohne Mut nicht gehen – eine mutige Bürgerschaft insgesamt aber, wird dieses totalitäre System in die Knie zwingen.

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

       

  • rr
    rr
    Antworten

    Lieber Euli,

     

    natürlich weiß ich, dass Du Dich nicht hauptsächlich mit Gewalt beschäftigst und dass Du das – wenn überhaupt – nur als Gegengewalt in Erwägung ziehst. Es stimmt auch, dass es Mut braucht, etwas zu verändern. Ich verstehe nur nicht, warum es nötig ist, nach ca. 5 Jahren „Mitgliedschaft“ bei HdS auf einmal in der Tradition des verstorbenen Charlie die Tatsache in Frage gestellt werden muss, dass wir überhaupt Spiritualität auf HdS bringen. Und immer mit dem Argument: Jeder dürfe ja glauben, was er will, es aber öffentlich bloß nicht, das sei eine Belästigung der Nicht-Gläubigen und außerdem Verschwendung von Zeit, die besser für den Barrikadenbau verwendet wäre.

     

    Im übrigen ist die Wirkung oder Nicht-Wirkung von Gebeten ein derzeit komplexes Thema, dass man es nicht einfach mit dem Satz „Bringt eh nichts“ vom Tisch wischen kann. Wer weiß denn, wie viel Kraft Menschen in Notlagen schon aus Gebeten gezogen haben, Kraft, die nicht nur ins Ertragen von sozialen Misständen geflossen ist, sondern auch in das Aufbegehren dagegen.

     

    HdS ist freilich irgendwie ein „Gemischtwarenladen“, der „für jeden was“ anbietet. Nicht für absolut jeden freilich, wir sind kein rechtes Magazin und wir haben kaum Sport drin – aber für viele. Andererseits haben wir Schwerpunkte, und der geistige Kampf gegen eine falsche Politik ist einer davon. Ein Magazin ist zunächst kein politische Kampforganisation, sondern informiert über Missstände, analysiert die Hintergründe, entwirft Visionen einer gerechteren Welt, berichtet über den Widerstand, regt zu Widerstand an, ist aber nichts selbst eine „Aktionsfront“ und auch keine Pamphletschleuder, die ihren Lesern dauernd sagt: „Tu dies, tu das!“

     

    Wir versuchen dazu beizutragen, dass ein Bewusstseinsboden bereitet wird, aus dem Widerstand erwachsen kann. Der Kampf offline, an dem kann jeder an seinem Platz teilnehmen oder nicht teilnehmen. Das kann der Widerstand gegen einen anmaßenden Vermieter oder Chef sein, die Teilnahme an einer Demo oder gar gefährliche illegale Maßnahmen. Hartz IV-Betroffene und z.B. auch Obdachlose schlafen diesbezüglich seit langem nicht weniger tief als „Bürgerliche“, wie Du wahrscheinlich besser weißt als ich.

     

    Aber wer sagt, dass wir zu wenig tun, der soll mit eigenen, wirkungsvolleren Taten prunken. Allein die Tatsache, dass sich politisch nichts Wesentliches seit Gründung von HdS geändert hat, sagt nichts darüber aus, ob unser Tun legitim ist. Wenn man sich anschaut, wie stark der Neoliberalismus noch immer ist, haben alle Widerstandsgruppen seit Jahrzehnten versagt: gewalttätige und milde, spirituelle und atheistische, strammlinke und bürgerliche. Wir haben „nichts“ erreicht oder doch einiges im Kleinen. Wir versuchen es wenigstens.

  • Avatar
    eulenfeder
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    Charlie ist tot ?

    Das tut mir leid, da bin ich betroffen – obwohl unsinnigerweise zerstritten.

    Er war mehr auf der Seite der Revolution als viele andere in diesen blogs,

    hat deutlicher und durchblickender angeklagt gleichwohl.

    Nunja – alle Widerstandsgruppen haben letztlich versagt, weil der Widerstand nicht wirklich einer war.  Darum aber  muss es gehen, man muss ihn organisieren, wenigstens den eindeutigen Willen dazu bringen.

    Mehr kann ich als Armer auch nicht machen, mir sind Hände und Füsse gebunden, ist aber nicht entscheidend – entscheidend ist der unbedingte Wille und da habe ich Zweifel bei HdS insgesamt.

    Eine kollektive spirituelle Kraft, die den Verantwortlichen eine Erleuchtung bringt, sie zum Umdenken bringt – wenn das möglich wäre, wäre ich sofort dabei, die unblutigste Lösung ever dann.

    Solange dieses Wunder ausbleibt aber, müssen wir das System angreifen, nicht nur kommentieren. Radikaler, lauter, deutlicher und solche Foren sind sehr geeignet dafür, inzwischen sogar geeigneter als in der tatsächlichen Öffentlichkeit, wenn diese taub und uninteressiert ist.

     

     

     

     

     

     

     

     

     

  • Avatar
    Polygraph
    Antworten

    rr:

    … Aus meine Sicht als Redakteur besteht keine besondere Pflicht der Gottgläubigen unter den Autoren und in diesem Forum, sich zu rechtfertigen und zu erklären. …

    Ich meine:

    Sich rechtfertigen (müssen)? – Nein! – keineswegs! Mir jedenfalls ging es nie darum. Aber erklären? – Ja! Denn kein Mensch kann bei einem Gegenüber Gedanken lesen. Ich nicht und mein Gegenüber auch nicht. Nicht mal im persönlichen Gespräch, viel mehr noch im virtuellen Dialog. „Erklären“ halte ich deswegen als unabdingbar für ein Gespräch, bei dem es um Verständigung gehen soll. Unabdingbar für das, was den Namen ‚Kommunikation‘ verdienen soll.

     

    Aber egal! Das ist nur meine Meinung und muss für andere nicht gelten. Und auch wenn ich, durchaus stichhaltige Gegenargumente hätte, akzeptiere ich ihre Aussagen, weil ich Sie als Vertreter des HdS-Hausrechts betrachte. Ich denke, ich habe Sie verstanden und werde mich vor allem bemühen das umzusetzen, was Sie als

    Zitat:

    Man kann eine Gegenmeinung äußern oder um den missliebigen Kommentar „herumlesen“.

    ge-/beschrieben haben.

     

    @ Eulenfeder:

    Ich denke, dein (wie evtl. auch mein) Duktus wird von manchen so gedeutet, als stünde dahinter primär eine polternde Aggressivität. Dass das aber nur eine Oberfläche ist, und die Basis des Ganzen eine ganz andere ist, das ist für manche wohl nicht erkennbar.

     

    Ein Satz, den ich schon als Kind ( 🙂 🙂 :-)) des öfteren gesagt bekam – „Recht haben und Recht bekommen, sind zwei Paar Schuh!“ – verdeutlicht mir eine unangenehme Wahrheit: Wer sich hierarchisch – meist total zufällig – in einer Machtposition befindet, darf dem Machtlosen ggü. sogar zugeben, dass dieser etwas Richtiges vertritt, aber auch deutlich machen, dass das keine Rolle spielt, weil es nicht um Richtiges geht, sondern um Macht über andere Menschen. Ein m.E. ganz abstoßende Machtdemonstration und ein ganz spezieller Akt von verhöhnender Demütigung.

     

    Aber was soll’s. Man muss sich dafür ja nicht zur Verfügung stellen und die Welt kann man sowieso nicht umkrempeln. Wer nicht zur Einsicht kommen will, soll es eben bleiben lassen. Und es bleiben ja immer noch Sätze wie:

     

    Du sollst nicht erzürnen über diese Welt,

    sie kümmert sich nicht d’rum.

    So ordne, was da kommt, in deine kleine Welt,

    und du wirst glücklich sein.

    Plutarch von Chäronea

    (45 – 120), griechischer Philosoph, Historiker und Konsul von Griechenland

     

    • Avatar
      eulenfeder
      Antworten
      Ja – Poly ,  so and so – don’t really know, what it’s all about…

      but still tryin to work it out tho… ( eulenfeder vom Wald, Bierphilosoph und  Konsul einer Freien Welt ).

      Autorität und Macht, von beidem bischen was – hätte ich hier nicht erwartet.

      Nunja – wer den ‚eulenfeder-Orden in Bronze‘ (zumindest) haben will, darf sich keinesfalls über den Revolutionsführer erheben… ( smile )

      whatever – der gemäßigt-seriöse Widerstand ist keiner und wird nie einer werden, ist sogar eingeplant – von der Macht – als wirkunglos und harmlos und die Macht sogar schmückender ‚humanity-button‘.

      Anarchie ist schwer zu leben, leichter zu geben, in der Theorie fast zu begreifen, in der Praxis schwierig, aber geht wenn man sie spüren kann – den Stohwasser lesen allein, das reicht nicht.

      Ich kenne eine Schamanin, sie hat das Einfühlungsvermögen, was ein Anarchist braucht oder nicht haben kann – und ein unproblematischer Umgang ist sehr gut möglich.

      Andere brauchen die Autorität für Selbstgeltung, ohne sich dieser Autorität wirklich bewusst zu sein.

      Ich erfreue mich derzeit über ganz was anderes:

      Habe Tschechisches Bier hier entdeckt, gibts in eineinhalb-Liter Plastikflaschen,

      „Zlatopramen“ , für 1.50 euro, also 3 Halbe in der Flasche und schmeckt gut.

      Die Bevölkerung hier wird sich an diesen Anblick gewöhnen, wenn ich auf der Parkbank sitzend, die Riesenflasche ansetze…

       

       

       

       

       

       

       

       

       

  • Avatar
    Bettina
    Antworten
    Anarchie erwächst von innen, eine Revolution kann aus der Anarchie erwachsen. Eine Revolution entsteht aus verändertem Bewusstsein, dem der Wunsch nach einer veränderten Lebensführung und gesellschaftlicher Veränderung folgt. Die kleinste aber stärkste Form einer Revolution ist die Veränderung der eigenen Lebensführung, basierend auf einem veränderten Bewusstsein zu dem, was Leben bedeutet. Viele Worte helfen da nicht weiter, was wir suchen finden wir an besten in der Stille. Die Veränderung besteht in einer Neuorientierung,  autark und stark von innen her. Diese innere Kraft macht uns unabhängig von all dem, was unser Umfeld, unser altes, situiertes Leben und gesellschaftliche Normen von uns erwarten. Diese Neuorientierung für sich umzusetzen bedarf vieler Abschiede, dem Loslassen von einem alten Leben auf geordneten und abgesicherten Bahnen.
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    Polygraph
    Antworten

    Eulenfeder:

    […] Autorität und Macht, von beidem bischen was – hätte ich hier nicht erwartet. […]

    So war das meinerseits nicht gemeint. Ich denk, es geht nicht anders. Stell dir vor, du würdest heutzutage (!), – denn eine noch so positiv gedachte Anarchie ist immer noch eine Utopie; ein Ziel vllt. aber noch keine Gegebenheit – ein net-Forum betreiben. Dann würdest du sicher auch gezwungen sein, Regeln – wenn auch ’nur‘ die, dir individuell als sinnvollst erscheinenden – vorgeben müssen, damit der Laden nicht auseinanderfliegt.

    Eulenfeder:

    […] whatever – der gemäßigt-seriöse Widerstand ist keiner und wird nie einer werden, ist sogar eingeplant – von der Macht – als wirkunglos und harmlos und die Macht sogar schmückender ‚humanity-button‘.

    Anarchie ist schwer zu leben, leichter zu geben, in der Theorie fast zu begreifen, in der Praxis schwierig, aber geht wenn man sie spüren kann – den Stohwasser lesen allein, das reicht nicht. […]

    Ja, stimmt schon, das mit dem eingepreisten humanity-button. Nur stimmt es m.E. nicht, dass, wenn man auf zwischenmenschliche Gewalttätigkeit verzichtet, damit zwangsläufig der herrschenden Schicht in die Hände spielt. Da seh‘ ich das eher so wie Bettina, wenn sie schreibt

    Bettina:

    […] Eine Revolution entsteht aus verändertem Bewusstsein, dem der Wunsch nach einer veränderten Lebensführung und gesellschaftlicher Veränderung folgt. Die kleinste aber stärkste Form einer Revolution ist die Veränderung der eigenen Lebensführung, basierend auf einem veränderten Bewusstsein zu dem, was Leben bedeutet. […]

    Da würd‘ ich nur die Formulierung “stärkste Form“, durch “humanistisch langfristig erfolgversprechendste Form“ ersetzen.

    Sich lautstark, prägnant und dauerhaft empören, sollte m.E. trotzdem sein. Denn über die gegenwärtigen Missstände Zorn zu empfinden halte ich für gesund. Und ein unterdrückter Zorn hat üble Folgen – Zynismus, Intrigen und dgl.

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    eulenfeder
    Antworten
    hallo Poly –

    das mit der Autorität und Macht hat sich auf was anderes bezogen, Roland weiß was gemeint ist.

    naja – der Widerstand !?

    Kranke Hirne, wie die des Seehofer, mit Macht ausgestattet – sind ja gerade dabei, auch den gemäßigten Widerstand nicht mehr zuzulassen – man ist sich noch nicht ganz bewußt, was da installiert wird.

    Auch längerfristig wird es kein wirklicher Widerstand dann sein, keiner der zu Veränderungen führt, setzte ja voraus, daß die Politik wirklich Veränderungen im Sinne des Bürgerwohls wollte – I beg your pardon, you cant believe in that.

    Wir stehen inzwischen vor einer durchaus historischen Entscheidung ( weltweit):

    die ‚klassische‘ Revolution oder Aufgabe.

    Die sogenannte ‚Langsame Veränderung‘ im oder durch Bewusstsein wird von der Weltherrschaft des Kapitals nicht zugelassen werden- eine Illusion.

    Humanismus ist kein Bestandteil kapitalistischer Herrschaftssysteme.

    Wo Armut und Hunger ist, da ist auch der Fortbestand der Kapitalmacht garantiert und wenn Jean Ziegler ja völlig richtig sagt: “ Das einzige was mich vor Hunger bewahrt ist das Glück hier geboren zu sein…“  – so ist dieser Satz nun dahingehend zu erweitern, dass Armut und Hunger auch hier bei uns angekommen sind. Die von der Finanzmacht gekaufte Politik hat kein Interesse das zu ändern, auch hier in der scheinbar noch vor Not gesicherten ‚Westlichen Welt ‚ nicht.

    Es wird also nötig sein eine ‚klassische Weltrevolution‘ in Gang zu bringen, herrschaftssystemische ‚Möglichkeiten‘ in der unterdrückten Bevölkerung gibt es nicht, wirkliche Veränderungen herbeizuführen.

     

     

     

     

     

     

     

    • Avatar
      Polygraph
      Antworten
      Hi euli,

       

      ja, weiß schon, was du meinst. Und doch: Welche ‚klassische‘ Revolution hat jemals eine wirklich dauerhafte Verbesserung bewirkt?

       

      PS – off topic:

      Das mit der e-mail-Adr.-Übermittlg.

      hat bislang nicht geklappt.

      Habs über die Hds_info@… versucht.

      Evtl. versuchst es du mal umgekehrt.

      Der Hds-Admin. erlaube ich hiermit auch,

      dass sie an dich meine e-mail-Adr. vermitteln darf.

  • Avatar
    DER GOTT, nicht SCHWARZ so WEISS
    Antworten
    „…dass der „Gott“ …“
    .
    Mir auffallend ist doch immer wieder, dass GOTT DER ALLMÄCHTIGE (SO ERSCHEINT ES MIR IN VIELEN WORTEN) männlicher Natur ist.
    Also der zumeist aggressivere Teil der Natur des Lebens!
    .
    Meinem GOTT SEI DANK, zeugt er doch das Leben, während sein anderes Geschlecht dieses nur in die Welt hinein gebärend fähig ist…
  • Avatar
    leise Empörung
    Antworten
    Weil die Revolution nicht im Bewußt-Sein eines friedlichen Humanisten vorgesehen ist, wird`s schwierig, mit der befreienden Revolution, werden. Unsere „Gewählten“ halten gar nichts vom Humanismus, die SPD-Agenda bedient sich an fremden Rechtsgütern, an deren Altersvorsorgen, darum ist Mitgefühl in unserem System nicht mal bei Altenpfelgern oder Krankenpflegern erwünscht, keine ZEIT, kein Geld für sowas.

    Mediziner in der BRD operieren alles, für Geld, diesem finanziellen Anreiz der KK kann wohl niemand widerstehen.Diagnosen werden

    Richter in der BRD verweigern Menschen den Rechtschutz des GG und der MR!

    Wie sich Humanität überhaupt weiter entwickeln kann, gegen die Mächtigen-Lobby`s und deren verlässliche Regierungsfreunde, gegen den Wachstumswahn, bleibt ungewiss. Idealisten wird es immer geben, die einsam oder auch in Gruppen, auch gerne in höheren Klassen, weitgehend wirkungslos, ihre frohe Kunde verbreiten.

    Was in Griechenland seit 20 Jahren so passiert wird sich ausweiten auf andere Gebiete, überall dort wo Ressourcen „FREI“ werden, frei gemacht werden, durch Politiker/Innen.

    Wenn Gott einer von uns ist hat er sich der Macht des Kapital`s verschrieben, der Gewinnmaximierung, der Ressourcen- und Menschenverwertung, der vollen Nutzung der Hilfsbereiten und Humanisten. Wegschauen können Christen vorbildlich.

    Jäger und Sammler sind auf den Pisten dieser Welt unterwegs, und sie sammeln und jagen, mit Flugticket und Bahnfahrkarten gerne überregional. Es gibt Geld wie HEU, sagte Geissler, der Klosterschüler…

     

    • Avatar
      Piranha
      Antworten
      Und nun, Angela?

      Was wäre denn, wenn Gott einer von uns wäre?

  • Avatar
    Tanz ums goldene Kalb
    Antworten
    GOTT  ist das goldenen Kalb,

    der beste Fondmanager auf der Erde,

    und er wird angebetet,

    nicht nur am Sonntag!!

    An allen Tagen….

     

     

     

     

     

  • Avatar
    Polygraph
    Antworten

    Was, wenn Gott eine/r von uns wäre?

    Egal, welche zusätzlichen Eigenschaften einem ‚Gott‘ sonst noch zugeschrieben werden. Egal auch in welcher (primär monotheistischen) Religion. Eines charakterisiert jede dieser Gottheiten: ALLMACHT !

     

    Die Eingangsfrage lässt sich also auch so stellen: „Was, wenn eine/r von uns allmächtig wäre?“

     

    Was das bedeutet, sollten gerade wir Deutschen am besten wissen und wüssten es auch, hätten wir uns unserer Aufgabe gestellt und die gesamtdeutsche Nazivergangenheit ehrlich analysiert und wirklich aufgearbeitet (wofür m.W., seit rd. 15 Jahren, u.a. von Historikern, aufschlussreiche neue Wege aufgezeigt werden, die die rd. 60 Jahre alten Erklärungen vielfach als falsch entlarven). Sicher eine unbequeme Aufgabe, weil jede/r in sich selbst überprüfen müsste, inwieweit er/sie dafür anfällig ist, sich anbietenden ‚Messiassen‘ und deren Fürsprechern auf den Leim zu gehen und aus welchen Gründen, bzw. inwieweit welche Allmachtsphantasien ein Teil von mir sind.

     

    Den Ur-Grund, den ich behaupten möchte, ist: Das eigene Denken in Hierarchien. An deren Spitze ein Allmächtiger, von dem man annimmt, er würde nicht die Macht meiner Gegner, sondern meine eigene, zwar grundsätzlich legitime, aber doch extremst winzige Eigenmacht erweitern und vergrößern. Oder mich zumindest teilhaben lassen an seiner Allmacht. Und dafür ‚verkaufe‘ ich dann meine Würde und schieße mein eigenständiges Denken und meine Eigenverantwortlichkeit in den Wind.

     

    Ist es zu spät, sich dem Beispiel (Vergottung von) Hitler zuzuwenden?!? … dieses Massenphänomen nicht nur Historikern auf politikwissenschaftl. Ebene zu überlassen, während ich mich konsumistsich betäube?!? … ist es das, was ich als meinen Teil an der Verantwortung übernehmen kann, ja muss?!?

     

    Ich halte das nicht nur für möglich, sondern auch für sinnvoll, um nicht selbst in die Falle zu tappen und nach einem irdischen oder überirdischen Allmächtigen zu suchen. Eine vermeintliche Allmacht, bei der meine mikrobenkleine Eigenmacht vermeintlich Anteil nehmen kann, womit ich aber zwangsläufig bereits bestehende, eigentl. durchweg feindbildkreirende Machthierarchien stütze.

     

    Selbsterkenntnis soll ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung sein. Anfangen könnte es also evtl. mit etwas, was Reinhard Mey in einem Song ausdrückte:

    „Wir sind alles lauter arme kleine Würstchen

    unter lauter and’ren armen kleinen Würsten.

    Doch die meisten von uns sind für die Erkenntnis blind,

    dass sie auch nur lauter arme kleine Würstchen sind …“

     

    Was also, wenn nicht eine/r von uns ‚Gott‘ ist, sondern jede/r von uns ein armes, kleines Würstchen?!? … das sich heillos getrieben fühlt, in Machthierarchien – oder auch paralell dazu – nach ‚oben‘, zu kommen, in Richtung Großmetzgerei, bzw. mehr Macht zu bekommen und dabei in Kauf nimmt, nach unten zu treten?!?

     

    Ich meine: Wenn am/im Anfang das Wort/Idee/Gedanke steht, und ein macht-hierarchisches Programm meinen ‚Geist/Spirit‘ beherrscht, ohne von eigenen Zweifeln zumindest gestört zu werden, bin ich kein Teil einer Lösung sondern Teil des Problems.

     

    Eine Frage – quasi als zweiter Schritt:

    Wer oder was sorgt seit Menschengedenken dafür, dass unser – eigentl. freier – Geist/Spirit auf ein machthierarchisches Denken programmiert, und damit seine ursprüngliche Freiheit in Ketten gelegt wird?

     

     

    Ausnahme:

    Ausdrücklich ausnehmen von diesem Prozess will ich diejenigen, die in die sogen. Unterschicht bugsiert wurden und auf die schon jetzt schier ausnahmslos getreten wird. Die sind allzuoft mit existenziellen Sorgen überbelastet. Ihnen muss einfach nur hilfsbereit beigestanden werden. Es sind m.E. die sogen. ‚Mittel-‚ bzw. ‚Oberschichtler‘, auch und gerade akademisch Gebildeten, die – parallel zu Hilfeleistungen für Abgehängte – auch die eigentl. Wurzel des Übels in Angriff nehmen sollten. (Von der abgehobenen Überschicht ist diesbezügl. m.E. garnichts zu erwarten.)

  • Avatar
    sam cyrile
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