„Den Volksgeist wieder wecken…“

 In FEATURED, Politik (Inland)

Nazi-Propagandaplakat

Eine Kampfschrift des führenden AfD-Politikers Björn Höcke zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, worin sein Kampf münden wird – wenn wir es zulassen.  Wolfhart Truchsess von Wetzhausen

… es wird ja über die NS-Zeit gesagt, man hätte nicht wissen können, wo der ganze Spuk endet. Der historisch Informierte weiß jedoch, schon in der Mitte der 20er Jahre veröffentlichten und viel diskutierten Programmschrift „Mein Kampf“ erläuterte Adolf Hitler, wohin der Weg führen würde, wenn er an die Macht käme. Dieses Buch war in nahezu jedem Haushalt verfügbar!

Im vergangenen Jahr veröffentlichte nun Björn Höcke, Vertreter des sog. Rechten Flügels der sog. AfD seine Kampfschrift mit dem Titel „Nie zweimal in den selben Fluss“. Auch in diesem Machwerk kann man sehr schön ablesen, in welche Richtung der Weg nach den Wünschen dieses Herren gehen soll.

So sieht man unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung als ein System, das es zu ersetzen gilt. „Der Parteiengeist muss überwunden, die innere Einheit hergestellt werden“ (S. 288), sagt er. Schluss mit dem „westlich-dekadenten Liberalismus und der ausufernden Parteienherrschaft“! (S. 285) An deren Stelle soll „eine fordernde und fördernde politische Elite, die unsere Volksgeister wieder weckt“, treten. (S. 286)

Auf welche Art und Weise diese „politische Elite“ dann agieren soll, wird auch schnell klar: Mit starkem Besen sollen die „feste Hand“ (S. 231) und der „Zuchtmeister“ (S. 286) den Saustall ausmisten. Und das ist sicherlich nicht durch Diskussionen, Abstimmungen und auf demokratischem Wege zu bewerkstelligen, denn „’brandige Glieder können nicht mit Lavendelwasser kuriert werden’, wusste schon Hegel“. (S. 254) Höcke stellt zur von ihm angestrebten Umwälzung fest, dass „wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind“ mitzumachen. (S. 257)

Die Wahl der Mittel wird zwar nicht klar genannt – auch die Nazis der NS-Zeit sprachen ja eher von „Sonderbehandlung“ oder „Endlösung“ -, aber bei „die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen“ (S. 257f.), kann man sich sicher sein, dass die angewandten Methoden keine Grenze haben.

Nein, dieser Herr ist kein Demokrat, er ist ein Faschist!

Nein, die Partei, die derartiges Führungspersonal hat, ist keine normale Partei in einem freiheitlichen Parteiensystem, sie ist eine faschistische Partei!

Nein, eine derartige Partei darf niemals an die Schalthebel der Macht und muss mit allen legalen Mitteln der wehrhaften Demokratie bekämpft werden!

#NoAfD #NSAfD #cyanbraun #NoFascism

Anzeige von 2 kommentaren
  • heike
    Antworten

    Höcke stellt zur von ihm angestrebten Umwälzung fest, dass „wir leider ein paar Volksteile verlieren werden, die zu schwach oder nicht willens sind“ mitzumachen. (S. 257)

    Die Wahl der Mittel wird zwar nicht klar genannt – auch die Nazis der NS-Zeit sprachen ja eher von „Sonderbehandlung“ oder „Endlösung“ -, aber bei „die deutsche Unbedingtheit wird der Garant dafür sein, dass wir die Sache gründlich und grundsätzlich anpacken werden. Wenn einmal die Wendezeit gekommen ist, dann machen wir Deutschen keine halben Sachen“ (S. 257f.), kann man sich sicher sein, dass die angewandten Methoden keine Grenze haben.

    Manchen Menschen scheint noch immer nicht ganz klar zu sein, worauf sie sich mit einer AfD einlassen und das es dieser Partei nicht nur um mehr Heimatkundeunterricht, die Anlegung von Schulgärten und freie Fahrt für alle Diesel geht.

    Ja, es ist eine faschische Partei – auch wenn man das einzelnen Parteigenossen so gar nicht ansehen will.

    Wer in dieser Partei Rückgrat hatte, hat sie bereits verlassen.

     

  • heike
    Antworten
    „Die AfD hatte sich einst „Mut zur Wahrheit“ auf die Fahnen geschrieben. Daraus ist jetzt das Schweigen aus Feigheit geworden. Brechen Sie Ihr Schweigen! Brechen Sie mit dem Rechtsextremismus in der AfD! Grenzen Sie sie aus und fordern Sie sie auf, Ihre Partei zu verlassen!“, schreibt Bernd Lucke, der ehemlige AfD-Bundesvorsitzende, auf seiner Internetseite.

    Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass bereits 2013 rechtes Gedankengut der wesentliche Inhalt und das wesentliche Ziel dieser Partei waren.

    Bernd Lucke ist 2015 aus der Partei ausgetreten.

    Innerhalb dieser Partei ist der Rechtsextremismus nicht mehr auszumerzen, nur noch dürftig zu übertünchen.

    Wenn die AfD in Sachsen sich öffentlich von „Rechts“ distanzieren würde, dann gäbe es sie nicht mehr, sie ist durch und durch mit Rechtsextremismus, der sich mal besser, mal schlechter tarnen kann, verquickt.

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