Das Mitläufer-Syndrom

 in FEATURED, Politik

Aus Angst vor der entfesselten Macht des Staates redet sich die Mehrheit der Bürger verzweifelt ein, dass es bei den Corona-Maßnahmen mit rechten Dingen zugeht. „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ heißt ein Romanzyklus von Marcel Proust. Heute sind wir auf der Suche nach dem verlorenen Verstand. Nicht nur scheinen die Regierenden verrückt zu spielen — fast noch erstaunlicher ist die Duldsamkeit, mit der wir Bürger uns unsere Freiheit und das Leben, das wir zuvor geführt haben, mir nichts, dir nichts wegnehmen lassen. Viele kämpfen tapfer — allerdings nur gegen die wenigen Zweifler, die das Ganze noch zu hinterfragen versuchen. Intellekt ist nicht einmal besonders hilfreich dabei, die oft haarsträubenden herrschenden Corona-Narrative zu durchschauen — kluge Menschen reden sich ihre Feigheit nur auf subtilere Weise schön. Und auch in ihrem Stolz fühlen sich die meisten durch die fortgesetzte Entwürdigung seitens „ihrer“ Obrigkeit offenbar nicht verletzt. Es wirkt fast so, als hätten sie gar keinen. Die Autorin versucht dem Rätsel des verlorenen Widerstandsgeists auf die Spur zu kommen. Und sie gibt eine ebenso simple wie erschreckende Antwort. Julia Weiss

1. Die große Frage

Was mich und viele andere mehr noch als die Einführung des permanenten Ausnahmezustands und die feindliche Machtübernahme durch das Personal global agierender Institutionen schockiert, sind die Mitmenschen, die diese dramatischen Veränderungen ihres Alltags nahezu klaglos hinnehmen. Sie akzeptieren nie dagewesene Eingriffe in ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Bewegungsfreiheit, ihre Familien. Sie lassen zu, dass Schutzbefohlene, Alte und Kinder, gequält werden; schweigend dulden sie die drastische Veränderung ihres Arbeitslebens ebenso wie die wüste Beschneidung ihrer Vergnügen und Erholungsmöglichkeiten. Brav gehorchen sie all diesen Gängelungen, und mehr noch: Oft genug verteidigen sie diese „Maßnahmen“ aggressiv gegen Mitmenschen, die sich das nicht gefallen lassen wollen.

Handeln sie so aus Angst? Wenn ja, wovor? Immer wieder meint man, den Gehorsamen mit schlichter Aufklärung die Unterwerfung ausreden zu können: Diese und diese Zahlen müssen sie doch endgültig von der Ungefährlichkeit der Lage und der Sinnlosigkeit der „Maßnahmen“ überzeugen! Wenn bereits bei 50 positiv Getesteten von 100.000 eine Region zum Risikogebiet erklärt wird — womit drastische Einschränkungen des Grundrechts auf Freiheit der Person und elementarer EU-Rechte einhergehen —, und man darauf aufmerksam macht, dass diese 50 „Positiven“ nur popelige 0,05 Prozent der Bezugsgröße betragen, die meisten von ihnen nicht mal Krankheitssymptome haben und dass das alles überhaupt nichts mit dem einzig soliden Maß für die Gefährlichkeit einer Krankheit, nämlich ihrer Tödlichkeit, zu tun hat, dann — ja, dann hat man wider Erwarten nichts, aber auch gar nichts erreicht.

Sprachlos erlebt man zum x-ten Mal die völlige Wirkungslosigkeit faktischer beziehungsweise logischer Argumente bei denen, die treu der Regierungslinie und den Mainstream-Medien folgen. Diese Mehrheit, zu der auch weite Teile der ehemals regierungskritischen „Zivilgesellschaft“ gehören, diskutiert nicht über Zahlen und Statistiken, über Nachweise, Belege, Theorien, Argumente, nein: Ihre Mitglieder weigern sich, sie zur Kenntnis zu nehmen. Sie lehnen es ab, die Fachleute und Journalisten, die diese Argumente vorbringen, auch nur anzuhören. Stattdessen beleidigen sie Kritiker der Maßnahmen, ob nun Freunde oder ausgewiesene Experten, mit denselben Beschimpfungen und Diffamierungen, die sie in den Medien wieder und wieder gehört haben, und damit beenden sie das Gespräch, wenn nicht den Kontakt.

Diese Menschen erwarten auch von den Regierenden keinerlei Konsistenz: Von einer Regierungschefin, die erst „A“ als Begründung für massive Freiheitseinschränkungen angibt und — sobald „A“ entfallen ist — „B“ als völlig andere Begründung für die Fortsetzung derselben Einschränkungen ins Feld führt, hätte sich doch jeder denkende Menschen bereits ziemlich am Anfang der „Corona-Krise“ beleidigt fühlen müssen. So war es aber nicht, und so ist es auch nicht. Ob bedrohlich mit der Zahl der Toten oder, wenn diese ausbleiben, mit den „Neuinfizierten“ gewedelt wird, ob „Neuinfizierte“ erkranken oder gesund bleiben, ansteckend sind oder nicht — dem Publikum ist das alles vollkommen wurscht; es ist ihm mithin vollkommen einerlei, ob man an diesem Virus stirbt oder sich trotz positiven Tests bester Gesundheit erfreut.

Wie kann das sein? Konnte man nicht vor Corona mit Freunden und Familienmitgliedern diskutieren? Haben nicht viele, die man kennt, eine akademische Ausbildung, manchmal sogar eine besonders lange und sorgfältige, sind also promoviert oder habilitiert? Darf man bei ihnen nicht eine überdurchschnittliche Schulung in und daher Aufgeschlossenheit gegenüber logischer, zahlenbasierter Argumentation vermuten? Und besaßen sie nicht beispielsweise früher die Fähigkeit, zwischen Einzelfall und statistischer Erhebung zu unterscheiden? Haben sie in der Schule nicht auch mal das Grundgesetz durchgenommen?

Ganz offensichtlich hat der Grad der Ausbildung — jedenfalls in Corona-Zeiten — mit der Überzeugungskraft rationaler Argumentation nichts, aber auch gar nichts zu tun. Das heißt natürlich auch umgekehrt — und das kann man auf den großen Anti-Corona-Demonstrationen gut beobachten —, auch der Widerstand ist nicht vom Grad der Bildung abhängig. Menschen aus allen Bevölkerungsschichten, oft Menschen, die noch nie auf einer Demonstration waren, sind so empört über die demütigenden Maßnahmen, dass sie zum ersten Mal im Leben auf die Straße gehen. Ich vermute, dass es ihnen so geht wie mir. Sie denken nicht: „Oh, ich habe gelesen, dass meine Menschenwürde angetastet ist!“ — sie fühlen es mit jeder Nötigung zum Aufsetzen der Maske, sie leiden an den entwürdigten Schafsgesichtern, die ihnen entgegenkommen, sie spüren es mit jeder Zelle ihres Körpers inklusive Gehirn: Wir werden erniedrigt. Nicht so die Mitläufer. Wo bitte lassen die solche Gefühle?

Manchmal beschleicht mich sogar der Verdacht, dass die Angepasstheit mit dem Grad der Bildung steigt. Können sich Gebildetere ihre inneren Widerstände vielleicht einfach geübter weggrübeln? Hat ihr Bedürfnis nach körperlicher und geistiger Freiheit und menschlicher Nähe dank besonders langen Leids in Schulräumen und Hörsälen dauerhaften Schaden genommen?

Wie auch immer: Die gängige Erklärung für diese Lähmung des Verstandes ist: Das Virus ist der neue innere Feind, mit dem die Eliten Herrschaft durch Angst in neuer Verkleidung ausüben. Die Menschen werden zu Untertanen, weil sie Angst haben vor Sterben und Tod.

Genau das aber glaube ich nicht. Über ein gewisses Vertrauen in die eigene Wahrnehmung hinaus — „Wie viele schwer Erkrankte und Tote kenne ich eigentlich persönlich?“ — wäre doch der probateste Weg, sich die Angst zu nehmen und sich zu beruhigen, der, den kritischen Stimmen zu lauschen und — sofern man deren Argumente überzeugend findet — wieder ohne Angst vor dem „Killervirus“ durchs Leben zu gehen. Genau das passiert aber nicht.

Ich glaube auch nicht, dass die massive Virus-Angstmache der Medien die Ursache des umfassenden Mitläufertums ist, auch wenn die Einheitsfront-Propaganda in Sachen Corona ja wirklich beispiellos ist. Trotzdem weiß jeder — und wirklich jeder —, dass massive Kritik an der offiziellen Einschätzung der Gefährlichkeit des Virus und damit der Angemessenheit der Maßnahmen existiert. Auch weiß jeder, wo er die finden kann; schließlich werden diese Quellen von den Mainstream-Medien ja pausenlos an den Pranger gestellt. Das alles wird von der Mehrheit aber ganz bewusst nicht zur Kenntnis genommen. Die Mainstream-Gläubigen sind daher auch nicht arme Verführte; sie haben eine bewusste Entscheidung getroffen, für die offizielle Propaganda-Linie, gegen die kritischen Stimmen. Warum?

Das ist das erklärungsbedürftige Phänomen: Warum sind Argumente, Zahlen, nüchterne Tatsachen für die Mehrheit völlig irrelevant für ihre Haltung in Sachen Corona? Wieso spielt Bildung offensichtlich keine Rolle bei den Regierungstreuen? Warum sind Diskussionen an sich schon indiskutabel? Warum setzt bei der Mehrheit der Verstand aus?

2. Meine Antwort

Die wenigsten haben wirklich Angst vor dem Virus. Aber alle haben große Angst vor der plötzlich entfesselten Macht des Staats.

Die Mainstream-Medien haben in Sachen Corona eine Atmosphäre von Wahrheit und Lüge, von Schwarz und Weiß, von Freund und Feind hergestellt und verfolgen die Aushebung dieses Grabens mit enormer Gründlichkeit und Beharrlichkeit: Wer alles mitmacht, Maske trägt, Abstand hält, alle Begründungen glaubt, alle Einschränkungen akzeptiert, gehört zur Gemeinschaft der Vernünftigen, der Rücksichtsvollen, der Sauberen, der geistig und seelisch Gesunden. Wer nicht so ohne Weiteres gehorcht, gefährdet mit seinem Ungehorsam die Gemeinschaft, ist daher unsolidarisch, unhygienisch, geistesgestört („Verschwörungstheoretiker“, „Aluhut“), überdurchschnittlich dumm („Covidiot“, „Impfgegner“), Verfassungsfeind („Reichsbürger“, „Rechtsextremist“, „Antisemit, „Nazi“) — kurz: ein zutiefst unmoralisches Wesen. Es ist wie im Krieg: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns.

Der zunächst fiktive Graben enthält offensichtlich eine massive Drohung; das zeigen uns schon mal die Werkzeuge. Ob einer dem offiziellen Narrativ wirklich glaubt oder nicht, ist ganz gleichgültig, aber die Drohung ist real, die ist keine Glaubensfrage. Sie besteht vor allem darin, von den Mächtigen verhöhnt und aus der Gemeinschaft ausgestoßen zu werden, wenn man nicht zustimmt und gehorcht. Allein das, vermute ich, ist das Schlimmste, was sozialen Tieren wie uns Menschen passieren kann. Wie man weiß, bedeutet allein schon ein solches „seelisches“ Ausgestoßenwerden nicht selten den Tod für das Individuum. Unterstützt wird die Androhung der sozialen Vernichtung durch die der materiellen — siehe den Fußballer, der wegen Teilnahme an einer Grundrechte-Demo fristlos entlassen wurde.

Um die Angst zu kaschieren, für die man sich schämt, versucht der Eingeschüchterte mit allen Mitteln, sich vom offiziellen Narrativ zu überzeugen. Das gelingt ihm, indem er Widersprüche und Widersprechende einfach nicht zur Kenntnis nimmt und vorsorglich in die Beschimpfungen einstimmt.

Meine vorläufige Antwort auf die Ausgangsfrage lautet also: Niemand hat den Verstand verloren; es gibt aber historische Situationen, in denen die Eliten so bedrohlich werden, dass der Verstand dem Überlebensinstinkt bedingungslos untergeordnet wird. Die plötzliche Ermächtigung durch das Außerkraftsetzen elementarer Rechte zum Schutz des Einzelnen vor dem Staat bringt die Mehrheit dazu, eng an die Seite eben dieses Staats zu rücken und aus wohlverstandenem Eigeninteresse auf viele Freiheiten — nicht zuletzt die, den eigenen Verstand zu betätigen — zu verzichten.

Diese Menschen verhalten sich so, wie das ein bedrohtes Kind auch tun würde: In Gefahr sucht es sofort die Nähe und damit den Schutz des Erwachsenen. Dass derselbe Erwachsene auch der Bedrohende sein kann, wissen wir aus Erfahrung: Eltern beschützen, bedrohen und bestrafen ihre Kinder bekanntlich in Personalunion.

Kurzum: Nicht die Angst vor Krankheit und Tod, auch nicht in erster Linie Dummheit und Gutgläubigkeit erklären das plötzliche Mitläufertum der großen Mehrheit; es ist die Angst vor der entfesselten Macht der Eliten.

 

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Dank an den Rubikon, www.rubikon.news, wo dieser Artikel zuerst erschienen ist
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    Freiherr von Anarch
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    …was nun kommt haben wir diesen Mitläufern zu verdanken, diesen Verdummten und Verdeppten, die 1 + 1 nicht zusammenzählen können, die mit Stolz Masken tragen und sich mit Borax impfen lassen, freiwillig !

    Es kommt nun genau das was noch gefehlt hat, die Ermächtigungsgesetze, die stellenweise im Wortlaut identisch sind mit denen von 1933 !

    Und diese Masse ist so dumm, bereitwillig dumm wohlgemerkt, dass mir schlecht wird.

     

     

     

     

     

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    Volker Birk
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    Ich denke, Du liegst falsch.

    Erfahrungsgemäss ist es tatsächlich so, dass je gebildeter Menschen sind, desto besser wirkt Propaganda. Propaganda funktioniert am besten über ein in sich konsistentes (“logisches”) Narrativ. Gebildete Menschen unterliegen wie alle Menschen leicht dem Trugschluss, wenn etwas schlüssig ist, dann muss es ja wahr sein. Da es für gebildete Menschen leicht zu erkennen ist, ob ein Narrativ in sich “schlüssig” (also konsistent) ist, unterliegen sie um so leichter der Täuschung, besagtes Narrativ sei etwa eine zutreffende Beschreibung der Realität. Menschen, die ihnen eine konsistente Geschichte auftischen, halten sie entsprechend oft für wahrhaftig – auch wenn sie einen Bären aufgebunden bekommen.

    Es ist sogar so, dass der Propagandist das Narrativ sprunghaft wechseln kann, wenn er die Deutungshoheit hat. Denn die Deutungshoheit ist tatsächlich der wichtigste Faktor dabei, ob Menschen ein Narrativ für wahr (im Sinne von: mit der Realität übereinstimmend) halten. Zu Deutungshoheit führen auch Ansehen/Status, aber vor allem Autorität/Macht. Menschen unterwerfen sich gerne, wenn sie sich gegenüber der Macht hilflos betrachten. Dann erfinden sie Rechtfertigungsgeschichten, um vor allem sich selbst zu erklären, weshalb sie immer noch “frei” in ihrer Entscheidung sehen – und sie hätten sich eben für das entschieden, was auf die Unterwerfung hinausläuft. Sie passen sich den Gegebenheiten an. Das Stockholm-Syndrom ist nur eine Konsequenz dieser Eigenschaft der meisten Menschen. Wir sind eben soziale Wesen, und auch in einem Wolfsrudel wird die Hierarchie nicht ununterbrochen in Frage gestellt, sondern eben nur immer wieder.

    Entsprechend deute ich das Corona-Phänomen gleich wie den War on Terror: wir haben es mit Untertanengeist zu tun. Die Politik der Angst ist immer hervorragend geeignet, den Untertanengeist zu fördern – sie wird dafür gemacht. Dass diese Deutung zutreffend ist, belegen vielerlei Indizien: nicht nur das Mitmachen bei offensichlich sinnlosen Dingen ist zu beobachten. Sondern auch die Blockwartmentalität nimmt wieder massiv zu. In der öffentlichen Diskussion geht der Korridor der gesellschaftlich akzeptierten Meinungen bis auf eine papierdünne Spalte zu. Und es erscheinen allenthalben Inquisitoren und Hexenjäger, die jeden mit Rufmord, persönlichen Angriffen und Häme überziehen, der es wagt, von der vorgegebenen Deutung auch nur ein Jota abzuweichen.

    Die Hexenjäger sind der klarste Beleg für Untertanengeist, den ich mir vorstellen kann.

     

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      Volker Birk
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      Zur Erläuterung: die Leute fürchten nicht das Virus, sondern haben Angst, was nun für ihre Familie und sie kommt. Was das Virus bedeutet, ist sowieso den meisten nicht klar. Angst ist etwas Diffuses; und wenn die Leute Angst haben, dann unterwerfen sie sich noch viel eher: sie suchen Schutz unter den Fittichen der Mächtigen.

      Man kann es am Lob sehen, das die Bundeskanzlerin derzeit auf Twitter erhält, auch und gerade von Leuten, die sie bisher abgelehnt haben. Man wendet sich der Macht zu und unterwirft sich.

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    Axel Wartburg geb. Dörken
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    Die Grundstruktur ist so simpel:

    Wenn du ein Unterdrückungsregime aufbaust, achte darauf, dass die, die sich dagegen auflehnen könnten so viel zu verlieren haben, dass sie es nicht tun.

    Und es ist nicht WIE im Krieg. Wir SIND im Krieg.Und zwar bereits in der Endphase. Angefangen von den moentär pervers Wohlhabenden Psychopathen. Warren Buffett, einer von ihnen, hat das selbst gesagt. Und geführt gegen jene die monetär weniger haben. Kurz der Krieg von einem 1em Prozent gegen 99 Prozent. Reich gegen „arm“. – Wobei, wie gehabt, „reich“ ist relativ. Reich an Moneten. Ok. Aber eben auch arm an Sozialem. Tragischer Weise.

    Was die Verdummschulung zum Ja-Sager angeht, so ist das Schulsystem die Ursache. Ich freue mich, wenn dieses endlich ageschafft wird, da es nie ein Ort der Bildung, sondern der Abrichtung war; kein Ort der Sozialisierung, sondern der Unterdrückung. Und heute nur noch ein Ort der totalen Verblödung (Pis sei dank!) und der Tyrannei ist. Strukturell ist Schule mit Institutionen für Erwachsene identisch. Hier heißen sie GEFÄNGNIS. Auch hier darf nur getan werden, was die Aufsichtspersonen erlauben. Auch hier ist Mobbing Alltag. Auch hier kannst du dir nicht aussuchen mit wem du zu tun hast undnicht gehen, wenn es dir zu viel ist. Beides sind Anzeichen fürdie Herrschaft der Gewalt, der strukturellen Gewalt. Menschen, die die das Wohl für Mensch und dem „Rest“ der Natur im Bewusstsein haben, würden so etwas nicht brauchen. Gewalt war mal die Ausnahme. So bis vor 12.000 Jahren ungefähr. Danach erst wurde sie nach und nach zum Mittel der Gier.

    Und heute soll Gewalt dann keine Lösung mehr sein, damit sich keiner auflehnt. Wen interessiert es, dass selbst der Dalai Lama sagt: „Ein Schlag ist nicht zwangsläufig ein Akt der Gewalt. er kann auch ein Akt der Liebe sein. Dann nämlich, wenn mehr Gewalt abgewendet wird. Ein Beispiel? Da gab es mal diesen Typen, der Händler mit Gewalrt aus dem Tempel vertrieben hat. Wie hieß der gleich noch? Ach, ja! Jesus. Noch eins? Wenn ihr Kind vergewaltigt wird und sie bekommen das mit, diskutieren sie dann mit dem Vergelwaltieger in Manier der gewalt(sic)freien Kommunkitation? Ich rag den Typen weg. und wenn er dadurch zu Tde kommt, weil er blöd fällt, dann ist das eben so.

    Wir, als Gesellschaft, leben mit viel zu viel unhinterfragten Dogmen!

    Noch einmal zurück zur Schule, zum Studium und zur Aus sic)Bildung (Kann Bildung jemals ans Ende gelangen, also „aus“ sein? Für mich, je höher der akadämliche Grad, desto höher das Maß der Verdummschulung. – Nicht immer und, wie ich hoffe, auch immer seltener, aber leider noch immer noch bei der überwältigen Anzahl der Akademiker. – Es gibt einen Witz dazu: Sagen Sie Studenten des Bankwesens, der Medizin und des Justizwesens, sie sollen das Hamburger Telefonbuch auswendig lernen. Was bekommen sie zur Antwort? – Bis wann? Fragen Sie Studenten in anderen Bereichen das Selbe. Was bekommen sie als Antwort? – Sind Sie bekloppt?

    Gesetze machen Sieger, um ihre Pfründe zu sichern. Recht kommt ethymologisch von Rache. Wer es wagt, an die Pfründe der Sieger zu gehen, an dem rächen diese sich. Ganz legal, per Gesetz…

    Es wird so wenig hinterfragt! Leider auch von jenen aus dem sogenannten oder auch tatsächlichen Widerstand! – Wieso wollen die Deppen noch immer Demokratie haben? Schon im alten Griechenland war das die Regierung der sogenannten Eliten. Das „Volk“ allein durfte wählen. Das allerdings waren nur die waffenständigen Männer, die Beamten und die restlichen Kofferträger. Ärzte, Lehrer, etc. – Alle anderen gehörten zum Idios. Die hatten nichts zu hinterfragen und hatten ausschließlich zu parieren. Idios scheint der Wortursprung für Idiot zu sein. Nebenbei gesagt. Demokratie, das wußte schon Plato, mündet immer in der Diktatur und diese in der Tyrannei. Aber heute sicher nicht, gelle? Genau. Das Selbe zu tun und etwas anderes zu erwarten, das ist per Definition Wahnsinn. Um Einstein zu zitieren.

    Wenn also Demokratie nie die Mitbestimmung war, wieso fordern die Idioten dann „mehr Demokratie“ oder „RICHTIGE (sic) Demokratie“ oder auch „Demokratie – jetzt!“? Weil sie verdummschult noch immer das meiste glauben, was sie in jüngeen Jahren eingetrichtert bekommen haben!

    Arbeit macht Spaß? – Genau! Arbeit stammt allerdings vom germanischen „arbeho“ ab. Das stand für Mühsal, Knechtschaft und Leid. – Schauen Sie mal in die Statisitken über Arbeitsmoral. Dann erleben Sie sofort, dass das bis heute stimmt. – Aber schwarz weiß Denken ist so schön einfach. Schön? Nein. Völlig schwachsinniges Wort, wenn es um etwas nicht visuell Wahrehmbares geht. – Arbeit ist meist ein fremdestimmtes Tun, was erbracht wird, weil es aus sich selbst heraus nicht getan werden will, aber Geld und Prestige locken. Im Gegensatz zu selbstbetsimmten Tun. Sie die Begriffe „Werken“ und“Schaffen“. – übrigens auch vom Germanischen abgeleitet. – Siehe Handwerker oder Freischaffender. Ok, der Handwerker hat sich auch meist zum Sklaven gemacht und auch er merkt es nur am Rande und macht weiter wie bisher.

    Oh, Mann /Frau, die Deutsche Sprache ist so genial! Reflektieren, quer-, voraus- oder überhapt denken und einfühlen! Genial! Und absolut hilfreich, wenn sich Mensch tatsächlich bilden und also, bewusst werden will! Allein die Denker dieses Landes sind es schon lange nicht mehr. Und das gemeine Volk? Die Kofferträger? Herr, vergib Ihnen. Denn sie wissen nicht was sie tun. Sie befassen sich nur noch mit „billig, billig, billig“, „mein Schwanz / meine Klit ist der/die Größte“ und „Wo kann ich schnell und möglichst oft und langanhaltend viel oberflächlichen Spaß haben?“

    Das kommt davon, wenn der Mensch sich nicht mehr mit den wichtigen Fragen befasst. Wer bin ich? Waum bin ich hier? Was sind Grundbedürfnisse? Was passiert, wenn ich diese nicht befreidige? Was sind Traumen und welche Wirkung haben sie? Etc.

    Wir leben seit über 5.000 Jahren in den selben Strukturen. Technisch haben wir viel erreicht. Aber in Sachen Empathie? Die meisten der Mitmenschen haben hier nicht einmal den aufrechten Gang gelernt.

    Ich denke, dass nach Corona ein Gesetz erlassen werden sollte, was es 80% der Wahlberechtigten verietet wählen zu gehen, da sie eben faktisch noch immer keine mündigen BürerInnen sind. Unterthanen, gerade gut genut, ihre Schlachter selbst zu wählen. Und ihnen zu glauben. Ich erinnere an B. Brecht: „Und sie sägten an den Ästen auf denen sie saßen und schrien sich ihre Erfahrungen zu, wie man besser sägen könne! Und fuhren mit Krachen in die Teife. Und die ihnen zusahen beim Sägen schüttelten die Köpfe, und sägten kräftig weiter!

    Nein, ich bin nur Hauptschüler mit Realschulsabschluss. Aber ich besitze ein Gehirn, welches ich zu nutzen weiß und ein Herz, auf das ich gern höre. Beides zusammen macht den gesunden Menschenverstand aus. Aber irgendwie haben die meisten meiner Mitmenschen die Gebrauchsanweisung dank ihrer Gier und Traumata verlegt. Auch die meisten (pseudo)Intellektuellen.

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      Freiherr von Anarch
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      Klasse – Axel !

      da steckt so viel Wahrheit und Durchblick in deinem vortrefflichen Kommentar – bin begeistert !

      Jaja – die studierten, promovierten, habilitierten Dummköpfe auf ‚höherer Ebene‘ – geistreich das Wort, aber verblendet der Sinn…

      Und sehr richtig: gerade diese eingebildete Schnöselschicht ist die systemkonformste, wie könnte es auch anders sein.

       

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    c.g.
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    diese untertanen haben kein autonomes selbst entwickelt. nachgeholfen wurde mit kaputtgesparter bildung und soziokultur. nach 89 sind gesellschaftliche frei- und erfahrungsräume zunehmend ausgedünnt, abgeschafft oder kommerzialisiert worden.

    analoge kreativität wurde von digital zugerichtet.

    übriggeblieben ist eine degenerierte und als pseudodemokratisches stimmvieh, verdummte horde.

    https://m.youtube.com/watch?v=G_KRgpP8ITk

     

     

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      A.K.
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      Ich finde, mit Arroganz und Überheblichkeit kommen wir keinen Schritt weiter. Und es lag genaugenommen an den Vor 89 er Generationen, dass es so weit kommen konnte und aus denen sich auch immer noch ein Großteil der Regiernden speist.

      Heute wieder ein gutes Gespräch geführt, wo ich es nicht erwartete.. mit der Optikerin, die genervt war und dann eingestand, dass sie in großer Sorge ist..“Da passt mir zu viel nicht zueinander, eine Bekannte die zweimal ambulant in die Lungenabteilung zur Behandlung musste, wurde nicht getestet. Jeder Hinz und Kunz hingegen schon. Und wenn das neue Gesetz morgen durckommt, dann mache ich mir erst recht Sorgen.“

      Im Supermarkt konnte ich mir nicht verkneifen, dem Kassierer, der im Befehlston ein paar Jugendliche zurechtzu weisen, und einen rausschickte, der zu viel war (höchstens 2 pro Einkaufswagen, der wieder Pflicht ist) zu sagen: Ist schön wenn man mal den Kapo spielen darf, oder ?

      Er hat dann auch sofort aufgehört.

       

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        A.K.
        Antworten
        noch etwas:

        meine Empfindung ist, dass jede und jeder sich schuldig macht, wenn sie oder er ihr/sein Unbehagen nicht äußert…Schweigen und Ignoranz ist nicht tolerabel!

        ttps://non.copyriot.com/der-wirkliche-name-des-zweiten-einschlusses-1-manoever-zur-unterbrechung-der-kommunikation/

        Isolationshaft/Gruppenhaft im Großversuch als Mittel!

        Der extrem fragwürdige Zweck darf erst recht fragwürdige Ziele doch nicht heiligen. Wo bin ich denn!

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    Ilias
    Antworten
    Es ist viel kluges hier geschrieben. Der Begriff  ERMÄCHTIGUNGSGESETZ  erinnert mich auch an ’33.   Die vielen Mitläufer und Selbstdissiplinierer sind widerlich und wählen wieder ihre  HERREN um weiter geknechtet zu werden.  Sind demokratische Regierungsformen überhaupt erstrebenswert? Es gab sie nie,und ich denke der STAAT ist immer ein Obrigkeitsstaat mit den Instrumenten GEWALT, ÜBERWACHUNG  und ANGSTERZEUGUNG.  Vom Priesterstaat bis heute funktioniert das wunderbar.Es geht ausschliesslich um Macht u.Besitzstandswahrung vonseiten der korrupten Machtelite.Sie führen ständig Kriege gegen das Volk.Werkzeuge sind Justiz,Verwaltung,polizei/Militär und die Massenmedien…Das sollte eigentlich ein Grund sein diese korrupten Parteien abzuwählen; aber ich bin sehr skeptisch…

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