Corona und die Tiere

 in Daniela Böhm, FEATURED, Gesundheit/Psyche, Politik, Umwelt/Natur

Und was ist mit den Tieren? Ihr Leid, das ohnehin nie gut war für den ganz großen Pressehype, gerät im Schatten von Corona erst recht in Vergessenheit. Allenfalls regiert die Sorge, dass Hamsterkäufer einem nach dem Klopapier auch noch den gewohnten Wurstaufschnitt vor der Nase weggkaufen könnten. Leider ist es so, dass es Tieren in diesen Zeiten vielfach noch schlechter geht als zuvor – als hätte es einer weiteren Verschlimmerung bedurft. Zum Beispiel müssen sie bei quälenden und völlig überflüssigen Tiertransporten an den Grenzen stundenlang in der Enge warten. Und es gibt vielfach Verbindungen zwischen der Massentierhaltung und der Ausbreitung von Viren. Wie schon der Seuchenthriller „Contagion“ andeutet, treten viele Viren zuerst im Tierreich auf und werden dann – begünstigt durch die Enge und die schlechten hygienischen Zustände in den Ställen – auf Menschen übertragen. Neben den Tierfreunden und Altruisten sollten sich also derzeit durchaus auch die Egoisten überlegen, auf tierische Nahrung zu verzichten. Der Gesundheit und dem Klima wäre es jedenfalls zuträglich. Daniela Böhm

Corona macht betroffen. Jeden Tag aufs Neue. Die Lage ist ernst und bestürzt – vor allem, wenn man auf Länder wie Italien und Spanien blickt. Zahlen überschlagen sich genauso rasant wie all die verschiedenen Meldungen, und am Ende eines Tages weiß man bald nicht mehr, was man über das Virus, seine Auswirkungen und die Maßnahmen denken soll. Angst und Sorge breiten sich aus, beherrschen auch das persönliche Tagesgeschehen.

Sind es Fake News oder nicht, wenn einige Virologen und Ärzte die Gefährlichkeit des Virus nicht sehr viel anders einschätzen als bei einer Grippe Epidemie? Das Video des mittelständischen Unternehmers mit Herz, der vor laufender Kamera in Tränen ausbricht, weil er um seine Existenz und die seiner Mitarbeiter bangt, scheint jedenfalls kein Fake zu sein, auch wenn es auf Facebook veröffentlicht wurde.

Was oder wem kann man in diesen Zeiten noch vertrauen? Den eigenen Gedanken, die bei den Flutwellen von Nachrichten eine Zwangsimpfung gegen Corona inszenieren? Eher beruhigend wirkt da die Vorstellung, dass derzeit fast alle deutschen Haushalte für viele Wochen, wenn nicht Monate, mit ausreichend Toilettenpapier versorgt sein dürften.

Ich stelle mir aber noch andere Fragen. Warum gibt es in den Medien nicht jeden Tag – und ich meine wirklich jeden Tag und rund um die Uhr – eine Berichterstattung von Kriegsschauplätzen auf der ganzen Welt und jeden Morgen als erstes eine Veröffentlichung neuer Zahlen von Verletzten und Toten? Warum gibt es keinen Früherkennungstest und keine Quarantänestationen für kriegslüsterne Politiker und ihre Generäle, welcher politischen Couleur auch immer, wenn es sie mal wieder in den Fingern juckt, ihre Panzer und Soldaten loszuschicken?

Warum wird nicht jeden Tag genauso ausführlich über Millionen von Menschen berichtet, die an Hunger leiden und sterben? Warum werden die Wirtschaftsbosse von Nestlé, Unilever, Bayer und Co., denen es nur um die Aktionärs-Hauptversammlung am Jahresende geht, nicht so lange in Quarantäne gesteckt, bis sich die Folgen ihres verantwortungslosen Handelns abschwächen und sie durch ethisch motivierte Führungskräfte ersetzt worden sind?

Warum wird kein Impfstoff gegen die fatale menschliche Gier nach Geld, Macht und unbegrenztem Wirtschaftswachstum entwickelt? Was ist das für eine Wirtschaft, die nur einem aufgeblähten Finanzmarkt und den Börsen dient?

Und weshalb gibt es keinen Newsticker, der täglich und präzise über die Todeszahlen der leider so genannten „Nutztiere“ berichtet? (763 Millionen Schlachtungen allein in Deutschland 2019!) Über jeden Bauernhof, der seine Tiere im Dreck dahinsiechen lässt? Über Fehlbetäubungsraten in Schlachthöfen? Über das Artensterben, das Fischsterben, getötete Straßenhunde und über Wildtiere, die schießwütigen Jägern zum Opfer fallen?

Gäbe es eine Weltkarte, wie derzeit für Corona, die anzeigt, an welchen Orten dieser Welt Tierleid zu beklagen ist, dann wären auf ihr keine roten Punkte zu sehen. Sie wäre blutrot, bis auf einige helle Flecken hier und da.

Warum gibt es noch kein Medikament, das globale Empathie für Tiere verspricht?

Es verwundert nicht: Auch in diesen Zeiten zählen die Tiere zu den großen Verlierern im anthropozentrischen Monopoly. Ihr Leid geht ungebrochen weiter oder wird sogar schlimmer. Schon lange wird von Tierschützern und Tierrechtlern ein Ende der qualvollen EU-Tiertransporte gefordert. Meldungen über Tiertransporter, die an den Grenzen teils tagelang im Stau stehen, machen betroffen. Vor Schmerzen schreiende Milchkühe an der polnischen Grenze, die nicht gemolken werden konnten, erschüttern. Eine Lockerung der Auflagen für die ohnehin schon fragwürdigen und in großem Stil gesetzwidrigen EU-Tiertransporte angesichts der Corona Krise, macht wütend.

Eigentlich ist die EU Verordnung eindeutig: Transporte dürfen nur durchgeführt werden, wenn das Wohlergehen der Tiere als gesichert gilt und diese Bestimmung wäre bis zum Zielort einzuhalten. Schon immer ein Ding der Unmöglichkeit, und so bricht die EU konstant ihre eigenen Gesetze. Was die Tiere bereits auf den langen Transportwegen durchmachen und was sie später beim Entladen in arabischen Ländern erwartet, weiß man spätestens seit den Dokumentationen von Manfred Karremann. Vom dortigen Schächten der Tiere ganz zu schweigen. Die Bilder sind so grausam, dass man sie nur verdrängen möchte.

Nun sollen die Transporte während der Corona Krise laut einem Schreiben der EU an alle Ministerien zum Schutz von Fahrern und Veterinären bei der Verladung vor Ort auch ohne Anwesenheit des Amtstierarztes abgefertigt werden können. Wer schützt dann die Tiere vor noch mehr Stress und Qual als ohnehin schon? Die einzige Möglichkeit wäre ein Export-Stopp und tatsächlich hat Holland als bisher einziges Land reagiert und einen solchen für Zuchtrinder, Pferde, Schafe, Ziegen und exotische Tierarten verhängt, ebenso für Milchkühe, die zur Schlachtung ins Ausland transportiert werden sollten.

Und wäre es jetzt nicht dringend an der Zeit, über die wahren Ursachen von Corona nachzudenken und dafür zu sorgen, dass Zoonosen (Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Menschen – und umgekehrt – übertragen werden können) eingedämmt und vermieden werden? Dass dieses Virus keinem Labor entsprungen ist, beweist eine Studie von Kristian G. Andersen und seinen Kollegen im renommierten Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien. Es ist wahrscheinlich, dass die ursprünglichen Träger des Virus Fledermäuse sind, denn Andersens Team zeigte auf – wie bereits die Chinesen – dass die Sequenz von Sars-CoV-2 einer Reihe von Corona Viren ähnlich ist, die Fledermäuse infizieren. Da Corona Viren schon in der Vergangenheit über einen Zwischenwirt auf den Menschen übergesprungen sind, liegt die Vermutung nahe, dass dies jetzt auch der Fall war. Dieser Zwischenwirt könnte dieses Mal das Pangolin (Gürteltier) sein, das in China verzehrt wird. Diese Annahme gilt noch nicht als bewiesen, allerdings fanden verschiedene Wissenschaftler auch hier heraus, dass es ähnliche Abläufe bei Sars-CoV-2 und anderen Corona Viren gibt, die das Pangolin infizieren.

Wer aber nun wie Präsident Trump glaubt, dass wieder einmal nur die Chinesen schuld seien, der irrt. Fakt ist, dass die stark wachsende menschliche Bevölkerung nicht nur in China immer stärker auf vorher unberührte und in sich geschlossene Ökosystemen übergreift. Fakt ist, dass die Massentierhaltung zur Ausbreitung von Zoonosen beiträgt und der dauerhafte Einsatz von Antibiotika resistente Bakterien bildet.

Eine umfassende Literaturanalyse vor knapp zwanzig Jahren ergab, dass drei Viertel der neu auftauchenden bedrohlichen Krankheitserreger zoonotische Quellen haben; diese Zahl wird von der FAO bestätigt. Auch die Vogelgrippe, Schweinegrippe, Ebola und HIV sind zoonotischen Ursprungs. Neueren Analysen zufolge machen RNA-Viren aus dem Tierreich den größten Teil neu entstehender Krankheitserreger aus, die dem Menschen gefährlich werden können.

Massentierhaltung begünstigt die Entstehung von Influenza Viren und anderen Krankheitserregern. Milliarden eingesperrter Tiere in einer hohen Besatzdichte, insbesondere bei der Geflügel- und Schweinezucht, produzieren auch eine enorme Menge an Exkrementen, die auf Ackerflächen landen oder über das Grundwasser entsorgt werden. Dass diese Ausscheidungen Pathogene enthalten, ist nicht weiter verwunderlich. Damit sind sie im Übrigen auch eine Gefahr und Infektionsquelle für wildlebende Tiere.

Der zunehmende Reiseverkehr, globale Güterströme, zu denen auch der Transport von Tieren und Tierprodukten zählen sowie eine Veränderung des Klimas und die damit einhergehenden Auswirkungen auf Erreger und Wirtspezies, können Zoonosen weiter begünstigen. Dass die Industrialisierung der „Nutztierhaltung“, besonders in warmen und feuchten Klimazonen, das Risiko der Entstehung neuer Krankheitserreger bergen könnte – auch hierauf wies die FAO bereits 2008 hin.

Alle diese Bedingungen bilden einen idealen Nährstoffboden für zukünftige Pandemien, die dem Menschen weitere gehörige Schrecken mit unabsehbaren Folgen einjagen könnten.

Wenn das Mitgefühl für die Tiere letztendlich nicht zu einem Umdenken bewegt, dann vielleicht der Gedanke an die eigene Gesundheit und die der Mitmenschen!? Und was ist mit dem Wohl unseres blauen Planeten? Denn es ist eine unbestrittene Tatsache, dass Massentierhaltung für das Klima und einen gesunden Erdboden in einem immensen Ausmaß schädlich ist.

Also vielleicht doch ein paar Veggie-Tage mehr einlegen? Einfach mal ausprobieren, wie gut, abwechslungsreich und gesund eine vegane Lebensweise ist? Vielleicht schafft Corona einen Wandel zum Wohle der Tiere. Es wäre eine große Hoffnung für diejenigen, die schon lange vor uns Menschen den blauen Planeten bewohnt haben und unsere Achtung und unseren Respekt verdienen.

Zumindest hat der blaue Planet gerade eine längst notwendige und existenzielle Verschnaufpause. Der Massentourismus macht Zwangsurlaub – kein Schweröl monströ-ser Kreuzfahrtschiffe fließt als Kollateralschaden urlaubshungriger Menschen ins Meer. Die Flüsse erholen sich, die Luft wird durch minimalen Flugverkehr und weniger Autoverkehr sauberer.

Etwas Positives hat das Corona Virus also schon bewirkt.

Quellen und weiterführende links:

https://www.theguardian.com/world/2020/mar/28/is-factory-farming-to-blame-for-coronavirus?fbclid=IwAR31hpJjS78odS6Ckvay2kA4f-qul2LCXgUVK5rvlM-hKRSpbtxUENGsG5c
https://www.zoonosen.net/coronaviren-gefahr-fuer-tier-und-mensch
http://www.fao.org/home/search/en/?q=Zoonoses
https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/tierproduktkonsum-pandemien?fbclid=IwAR1XiurTtQCF-dQw-0RZckm5cd3TRVAdCsmplXH0qSubACu8KHO3QL14b14
https://vgt.at/actionalert/kaelber2019/reise.php
https://vgt.at/presse/news/2020/news20200325mn_2.php
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/gegen-tiertransporte-hoellenfahrten-in-zeiten-von-corona/25664432.html
https://www.animals-angels.de/neuigkeiten/beitrag/wir-fordern-gemeinsam-tiertransporte-waehrend-der-corona-pandemie-aussetzen.html

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    Piranha
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    Angst dominiert bei vielen den Alltag.

    Ich empfehle die ARTE-Dokumentation „Profiteure der Angst“.

    https://www.youtube.com/watch?v=1–c2SBYlMY

    Die Panik, die bei der Schweinegrippe gemacht war, ist auch heute wieder die gleiche Strategie. Nur so lassen wir die Einschränkungen unserer Bürgerrechte zu.

    Dazu kommt die Kriegsrhetorik der Regierungen, was aber keinesfalls die Aufgabe eines Herrn Drosten ist wenn er z. B. den Virus als „Killervirus“ bezeichnet.

    Das RKI lässt keine kritischen Nachfragen mehr zu. Alle Fragen müssen vorher eingereicht werden und Herr Wieler sucht sich aus, was er überhaupt noch beantworten will.

    Was mir ebenfalls viel zu kurz kommt ist die Unterscheidungen, wer an Corona oder mit Corona stirbt.

    Beispiel: es kommt jemand mit Herzinfarkt in die Klinik und ist intensivpflichtig. Er wird auch auf Corona getestet und als Infizierter mitgezählt, selbst wenn er keine oder nur milde Symptome aufweist. Stirbt dieser Patient, wird er bei den Corona-Toten mitgezählt.

    Also: wie zuverlässig sind die Statistiken?

     

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    Gerold Flock
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    …und weiter:

    Ja. Was passiert eigentlich wenn die da Oben, die Mitmenschen
    und ganze Betriebe ruinieren? – Die Leute bekommen nach der Krise
    bzw. angeblich so schlimmen Pandemie -KREDITE, durch die sie dann noch mehr ge-knechtet,
    verschuldet, gestresst und im Hamsterrad der Verwertungsmaschine
    und im Leistungsstress kaputt-geschuftet werden.
    Das bedeutet auch noch weniger Zeit, für FreundInnen, Familien usw.
    Das bedeutet im Klartext noch mehr Angst.
    Das ist doch genau das, was die Superreichen und ihre Marionetten,
    unsere Parlamentarier wollen!
    Menschen die Angst haben, sind leicht zu regieren.
    Dafür muß man nur einen VIRUS, zum angeblichen Killervirus mutieren lassen.
    Dann sind diejenigen, die eigentlich alles verursacht haben,
    auch noch die Retter der Wirtschaft und die Guten.
    Also ruiniert man erstmal die Wirtschaft, um sie dann mit noch mehr
    KREDIT und noch mehr STRESS wieder hochzufahren.
    Die Superreichen und ihre korrumpierten ParlamentarierINNen konnten
    ihre Macht mit diesem Spiel bzw. „FAKE“ ausbauen.
    Die Macht ist gesichert und keiner hat´s gemerkt. Was da eigentlich
    abgeht.
    Die heimliche Diktatur. – Die Fassaden-Demokratie.
    Das genau war und ist aber deren Plan.
    Eigentlich doch gedanklich ganz leicht zu verstehen. Oder nicht?
    Warum glaubt Ihr eigentlich immer alles, was die „FAKER“ euch erzählen?
    Die Konzernmedien und die korrumpierten PolitikerINNen gehören doch der reichen Brut.

    Übrigens: Auch Virologen wie dieser Drosten, könnten in den Hinterzimmern, dieser verlogenen Regierung, mit viel Geld bestochen worden sein. – Es gibt auch Virologen und führende Mediziner, die ganz andere Erkenntnisse von sich geben.

    Habt Ihr überhaupt mal die Wahl-Stimmen von diesen Fakern, die Euch regieren bzw. versklaven möchten gezählt? – So beliebt ist die herrschende Klasse gar nicht mehr. – Ein Grund mehr, dieses „Riesen-Viren-Theater“ zu veranstalten. – Übrigens: WELTWEIT. Es gibt keinen „Corona-Virus“? – Doch es gibt immer „Sars-Viren“. – Mal sind es etwas mehr, mal weniger und es sterben auch jedes Jahr, an diesen sich dauernd verändernden Viren, viele kranke und ältere Mitmenschen. Ja. Das stimmt. – Nur: Wird diese Tatsache, nicht jedes Jahr so öffentlich gemacht und aufgeheizt. – Wie dieses Jahr. – Dieses Jahr brauchen die Herrschenden anscheinend „Panik und Verunsicherung“, um ihr mieses Monopoly-Spiel und Macht-Spiel weiter ausbauen zu können? Tja.
    G.F.

    https://anarchypeaceangel.jimdofree.com/

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    Gerold Flock
    Antworten
    Die Erkrankung kann sehr unterschiedlich verlaufen.
    Laut einer von Chinas Gesundheitsbehörde Mitte Februar
    vorgestellten Analyse führt der Erreger bei mehr als
    80 Prozent der infizierten Menschen lediglich zu
    erkältungsähnlichen Symptomen. Wie schwer die Erkrankung
    verläuft, hängt offenbar auch vom Alter der Betroffenen ab.
    Kinder und gesunde Erwachsene entwickeln in der Regel
    nur milde Symptome wie Schnupfen und leichtes Fieber
    oder bemerken nicht einmal, dass sie sich angesteckt haben.

    Warum ruiniert die Bundesregierung & ihre Virologen dann
    Betriebe, Geschäfte und einen Großteil der Bevölkerung?

    Corona-Pandemie. – Was geht ab?

    https://anarchypeaceangel.jimdofree.com/lesestoff-startseite/152-was-geht-ab/

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    heike
    Antworten
    Ja Gerold, bei einem Großteil der Infizierten verläuft die Erkrankung unbemerkt bis harmlos. Allerding ist es so, dass, wenn das Immunsystem des betreffenden Menschen nicht in der Lage ist die Viren abzuwähren, die Erkrankung sehr ungewöhnlich schnell auf die Lungen „schlägt“. Das Lungengewebe entzündet sich und quillt ödematös auf (schwillt stark an). Dadurch wird der Eintrag von Sauerstoff ins Blut sehr stark behindert und die Leute bekommen bei der geringsten Anstrengung und auch schon in Ruhe Atemnot und Erstickungsgefühle. Dazu das Fieber. Es muss kein schönes Gefühl sein, diese Erkrankung über sich ergehen zu lassen. Um die Atemnot etwas zu lindern werden die Patienten intubiert und mit angereichertem Sauerstoff beatmet. Diese Zeit der künstlichen Beatmung ist bei COVID 19 (so heißt dann die durch das Corona-Virus SarsCoV-2 ausgelöste Erkrankung) um ein Vielfaches länger als bei normalen Lungenentzündungen und dadurch sind die Betten in den Krankenhäusern länger belegt (was zu Kapazitätsproblemen führen kann).

    Also: es gibt viele, denen das Virus zum Glück nichts ausmacht, aber wenn es jemanden etwas ausmacht, dann ist die Erkrankung ziemlich heftig.

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    Trude
    Antworten
    Danke Frau Böhm für Ihre mitfühlenden Gedanken zu all den Tieren und ihren tagtäglichen Leiden, milliardenfach. Ständig. Und viel zu wenige denken daran. Es gibt ein paar, die bezeugen dieses Leiden, z.B. vor den Schlachthäusern. Es gibt so vieles, was zu ändern wäre.

    Die häusliche Gewalt, die gerade ansteigt, betrifft neben den Kindern eben auch Tiere. Da wird die Aggression an den Hunden ausgelassen. Sei es als Schläge oder Vergewaltigung.

    Und ja, es gibt auch Positives in dem ganzen Horror. Und ganz vielleicht ändert sich ja was, …

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