Die Anstalt: Der syrische Flüchtlingschor

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Hier haben sich Claus von Wagner und Max Uthoff wirklich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Statt nur über Flüchtlinge zu sprechen (wie verständnisvoll auch immer), lassen sie diese selbst zu Wort kommen – und singen. An dieser Szene ist nichts Kabarett im Sinne von „lustiger“ Polit-Kritik. Manchen kommen die Tränen, und die Zuschauer applaudieren stehend. „Das Blutvergießen muss aufhören“ – eine Sternstunde des Fernsehens.

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  • Holdger Platta
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    Jawohl, ich stimme einschränkungslos zu: dieses war gestern eine Sternstunde des Fernsehens! Auch mir traten, als der Chor syrischer Flühtlinge auftrat und ihr Lied sang, die Tränen in die Augen – und ich schämte und schäme mich dessen nicht. (Übrigens war es bereits ähnlich so, als vor einigen Sendungen Konstantin Wecker zum Abschluß einer „Anstalt“-Sendung sein Lied sang: auch da ‚Bruch‘ mit allem Kabarett, das ausschließlich auf erforderliche Entlarvung und erkenntnisbefördernde Lacher setzt).

    Was, nicht zuletzt, dieser Auftritt des Chores „Zuflucht“ deutlich machte: wie unendlich bereichernd es ist, wenn Menschen aus anderen Ländern und Kulturen zu uns kommen. Da nur „Toleranz“ predigen zu wollen, wie es diese gesamte Woche über die ARD versucht, ist viel zu wenig. Es geht um mehr als nur ein „Erdulden“ der Anderen, der Fremden, der Flüchtlinge undsoweiterundsofort. Es geht um Erkenntnis und Erleben der Tatsache, welche Fülle, welche Vielfalt, welches Glück unser Land zuteil werden kann durch Zuwanderer jedweder Herkunft und Art! – Respekt, Neugier, Offenheit, Interesse, Sympathie, Begeistertsein, das alles sollten wir Flüchtlingen jeglicher Art und Herkunft entgegenbringen, nicht nur emotionsfreie, klapperdürre „Toleranz“ ( so sehr auch diese erforderlich ist – vor allem dann, wenn die Asylbewerber zunächst mal nicht ihren kulturellen Reichtum vor und ausbreiten können, sondern lediglich ihre furchtbare Not und ihr entsetzliches Elend zu ‚präsentieren‘ vermögen).

    Wen’s interessiert: hier auf HdS habe ich mich mal in einem Artikel unter dem Titel „Bollwerk ‚Leitkultur'“ zu dieser Thematik ausführlich geäußert (am Schluß des Artikels). Einfach im Suchfeld eingeben und anklicken und lesen.

  • Volker
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    Wenn es doch endlich erkannt, besser gesagt: gefühlt werden würde, dass andere Kulturen, das Zusammenleben mit anderen Kulturen, jeden einzelnen von uns bereichern würde.
  • Steffi
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    Wenn wir in Urlaub fahren, dann wählen wir oft Länder aus um etwas neues zu entdecken. Wir informieren uns über ihre Kultur, dabei rede ich nicht von den Urlaubern die „Ballermann & Co.“ lieben sondern richtige Urlaubsreisende. Hier in Deutschland soll man die „Gäste“ unseres Landes verachten und ignorieren. Die Vielfalt der Kulturen war schon immer ein großer Schatz dieser Erde. Nun wird uns diktiert den größten Schatz der Menschheit zu zerstören aus Raffgier, Machthunger und Selbstgefälligkeit. Alle Menschen benötigen eine Heimat und Wurzeln. Wir dürfen diese Menschen nicht alleine lassen. Sie sind schon bestraft genug. Stellt Euch vor es wäre bei uns Krieg und uns würde keiner Aufnehmen wollen.
    Eigentlich sind wir reichen Europäer, Amerikaner und Australier schuld, dass alle nach ein bisschen Leben streben und zu uns flüchten. Hätten wir nicht ihre Heimat zerstört und ihnen geholfen aus einem armen Land ein lebenswertes Land zu machen würden die Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge nicht kommen.
    Wir sollten alle einmal darüber nachdenken und das nicht nur in der Weihnachtszeit, die bald auf uns zukommt.
  • Wolfgang
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    Wenn man danach geht, dass es nur einen Gott gibt, nämlich den der Alles erschaffen hat, so hat er seine Schöpfung so gestaltet, dass diese unglaubliche Vielfalt in seiner übergroßen Schönheit hier auf diesem Planeten zum Ausdruck kam. Christlich bedeutet den Lehren Christi zu folgen und das was uns Jesus gepredigt hat zu „leben“. Es ist mehr als beschämend, diesen Beinamen „christlich“ in ein politisches Konzept zu übernehmen und sich anschliessend gegenteilig zu verhalten. Warum lassen sich die Menschen nur so blenden?Die gesamte Sendung war wieder mehr als „Augen öffnend“. Wären nicht die materialistischen und machtgierigen Intrigen der herrschenden Elite und die Trägheit und Ignoranz der breiten Masse könnte so etwas gar nicht passieren. Es sind eben nicht nur die da „Oben“ sondern auch die da „Unten“ die leider auf die falschen Werte und Ziele gesetzt haben. Was die Einen mehr haben als sie zum Leben brauchen haben die Anderen zu wenig. Wahres Mitgefühl für Alle und das Erkennen, dass auch das eigene Verhalten zu solchen traurigen Situationen, zu Kriegen und Ausbeutung führen ist leider bei den Meisten nicht erkennbar. Ich bin dankbar, dass es noch eine einzige Sendung der so genannten „öffentlich rechtlichen“ gibt in der Menschen den Mut haben das auszusprechen was jeder Einzelne von uns aussprechen sollte. Ist es nicht unser Konsumwahn und die Machtgier der „Großen“ die das alles erst entstehen lässt. Haben wir einmal darüber nachgedacht was wir durch unsere Gier nach immer noch schöneren Produkten auf dieser Welt verursachen? Ist dieser Planet dafür gedacht zerstört zu werden durch Egoismus und Gier? Ist unser Leben dafür gedacht unserer Gier zu frönen oder uns in Herzensträgheit zu ergehen oder haben wir nicht gerade durch unser hier sein die Chance zu erkennen, dass wir alle zu einer einzigen großen Familie gehören, egal welcher Religion oder Rasse wir angehören. Wir sollten lernen, dass unser Glück erst dann wirklich erlebt werden kann wenn wir anfangen Andere glücklich zu machen.Diese Erde wurde uns gegeben um dafür zu sorgen, dass es kein Leid mehr gibt und der Planet für alle die nach uns kommen ein lebenswerter Platz ist damit auch sie ihren Weg gehen können, warum ist das so schwer zu begreifen? Wenn ich mich als Christ,Moslem, Hindu oder was auch immer bezeichne so glaube ich immer an den einen Gott der alles erschaffen hat, also ist Alles Teil dieser einen Schöpfung und ist unweigerlich miteinander verbunden. Wir haben Grenzen erschaffen und Religionen die sich nicht um den gleichen Ursprung kümmern sondern sich in ewigen Disputen von Ritualen ergehen und die nur zu Trennung und Leid führen. Ich bin dankbar für Die Anstalt und auch für diese Seite hier die ich heute erst entdeckt habe und auch dafür dass es Menschen gibt die sich für das Gute im Sinne der Menschlichkeit einsetzen.
  • gabi
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    ja.ja.
    und noch einmal ja –
    Paradies – gutes Leben – gibt es NUR ungeteilt.
  • Andreas aus Berlin-Köpenick
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    Meine Frau und ich waren zutiefst bewegt. Wir bekommen in unser Wohnumfeld ein Flüchtlingsdorf und haben unsere Hilfe für das neue Heim bereits zugesagt. Täglich haben wir mit Anwohnern zu tun, die aus Vorurteilen getrieben, aus Dummheit und aus Unwissenheit das neue Heim ablehnen. Wir haben unsere beiden 6-jährigen Kinder soweit, dass sie sich auf unsere neuen Nachbarn freuen. Die Flüchtlingskinder werden in ihre Schule gehen und in den Pausen wird Fußball gespielt (das ist auf der ganzen Welt gleich). Ich möchte dem Team der Anstalt für diese, und da schließe ich mich meinen „vorigen Schreibern“ an, Sternstunde im deutschen Fernsehen ganz herzlich danken. Es wäre wünschenswert, diesen Chor öfter zu sehen und zu hören, damit den Menschen in Deutschland, die anderer Meinung sind und anders darüber denken, die Augen geöffnet werden und das diese aus erster Hand erfahren, was es heißt flüchten zu müssen und Zuflucht zu erhalten. Hier noch eine Anregung meinerseits: Produziert eine CD dieses Chores mit diesem Lied und vielen weiteren Liedern aus der syrischen Heimat. Der Erlös soll als Spende an die Flüchtlingsorganisationen gehen.
    Ich denke, dass dies ein kleiner Beitrag zur Menschlichkeit sein könnte.
    „Welcome Refugees !“ und danke für diesen Auftritt!
  • Holdger Platta
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    Kleiner Hinweis, morgen, Dienstag, den 9. Dezember, gibt’s wieder die „Anstalt“ im ZDF (22:15 Uhr).

    Ich bin sicher: einschalten und anschauen und zuhören wird sich erneut lohnen!

  • Johannes
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    Es ist unfassbar welche Strahlkraft mich in meiner tiefsten Seele berührte als der Flüchtlingschor auf die Bühne trat und das wunderschöne syrische Lied „Janna Janna“ sang. Ich weinte wie ein Schlosshund und habe mir das Video schon mindestens 20-mal abgeschaut. Es ist so berührend und das alle Zuschauer stehenden Applaus als Wertschätzung zurück gaben war ich nicht mehr in der Lage mich in klaren Worten in irgendeinem Forum zu äüßern.

    1.000 Dank an das ZDF und an alle die das Herz noch am richtigen Fleck haben !

  • Conny
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    Sehr beeindruckend – eineder besten Anstalten ueberhaupt!
    Danke dafür. Ich wünsche uns noch viele solche Sendungen.
  • Dieter
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    Gott hat uns vor die Aufgabe gestellt die weltweite Armut in Ordnung zu bringen. Welchem Mensch ist es zu verübeln das Glück für sich uns seine Familie zu suchen?

    Janna Janna ist seit der Anstalt von 2014 für mich als ein fester Bestandteil der kriegerischem, menschenlichen und emotionalen Füchtlingskrise geworden.

    Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
    Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz.

    Gott schütze alle Flüchtlinge auf dem weiten und beschwerlich Weg nach Deutschland!

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