Die Macht der Vielen

 in DER BESONDERE HINWEIS

Freien und unabhängigen Journalismus zu fördern, ist für den Einzelnen ein kleiner Schritt — jedoch ein großer für die Sache des humanen Widerstands. Die Corona-Opposition hat es momentan nicht leicht. In Zeiten, in denen die Demonstrationsbewegung infolge staatlicher Repression zu verebben droht und der Ausgang der Bundestagswahl für kritische Menschen wohl eher eine entmutigende „Botschaft“ war; in Zeiten, in denen sich die Spaltung der Gesellschaft vertieft und ein Impfzwang von der Politik ernstlich ins Auge gefasst wird, ist es umso wichtiger, dass eine weitere Säule des Widerstands steht: die freie und unabhängige Medienlandschaft. Die Sache hat nur einen Haken: Wir brauchen eine finanzielle Grundversorgung, um die Qualität unserer Berichterstattung aufrechtzuerhalten. Und da kommt Ihr ins Spiel… Roland Rottenfußer

 

„Akzeptieren und weiter“ oder „Alle akzeptieren“. Solche Pop-Ups finden Sie mittlerweile auf fast allen Webseiten. Sie blenden sich ungefragt ein und verdecken den redaktionellen Inhalt. Erst wenn Sie per Maus „akzeptieren“ anklicken, dürfen Sie den ganzen Inhalt des Beitrags lesen. Manche schreiben sogar wahrheitswidrig „Wir respektieren Ihre Privatsphäre“ — und spionieren unsere Lesegewohnheiten aus. Zur Zustimmung werden meist nur Pseudo-Alternativen angeboten, zum Beispiel ein Online-Abo abzuschließen.

Diese „Akzeptieren“-Buttons stehen symbolisch für den autoritären Geist im Land, für eine Welt, in der es zunehmend nur eine Option gibt: die Unterwerfung unter das Vorgegebene. Ob dieser Anspruch nun von Regierungsseite erhoben wird oder von Privatfirmen, ist dabei zweitrangig. Vielfach gleicht das „Leseerlebnis“ im Internet einem fast verzweifelten Kampf gegen Pop-Ups, die — wie bei der virtuellen Moorhuhn-Jagd — „abgeschossen“ werden müssen. Dabei ruckeln die Werbeanzeigen oft hin und her, ändern ihre Position, oder die Wegklickfunktion ist nur sehr schwer zu finden. Auf manchen Seiten blenden sich gar lärmende Kommerzvideos ungerufen ein.

Werbung dieser Art ist die zur Gewohnheit gewordene Respektlosigkeit gegenüber dem Leser. Die dahinterstehende Mentalität ist: „Es ist uns egal, ob euch das stört, wir wollen es so, und da müsst ihr durch.“ Der Mensch wird auf diese Weise zum willen- und würdelosen Hohlraum degradiert, in den Werbetreibende in Absprache mit den Plattformen ihre Inhalte beliebig einfüllen können.

Respekt vor dem Leser

Warum ich das so ausführlich beschreibe? Nun, wie Ihr seht, werdet Ihr auf Hinter den Schlagzeilen nicht so behandelt. Und das ist auch kein Zufall, weil wir etwa vergessen hätten, auf unserer Seite „Cookies“ platzieren zu lassen — nein, es ist Teil unserer Philosophie als alternatives und kritisches Medium, das sich nicht zuletzt auch den Schattenseiten der Digitalisierung widmet. Wir möchten nicht, dass Inhalt und Form unseres journalistischen Handelns so weit auseinanderklaffen.

Mit dieser den Lesern gegenüber fairen Vorgehensweise sind wir bis jetzt gut gefahren. Unsere Zugriffszahlen sind nicht fantastisch, aber auf gutem Niveau stabil und steigen in den letzten Wochen sogar wieder an. Dies ist bemerkenswert, da wir unbequemen und in vieler Hinsicht auch „anstrengenden“ Stoff bieten, aus dem öffentlichen Raum teilweise verbannt sind und vielfach auch diffamiert werden. Dennoch wird unsere Arbeit von vielen geschätzt, und die Redaktion ist selbstverständlich bestrebt, das Angebot weiter zu verbessern.

Vor allem Neuleserinnen und -lesern ist es aber vielleicht nicht bewusst: Hinter den Schlagzeilen wird von dem gemeinnützigen Verein „Initiative für eine humane Welt“ getragen und lebt ausschließlich von Spenden. Wir sind also auch in Zukunft dringend auf Ihre Unterstützung angewiesen.

Warum wir auf Spenden angewiesen sind

Wir haben weder Werbe-Einnahmen über Anzeigen, noch arbeiten wir mit „gesponsorten“ Artikeln oder ähnlichem. Unsere Leserinnen und Leser können sich darauf verlassen, dass es für die Veröffentlichung eines Artikels keine anderen als weltanschauliche und inhaltliche Gründe gibt. Deshalb sind wir auch unabhängig und nicht von finanziellen Interessen geleitet. Man kann uns nicht „kaufen“.

Wie anfangs dargelegt, garantiert unsere vollständig werbefreie Seite damit auch ein störungsfreies Lesen, was wir als Ausdruck von Respekt vor unserer Leserschaft verstehen.

Bei uns wird die Privatsphäre der Leser gewahrt! Unsere Seite „trackt“ niemanden — ein wohltuender Kontrast zu einem unguten Trend, der sich unter anderem in „Tracking Apps“ ausdrückt. Wir erfassen im Gegensatz zu anderen Seiten nicht die Lesegewohnheiten unserer Leser, da wir in unserer Software keine Cookies der großen Digitalkonzerne versteckt haben.

Wir sind auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen: Auch wenn ein sehr kleines „Kernteam“ ebenso kleine Aufwandsentschädigungen bezieht, „arbeiten“ sehr viel ehrenamtlich mit. Vor allem denke ich dabei an unsere Autorinnen und Autoren, unsere Kommentatorinnen und Kommentatoren, von denen wir immer wieder wertvolle Kritik und inhaltliche Anregung beziehen.

Natürlich wird auch für unseren karitativen „Arm“, die Initiative „GriechInnenhilfe“, federführend und völlig entgeltfrei betreut von Holdger Platta, sehr viel ehrenamtliche Arbeit geleistet. Und viele werden mir bei dem, was ich jetzt schreibe sicher zustimmen: Ohne die GriechInnenhilfe wäre HdS nicht das, was es ist: ein Magazin, für das Humanität nicht nur eine Aufforderung an alle anderen ist, sondern das diese Humanität auch selbst praktiziert – so klein die „Tropfen“ auch sein mögen, die wir auf den riesigen heißen Stein des Weltelends träufeln.

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch einmal die Fotografinnen und Fotografen der Plattform https://pixabay.com, deren oft sehr schönen Bilder dort umsonst von uns übernommen werden können. Ohne dieses großzügige Angebot wäre unsere reichhaltige und, wie ich finde, attraktive Bebilderung auf Hinter den Schlagzeilen nicht möglich.

Herzlich danken möchte ich an dieser Stelle auch dem Team des Rubikon, www.rubikon.news, das uns die Übernahme von sehr vielen Artikeln aus ihrem qualitativ hochwertigen Angebot erlaubt hat. Diese Artikel sind aber nicht einfach Diebesgut, das wir bei Fremden abgreifen, ich habe sie als Rubikon-Redakteur vielfach selbst ausgewählt und sorgfältig mit Überschriften sowie Vorspännen versehen, so dass ich zu allen Artikeln eine „Beziehung“ habe und sich durch meine Arbeit für beide Magazine „Synergien“ ergeben.

Unsere Strategie birgt, so ehrenhaft sie sein mag, ihre Risiken, aber sie hat uns bis jetzt über viele Jahre getragen. Mit Ihrer Hilfe wird das auch so bleiben. Wenn wir finanziell akzeptabel ausgestattet sind, werden unsere Mitarbeiter ihre ganze Kraft in ihre Arbeit investieren können, ohne Raubbau mit dieser betreiben zu müssen. Auch die Qualität und die Reichhaltigkeit der Beiträge werden wir so aufrechterhalten können.

Ein einseitig-parteiisches Magazin?

Ich will an dieser Stelle noch auf den politischen Hintergrund unserer Arbeit eingehen. HdS war nicht von Beginn der Corona-Krise an als einseitig parteiische „Propaganda“-Website für die Kritiker der Corona-Politik gedacht gewesen. Vielmehr hätte sie als Plattform auch für eine sachliche, argumentative und belegte Debatte über alle Themen, die mit Corona und Coronapolitik zu tun haben, dienen können. Ja sogar heute noch könnten Meinungen hier ihren Platz finden, die „Zweifel an den Zweifeln“ anmelden – Ansichten zum Beispiel, die die Gefährlichkeit des Virus und das durch ihn ausgelöste Leid in den Vordergrund stellen. Leider ist eine solche „gemischte Redaktion“ aber bislang daran gescheitert, dass sich solche sachlichen Befürworter der Coronapolitik schlicht nicht fanden.

Insbesondere Holdger Platta hat mittlerweile die Erfahrung machen müssen – sogar bei guten alten Freunden -, dass auf sein Angebot, bei uns auch sachliche Kritik an unserer sachlichen Kritik veröffentlichen zu können, mit persönlichen Beleidigungen oder Vorwürfen reagiert wurde, nicht aber mit argumentativen Debattenbeiträgen. Da ist von „Faschismus“ die Rede, von „Dümmlichkeit“, von „Irren“ oder „Wichtigtuern“, von „Nichtdenkern“ und „Hetze“, ohne dass die Betreffenden offenkundig bemerken, dass so mancher dieser Vorwürfe eher auf sie selber zutreffen könnte.

Wie hinlänglich bekannt ist, leben wir seit fast zwei Jahren nun in einer „neuen Normalität“. Im Gegensatz zum bekannten Vers der Nationalhymne regieren Uneinigkeit, Unrecht und Unfreiheit. Die Bevölkerungsmehrheit hat diese Politik bei der Wahl Ende September durchgewunken, was einen enorm demoralisierenden Effekt auf die Demokratiebewegung haben kann. Grundrechtsdemonstrationen finden seltener oder mit geringerer Teilnehmerzahl statt als noch 2020 — auch weil sie grundgesetzwidrig schon im Vorfeld verboten werden.

Die Zensur — „privat“ zwar, doch in Übereinstimmung mit den Interessen des Corona-Regimes — greift um sich. Überall wird der Zugang zu unabhängigen Informationen erschwert, und die abhängigen deformieren den Geist vieler unserer Mitbürger in spürbarer Weise. Das Klima in der Bevölkerung ist gereizt, Anhänger und Kritiker der herrschenden „Corona-Linie“ dreschen mittlerweile enthemmt aufeinander ein – verbal und in Einzelfällen auch schon physisch. Dringend wäre eine Entspannung der Situation und die Befriedung eines aufgebrachten Landes notwendig. Und ja, auch unser „Lager“ könnte durch eine entschärfte Sprache dazu beitragen und ist selbstverständlich dazu aufgerufen, friedlich zu bleiben.

Versöhnung bleibt aber schwierig, wenn die eine von zwei Seiten eines gespaltenen Landes die andere noch immer auf brutale Weise unterdrückt und ausgrenzt. Die neuesten Ereignisse lassen darauf schließen, dass die Scholz-Regierung auf Zuspitzung statt auf Befriedung des Konflikts und auf völlige Unterwerfung der missliebigen Bevölkerungsminderheit aus ist. Die Ernennung von Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister sowie eines Generals (!) zum Chef des Corona-Krisenstabes lässt nichts Gutes ahnen. Vor allem aber markiert die anvisierte Impfpflicht eine bisher nie gekannte Eskalation, die im Endeffekt nicht nur viele Menschen auf die Straße, sondern auch völlig Unschuldige in „Beugehaft“, also ins Gefängnis bringen könnte – Menschen, die nichts anderes wollen als mit ihrem „alten Körper“ weiter unbehelligt und unter Wahrung ihrer physischen Selbstbestimmung als Teil diese Gesellschaft weiterzuleben. Ich kann nur hoffen, dass das alles nicht ganz so schlimm kommen wird, wie zu befürchten ist.

Spärlich dosierte Freiheit als Gehorsamsprämie

Es gibt auch im „Mainstream“ moderate Stimmen. Die von Diskutanten auf BILD TV wie Nena Schink und Ulrich Jörges ausgegeben Parole lautet sinngemäß: „Impfen ist gut und nützlich, es sollten sich besser noch mehr Menschen impfen lassen — wir sind es natürlich auch —, aber die Diskriminierung der Ungeimpften ist schädlich, man sollte sie in Ruhe leben lassen. Nachdem jeder ein Angebot bekommen hat und die Pandemie im Griff ist, wäre die Aufhebung aller Maßnahmen gerechtfertigt — sofort.“ So viel Einsicht kann man von den „anspruchsvollen“ Medien dieses Landes offenbar nicht erwarten.

Dennoch hätte das Projekt des „Teams BILD“ — falls es jemals in die Tat umgesetzt werden sollte — seine Tücken. Noch immer wäre der Corona-Schock als Ganzes nicht aufgearbeitet, die Verantwortlichen dürften — wie Markus Söder, der Anfang des Jahres widerrechtlich Millionen von Bayern einsperrte — weiterwursteln, ohne behelligt zu werden. Ein Geist der Spaltung und der Diskriminierung politisch und medizinisch Andersdenkender würde weiterexistieren, selbst wenn er staatlicherseits nicht länger vorangetrieben würde. Vor allem: Ein zu positives und realitätsblindes Bild von der Wirkung der Corona-„Impfungen“ würde unkorrigiert weiter in den Köpfen herumspuken und die Gesundheit vieler bedrohen.

So lange die Herrenmentalität der Politikerkaste nicht auf das Deutlichste diskreditiert wäre und so lange nicht klar wäre, dass Machthaber unsere Freiheitsrechte nicht nach persönlichem Gusto gewähren oder entziehen können — so lange schwebte die Gefahr weiterer Staatswillkür ständig über unseren Köpfen. Die nächste Mutante, die nächste ansteckende Krankheit, der Klimaschutz oder der Schutz vor neuen terroristischen Attentaten könnte dem nächsten kleingeistigen Gernegroß in einer Machtposition als Vorwand dienen, um abermals „die Zügel anzuziehen“. Die Bewusstseins- und Politikwende müsste eine viel grundlegendere sein, damit wir Oppositionellen uns zurücklehnen oder gar das Siegertreppchen besteigen könnten.

Freedom Life statt Freedom Day

Ein Freedom Day innerhalb des nächsten Jahres — vielleicht, wenn Infektionszahlen und Impfquote den Regierenden dann genehm sind — könnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine gnadenhalber gewährte Freiheit handeln würde. Es wäre keine von den Bürgern selbst wirklich gewollte und erkämpfte Freiheit. Vor allem würde sie nicht auf einem Naturrechtsbegriff beruhen, wie ihn Friedrich Schiller in „Wilhelm Tell“ poetisch darstellte.

„Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, wenn unerträglich wird die Last — greift er hinauf getrosten Mutes in den Himmel, und holt herunter seine ew‘gen Rechte, die droben hangen unveräußerlich und unzerbrechlich wie die Sterne selbst.“

Aber scheren sich Politiker um Naturrechte, die ihrem eigenen Selbstverständnis nach über der Natur stehen oder gar Gott zu spielen versuchen, indem sie das allsehende Auge mithilfe tausender Überwachungskameras zu imitieren versuchen? Die Freiheit, die ich meine, ist kein Hundekuchen, den man erfolgreich Dressierten gönnerhaft hinwirft.

Konkret gesprochen: Sie ist keine Belohnung für ausreichenden Impfeifer, sondern — wie die Bezeichnung „Grundrecht“ eigentlich aussagt — etwas, was dem Menschen grundsätzlich und immer zukommt. Die Menschen brauchen keine Repressionspause, sondern dauerhafte Ruhe vor den ihr Leben erstickenden Nachstellungen selbst ernannter Eliten. Sie brauchen Freiheit — keinen Freigang, der nur für kurze Zeit das Gefängnissystem vergessen macht, in dessen Rahmen er „gewährt“ wurde. Wir wollen keinen Freedom Day, sondern ein Freedom Life.

Wozu „freie Medien“?

Das heißt auch: So lange die Lage ist, wie sie ist, bleibt das Fortbestehen eines Medienprojektes wie HdS unvermindert oder gar noch mehr als zuvor eine dringende Notwendigkeit. Und auch wenn wir „Alternativen“ vorläufig nicht über die „Etablierten“ obsiegen können, bleibt unsere bloße Existenz doch eine Provokation und ein potenzieller Anlass, aus dem sich einmal etwas Größeres entwickeln könnte. Warum sonst reagieren die Etablierten so ungnädig auf uns, holen mangels Argumente den Diffamierungs-Holzhammer aus dem Schrank, um uns mundtot zu machen?

Da ich selbst nicht nur „Medienmacher“, sondern auch Leser und Konsument bin, beobachte ich bei mir folgenden Effekt: Die Beharrlichkeit und der Mut Anderer ermutigt mich; das Nachlassen von Engagement bei Weggefährten und Vorbildern oder bei von mir zu aktuellen politischen Fragen oft genutzten Medien und „Influencern“ erlebe ich eher als Dämpfer. Ich fühle mich dann mit meinen Gedanken und Zweifeln streckenweise allein, frage mich, ob nicht alles auf eine schmerzliche Niederlage „unserer“ Denkrichtung hinausläuft, ob mein eigenes Durchhalten noch Sinn macht.

Ich weiß: Was manche Vorbilder mir bedeuten, bedeutet vielfach Hinter den Schlagzeilen anderen Menschen. Viele Kommentare und Feedbacks signalisieren uns das. Das ist nicht nur erfreulich für uns im Team, es bedeutet auch Verantwortung. Wir wollen und wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen — gerade auch weil der Höhepunkt des oppositionellen Optimismus beim Corona-Thema mit dem Sommer 2020 schon überschritten war.

Es brodelt in der Bevölkerung

Ist alles schon verloren? Ich glaube nicht. Viele Menschen, auch solche, die keinen Zugang zu alternativen Corona-Informationen haben, sind frustriert, psychisch und wirtschaftlich angeschlagen, der fürsorglichen Entmündigung durch Papa Staat überdrüssig. Sie spüren, dass mit der offiziellen Erzählung etwas nicht stimmen kann und suchen nach Informationen und Impulsen, die ihnen helfen, die Ursache ihrer Gefühle zu verstehen. Zudem erfahren sie, dass sie nicht allein sind und dass das Empfinden von Aussichtslosigkeit, das sie manchmal beschleicht, eben auch eine politisch gewollte und medial stimulierte Gemütsregung ist.

Wenn ich mit Menschen spreche, die sich noch nicht gänzlich hinter einem regierungstreuen Narrativ verbunkert haben — so höre ich oftmals sehr traurige Geschichten. Geschichten von Menschen, die sich im Moment ihres größten politischen Kampfes allein gelassen fühlen — gerade von denen, die ihnen am nächsten standen und die sich in diesem Konflikt mit traumwandlerischer Sicherheit auf die Seite des Gegners gestellt haben. Menschen, die anfangs einen Impuls des Aufbegehrens gespürt haben, diesen jedoch wieder tief in sich begruben, weil der „Schleier der Lüge“ (Vaclav Havel) undurchdringlich schien. Menschen, die — in dumpfes Brüten versunken — von einem einzigen überzeugenden Satz wieder aufgerichtet werden können wie eine lange vernachlässigte Zimmerpflanze vom ersten Tropfen aus der Gießkanne. Ich kenne diesen Effekt auch aus der Perspektive des Mediennutzers, weil ich immer wieder Freude an den Gedanken unserer ausgezeichneten Autorinnen und Autoren habe.

Hinter den Schlagzeilen wird nicht schwächeln

Und genau deshalb muss HdS nicht nur weiterleben, er darf auch nicht schwächer werden oder seine Angebotspalette reduzieren. Wir sehen, dass in unserem Land ungeheure Dinge passieren. Sicherlich haben Sie davon gehört: YouTube zensierte jetzt sogar die Videos ausgewiesener Experten, weil diese sich an der missliebigen Aktion #allesaufdentisch beteiligt hatten. Man hält es nicht einmal für nötig, für diesen intoleranten Akt eine schlüssige Begründung zu liefern.

Hinter den Schlagzeilen als Webseite ist nach jetziger Rechtslage nicht so leicht „abzuschalten“. Sie ist auch nicht käuflich oder zu unterwandern. Das Einzige, was uns derzeit zu Fall bringen könnte, ist finanzielle Austrocknung. Das Gute ist dabei: Viele Menschen, die sich in politischen Auseinandersetzungen oft machtlos fühlen, können gerade auf diesem Gebiet etwas bewirken: mit ihrer Spende. Natürlich ist Geld nicht alles, und HdS ist gewiss nicht das einzige unterstützenswerte Projekt. Aber Geld spielt eben auch eine Rolle, weil es Würdigung bedeutet, Unterstützung und die Befreiung für uns Mitarbeiter von der lästigen Pflicht, uns noch anderswo durch einen ungeliebten „Brotjob“ zu finanzieren. Das hilft auch der Qualität unseres Magazins.

Nicht weil wir diesen Konflikt sicher gewinnen werden, zählt unser Tun, sondern weil wir Menschen dabei helfen, sich im Trommelfeuer deformierender Propaganda nicht selbst zu verlieren. Darin bestärken uns auch zahlreiche Leserzuschriften. Die intakte menschliche Seele ist das Samenkorn, aus dem alles andere wächst. Deshalb tun Kräfte mit Neigung zum Machtmissbrauch alles, um die Entfremdung der Menschen voranzutreiben. Die erste Aufgabe von Opposition ist es, standhaft zu bleiben und dadurch den Meinungspluralismus gegen eine Monokultur der Alternativlosigkeit zu verteidigen. Die zweite Aufgabe besteht darin, guten Argumenten eine Plattform zu bieten. Beides konnte Hinter den Schlagzeilen in den vergangenen Jahren leisten und wird es auch weiterhin tun.

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Menschen, die den „G“-Kriterien entsprechen, strömen in die Freizeit- und Spaßtempel des Landes, und viele achten nicht darauf, dass Ungeimpften und anderer Systemopfer draußen bleiben müssen. Machtpolitiker triumphieren, Diskriminierungsprofis feixen. Währenddessen gedeiht im Schatten eine „Subkultur“, die versucht, was in einer Demokratie eigentlich selbstverständlich sein sollte, es jedoch längst nicht mehr ist: Menschlichkeit, Freiheit und Pluralismus wenigstens als Ideen zu bewahren. Dieses Pflänzchen wird den Winter überleben. Und kann sogar noch wachsen.

Mit Eurer Hilfe.

PS: Hier natürlich noch alle Daten, die Ihr benötigt, um HdS wieder oder weiter unterstützen zu können:

Unsere Spendenkontonummer:
Inhaber: IHW
IBAN DE 09 2605 0001 0056 0608 74
BIC: NOLADE 21GOE
Stichwort: HdS
Sparkasse Göttingen

Showing 3 comments
  • Ulrike Spurgat
    Antworten
    Lieber Roland,

    ausdrücklich will ich mich bedanken für die sinnvollen Informationen die die sehr notwendigen Hintergründe wie technisch gemurkst wird aufzeigen, was da ohne mein Wissen auf dem Laptop hinter dem Rücken geschieht.

    Mich überfordert das um es so zu sagen wie es ist.

    Es bleibt ein Nachteil, wenn die Fähigkeit des technischen Verständnisses diese so nutzen zu können wie es notwenig wäre denen konkret auf die Schliche zu kommen wenig entwickelt ist.

    Es bleibt fremd und komisch….Wir sprechen mit Maschinen….., der Mensch aber ist und bleibt analog.

    Technisch nix auf der Pfanne könnte man sagen, allerdings weit von einem Trauma entfernt……….

    Zustimmen will ich und bestätigen den unmittelbaren den Zusammenhang bei HdS verbleiben zu wollen eindeutig mit der kontinuierlich großzügig konkreten und selbstlosen Unterstützung – seit vielen vielen Jahren – in und für die GriechInnenhilfe zu tuen haben, die den Unterschied deutlich zeigt aber keinesfalls heißen soll andere Formate bei den alternativen Medien nicht zu schätzen.

    Ach ja, die Bilder und die Titel bei HdS machen neugierig auf mehr und so soll es ja auch sein.

    Holdger erwähnte kürzlich, dass einige Leser die Möglichkeit eines Geldbetrages den sie überweisen wollen so einsetzen, dass sie ihn teilen, ich halte das für eine gute Idee.

    Vielen vielen Dank für die tägliche Verlässlichkeit der eingestellten Artikel zu brand aktuellen Themen und auch die Mucke muss erwähnt werden.

    Das und vieles mehr macht HdS aus aber auch die fleißigen Kommentatoren und natürlich sind die Frauen, wie Bettina (wo bist du ?), Heike, ak zu 100% nicht vernachlässigt in meiner Denke, und dann Volker (der mich zum Lachen bringen kann mit seinem glänzenden, galligen und tiefsinnigen Humor und seinem Mut all dem was andere uns einbrocken die Stirne zu bieten. Der Freiherr mit seiner eindeutigen Handschrift den Gedankengängen und rebellischen Blitze die mich immer wieder erfreuen können. eEn mutiger Mann der für die Freiheit radikal eintritt.

    Auch den Ungenannten die vielen Namen kann ich mir nicht merken dennoch wünsche ich auch ihnen etwas Ruhe in sehr unruhigen politischen Zeiten.

    Frei nach Kästner, dass man nicht auch noch den Kakao trinken sollte durch den man gezogen wird, Ulrike

     

     

     

     

  • Kevin G.
    Antworten
    Ja,freier und uinabhängiger Journalismus ist wichtiger denn ja. Und dafür steht „HDS“, zum Glück!! Eben las ich mit Bestürzung, dass MArtin Lejeune gegen die Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ und Anselm Lenz polemisiert, und offenbar  in das Lager der“Impfbefürworter gewechselt ist.  Zitat: „Die mRNA-Impfungen führen zu einer gewünschten Immunantwort. Kommt es zu einer Coronavirus-Infektion, ist das Immunsystem vorbereitet.“ Erinnert sich noch jemand an letztes Jahr, da haben „Anni und Martin“ regelmäßig von den Grundrechte-Demos und gegen die Maßnahmen berichtet, und wie viele Menschen haben ihnen nicht gespendet, im festen Glauben , die beiden  stünden auf „ihrer Seite“? Bitte HDS, erforscht doch einmal die Hintergründe und berichtet über dieses Thema, dieses seltsamen Gesinnungswandel.! Ich kann es immernoch nicht fassen. Aber Ihr finden diesenArtikel, in dem auch der Philosoph Giorgio Agamben angegriffen wird , aktuell auf der Seite von Martin Lejeune, lustigerweise wirft sich Martin Lejeune auch noch für Olaf Scholz ins Zeug, weil ihm angeblich ein „Falschzitat“ untergeschoben wurde.

    https://www.martinlejeune.de/renommierte-verlage-haben-offenbar-kein-problem-mit-dem-kurs-von-agambens-zeitschrift-demokratischer-widerstand/

    • Lügen haben kurze Beine
      Antworten
      Lejeune hat auch die Ahrtal Katastrophe „ausgeschlachtet“.  Behauptet es hätte für Notfallpatienten nur einen zeitlich begrenzten Notfallbus, obwohl das Krankenhaus in Bad Neuenahr Ahrweiler immer noch eine Notfallambulanz hatte. (ein paar Minuten Internet- Recherche um das zu überprüfen, waren genug) Halbwahrheiten können manchmal schlimmer sein als Lügen.

      Es ist schwierig herauszufinden, wer überhaupt vertrauenswürdig ist. Am besten mal ein paar Tage offline, auf die eigene Stimme hören. Abschalten.

       

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