Die schamlose Bewirtschaftung der Angst

 In Gesundheit/Psyche, Wirtschaft

Unnötige medizinische Untersuchungen und überflüssige chirurgische Eingriffe fressen Milliardenbeträge unserer Krankenkassenprämien weg. Aber fast niemand schaut hin. (Quelle: Zeitpunkt)
http://www.zeitpunkt.ch/die-schamlose-bewirtschaftung-der-angst

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    Imago
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    Was in dem Artikel oben zur Sprache kommt, kann ich aus vielfacher eigener Erfahrung nur bestätigen. Nahezu die gesamte medizinische Versorgung ist inzwischen dem von neoliberalen Leitlinien bestimmten Effizienzdenken unterworfen und somit von einer noch nie dagewesenen Kurzsichtigkeit bestimmt, und daß so viele Ärzte sich dem nun so kritiklos unterwerfen, statt endlich einmal deutlich dagegen Stellung beziehen, stellt in meinen Augen eine regelrechte Schande für diese doch angeblich „so gut Bescheid wissende“ Berufsgruppe dar.

    Die Ursachen dafür mögen einerseits zwar an der nicht selten sehr hohen Arbeitsbelastung dieser Berufsgruppe* sowie (vor allem auch) den von der Politik verursachten zunehmend katastrophalen Rahmenbedingungen liegen, die Verantwortung für die tagtäglich ausgeübte Praxis liegt jedoch letztlich noch immer vor allem auch bei der zumeist darüber noch immer schweigenden Ärzteschaft! – (Die bei Ärzten oft zu beobachtende Abgehobenheit und auch deren vielfacher Hang zum möglichst ausgeprägten Luxusleben, stellt für viele innerhalb dieser Berufsgruppe gewiß auch weitere Gründe dar, unserer nun angeblich so „effizienten“ Gesellschaftsmaschinerie so gedankenlos und so bequem wie möglich Folge zu leisten. – Die gerade auch für Mediziner immer wieder enorm wichtige Selbstreflektion scheint nun also auch für viele Ärzte ein inzwischen offenbar unbekanntes, ja nun vielleicht sogar auch geradezu lästiges „Fremdwort“ geworden zu sein.)

    Die sogenannte „Überversorgung“ von der im Artikel oben die Rede ist, stellt dabei in Wirklichkeit nur eine Seite der Medaille dar, denn sicher wird heute Vieles übervorsorglich behandelt (weil sich damit ja auch immer wieder ein sehr gutes Geschäft damit machen läßt), das jedoch eigentlich Wichtige, nämlich das gründliche und umsichtige Behandeln der tatsächlichen Erkrankungen und deren demzufolge jeweils nötige genaue Ursachenermittlung** unterbleibt jedoch immer häufiger, weil inzwischen immer mehr die an Kosten und Profit interessierten Controller und nicht mehr die wirklich fachkundigen und gewissenhaften Mediziner in unserer Welt das Sagen bei all dem haben.

    Alles in Allem betrachtet halte ich es für ausgesprochen erbärmlich, daß sich nun auch angeblich „so gebildete Menschen“ wie die Ärzte so häufig nun nicht mehr in der Lage sehen, diese längst schon zunehmend (selbst)-mörderisch arbeitende Wirtschaftsmaschinerie zu durchschauen und (allein schon aus medizinischen, aber genauso auch aus menschlichen Gründen) in aller Öffentlichkeit offen, klar und deutlich dagegen Stellung zu beziehen.

    – – – – – – – –

    * Erst kurz vor Weihnachten war ich noch bei einem Orthopäden, dessen Praxis vor lauter Patienten geradezu überquoll und der daher zwischen den Patienten geradezu gehetzt hin- und her hechelte. Die Szenerie erinnerte mich daher sofort an die berühmte Szene in Charlie Chaplins Film „Moderne Zeiten“, in der Chaplin sich, mit einem riesgen Schraubenschlüssel versehen, völlig hektisch und verzweifelt darum bemüht, eine riesige Maschinerie in Gang zu halten. –

    ** ursachenbezogen ermittelt wird längst schon vor allem mit besonders teurer und gewinnträchtiger Apparatemedizin und nicht etwa auf einfachere und daher oft auch weitaus kostengünstigere Weise und auch für die daran anschließende Behandlung gilt das nur allzu oft in gleicher Weise

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    Volker
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    H. kam in eine Klinik, ein Bypass wurde von einem örtlichen Kardiologen empfohlen, Voruntersuchungen fanden statt. Nicht Schlimmes, aber anscheinend wohl notwendig.

    Erst nach der OP wurde H. mittgeteilt, dass ihm gleich fünf Pypässe gelegt wurden, ohne ihn vor angesagter OP zu fragen, ob er damit einverstanden sei.

    H., ein Freund von mir, verlor nach chirurgischen Missbrauchs ein Teil seines Erinnerungsvemögens, und ist bis zu seinem Lebensende auf pharmazeutische Produkte angewiesen.

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    Angstwirtschaft
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    Die schamlose Bewirtschaftung der Angst

    geht mit der Rechts-widrigen Bewirtschaftung/Verwertung der ARMEN, der Armut, einher und nennt sich seit der Grundgesetzwidrigen AGENDA „sozial“. „Sozial“ steht seither außerhalb des allgemeingültigen Rechtssystems. Angst vor Verwertung des eigenen Lebens ist zielführend, ja wirklich. Angst vor den politischen Institutionen die nicht mehr dem Grundgesetz verpflichtet sind und keine Strafanträge fürchten müssen. Strafbarkeit im Handeln scheint nicht weiter zu interessieren, den Strafverfolgungsbehörden sind weisungsabhängig gebunden, und ich bin sicher diese Art der widerwärtigsten staatlichen GEWALT  wird Folgen haben.

    Krankenhäuser und die Gesundheit der Wähler sind dem Staat zu teuer, die Privatisierung ist fast abgeschlossen, die Investoren machen Gewinne, das Ziel unserer Politischen Räuber-Banden ist erfolgreich abgeschlossen.

    Die schamlose Bewirtschaftung der Angst

    wird mit großem Erfolg in der Politik gefeiert, von Hobbyisten breit unterstützt.

    Das katholische Fulda hat 18 Neuro-Chirurgen am Leben zu halten, die müssen operieren um zu leben, haben Familien.

     

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      Volker
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      Ah. Hier denkt jemand um ein paar Ecken. Der Dreh zur Agenda 2010 könnte von mir sein ++schulterklopf++

      Hartz IV-Antrag >>> peinliche Voruntersuchung >>> Diagnose >>> Skalpell >>> Verwertung >>> Entsorgung + R.I.P. +

      Hiermit endet Ihre Mitwirkungspflicht. Bye bye!

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