Die etablierten Brandstifter

 In Politik (Inland)

Was das Ereignis von Halle zeigt, ist das Verharren in einem bekannten Muster, das zu nichts führt. Denn die Brandstifter des Rechtsradikalismus sind gesellschaftlich etabliert.
https://neue-debatte.com/2019/10/12/die-etablierten-brandstifter/

Anzeige von 3 kommentaren
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    Piranha
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    Solange wir uns auf gescheiterte Existenzen konzentrieren, die bereits am Ende ihres irdischen Weges stehen und nur noch der fixen Idee nachhängen, welche Sündenböcke sie mitreißen wollen, sollten wir uns die gut Bezwirnten vornehmen, die davon ablenken, was das zum Scheitern verurteilte Leben verursacht und wer davon profitiert. Die Brandstifter des Rechtsradikalismus sind gesellschaftlich etabliert.

    So sehe ich das auch, wobei der Artikel das Ross benennt, leider nicht den Reiter.

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    Hartz_tötet
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    Die Brandstifter des rechten Spektrums beziehen ihre Nahrung nicht nur aus den eigenen Reihen.

    Scholz verortet eine Mitschuld der Afd für die Ereignisse in Halle. Soweit gehe ich da gerne mit.
    https://www.n-tv.de/der_tag/Scholz-gibt-AfD-Mitschuld-fuer-Anschlag-in-Halle-article21332696.html

    Leider, das ist typisch für die üblichen Abwehrreflexe, vermeiden die Träger der Monstranz des Anständigen, in ihren eigenen Reihen zu fegen.

    Man denke doch nur an solche Honoratioren wie Sarrazin oder auch den Schutzheiligen der Leiharbeit Herrn Clement, der seinerzeit in seiner Hetzschrift „Vorrang für die Anständigen“… u. a. von Parasiten faselte.
    Leider kam er ungestraft davon.

    https://www.harald-thome.de/fa/harald-thome/files/Gesetzestexte%20SGB%20II%20+%20VO/Gesetzestexte%20SGB%20XII%20+%20VO/Seminare/Clement/Sozialmissbrauch_Bericht_BMWA.pdf

    https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/der-parasit

    Für solch eine Tat wie in Halle und vergleichbare gibt es keine Rechtfertigung.
    Verüben Menschen mit einer Perspektive für ihr Leben solche Anschläge?
    Klar, Fanatisierte gibt es immer, aber hier in D doch eher die Ausnahme.

    Nationalistisches, völkisches Gedankengut hat (nachvollziehbar) Tradition in Deutschland, einen gewissen Bodensatz wird es immer geben.

    Der seit einigen Jahren zu beobachtende Rechtsdrall hat aber auch etwas mit der vorsätzlich herbeigeführten Erosion des Sozialstaates und der damit einhergehenden Brutalisierung der Gesellschaft zu tun.

    Die Agenda 2010 hat den Niedergang der solidarischen Gesellschaft eingeleitet und den entfesselten Kapitalismus in Deutschland zugelassen.

    M. E. war die Agenda 2010 nichts anderes als ein kalter Putsch. Diese Meinung habe ich damals vertreten und sehe mich gezwungen, dies heute auch zu tun. Leider.

    Viele Menschen haben ANGST, Angst vor dem Abstieg, Angst vor dem völligen Absturz ins Hartz-Nirvana etc.
    Vermutlich wird es der Mehrheit noch nicht einmal bewusst sein.

    Aber soziale ANGST ist ein prächtiger Nährboden für rechte Rattenfänger.
    Eine AfD hätte es ohne Agenda 2010 nicht gegeben.

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    ert_ertrus
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    M. E. war die Agenda 2010 nichts anderes als ein kalter Putsch.

    Mit einer langen Vorlaufphase – dem Putsch in Chile am 9.11.1973 und Chile als Prüfstand für den radikalsten Neoliberalismus. Ein kalter Putsch des international vernetzten Kapitals und seiner Exekutive aus korrupten Politikern seither…

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