Die Mega-Manipulation

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Mit Corona hat die ideologische Konditionierung der Bürger in der Fassadendemokratie ihren Gipfelpunkt erreicht. Sein Buchkonzept entstand lange vor Entdeckung des Virus SARS-CoV-2. Das gilt auch für die meisten der Beiträge bewährter Autorinnen und Autoren, die Ullrich Mies für sein ambitioniertes Projekt „Die Mega-Manipulation“ zusammengetragen hat. Nichts hätte aber den Wahrheitsgehalt der im Buch versammelten Analysen klarer belegen können als die wahnwitzigen Ereignisse der letzten sechs Monate. Es zeigt sich eine in dieser Form von vielen kaum für möglich gehaltene Renaissance des Untertanengeists, die jedoch das Ergebnis Jahrzehnte langer erfolgreicher Konditionierung der Bürger durch staatliche Propaganda ist. Es ist das richtige Buch zur richtigen Zeit. Ullrich Mies schlägt in seinem hier veröffentlichten Vorwort die Brücke von allgemeinen Beobachtungen über den Fassadencharakter der westlichen Demokratien zu den aktuellen Ereignissen. Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Sammelband „Mega-Manipulation“, herausgegeben von Ullrich Mies.

Sowohl Titel als auch Untertitel dieses Buches liegen drei Behauptungen zu Grunde:

Mega-Manipulationen finden statt. Die Öffentlichkeit wird ideologisch konditioniert. „Wir“ leben in einer Fassadendemokratie.

Mega-Manipulation? Schon wieder eine dieser maßlosen Übertreibungen, Luft- und Fake-Nummern, um die Öffentlichkeit auf das falsche Gleis zu lenken? Um Verschwörungstheorien zu verbreiten? Und mit der Einordnung „unserer“ Demokratie als Fassadendemokratie sogleich das ganze politische System und seine Repräsentanten zu verunglimpfen?

Für die ersten beiden Behauptungen liefern die Autorinnen und Autoren dieses Buches hinreichende Anhaltspunkte. Generell stellt sich aber die Frage: Warum finden Manipulation und Propaganda überhaupt statt, wenn „wir“ — wie immer behauptet — in gut funktionierenden westlichen Demokratien leben? Und was sagt es über die Qualität der Demokratie aus, wenn sich die sogenannten Repräsentanten des Volkes und die Regierungen des „freiheitlichen Westens“ für ihre kranke Politik die Zustimmung ihrer Völker nur noch mithilfe von Manipulationen und Propaganda sichern können?

Und was bedeutet es, wenn zumindest Teile der Öffentlichkeit dennoch erkennen, dass Politik nahezu ausschließlich gegen die überwiegende Mehrheit betrieben wird und ihre Lebensrealität mit den propagierten Narrativen nicht in Einklang zu bringen ist? Sind „wir“ dann nicht bereits in einer neuen Herrschaftsform angekommen? Ist die gezielte Verwirrung und die tägliche Gehirnverschmutzung des „Souveräns“ nicht der eindeutige Beweis für den Fassadencharakter der westlichen Demokratien?

Kurz vor Fertigstellung des Buches überraschten uns die Herrschenden mit einem transnationalen Ausnahmezustand im Zusammenhang mit der ausgerufenen Corona-Pandemie. Seit Ende Februar 2020 haben sie nun die Gewissheit, dass sie breite Massen mit der Herstellung von Angst jederzeit unter Kontrolle haben, sie psychologisch perfekt steuern und in lemminghaftes Panikverhalten versetzen können. Die Autoritätshörigkeit der Massen ist beklemmend, ebenso ihre angstgesteuerte Bereitschaft, auf alle bürgerlichen Freiheiten zu verzichten. Sie glauben ausgerechnet den Zentren der Macht und stellen sich nun bereitwillig unter den Schutz derjenigen, von denen sie seit Jahrzehnten verraten, ausgeplündert und kujoniert werden (1).

„Als Machttechnik ist die Erzeugung von Angst sehr viel wirksamer als eine Manipulation von Meinungen. (…) Angst ist dabei eines der stärksten Gefühle; sie ist ein Grundaffekt unserer Psyche …“ (2).

„Regierungen lieben Krisen, denn wenn die Menschen Angst haben, sind sie eher bereit, Freiheiten gegen das Versprechen aufzugeben, die Regierung werde sich um sie kümmern. Nach dem 11. September haben die Amerikaner zum Beispiel die fast vollständige Zerstörung ihrer bürgerlichen Freiheiten durch die hohlen Sicherheitsversprechen des Patriot-Gesetzes akzeptiert. (…) Der Wahnsinn über das Coronavirus beschränkt sich nicht nur auf Politiker und die medizinische Gemeinschaft. Der Chef des neokonservativen Atlantikrats hat diese Woche einen Leitartikel geschrieben, in dem er die NATO auffordert, eine Kriegserklärung nach Artikel 5 gegen das Covid-19-Virus zu verabschieden! Werden sie Panzer und Drohnen schicken, um diese mikroskopisch kleinen Feinde auszulöschen?“ (3).

Die neoliberale Konterrevolution hat im Bildungswesen und damit im Bewusstsein der Massen erhebliche Spuren hinterlassen (4), sie für apolitisches, kritikloses Verhalten und autoritäre Konzepte empfänglich gemacht und zu einer tiefgreifenden kollektiven Verdummung geführt (5).

Die erschütterndste Erkenntnis aus der Coronakrise ist jedoch das freigelegte deutsche „Kulturgut“ des Untertanengeistes zahlloser Zeitgenossinnen und -genossen.

Die Massenmedien als sogenannte Vierte Gewalt im Staate sind gescheitert. Sie haben ihre degoutante und servile Nähe zu Regierungen, Großkonzernen, NATO-Militärapparaten und dem marktradikalen EU-Projekt tausendfach bewiesen. Dasselbe gilt für eine Vielzahl sogenannter sozialer Medien und NGO’s als nützliche Helfer der Machtzentren.

„Die sogenannten sozialen Medien haben Wege eröffnet, die verbliebenen Reste argumentationsbasierter Kommunikation aus den Köpfen zu spülen und ein Rauschen zu erzeugen, das Machtverhältnisse einer rationalen Verstehbarkeit entzieht und somit unsichtbar macht“ (6).

Als kritische Begleiter des Zeitgeschehens und Kontrolleure der Mächtigen sind die Massenmedien ausgeschieden. Bis weit ins konservative Lager hinein haben sie ihre Glaubwürdigkeit verspielt und sind zur „Fünften Kolonne“ (7) der Machtzentren degeneriert. Über die Manipulation der Bevölkerung durch die Massenmedien wurden in den letzten Jahren viele wertvolle Bücher und Beiträge geschrieben sowie Videos erstellt. Trotz alledem hat sich bis heute am intellektuellen Niedergang der Mainstream-Medien und an der beschämenden Konformität der Öffentlich-rechtlichen nichts geändert.

Im Dauergefecht gegen ihre Kritiker werden allein die Rechtfertigungen immer dummdreister, Ignoranz und arrogante Attitüde immer unerträglicher. Fakt, nicht Fake ist: Die Wagenburg der Mächtigen und ihrer opportunistischen medialen Hilfstruppen rückt immer enger zusammen. Wer weiß, wem die mediale Megamaschine gehört, auf wen sie hört und von wem sie kontrolliert wird, erwartet ohnehin nichts anderes.

Schockstrategie und Staatsstreich

War der Shutdown ganzer Nationalstaaten als Folge der von der Weltgesundheitsorganisation WHO ausgerufenen Pandemie gerechtfertigt? Den totalen Shutdown ohne Rücksicht auf Verluste und kollektive Folgen anzuordnen, deutet jedoch auf ganz andere Absichten hin. Dies gilt insbesondere dann, wenn er, wie vom deutschen Zentral-Regime verordnet, mit dem Inlandseinsatz des Militärs gekoppelt wird (8). Die politischen Hardliner innerhalb des deutschen Regimes konnten nun endlich den lang herbeigesehnten Inlandseinsatz des Militärs realisieren. Dieser Einsatz wäre gar nicht erforderlich, wenn das Regime im Laufe der neoliberalen Revolution zivile Sozialdienste und die Polizei nicht finanziell und personell ausgetrocknet hätte.

Den westlichen Machtzentren geht es offensichtlich vor allem darum, das heißgelaufene, toxisch-dystopische Wirtschafts- und Gesellschaftssystem des marktradikalen Kapitalismus mit seinen schmarotzenden Reichen, seinen Polit-, Militär- und Sicherheitskomplexen irgendwie aufrecht zu erhalten, um die Zivilgesellschaften als Wirtskörper weiter aussaugen zu können (9).

Zusätzlich nutzen sie die Gelegenheit, die Überwachung (10) der Menschheit zu perfektionieren. Dass die Herrschaftszentren nun im Rahmen von Corona Mitmenschlichkeit und gesellschaftliche Solidarität entdecken, ist bestenfalls lächerlich. Seit Jahrzehnten beweist ihr Treiben das genaue Gegenteil. Wenn die Regierungen in den letzten Dekaden etwas für die „Mitmenschlichkeit“ hätten tun wollen, dann hätten sie unzählige Gelegenheiten dazu gehabt.

Die Coronakrise wird dazu instrumentalisiert, ein mit allen Machtbefugnissen ausgestattetes diktatorisches Gesundheitswesen zu etablieren, das den Macht-„Eliten“ jederzeit Hebel in die Hände gibt, sämtliche Verfassungsgrundsätze und Bürgerrechte zu suspendieren beziehungsweise ganz abzuräumen. Versammlungen, Kulturveranstaltungen, Demonstrationen können so unter grotesken Vorwänden verboten werden, auch wird der Durchgriff einer modernen Diktatur bis in die Privatsphäre möglichen. Im Schatten der Krise werden Politiken exekutiert, die sonst niemals hätten durchgesetzt werden können (11).

„Die repressiven Gesundheitsvorkehrungen sind vor allem ein Mittel, um Kritik nicht öffentlich werden zu lassen. Es geht im Corona-Regime-Zeitalter offensichtlich darum, den Widerspruch gegen die exekutiven Maßnahmen zu unterdrücken. Wenn dabei Legislative und Judikative, Parlamente und Gerichte mitmachen, haben wir eine totalitäre Situation. Die Gewaltenteilung besteht nicht mehr“ (12).

Tatsache ist: Die parteienbasierte parlamentarische Demokratie repräsentierte noch nie die Interessen der breiten Bevölkerung. Sie war ein stets gegebenes, aber nie eingehaltenes Versprechen. Die Coronakrise hat die Zustände noch radikalisiert, die parlamentarische Demokratie ist damit auf breiter Linie kollabiert.

Die herrschende Politkaste Deutschlands hat ihre Ziele mithilfe eines totalitären Gesundheitsregimes verwirklicht. Die Herrschaftszentren in den westlichen Fassadendemokratien haben sich mit der Corona-Krise Luft verschafft, um die Spielfiguren auf dem Schachbrett der Macht und der Weltherrschaft neu zu ordnen. Die Zwangsmaßnahmen ermöglichten es den Regierungen, das komplette Wirtschafts- und soziale Zusammenleben durch den präventiven Ausnahmezustand zu kontrollieren (13). Die Coronakrise ist der „Impulsgeber“, nicht die Ursache für den absehbaren Kollaps des internationalen Finanz- und Wirtschaftssystems (14).

Bei der Corona-Krise handelt es sich offensichtlich um eine zentral orchestrierte Schockstrategie mit dem Ziel, die Gesellschaften in kollektive Angststarre zu versetzen. Naomi Klein hat bereits vor 13 Jahren in ihrem Buch „Die Schockstrategie“ (15) eindrucksvoll beschrieben, wie die Herrschaftszentren Krisen ausnutzen, Gesellschaften unter Schock setzen, um ihnen dann innerhalb klar gesetzter Zeitfenster die „unumkehrbaren Veränderungen“, das heißt, die „Schockbehandlungen“ aufzuherrschen.

Es geht um Steuerkürzungen für Reiche, Freihandel, Einschnitte bei den Sozialausgaben, Privatisierungen und Deregulierungen aller Art sowie Umstrukturierungen der Wirtschaft im Schnellfeuertempo. Ganze Branchen werden abgeräumt (16).

Diese Schockbehandlung empfahl Milton Friedman — einer der „Chicago-Boys“ — unter anderem der faschistischen Diktatur unter Augusto Pinochet, um den Staat an Privatinvestoren zu verfüttern, solange sich die Bürger vom Schock noch nicht erholt hatten.

„Nur eine Krise (…)führt zu echtem Wandel. Wenn es zu einer solchen Krise kommt, hängt das weitere Vorgehen von den Ideen ab, die im Umlauf sind. Das ist meiner Ansicht nach unsere Hauptfunktion: Alternativen zur bestehenden Politik zu entwickeln, sie am Leben und verfügbar zu halten, bis das politisch Unmögliche politisch unvermeidlich wird“ (17).

In einem aktuellen Beitrag aus März 2020 äußert sich Naomi Klein ebenfalls zur Coronakrise (18).

„Wir kennen das Drehbuch. Als wir 2008 das letzte Mal eine globale Finanzkrise erlebten, waren die gleichen schlechten Ideen für freie Firmenrettungsaktionen erfolgreich, und normale Menschen auf der ganzen Welt zahlten den Preis dafür. Und selbst das war völlig vorhersehbar. Vor dreizehn Jahren schrieb ich ein Buch mit dem Titel ‚Die Schockstrategie: Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus‘, in dem eine brutale und immer wiederkehrende Taktik rechter Regierungen beschrieben wird. Nach einem schockierenden Ereignis — einem Krieg, einem Putsch, einem Terroranschlag, einem Marktcrash oder einer Naturkatastrophe — nutzen sie die Desorientierung der Öffentlichkeit aus, setzen die Demokratie außer Kraft, setzen eine radikale Politik der freien Marktwirtschaft durch, die das 1 Prozent (der Superreichen und Reichen, Anmerkung des Autors) auf Kosten der Armen und der Mittelklasse bereichert. Aber hier ist, was meine Forschung mich gelehrt hat. Schocks und Krisen gehen nicht immer den Weg der Schockdoktrin. Tatsächlich ist es möglich, dass eine Krise eine Art Evolutionssprung auslöst. Denken Sie an die 1930er-Jahre, als die Weltwirtschaftskrise zum New Deal führte“ (19).

Der Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln, so Carl von Clausewitz. Der laufende Informationskrieg gegen die Öffentlichkeit ist die Fortsetzung der Politik eines Bündnisses zwischen internationalem Finanzkapital, Big-Media und der transnationalen diktatorischen Führungselite globaler Governance. 2020 befindet sich die westliche Welt im Häutungsprozess von einer postdemokratischen Fassadendemokratie mit noch bürgerlichen Freiheiten hin zu einem (proto-)faschistischen System, dessen schlussendliche Verfasstheit noch nicht offen zutage liegt (20).

Die dystopische New World Order, die die Zentren der Macht für die Menschheit vorgesehen haben, kann sich nur dann entfalten, wenn die Kräfte der Vernunft kapitulieren (21).

Quellen und Anmerkungen:

(1) Siehe hierzu auch: Wenige Hunderttausend bestimmen über das Schicksal von Milliarden: „Nie haben weniger Menschen mehr Umwälzungen bewirkt!“, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 27. März 2020: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503115/Wenige-Hunderttausend-bestimmen-ueber-das-Schicksal-von-Milliarden-Nie-haben-weniger-Menschen-mehr-Umwaelzungen-bewirkt
Rainer Mausfeld, Angst und Macht. Herrschaftstechniken der Angsterzeugung in kapitalistischen Demokratien, Frankfurt/Main 2019, Seite 22.
(2) Ron Paul, Der Coronavirus-Schwindel, antikrieg: http://antikrieg.com/aktuell/2020_03_17_dercoronavirus.htm; Original: http://www.ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2020/march/16/the-coronavirus-hoax/
(3) Siehe hierzu Jochen Krautz, Neoliberale Bildungsreformen als Herrschaftsinstrument, in: Ullrich Mies, Jens Wernicke (Herausgeber) Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter, 6. Auflage, Wien 2017, Seiten 79 bis 96.
(4) Rainer Mausfeld, Angst und Macht, am angegebenen Ort, Seite 50, 76.
(5) Ebenda, Seite 49.
(6) https://de.wikipedia.org/wiki/Fünfte_Kolonne
(7) Martin Kirsch, Verfassungsbruch in Vorbereitung, Bundeswehr plant Mobilisierung von 15.000 Soldat/innen für den Inlandseinsatz, IMI, 27. März 2020; Corona-Krise: Jetzt kommt die Bundeswehr mit 15.000 Mann zum Einsatz, Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 27. März 2020: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503134/Corona-Krise-Jetzt-kommt-die-Bundeswehr-mit-15000-Mann-zum-Einsatz?src=XNASLSPREG
(8) William H. McNeill, Krieg und Macht. Militär, Wirtschaft und Gesellschaft vom Altertum bis heute, München 1984, spricht vom Parasitentum des Militärs an der Gesellschaft und von Wirtsvölkern. Aber es gibt noch die andere Parasitenkomplexe, die sich an die Wirtsvölker angeheftet haben.
(9) In fight against coronavirus, governments embrace surveillance, Politico, 25. März 2020: https://www.politico.eu/article/coroanvirus-covid19-surveillance-data/
(10) Am Telefon zur Gesetzeslage in Zeiten der Corona-Krise: Dietrich Murswiek, 30. März 2020: https://kenfm.de/am-telefon-zur-gesetzeslage-in-zeiten-der-corona-krise-dietrich-murswiek/
(11) Thomas Moser, Wenn Demonstranten zu „Gefährdern“ erklärt werden, Telepolis, 30. März 2020: https://www.heise.de/tp/features/Wenn-Demonstranten-zu-Gefaehrdern-erklaert-werden-4692869.html
(12) https://www.youtube.com/watch?v=xW2oHhN3heo
(13) Egon von Greyerz, Der Untergang des Finanzsystems steht bevor, Goldseiten, 19. März 2020: https://www.goldseiten.de/artikel/443929–Der-Untergang-des-Finanzsystems-steht-bevor.html
(14) Naomi Klein, Die Schockstrategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus, Frankfurt/Main 2009.
(15) Ebenda, Seite 18 folgende.
(16) Milton Friedman, Capitalism and Freedom, Chicago 1982, Seite IX, zitiert bei Naomi Klein am angegebenen Ort, Seite 17.
(17) „Coronavirus Capitalism“: Naomi Klein’s Case for Transformative Change Amid Coronavirus Pandemic, Democracy Now, 19. März 2020: https://www.democracynow.org/2020/3/19/naomi_klein_coronavirus_capitalism
(18) Ebenda.
(19) https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/503129/Ehemaliger-britischer-Premier-Brown-plaediert-fuer-temporaere-Weltregierung; siehe ferner: https://www.youtube.com/watch?v=8yZ2LtdPWuE
(20) Sean Stone, New World Order. A Strategy of Imperialism, Walterville, OR, 2016.
(21) Siehe hierzu ausführlich: Ullrich Mies, Jens Wernicke (Herausgeber), Fassadendemokratie und Tiefer Staat. Auf dem Weg in ein autoritäres Zeitalter, 6. Auflage, Wien 2017.
(22) https://deutsch.rt.com/meinung/86798-cnn-trommelt-zum-krieg-gegen/; https://deutsch.rt.com/nordamerika/85980-westliche-werte-mordaufrufe-im-us/

Ullrich Mies:

Mega Manipulation

Ideologische Konditionierung in der Fassadendemokratie

Westend Verlag

288 Seiten, € 22

 

 

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Dank an den Rubikon, www.rubikon.news, wo dieser Artikel zuvor erschienen ist.

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    Ulrike Spurgat
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    Mit allem wird sich in dem Text beschäftigt nur die Eigentumsfrage also wer besitzt die Produktionsmittel wird nicht konsequent genug gestellt.   Im Text selber erkenne ich wenig was wirklich zu Ende gedacht ist. Eine Vielfalt von Themen die irgendwie zusammen gehören, wobei aber jedes für sich mindestens ein eigenes Kapitel beanspruchen würde,  wenn man den Themen auf den Grund geht. Der Kapitalismus wird kritisiert und vielleicht gelingt es ja doch ihn „menschlicher“ zu machen entnehme ich den gelesenen Texten. Sozialdemokratie….geht mir durch den Sinn. Ob Corona die Möglichkeit zu einer gesellschaftlichen Veränderung anbietet wäre mehr als wünschenswert. Das die Manipulation erkannt ist und zur Sprache kommt ist genau richtig und wichtig, Manipulation hat mit Sprache und sprechen zu tun. Der Literaturwissenschaftler Victor Klemperer veröffentlichte 1957 wohl sein, wie er es selber nannte, sein „schwierigstes Buch“: „LTI“ (Lingua Tertii Imperii), die Sprache des „Dritten Reiches“: Ein erschütterndes Zeitdokument. Sein „Notizbuch eines Philologen“  in das er während der Arbeitssklaverei der Nazis seine Beobachtungen über den zunehmenden Sprachverfall eintrug, ist für die nachfolgenden Generationen von unschätzbarem Wert. Eines der lebendigsten Zeugnisse zur Ideologie des deutschen Faschismus. Die LTI zielt auf die Mechanisierung der Wörter.  (Aktionen werden groß „aufgezogen“, Organisationen werden „gleichgeschaltet“ und Menschen „laufen zu vollen Touren auf“) und entpersönlicht dadurch den Einzelnen. Die Sprache ist nur ein Indiz für die vollständige Manipulierung der Massen, die schließlich dazu führte, dass man den 2. Weltkrieg entfachen konnte. LTI „ist eine arme Sprache“im Inhalt und Ausdruck. Sie kennt vor allem Superlative (alles ist „total“) und will Bewegung ausdrücken. Victor Klemperer, Notizbuch eines Philologen, Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig, 1990, S. 16 -19.

    Chomsky hat zehn Punkte aufgeschrieben in“Geheimnisse der Massenbeeinflussung“ Besonders fällt 5. bei den zehn Punkten ins Auge: „Das Volk so behandeln, wie man kleine Kinder behandelt. Kürzlich geschehen bei einer Anfrag im Job Center die einen Widerspruch für eine junge Familie betraf und der Sachbearbeiter in einen Tonfall verfiel, den sich meine Tochter bereits mit fünf Jahren verbeten hätte. Er wiederholte jede meiner sehr konkreten Fragen allerdings ohne darauf zu antworten. Bis dann der Kragen platzte und der „Papagei“ nachdem die Frage des Datenschutzes geklärt war um eine Antwort nicht mehr herum gekommen ist. Das aber wirklich schlimme ist Punkt neun von den zehn Punkten: Das Gefühl der eigenen Schuld verstärken. „Man zwingt den Menschen, fest daran zu glauben , daß er an seinem Unglück selber Schuld sei, was zurückzuführen sei, auf seine mangelnden, geistigen Fähigkeiten. Oder: man provoziert eine Wirtschaftskrise um eine radikale Beschneidung der Grundrechte und eine weitere Demontage der sozialen Leistungen zu rechtfertigen. Anmerkung: Oder man nutzt die Angst vor Krankheiten aus wie im Fall Corona und zieht das Volk am Nasenring durch das Regierungsviertel in Berlin) 2005 hat man die Gesellschaft mit der AGENDA 2010, dem größten sozialen Kahlschlag nach 1945, der Millionen von Menschen in den sozialen Abgrund hat stürzen lassen. Und die Folgen sind und waren eine Kriegserklärung an die betroffenen Menschen. –Wilhelm Reich hat in seinem wichtigen Werk: „Massenpsychologie im Faschismus“ wesentlich zu der Erkenntnis beigetragen, dass Sexualität als ein Unterdrückungsinstrument genutzt werden kann. Das würde aber jetzt zu weit gehen. Manipulation zeigt sich auch an den Stellen wo man ständig von irgendwelchen „Experten“ von „Chefkorrespondenten“ und von „Wissenschaftlern“ wo keiner genau weiß auf wessen Gehaltsliste sie stehen usw. vollgelabert wird, denn  das Volk ist einfach zu doof und braucht ihre „Führer“ wird immerzu suggeriert und in die Herzen und ins Hirn fein dosiert geträufelt bis es sitzt und man selber Masken, Bußgeldern und Sanktionen einfordert für die, die nicht spuren. Dann haben sie eines ihrer Ziele erreicht nämlich das Volk unter ihre Knute zu bringen.

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    Ullrich Mies
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    „Mit allem wird sich in dem Text beschäftigt nur die Eigentumsfrage also wer besitzt die Produktionsmittel wird nicht konsequent genug gestellt..“

    Es ist ja immer wieder diesselbe abgenudelte linke Leier, die schon ermüdet. Hat Frau Spurgat das Buch überhaupt gelesen, oder gehört sie zu den zahllosen Schwadroneuren, die sich irgendwie „links fühlen“  aber die Texte nicht durcharbeiten, um die es geht???

    So scheint es in der Tat!

    Die Exemplifikation der Eigentumsfrage ist gar nicht die Aufgabe des Buches. Man sollte einfach einmal den Titel zur Kenntmnis nehmen.

    Darüberhinaus habe ich selbst das erste Kapitel zum Neoliberalismus beigesteuert: „Neoliberale Konterrevolution als Herrschaftsprojekt“. Da geht es um die fundamentalen Fragen des aktuellen Kapitalismus.

    Auch weiss Frau Spurgat das Erscheinungsdatum von LTI nicht korrekt einzuordnen:

    „Der ersten Ausgabe vom Sommer 1947 folgte 1949 eine gegen den Willen Klemperers um das Zion – Kapitel gekürzte, somit zensierte Ausgabe, erneut im Aufbau – Verlag.der erste Ausgabe vom Sommer 1947 folgte 1949 eine gegen den willen Klemperers um das Zion – Kapitel gekürzte, somit zensierte Ausgabe, erneut im Aufbau – Verlag.“ (Victor Klemperer, LTI, Reclam, Stuttgart 2019, Seite 414)

     

     

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    Ulrike Spurgat
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    Hallo Herr Mies,

    Was ist denn ihr Problem ?

    Dann nehme ich den „Titel“ eben mehr „zur Kenntnis“….und dann….

    Sie wollen ja schließlich ihr Buch verkaufen.

    Da ich keinen Anspruch erhebe in den Gedanken und auch Bewertungen „richtig“ zu liegen steht einer möglichen Korrektur nichts im Wege wenn ich sie als notwendig erachte.

    Eine Rezension hatte ich nicht vor zu schreiben.

    Sicherlich ist es unzureichend sich bei einem solch umfassenden Buch nur auf Ausschnitte zu beziehen die einem wichtig sind, aber völlig legitim.

    Doch dieses werde ich mir auch weiterhin erlauben mit möglichen Fehlern und auch Fehleinschätzungen.

    Und sie erkennen richtig, dass ich das Buch in Gänze nicht gelesen habe.

    Mr war einiges aufgefallen in Gesprächen und bezogen auf das Thema „Manipulation“ und da ist der Kapitalismus letztendlich für den Blick auf die Themen und die Kritik daran ausschlaggebend.  Dazu werde ich immer schreiben wenn ich will. Ganz egal wer was dann dazu schreibt.

    Und wie das dann so ist macht man sich seine Gedanken. Nicht mehr und nicht weniger.

    Mein Interesse ist nicht ihre Arbeit zu schmälern; also lassen wir es dabei.

    Für ihre ausführliche Antwort bedanke ich mich

     

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