Die Gesellschaft 4.0

 In FEATURED, Politik, Umwelt/Natur, Wirtschaft

In den Niederlanden wird mit neuen Modellen des Zusammenlebens experimentiert — ohne staatliche Kontrolle und sozialen Druck. Nicht nur Viren sind ansteckend — auch gute Ideen, für die sich immer Menschen begeistern können, weil ihre Zeit gekommen ist. Society 4.0, eine Initiative des Rotterdamer Professors Bob de Wit, breitet sich derzeit in den Niederlanden rasant aus. Zentrum des Denkens und Fühlens der Menschen, die sich derzeit anschließen, ist das Prinzip Regionalität. Es bietet praktische Lösungen für viele der Probleme, die uns derzeit umtreiben. Inflation in Folge von nicht mehr funktionierenden globalen Lieferketten? Versuchen wir einfach, Lebensmittelherstellung und Energieerzeugung nach Möglichkeit in kleinen regionalen Einheiten zu organisieren! Das wird Bauern, Bäckern und Verbrauchern helfen, mehr finanzielle Sicherheit und Lebenszufriedenheit zu erreichen. Streit wegen des verschiedenen „Impfstatus“ der Teilnehmer? Fällt praktisch flach. Die Entscheidungsfindung ist basisdemokratisch organisiert, man lebt und lässt leben. Alle Aktivitäten sind umweltschonend. Menschen wird — man möchte es ja kaum glauben — auch ein seelisches Innenleben zugestanden, Einfühlungsvermögen und Selbsterforschung werden bei den Teilnehmern großgeschrieben. Klingt nach einer guten Idee, die auch nach Deutschland rüberschwappen sollte. Toine Rongen

 

Society 4.0, die Initiative des Rotterdamer Professors Bob de Wit für eine neue, regional organisierte Gesellschaft breitet sich in den Niederlanden wie ein üppiger Gemüsegarten aus. Derzeit sind ihr zehn regionale Genossenschaften angeschlossen, 72 weitere sind in Vorbereitung.

Neben der Gesellschaft 4.0 blühen viele andere lokale Initiativen von Menschen, die sich von staatlicher Kontrolle und kommerziellem Druck befreien wollen. Ein paar Mal pro Woche erzielen Bob de Wit und Roel Wolfert volle Häuser, beispielsweise im ausverkauften Schloss Doorwerth in Arnheim, wo der visionäre de Wit seinen praktischen Zukunftstraum vorstellte, der auf lokale Autonomie und Vernetzung setzt. Inzwischen gibt es in den gesamten Niederlanden Gruppen, die die Ideen von De Wit in die Praxis umsetzen. Roel Wolfert, promovierter Wirtschaftswissenschaftler und Mitorganisator, erklärt, was sie antreibt:

„Wir bringen praktische Lösungen für ganz konkrete aktuelle Krisen ein, wie das Anlegen von Gemüsegärten, Felder mit echtem Getreide statt diesem Monsanto-Mist, lokale Währungen, freie Energiesysteme, die auf Nikola Teslas Erfindungen aufbauen.“

Die regionalen Gruppen arbeiten auf eine weitreichende lokale Autonomie hin, unter anderem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Ernährung und Energie. „Die Menschen kommen von überall her. Wir sind hier, um gemeinsam eine neue Welt aufzubauen“, so Wolfert.

Zum Jahreswechsel wird De Wit ein potenziell einflussreiches neues Buch veröffentlichen, in dem er zum ersten Mal einen Governance-Rahmen für seine lokale Revolution skizziert. Dazu gehört auch ein Vorschlag für eine direkte regionale Demokratie. Die Gruppen der Gesellschaft 4.0 sind nicht die einzigen, die sich nicht länger mit der immer stärkeren Kontrolle durch den Staat und die multinationalen Unternehmen abfinden wollen: Überall in den Niederlanden entsteht eine neue freie Welt.

Die heißen Themen der Gesellschaft 4.0 sind derzeit Ernährung und Energie, sagt Wolfert.

„Wegen der Inflation und der ständig steigenden Preise sind viele Menschen wirklich besorgt. Immer mehr Menschen wollen nicht mehr abwarten und fragen sich: Wie wollen wir das angehen und regeln?“

Die Gesellschaft 4.0 versucht, dafür praktische Lösungen zu finden. So gibt es beispielsweise Crowdfunding-Initiativen für Landwirte, die in Schwierigkeiten geraten sind. Mit einem solchen Crowdfunding konnte ein Landwirt kürzlich auf einen Schlag 850.000,- Euro bei seiner Bank abbezahlen. „In Absprache mit allen möglichen neuen Investoren aus der Region kann er nun bankenfrei weiter wirtschaften“, sagte er.

Wolfert selbst ist an einer Genossenschaft in Oss und Umgebung beteiligt, in der Hunderte von Menschen, vor allem Familien, zusammenarbeiten, um Lebensmittel zu beschaffen. Wie gehen sie dabei vor?

„Einige unserer Gruppe sind kürzlich zu regionalen Landwirten geradelt und haben gesagt: ‚Wir vertreten mehrere hundert Familien, können wir Vereinbarungen treffen, wie wir alle Lebensmittel bei euch kaufen können?‘ Dies ist für den Landwirt von Vorteil, da er so mehr seiner Produkte über den eigenen Hofladen verkaufen kann, anstatt sie an die bekannten Supermärkte zu verkaufen, wo er viel weniger Geld erhält. Das verschafft ihm mehr finanziellen Spielraum. Wenn wir große Mengen an Lebensmitteln kaufen, können wir im Gegenzug mit den Landwirten 10 bis 15 Prozent Rabatt aushandeln. Eine Win-Win-Situation sowohl für den Bürger, der weniger bezahlen muss als im Supermarkt, als auch für den Landwirt, der mehr Absatzsicherheit hat. Außerdem sind lokale Produkte, die frisch vom Land kommen, viel nahrhafter und auch schmackhafter.“

Wie entgeht die Gesellschaft 4.0 der Kontrolle der Regierung, die ihre Politik wie eine Dampfwalze ausrollt? Wolfert:

„Indem wir uns immer wieder neue Pläne ausdenken. So unterstützen wir beispielsweise Marcel van Silfhout, der mit seinem Projekt ‚Graan Geluk‘, (Getreideglück) ertragreiches Getreide anbaut. Zu diesem Zweck hat er bereits 32 Hektar gepachtet und kann Ende nächsten Jahres 150 Hektar Ackerland in unmittelbarer Nähe zu den bedrohten Natura-2000-Schutzgebieten erwerben. Sie betreiben dort auf traditionelle Weise moderne Landwirtschaft mit sehr wenig Kunstdünger, aber natürlichem Ziegen- und Kuhmist.“

Ist die Regierung dafür offen? Mit Unterstützung von Society 4.0 wandte sich van Silfhout an die Regierung mit der Frage: „Wir haben in den Niederlanden Land für die Landwirtschaft und für die Natur. Können wir zusätzlich eine Zwischenform einführen, wo man ernten darf? Dieser Vorschlag liegt nun dem Unterhaus, der sogenannten Zweiten Kammer, vor. Es wäre großartig, wenn diese Entscheidung positiv ausfallen würde. Dann könnten wir an den Rändern dieser Naturgebiete, unter anderem in der Veluwe, mit der Landwirtschaft beginnen. Dies sind potenziell gute Gebiete, die van Silfhout fruchtbar machen kann. Er tut dies übrigens mit Menschen aus den verschiedensten Umweltorganisationen, die zwar in einigen Bereichen unterschiedlicher Meinung sind, aber auf menschlicher Ebene sehr gerne zusammenarbeiten.“

Klingt das inspirierend?

„Auf jeden Fall! Mit Gran Geluk werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Das Projekt wirkt sich auf das Recht aus und schafft gleichzeitig ein schönes Getreideprodukt mit all den damit verbundenen Aktivitäten. So wird beispielsweise in einer Region eine Mälzerei gebaut, in der Gerste zu Malz für das Bierbrauen verarbeitet wird, das in Belgien bereits einige renommierte Preise gewonnen hat. Auch die Bäcker kehren zum echten Brotbacken zurück. Diese alten Körner haben einen um 40 Prozent höheren Nährwert als herkömmliche verarbeitete Körner. Es ist also ein Messer, das an vielen Kanten schneidet.“

Natürlich hat die Bewegung auch Rückschläge zu verkraften. Stimmt es, dass in einigen Regionen die anfängliche Begeisterung etwas abgeflaut ist? Wolfert: „In einer Welt, die sich zu einer neuen Welt wandelt, gibt es natürlich viele Herausforderungen. Auch die Menschen selbst befinden sich in einem Transformationsprozess.

Um unseren Seelen näher zu kommen, bringen unsere Initiativen die Verantwortung der Menschen zurück in die Region.

Dies erfordert auch, dass die Menschen oft anders als sonst miteinander umgehen, mehr auf einer Seelenebene mit echtem Einfühlungsvermögen. Ich sage oft zu Menschen, die neu hinzukommen, dass sie diese drei Dinge nacheinander tun sollen. Erforschen Sie zuerst. Sehen Sie sich um. Wer sind die Menschen, denen Sie sich angeschlossen haben? Mit wem fühlen Sie sich verbunden? Dann: erkennen. Wer ist diese Person? Wie ist sie, wo liegen ihre Qualitäten? Und schließlich: anerkennen. Lassen Sie die Person auf sich wirken und akzeptieren Sie sie so, wie sie ist. Versuchen Sie nicht, sie direkt zu ändern, lassen Sie sie so sein, wie sie ist. Für viele Menschen ist die Umwandlung in eine 4.0-Person ein schwieriger und manchmal schmerzhafter Prozess. Viele Menschen sind in einer hierarchischen Kultur aufgewachsen, aber genau das ist die Gesellschaft 4.0 nicht“, so Wolfert.

„Es ist eine Organisation von unten nach oben, nicht von oben gesteuert. Die Menschen kommen von überall her, aber Sie haben immer solche, die sofort mit anfassen, und solche, die sich beklagen. Diese Charakterisierung stammt von einer Gruppe, die ihr Volk aufforderte, ‚nicht zu klagen, sondern zu bauen‘. Die Bauherren sind die tatkräftigen, unternehmungslustigen Typen, die in Lösungen denken. Die anderen haben noch Zweifel, ob sie das Richtige tun, sehen eher Probleme als Lösungen, übernehmen noch keine Verantwortung und sind noch zu oft in ihrem Ego gefangen.

Ein Beispiel: Wir sind mit dem Arbeitsethos aufgewachsen, dass, wenn eine Person etwas tut, die andere es mit der gleichen Energie und dem gleichen Engagement angehen muss. Das müssen wir loswerden. Tun Sie einfach, was Sie wollen und was Sie können. Die Ergebnisse einer kleinen Gruppe können enorm sein. In unserer Gesellschaft 4.0 haben wir zum Beispiel mit zehn Menschen ein Ernährungssicherungspaket organisiert. Bald werden Hunderte von Familien in den Genuss kommen, das ist doch schön, oder?“

Wie geht die Gesellschaft 4.0 mit Spannungen um? Angenommen, der eine ist geimpft, der andere nicht? Wolfert:

*„Es ist wahrscheinlich kaum zu glauben, aber ich habe noch keine kontroverse Diskussion über dieses Thema gehört. Wir sind integrativ, wir ziehen ein breites Publikum an. Wir konzentrieren uns vor allem auf das, was uns eint, und nicht auf das, was uns trennt.

Da viele Familien mit Kindern beigetreten sind, ist die Zukunft unserer Kinder ein wichtiger Faktor. Was uns außerdem verbindet, ist die Überzeugung, dass wir eine bessere Welt aufbauen wollen, weil die alte buchstäblich zusammenbrechen wird.“

Zum Jahreswechsel werden Wolfert und De Wit zwei Bücher veröffentlichen. In „Building Society 4.0“ beschreiben sie noch detaillierter, wie autonome Regionen gegründet und gestaltet werden können In Demokratie 4.0 gibt De Wit praktische Hinweise darauf, wie eine neue, regionale Demokratie aussehen könnte.

Redaktionelle Anmerkung: Dieser Text erschien zuerst in der niederländischen Wochenzeitung De Andere Krant unter dem Titel „ Society 4.0: het nieuwe samen leven zet door“. Er wurde von Annette van Gessel für Rubikon übersetzt, etwas gekürzt und lektoriert.

Dieses Werk ist unter einer Creative Commons-Lizenz (Namensnennung – Nicht kommerziell – Keine Bearbeitungen 4.0 International) lizenziert. Unter Einhaltung der Lizenzbedingungen dürfen Sie es verbreiten und vervielfältigen.

Anzeigen von 11 Kommentaren
  • Kai
    Antworten
    Hallo Ihr Lieben!

    Gibt es so etwas auch in Deutschland?

     

    • Detlev
      Antworten
      Ja, aktuell organisieren sich in mehreren Regionen Gruppen.
      WIR im Münsterland sind seit Anfang 2023 dabei und das Interesse ist groß.

      Melde Dich gerne wenn Du Unterstützung brauchst.

      Grüße Detlev

    • Alois Kessel
      Antworten
      Hallo Kai,
      ja, das wird zZt auch in Deutschland verbreitet.
      Weitere Informationen in folgenden T-Kanälen:
      “Akademie 4.0: für den Aufbau einer neuen Gesellschaft”     und:
      “society 4.0”

      Es gibt sowohl life Vorträge, als auch online über Zoom

  • Stephan
    Antworten
    Hallo zusammen,

    es gibt eine ähnliche Initiative, gegründet vom Südafrikaner Michael Tellinger, die schon relativ weit gediehen ist. Sie ist international ausgerichtet und schon in den ersten kleinen Städten (in Südafrika und Libanon) gestartet. Sie heißt “One Small Town (can change the world)”, siehe hier: https://www.onesmalltown.org/

    Ich glaube, so kann Veränderung tatsächlich funktionieren, nicht das alte bekämpfen, sondern einfach mit was neuem anfangen, auch wenn es am Anfang viel Ausprobieren ist und nicht alles klappt. Aber wenn jeder einzelne Mensch ernst genommen und mit ins Boot geholt wird, dann ist alles mögliche möglich… 🙂

  • Bernd Dieter van Look
    Antworten
    @Detlef, mein Name ist Bernd Dieter. Ich wohne zurzeit in Hattingen an der Ruhr und suche für meine Zukunft ein Projekt wie ihr es beschreibt. Kannst du mir Kontaktadressen übermitteln bei denen ich wohnen und mitarbeiten kann? Mit herzlichen Grüßen Bernd Dieter van Look
    • Dagmar Maria
      Antworten
      Hallo Berd Dieter,

      Ich bin Dagmar Maria aus Mülheim an der Ruhr….wir sind für das Ruhrgebiet vor kurzem mit einer kleinen Gruppe gestartet…

      Du kannst gerne in unsere Gruppe kommen 😊

      Bitte sende mir eine mail und ich gebe Dir dann weitere Infos 🙏

      Dagwo@gmx.de

      Liebe Grüße aus MH

  • Hans-Jürgen Lippert
    Antworten
    Hallo Ihr Lieben, ich habe auch großes Interesse an diesem Projekt. Wohne in Bad Hersfeld in Nordhessen. Wir haben hier in der Nähe eine kleine Gruppe von 97 Menschen, die aber etwas verstreut wohnen. Wir treffen uns einmal im Monat zum Markttag und bieten unsere Produkte zum Selbstkostenpreis oder im Tausch an. Seht Ihr eine Möglichkeit, das auszubauen?
  • Erik Seifert
    Antworten
    Die Mitgliedsgemeinschaften des Global Ecovillage Network (GEN) Deutschland https://gen-deutschland.de sind auch zu einem Großteil als Genossenschaften organisiert. Also auch das Thema wohnen lässt im Sinne der Society 4.0 gemeinschaftlich organisieren.

    Im Projekt Trans Regio beschäftigen wir uns mit ähnlichen Fragen zu Regionalentwicklung und Re-Regionalisierung.

    • Ramona Wiesig
      Antworten
      Das Beste ist, Dank des “Society 4.0″ Mitbegründers” Roel Wolfert profitieren die Stakeholder  bei diesem wahnsinnig tollen Transformationsprojekt auch von umfangreicher  Expertise im Bereich Banking (former “VISA executive” ) and  Digital Currency.

      https://byeshares.com/advisors/

      Ich wünsche Euch ganz viel Spaß, bei Eurem alternativen Lebensprojekt, Ihr Lieben. Ihr leistet damit ohne Frage einen wichtigen Beitrag,  zu UN Agenda 2030 und zum erreichen der  Global Development Goals.

       

  • Alois Kessel
    Antworten
    Society 4.0 – eine Zukunftsperspektive in Zeiten des Wandels
    Online-Vortrag mit Christiane Lüpken
    Viele Menschen spüren, dass wir uns gerade in einer Zeit des Wandels befinden
    und wir mit großen Herausforderungen konfrontiert sind, die unsere Gesellschaft in
    allen Bereichen stark verändern werden. Auf der Suche nach Antworten wurde ich
    Ende 2022 auf „Society 4.0“ aufmerksam, eine Art Bürgerbewegung in den Niederlanden
    und Belgien, in der die Belange der Menschen in den Regionen im Mittelpunkt
    stehen. Da ich die niederländische Sprache verstehe und spreche, habe ich
    im Laufe des Jahres 2023 Einblicke gewinnen können und engagiere mich ehrenamtlich
    für den Aufbau und die Verbindung von Society 4.0 Regionen. Inzwischen
    sind auch in Deutschland einige Initiativen entstanden.
    Hintergrund für „Society4.0“ ist das gleichnamige
    Buch von Prof. dr. Bob de Wit, in dem er
    eine hoffnungsvolle Perspektive auf die neue
    Bürgergesellschaft der Zukunft vorstellt. Bob de
    Wit kommt aus Rotterdam und ist Professor für
    „Strategic Leadership“ an der Nyenrode Business
    University. Sein wichtigstes Forschungsgebiet
    ist die wirtschaftliche und gesellschaftliche
    Transformation durch digitale Technologien
    und Entwicklungen in den Bereichen Biotechnologie
    und Energie. Als „akademischer Visionär“
    sah er schon vor vielen Jahren die
    gesellschaftliche Transformation voraus, in der
    wir uns jetzt befinden.
    Zeit: Montag 26.2. 2024 um 19 Uhr
    Dauer: ca. 90 min
    Ort: online, live, per zoom. Der Link wir einen Tag vorher verschickt.
    Anmeldung: E-mail christiane-luepken@society4th.org mit Betreff „26.2. Online“

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