Das größte Problem der „Respekt-Rente“ ist ihre Notwendigkeit

 In Politik (Inland)

Endlich! Endlich hat die SPD es mal wieder geschafft – nach gefühlten 800 Jahren – ein Thema auf den Tisch zu bekommen, mit dem sie mal wieder bei ein paar Wählern punkten kann. Die Rede ist von der Grundrente, die allerdings entsprechend der modernen SPD-Sprachregelung „Respekt-Rente“ genannt wird. Respekt ist schließlich immer gut, und wenn auch noch „fleißige“ und „hart arbeitende Menschen“ davon profitieren, umso besser. Man kann diese Sache aber auch anders sehen. (Quelle: Neulandrebellen)
https://www.neulandrebellen.de/2019/02/das-groesste-problem-der-respekt-rente-ist-ihre-notwendigkeit/

Anzeige von 2 kommentaren
  • heike
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    Der SPD-Vorstand hat am Sonntag einstimmig das Konzept „Ein neuer Sozialstaat für eine neue Zeit“ beschlossen. An Stelle von HARTZ IV soll eine Bürgergeld treten, dass sich durch „weniger Sanktionen und staatlichen Zugriff auf Erspartes und Vermögen, mehr Qualifizierungsangebote für Arbeitslose und einem längeren Bezugszeitraum  (bis zu drei Jahren) von Arbeitslosengeld für alle, die länger eingezahlt haben“ (Freie Presse, 11.2.19, unter „SPD-Spitze schwenkt nach links“) auszeichnet.

    Zudem sollen ein Mindestlohn von 12 Euro, die Ermöglichung von Homeoffice (im Rahmen von mehr Flexibiltät im Arbeitsalltag) und eine neue Kindergrundsicherung eingeführt werden.

    Das meiste davon könne in der Großen Koalition erst mal nicht umgesetzt werden. „Union und SPD grenzen sich scharf voneinander ab. Fast könne man meinen, hier werde schon die Scheidung vorbereitet.“, ist der Schlusssatz dieses Artikels.

    Vorher erfährt man noch, dass viele Genossen ein personelles Problem mit Frau Nahles haben, die SPD bei Umfrageergebnissen nicht über „katastrophale 17 Prozent“ hinaus kommt und linksliberale Genossen davor warnen, zu sehr alles wieder zurück zu drehen. „Denn die SPD könnte in der Mitte mehr Wähler verlieren als links gewinnen.“

    Mir ist nicht ganz klar, warum man in der Mitte Wähler verlieren sollte, wenn man Armutsbekämpfung und -vorsorge betreiben will. Sind mit der Mitte die Arbeitgeber in kleineren Betrieben und Handwerken gemeint, die mit der Zahlung eines höheren Mindeslohnes überfordert wären? Was könnte man dagegen tun?

    Ein wenig stört mich auch, dass man „Mitte“ und „links“ konträr belegt. Armutsbekämpfung und soziale Gerechtigkeit sind Ziele, die in der linken Bewegung verwurzelt sind, aber im Grunde genommen allen menschlich denkenden Menschen am Herzen liegen.

    Wir müssen eine weitere Aufspaltung unserer Gesellschaft in sehr Reiche und immer mehr Arme verhindern. Ein höherer Mindestlohn ist eine Voraussetzung dafür, ebenso wie höhere Steuern für Reiche. Die LINKE hat beide Vorhaben (zudem eine Mindestrente von 1050 Euro) schon seit längerem in ihrem Programm aufgenommen.

    Ich habe die Befürchtung, dass mit einer zunehmenden Links-Hetze die CDU-SPD-Koalition gespalten werden soll, um den Platz für CDU-AfD frei zu machen.

  • Volker
    Antworten

    Im besten Fall entwickelt sie sich wirklich wieder zu einer sozialdemokratischen Kraft, die den Anspruch hat, die fatalen Fehlentwicklungen seit Schröder ernsthaft zu korrigieren.

    Um dies anzunehmen, muß man schon schwer betrunken sein, weiße Mäuse sehen und sich neoliberal ausnüchtern lassen.

    Armut benötigt Respekt. Klar. Diese herumeiernde Botschaft sozialdemokratischer Totalversager finde ich supergeil, werde ein linksdrehendes Parteibuch (Neuauflage) beantragen, mich spd-mäßig besaufen und respektvoll Sozi-Affen entlausen.

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